Hallo zusammen,
ich habe im Garten einen Pumpenschacht, der Regenwasser, was im
Kellerbereich rund ums Haus anfällt, mittels zweier Pumpen in die
Kanalisation leitet. Soweit funktioniert das auch prima. Was jedoch,
wenn der Strom mal nicht fließt? Daher mein im Anhang beigefügter
Erweiterungsplan der Geschichte.
Meine Fragen:
1) Ist es ok, das so umzusetzen?
2) Was sollte ich noch beachten (Sicherungen oder so)?
Gruß
Chricky
Zu wenig Infos. Man muss mal wieder die berühmte Glaskugel nutzen.
Was mich besonders interessiert, willst du den Wechselrichter für die
Pumpen mit ges. ca 1800 Watt auch aus den mikrigen Batterien speisen?
1800 W ergibt bei 12 V welchen zu erwartenden Batterie-Strom?
Rechne mal entsprechend richtig. Packt deine Batterie das dann und wie
lange etwa?
Hallo Ich da,
wenn ich das richtig sehe, müßten die Pumpen zusammen ca. 8A fressen.
Die beiden Akkus machen zusammen 84Ah. Also müßten die Pumpen damit im
Dauserbetrieb 10,5 h laufen. Da diese jedoch abschalten, wenn der
Schacht leer ist und es auch bei Starkregen ein wenig dauert, bis wieder
gepumpt wird, müßten die Akkus für ca. 24h die Pumpen versorgen können.
Oder sehe ich das falsch?
Gruß
Chricky
Ja, falsch.
Der Wechselrichter macht zwar aus 12V 230V aber der strom wird auch
entsprechend erhöht. Von 8A auf 150A. Man muss auchnoch den Wirkungsgrad
beachten.
Chricky schrieb:> was Erschwingliches mit Selbstanlauf?
Notstromaggregat mit elektrischem Starter?
Suchmaschine + Honda oder etwas billiger: Kiopor
Der gigantische Anlaufstrom Deiner Pumpen wird Dir aber kein billiges
Aggregat erlauben. Bei meiner 370W Pumpe geht im Anlaufmoment schon bald
das Licht aus .... Also erst messen!
Hallo,
wie heftig ist den der Wasseranfall ? Ist die Abdichtung des Hauses denn
so schlecht das es kein Wasser mehr wiedersteht ?
Du hast ja schon einiges zur Vorsorge unternommen und trotz aller
manchmal auftretenden Meldungen ist unser Stromnetz doch sehr
ausfallsicher, warum wird sonst jeder kleine Stromausfall zumindest in
den lokalen Medien gemeldet ?
Also ich würd mir darüber keine gedanken machen. Ich nehme an das du das
geringe Risiko hinnehmen kannst- kenne aber natürlich nicht die
Gegebnheiten vor Ort.
Viel mehr würde ich darüber nachdenken etwas an der Hausabdichtung zu
machen, leider ist das sehr kostspielig da mann leider vieles nicht
vernünftig ohne große Maschienen machen kann und je nach persönlichen
handwerklichen Geschick und zur verfügung stehender Zeit auf Firmen
angewiesen ist was leider sehr kostenintensiv ist.
Mann kann auch einiges von "innen" heraus machen so das große
Aushubarbeiten nicht anfallen müssen, leider ist das aber auch nicht
besonders preiswert zu machen und je nachdem wie der Kellerbereich
ausgebaut ist entstehen Folgearbeiten und Kosten (Boden wieder verlegen,
anstreichen usw.)
"Ültje"
ich würd mch nei iih-bäh nach ner bioliheh benzinbrttiebenen pumpe
umguggen. Dann brachst nur noch einen netzsusfallmelder und wenn der
radaut dann spurtest du loß und ziehst den anreißstarter. Nachdem du das
gerät selten brauchen witst würde ich kein 50:50 reinmachen sondern
aspen!
Chricky schrieb:> wenn ich das richtig sehe, müßten die Pumpen zusammen ca. 8A fressen.> Die beiden Akkus machen zusammen 84Ah. Also müßten die Pumpen damit im> Dauserbetrieb 10,5 h laufen
du hast 1000 W Leistung in den Batterien gespeichert und deine Pumpen
brauchen 1800 W/h, wie man da auf 10h Laufzeit kommt ist mir
schleierhaft. 8A bei 230V ist nicht gleich 84A bei 12V
Hans Mayer schrieb:> Der Wechselrichter macht zwar aus 12V 230V aber der strom wird auch> entsprechend erhöht. Von 8A auf 150A. Man muss auchnoch den Wirkungsgrad> beachten.
