Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Digitale Lautstärkeregelung mit atmega8?


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von AlexL1980 (Gast)


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Hallo!

Ich suche eine Möglichkeit eine digitale Lautstärkeregelung in eine 
Schaltung zu integrieren.

Da ich zwar gelernter Kommunikationselektroniker bin, jedoch schon lange 
nichts mehr auf diesem Gebiet gemacht habe hätte ich gerne eure 
sachkundige Hilfe erbeten.

Folgendes Problem: Bei der Arbeit haben wir ein Radio, was jedoch 
aufgrund von vielen Abnehmern jeweils über einen 100 Ohm Übertrager die 
Signale an die Endstelle liefert. Der Grund: Baut einer der Kollegen 
einen Kurzschluss ist nicht das gesamte Radio betroffen.

Da das Signal also sehr hochomig ist kommen die einzelnen Arbeitsplätze 
nicht um einen Verstärker umher. Deswegen wird für jeden Arbeitsplatz 
einen solchen benötigt. Da ich gerne bastle und immer wieder ein neues 
Projekt suche möchte ich dies nicht wie "üblich" normal über ein Poti 
machen - sondern nach Möglichkeit über einen µC, welcher evtl. auch noch 
die Lautstärke über LEDs anzeigt.

Die Schaltung im Anhang habe ich im Internet gefunden (kleine Änderung: 
eigentlich ist R2 2,2 Ohm und R1 220 Ohm).

Das würde aber viel zu laut werden bei einer Verstärkung von 100. 
Deswegen die Änderung.

Meine Idee um das geplante umzusetzen: Ersetze R2 durch mehrere 
Widerstände, die jeweils über den Atmega (je nach Lautstärke) gegen 
Masse geschaltet werden. Bedeutet: für sehr leise würde ein 10k (oberer 
Anschluß) an den Ausgang vom µC (unterer Anschluß) angeschlossen werden 
und dieser auf LOW gesteuert werden. Für lautere Einstellungen eben ein 
etwas kleinerer Widerstand über einen anderen Port.

(Deswegen auch die Änderung von R1 um Faktor 10 nach oben um den 
Ground-Strom von Seite des µCs zu schaffen.)

Die Frage ist: Würde das funktionieren oder mache ich einen Denkfehler?

von Knut B. (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite


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AlexL1980 schrieb:
> Meine Idee um das geplante umzusetzen: Ersetze R2 durch mehrere
> Widerstände, die jeweils über den Atmega (je nach Lautstärke) gegen
> Masse geschaltet werden.

Geht nur, wenn der ATMEGA dieselbe Betriebsspannung wie der TDA2030 
benutzt. Fällt also aus. Würde auch ziemlich rumsen beim Umschalten. 
Schau Dir mal den PGA2311 an oder auch den PGA2310. Alternative wäre ein 
Fotowiderstand und eine diesen beleuchtende LED, die der ATMEGA über PWM 
und Tiefpass ansteuert.

von AlexL1980 (Gast)


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Knut Ballhause schrieb:
> Geht nur, wenn der ATMEGA dieselbe Betriebsspannung wie der TDA2030
> benutzt. Fällt also aus. Würde auch ziemlich rumsen beim Umschalten.
> Schau Dir mal den PGA2311 an oder auch den PGA2310. Alternative wäre ein
> Fotowiderstand und eine diesen beleuchtende LED, die der ATMEGA über PWM
> und Tiefpass ansteuert.

öhm... erinnert mich an einen Optokoppler. Ist aber schon lange her...

