Verstärkerschaltung 12->24Vpp, 11W, 200kHz

Gast #2335757
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Wie schaut das Signal aus das du verstärken möchtest? Das bestimmt die 
obere Grenzfrequenz des Verstärkers. Ich würde mal anfangen mit 
Gegentaktendstufe und davor einen OP mit "über alles Gegenkopplung".
Gast #2335770
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Signal kommt aus einem VCO. Hatte einen gefunden, aber der hat 
Squarewave-output, das is eingentlich Quatsch, muss noch einen mit Sinus 
suchen. Zumindest hat der 12Vpp output. Soll bei 200kHz +-xkHz 
schwingen. Das Signal soll dann 11W auf eine Induktionsspule bringen.
Gast #2335792
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Wenn die 200kHz zufällig auch die Resonanzfrequenz des Gebildes Sind, 
muss du nicht mit Sinus ansteuern, dann ist Rechteck oder jede andere 
Form auch ok. Schau mal unter Induktionsofen bei google nach. Da gibts 
jede Menge solcher Verstärker. Kann ja sein, dass dir das weiter hilft.
Gast #2335837
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Ja kann man machen. Ich würde dann aber das Eingangssignal trotzdem mit 
einem Kondensator einkoppel und mit einem Widerstand auf Masse beziehen. 
Also so wie in der Schaltung, nur beim Spannungsteiler am Eingang den 
oberen Widerstand weg lassen. Den Kondensator am Ausgang brauchst du in 
deinem Fall auch nicht. Der ist ja bei dir sowiso schon vorhanden.
Gast #2342432
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gekko schrieb:
> OK Schaltung läuft mit offenem Ausgang wunderbar, aber wenn ich die
> Spule anschließe wird das Ausgangssignal schon ab 10 kHz völlig
> verzerrt.

Das liegt an der mit der Frequenz ansteigenden Ausgangsimpedanz deines 
Verstärkers. Die Schleifenverstärkung ist ab ca. 10kHz nicht mehr groß 
genug, um den Impedanzanstieg auszuregeln. Dann bestimmt die Last in 
Verbindung mit der Verstärkerimpedanz das Ausgangssignal und nicht mehr 
der Verstärker allein. Du brauchst (bei sonst unveränderten 
Eigenschaften) einen Verstärker mit der mehr als 20-fachen Bandbreite.
Gast #2342470
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Das GBP des OPV allein sagt doch gar nichts über die 
Schleifenverstärkung aus. Man braucht noch die eingestellte Verstärkung 
und eigentlich die genaue Schaltung, weil es da noch andere Dinge geben 
kann (z.B. Stufen mit Verstärkung größer oder kleiner 1, 
Korrekturschaltungen für kapazitive Lasten, usw.).
Warum zeigt ihr nie die Schaltung um die es geht, immer nur endlose 
Raterei. So kann nicht vernünftig geantwortet werden.
Gast #2342554
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Also das es so überhaupt geht wundert mich schon. Aber ohne Last sind 
BDs ja nicht aktiv. Die BD241/42 sind doch reine 
"Gleichstromtransistoren" (ft=3MHz) und die machen eine deftige 
Phasendrehung. Außerdem ist der Spannungsteiler R4/R5 zu hochohmig, da 
macht sich die Summierpunktkapazität des OPV bemerkbar.
Gast #2342612
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Wie groß ist eigentlich die oszillografierte Spannung und die Frequenz? 
Die Einsteller am Oszi stehen ja nicht auf den kalibrierten Anschlägen.
Im Titel schreibst du 24Vss, das kann man mit der Schaltung bei Ub+-12V 
nicht erreichen. Realistisch sind etwa 16Vss. Wie ist die +-Ub 
abgeblockt, die 100µ-Elkos gehören direkt an die Kollektoren und der OPV 
sollte eine eigene Abblockung erhalten.
Gast #2342629
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Ub war vorhin +-12V und Ue 2 Vss zum testen. Die Betriebsspannung muss 
noch höher, mir fehlen die passenden Bauelemente. Die großen C sind 
direkt an den Kollektoren. Überm OP hängt noch ein 100nF (vergessen 
einzuzeichnen).
#2342643
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das liegt z.T. mit Sicherheit an der Art der Endstufenkonstruktion. Bei 
kleinen Pegeln macht es der OPV alleine (unter 1V), bei größeren Pegeln 
greifen dann die Transistoren. Und dann ist sicherlich der OPV generell 
zu langsam, so daß er nicht mehr sauber den Sinus durchfahren kann.
Gast #2342750
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Hab die Schaltung mal simuliert. Da sieht es auch so aus. Die Ursache 
ist der Saugkreis aus dem 110n-Kondensator und der 6µ2-Spule. Der zwingt 
den Verstärker bei Frequenzen in der Nähe der Resonanz in die Knie.
Sehr gut sieht es aus, wenn man den 110n-C weglässt und die Spule direkt 
an den Ausgang legt, allerdings muss dann der Offset am Ausgang sehr 
nahe 0V sein, um größere Gleichströme zu vermeiden.
Gast #2344051
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Sind die +-12V als Versorgungsspannung ernst gemeint?
Der LF356 hat min +-10V Output Swing bei RL= 2kOhm und +-15V 
Betriebsspannung. Die Transistoren schlucken auch noch mal min 0,7 Volt.
Wie willst du da auf 24Vpp kommen?

Arno
Gast #2362902
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Auch wenn der LF356 eine relativ hohe slew-rate hat, braucht der doch 
einige Zeit um den Totbereich zwischen etwa +0,6 V und -0,6 V 
überbrückt, in dem keiner der Transistoren aktiv ist. Da sollte man 
besser vorher für etwas Vorspannung sorgen und so statt Klasse B (ohne 
Ruhestrom) eher einen Klasse AB Verstärker mit Ruhestrom anstreben.

Bei der Spannungsfestigkeit reichen im Prinzip 30 V, also die Differenz 
von -15 V zu +15 V. Im Ungünstigsten Fall (wäre dann aber schon eher ein 
Fehlerfall) könnten noch einmal die Spannung der Freilaufdiode dazu 
kommen. Ein bisschen Reserve ist aber nicht verkehrt.

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