Elektromotor + Multimeter läuft nicht

OP Persönliche Seite #2337153
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Hallo liebe Leute!

Ich habe aus einem alten Ventilator den augenscheinlich intakten 
Elektromotor (230V AC, 50W) ausgebaut und wollte diesen jetzt testen. 
Der Ventilator hatte drei Geschwindigkeitsstufen, welche über drei 
direkt bis ins Motorgehäuse laufende Anschlussdrähte geschaltet werden 
(ich bezeichne die mal als L', L'' und L''').

Der Motor läuft, wenn ich ihn folgendermaßen anklemme:
PE ------ PE
N  ------ N
L  ------ L' oder L'' oder L'''

Leider lässt sich nicht mehr rekonstruieren welcher Anschluss, welcher 
Geschwindigkeitsstufe entspricht (Laufgeräusche sind fast identisch). 
Aus diesem Grund habe ich mein Digitalmultimeter (VC 820) 
zwischengeschaltet:
PE ------ PE
N  ------ N
L  --(A)- L' oder L'' oder L'''
Dummerweise läuft der Motor damit aber nicht an und die (zu hohen) 
Strommesswerte sind auch nicht von L'/L''/L''' sondern vom Messbereich 
am Multimeter abhängig. Anschieben hilft auch nicht. Ein Zangenmessgerät 
zur non-invasiven Messung besitze ich nicht.

Was mache ich hier falsch (abgesehen davon, dass ich mit Netzspannung 
rumhantiere) und die bekomme ich heraus, welcher Kontakt welcher ist?
#2337525
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Ich würde mal einen Widerstand 1 Ohm in Reihe schalten.
Den Spannungsabfall von ca. 0,2V sollte der Motor nicht merken.

Jetzt kannst du mit deinem Multimeter im AC Spannungsbereich
am Widerstand messen und wenn z.B. 200mV angezeigt werden,
entspricht das 200mA Strom durch den Motor.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2339029
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Bernd B. schrieb:
> dann ist das Multimeter defekt oder es wird falsch bedient.
Die Reihenfolge war vermutlich andersrum...

Jan R. schrieb:
> Aus diesem Grund habe ich mein Digitalmultimeter (VC 820)
> zwischengeschaltet:
In welchem Messbereich?
Solche Messungen an unbekannten Strömen sollten zuerst im 10..20A 
Bereich erfolgen, weil der meist nicht abgesichert ist. Ich würde sagen, 
deine 200mA Sicherung im Messgerät ist durchlegiert...
Gast #2339106
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Lothar Miller schrieb:
> Ich würde sagen,
> deine 200mA Sicherung im Messgerät ist durchlegiert...

Das denke ich auch eher, das geht schneller als man denkt. Hat mich auch 
mal ein paar Nerven gekostet, bis ich schlussendlich mal darauf kam.

Wenn du ganz normal Strom misst, also das Gerät auf Ampere eingestellt 
hast und die Kabel auch in den richtigen Buchsen hast, dann MUSS das 
gehen.
OP Persönliche Seite #2342165
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Malefiz schrieb:
> Mess mal im Spannungslosen Zustand den Widerstand
Hätte ich auch selbst drauf kommen können. Nachdem ich jetzt alle 
Anschlüsse gegeneinander durchgemessen habe, scheint für 
Gleichstrombetrieb(!) folgendes Ersatzschaltbild plausibel:

L'  ----.
        |
       |¯|
       |_| 105 Ohm
        |
L'' ----.
        |
       |¯|
       |_| 185 Ohm
        |
L'''----.
        |
       |¯|
       |_| 364 Ohm
        |
N   ----.

Bernd K. schrieb:
> Ich würde mal einen Widerstand 1 Ohm in Reihe schalten.
> Den Spannungsabfall von ca. 0,2V sollte der Motor nicht merken.
Klappt auch, habe allerdings meine 3.5-Ohm-Streifenraster-Heizung 
verwendet.

Dirk J. schrieb:
> Dann bau mal einen Propeller an den Motor, bei Belastung merkst Du
> nämlich den Unterschied (mehr Drehmoment).
Klappt bestimmt auch, Messwerte sind mir aber lieber. In Ermangelung 
eines passenden Aufsatzes scheitert der Versuch ohnehin.

Bernd B. schrieb:
> dann ist das Multimeter defekt oder es wird falsch bedient.
Gruß nach Japan: war wohl letzteres...der Voltmeteranschluss ist dann 
eben doch etwas hoch-ohmig. Drum prüfe, wer mit Netz verbindet, ob sich 
nicht ein Fehler findet. :-P

Achso, eines noch: die 200mA-Sicherung ist eine 400mA-Sicherung, und 
außerdem absolut funktionstüchtig.

Danke für alle Zuschriften!

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