Sind das 2 Bauteile oder gibt es das in einem Gehäuse? Wieso ein 
Tiefpass?

von ulrich (Gast)


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"Optokopper" mit LDR wird man kaum noch finden (schon RhoS). Da wird man 
also selber kombinieren müssen.  Wenn man die PWM Frequenz hoch genug 
Wählt sollte man auch ohne Tiefpass auskommen, sonst hört man ggf. das 
PWM Signal doch etwas.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Idee:


   .---+---R3---< PWM vom µC (Je mehr Spannung, desto leiser)
   |   |                     (Maximallautstärke durch R2 begrenzt)
   C   |
   |   |         .---+--------------.
  GND  |         |   |              |
       |      |--'   |     +5V      |
       |      |<-.   R2     ^       |
       |______|--|   |    __|___    |
                 |   |   |      |   |
INPUT ---C---R1--+---+---| -    |   |
                         |      |---+---C---+---LS--GND
                     .---| +    |           |
                     |   |______|           R
                     |      |               |
                    GND     |               C
                            V               |
                           -5V             GND

Oder wie auf dem Bild.


Gruß

Jobst

von Alex R. (Gast)


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Stichwort: Digitalpoti

von Alex R. (Gast)


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Schau mal im Beitrag:

Digitalpoti

Im ersten Drittel ist da auch eine sehr interessante LDR Lösung zu 
sehen.

von AlexL1980 (Gast)


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Ich wollte eigentlich eine Schaltung mit einer Spannungsquelle 
verwirklichen (Single Supply). Geht das auch mit einem NMosfet?

von Olaf D. (Firma: O.D.I.S.) (dreyero)


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Hallo,

Wie wäre es mit einem ATXmega?
Die haben AD und DA Wandler bis 1 MS pro s.
Der Schaltungsaufwand sinkt dadurch enorm.

Gruß

Olaf

von Knut B. (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite


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Olaf Dreyer schrieb:
> Wie wäre es mit einem ATXmega?
> Die haben AD und DA Wandler bis 1 MS pro s.
> Der Schaltungsaufwand sinkt dadurch enorm.

Naja, die Qualität auch. ADC und DAC des XMega rauschen doch ziemlich.

AlexL1980 schrieb:
> Ich wollte eigentlich eine Schaltung mit einer Spannungsquelle
> verwirklichen (Single Supply). Geht das auch mit einem NMosfet?

Single Supply für einen TDA2030 ist eher nicht so toll, da Du dann auch 
mehr (große) Bauelemente brauchst. Die Sache mit dem LDR ist sowohl für 
einfache, als auch für duale Spannungsversorgung tauglich, da der LDR 
völlig entkoppelt im Signalzweig liegt.

von bronko (Gast)


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alles in einem:
PGA2310

von Olaf D. (Firma: O.D.I.S.) (dreyero)


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Der Chip benutzt genau das Prinzip welches ich vor 15 Jahren für meine 
Diplomarbeit verwendet hatte. Damals hatte ich aber ein TTL/CMOS-Grab 
verwendet. Die NF-Eigenschaften sind sogar noch ein wenig besser.

Eine gute Empfehlung.

Gruß

Olaf

von Alex (Gast)


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Ich habe noch eine Frage zum LDR: Gibt es den mit LED in einem 
gekapselten Gehäuse? Anonsten habe ich immer störende 
Umgebungslichteinstrahlungen wenn ich die Schaltung ohne Gehäuse 
einsetzen möchte.

von Sebastian M. (compressed)


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einfach Schrumpfschlach drum machen. Schon öfters so in Limitern 
gesehen.

von Achim M. (minifloat)


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AlexL1980 schrieb:
> Ersetze R2 durch mehrere
> Widerstände, die jeweils über den Atmega (je nach Lautstärke) gegen
> Masse geschaltet werden.

Knut Ballhause schrieb:
> Würde auch ziemlich rumsen beim Umschalten.

Damits beim Umschalten nicht Rumst, kann man ja mit einem zusätzlichen 
Portpin den Eingang "muten", während geschltet wird.
Wenn man nur hart nach GND zieht und das Eingangssignal tasächlich <1Vpp 
ist, könnte es gehen.
Also Eingang->R->PortpinMute->Kondensator->Amping

Dem NMOS, der da hinterm Portpin im Mega nach Masse zieht, ist die 
"verkehrte Polung" seines Kanals erstmal egal. Bei zu negativer Spannung 
greift eben die Schutzdiode(und die Bodydiode des NMOS).

mfg mf

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