Cool aus 12V werden 230V und aus 8A werden 150A, hat da jemand das
perpetuum mobile getopt. Und der Wirkungsgrad ist dann 4 oder 5 stellig?
Ich rate auch zu einem Stromaggregat. Das liefert die nötige Leistung
und du benötigst keinen Batterien. Ich vermute mal der Kanal liegt höher
als die Bodenplatte ist bei uns auch so ich habe deswegen einen
Brunnenschacht angelegt wo auch ne Grubenpumpe eingebaut ist für den
Fall der Fälle.
Stromausfälle sind zum Glück ja sehr selten aber so ein Aggregat werde
ich mir auch zulegen.
oszi40 schrieb:> Der gigantische Anlaufstrom Deiner Pumpen wird Dir aber kein billiges> Aggregat erlauben. Bei meiner 370W Pumpe geht im Anlaufmoment schon bald> das Licht aus .... Also erst messen!
Ich fahre mit einem 6,5kVA Aggregat eine 4kW Kreissäge an. Dafür habe
ich extra die Bremse vom Motor abgebaut... ;-)
Thomas O. schrieb:> du hast 1000 W Leistung in den Batterien gespeichert und deine Pumpen> brauchen 1800 W/h
Du rechnest zwar intuitiv richtig, hast hier die Einheiten aber komplett
verwürfelt: in den Batterien sind Wattstunden (=Energie) gespeichert,
der Motor braucht Watt (=Leistung).
Das ist dem von dir kritisierten Hans Mayer auch passiert:
> Hans Mayer schrieb:>> Der Wechselrichter macht zwar aus 12V 230V aber der strom wird auch>> entsprechend erhöht. Von 8A auf 150A. Man muss auchnoch den Wirkungsgrad>> beachten.> Cool aus 12V werden 230V und aus 8A werden 150A, hat da jemand das> perpetuum mobile getopt. Und der Wirkungsgrad ist dann 4 oder 5 stellig?
Er hat es richtig gedacht und etwas verdreht hingeschrieben.
Gemeint waren 12V/150A --> 230V/8A...
Chricky schrieb:> Also müßten die Pumpen damit im Dauserbetrieb 10,5 h laufen.
Da würde ich erstmal in die Vergangenheit blicken und prüfen, wie oft
ein so langer Stromausfall in deiner Gegend vorkommt und ob dir dann
gleich das Haus wegschwimmt. Bis das Wasser durch die Kellerwände läuft,
muß der Boden drumrum doch schon längere Zeit kräftig naß sein.
Hallo zusammen,
danke vor Eure Beiträge.
Unser Keller ist dank WU-Betonwanne absolut dicht! Bis auf 6 Fenster und
die Kellereingangstür. Wenn das Wasser aus dem Pumpenschacht nicht
abgepumpt wird, kann aus den Bereichen rund um die Fenster und der
Treppe zur Kellereingangstür das Wasser nicht mehr in den Schacht
laufen. Da Fenster und Türen nicht 100%tig dicht sind, läuft das Wasser
dort rein. Wir haben eine kleine Firma und in den Kellerräumen befinden
sich die Büros. Da möchte ich mich nicht wirklich auf "relativ
unwahrscheinlich" verlassen, zudem das Wetter in den letzten Jahren
ziemlich unberechenbar war...
Die Pumpen (machen übrigens zusammen ca. 25.000 L/h) wären aber
tatsächlich nicht wirklich lange beschäftigt, da es sich bei den
Lichtschächten und der Kellertreppe um ca. 20 m² handelt. Wenn es da
also 'mal 100 L/m² in 24 Std. regnen sollte, so wären die Pumpen damit
gerade 'mal 12,5 min beschäftigt. Das sollte doch zu puffern sein!?
Gruß
Chricky
Also ohne deine Zahlen nachzurechnen, die Anlage ist komplett falsch
dimensioniert. 5 min Laufzeit auf 24h, also viel zu große und damit zu
teure Pumpen. Und das Notstromaggregat muß daher zwar nicht unbedingt
von der Laufzeit aber vom Spitzenstrom damit ebenfalls Überdimensioniert
werden.
Nach deinen Wassermengen von 100*20 würden 2 Scheibenwaschpumpen mit je
60L/h reichen. Die gehen dann direkt an 12V.
MfG Klaus
Mal nicht ganz ernst gemeint: einach die Pumpen Pumpen sein lassen, zwei
Scheibenwaschpumpen vom Schrottplatz und eine 12V Versorgung wie von
einer Alarmanlage.
Aber ernsthafter (wenn die Wassermengen so stimmen): deine Pumpen laufen
doch sofort trocken, stehen die das durch?
MfG Klaus
> das hat man mir so eingebaut...
Dumm.....Pumpen statt parallel mal in Reihe schalten und schon ist der
Strom nur noch 1/4 vom Original.
Eine Scheibenwaschpumpe ist nicht dauerlauffaehig, aber eine kleine 100W
Lenzpumpe reicht da sicher aus. Dann auch noch fuer 12V-Betrieb und DU
brauchst nur der beiden Akkus und fuer den Normalbetrieb eine 15A
Netzteil!
Gruss
Michael
Ich weiß jetzt nicht wie groß die Förderhöhe ist, aber Lenzpumpen sind
i.d.R. nur für kleine Förderhöhen von max. 1,5m ausgelegt. Oft sind es
einfache Kreiselpumpen. Da werden dann für Pumpen von der Größe einer
Konservendose angaben gemacht wie "Leistung max l/h: 3850". Das gilt
dann für Förderhöhe = 0, das entsprechende Diagramm wird gerne
weggelassen.
Das Wasser was exakt auf die Fläche der Lichtschächte regnet ist doch
das kleinste Problem. Blöd ist halt nur, wenn die 1000m² Wiese dahinter
meint, ihr Oberflächenwasser in Richtung Haus entsorgen zu wollen.
Hallo,
das Problem sollte nicht unterschätzt werden, da es bei einer Drainage
darum geht, aufsteigendes Grundwasser wegzupumpen.
Wenn dein Haus eine weiße Wanne besitzt, dann sollte der Boden zwar
recht wasserundurchlässig sein aber dennoch könnte Oberflächenwasser
auch direk in die Lichtschächte laufen.
Die Pumpen sollten auch nicht zu klein dimensioniert werden, da
Schmutzwasser gepumpt werden soll, wie schon gesagt wurde, haben
Schmutzwasserpumpen große Spalte, sodass die Förderleistung bei
Gegendruck massiv sinkt.
Aus meiner Sicht solltest du dir einen aureichend dimensionierten
Stromerzeuger zulegen, und im Schacht die Wasserstandshöhe als auch die
Pumpenlaufzeiten zu überwachen. Denn Pumpen können auch mal kaputt
gehen, ohne dass man es sofort bemerkt.
Wichtig bei einem Stromerzeuger ist, dass man ihn mindesens einmal im
Jahr laufen lässt, da er sonst immer dann nicht läuft, wenn man ihn
braucht.
Das E-Aggregat ist universeller als ne Benzinpumpe. Die würde nur Sinn
machen, wenn das Anwesen eher ein Bauernhof ist. Da kannste dann auch
Gülle pumpen.
@Chricky
Bevor ich jetzt etwas investieren würde, würde ich klären, was die
Anlage wirklich leisten soll/muss. Sind die Pumpen wirklich
überdimensioniert oder ist in deinen Mengenschätzungen ein Fehler drin.
Wie schon gesagt wurde sind 1,8kW induktive Last schon eine Menge und
das kann richtig Geld kosten. Eine "Bastellösung" scheidet da auf jeden
Fall aus.
Kommt man mit kleineren Pumpen aus, kann man ja mal rechnen, ob es
billiger ist, die Pumpen zu vergessen und eine neue passende Anlage zu
bauen oder die vorhandene auf einen zuverlässigen Notbetrieb
aufzurüsten.
MfG Klaus
Hans Mayer schrieb:> Die 200€ Stromgeneratoren kommen nicht mit 1,8kW induktiver Last und dem> entsprechenden Anlaufstrom klar.
Es wurde bereits festgestellt, daß diese Leistung nicht benötigt wird.
Aber lassen wir das. Kauf dir deinen Benziner.
Ich hatte mal ne Freundin, die war ganz geil auf Benzindämpfe und hatte
mir das mal heimlich gebeichtet. Jedem das Seine.
An alle:
mittlerweile überlege ich, zwei zusätzliche Pumpen (Marine Tauchpumpe
3000)in den Schacht zu setzen, die mit 12V und 13A laufen. Dann Bleiakku
65Ah und Ladegerät. Diese Pumpen sollten dann 2,5 Stunden gepuffert sein
und ähnliche Mengen Wasser wegschaffen, wie die anderen beiden...
Gruß
Chricky