Hi,
ich habe folgende Schaltung:
Ein Transformator wandelt von 230 Volt auf 12 Volt runter. Dort richte
ich die Spannung gleich, habe dort einen 2200µF Kondensator und 100nF
Kondensator angeschlossen. Dann folgt ein 7805 jeweils wieder mit 100nF
und ich glaube 880µF. Der versorgt einen Atmega8535 (TQFP). Dieser
wiederum steuert ein Logicpegelmosfet (Irlu???), das sich die
gleichgerichtete Spannung vom Transformator holt (also 12V) und damit
ein 12V Relai schalten soll. Am Relai selber ist eine Freilaufdiode und
ein 100nF Kondensator (habe es auch schon mal mit 800nF probiert), um
die Spannungsspitzen abzufangen.
Trozdem stürzt der µC ab, wenn das Relai ausschalten. Ab und zu passiert
es auch beim Einschalten.
Der µC selber hat einen Resetwiderstand und an GND und VCC ist ein
Kondensator um Störungen abzufangen.
Was könnte da los sein?
Danke
was meinst du mit "µC hängt sich auf"? Dann wenn überhaupt macht er ein
Reset und startet neu, aber das er auf einmal stehen bleibt ist
merkwürdig. Das würde ja bedeuten das der Takt nicht mehr vorhanden ist.
Sollte also messbar sein.
Sicher das es kein Software fehler ist?
Kannst du mal ein Scope ranhalten?
- Bricht die Versorgung ein, brownout detection?
- Zwingt das Relais beim schalten deine Stromversogung in die Knie?
- Am Relais zusätzlich kleinere C's ~1n für schnelle Spitzen
mfg Rene
> Was könnte da los sein?
Ganz normal:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.25.2
Prüfe also erst mal, ob es schon stört wenn noch keine 230V Last
gesachltet wird, oder ob es erst stört, wenn eine Last dran ist.
Dann weisst du, ob du auf Ansteuerseite ein Problem hast oder ob
auf geschalteter Seite Störungen rübersprngen "gesendet werden".
> und ich glaube 880µF
Nach Prinzip viel bringt viel ?
Nein, viel bringt nur viel Ärger,
wie soll denn da der 7805 noch nachregeln
mit so einem Klotz am Bein.
Der linke Teil ist Standard; allerdings wird der AVR nicht mit dem
normalen VCC versorgt, sondern für ihn geht es nochmals durch eine
Drossel und einem eigenen Kondensator. Mit diesem Zeig wird dann aber
auch nur der AVR versorgt (also sein VCC und sein AVCC), sonst nichts.
Der 100nF ganz rechts ist der, der direkt an VCC und GND des AVR kommt.
Zwischen AVCC und GND kommt natürlich dann noch einer.
Ok hab rausgefunden was das Problem ist:
Das HD44780 Display kackt ab. Punkt ist, der µC versucht dem Display was
zu senden, und bleibt dabei natürlich hängen, da das Display keine
Rückmeldung gibt. Kondensator an diesem bringen auch nichts. Und die
Spannung bleibt stabil. Also muss ich das Display wohl abschirmen ?
Danke
So, habe das Problem ganz geschickt umgangen, indem ich einfach per
Software das Display ausschalte, wenn das Relai schaltet.
Und direkt danach initialisiere ich es neu.
Jetzt funktioniert alles :)
Stins schrieb:> So, habe das Problem ganz geschickt umgangen, indem ich einfach per> Software das Display ausschalte, wenn das Relai schaltet.
sorry aber das ist für mich keine Lösung, kann es sein das du eventuell
die Steuerleitungen vom Display mit schaltest wenn du das Relay
schaltest? Woher bekommt das Display seinen Strom - vom der gleichen 5V
Quelle?
passiert das ganze auch wenn du das Relay mal abklemmst?
Stins schrieb:> So, habe das Problem ganz geschickt umgangen, indem ich einfach per> Software das Display ausschalte, wenn das Relai schaltet.> Und direkt danach initialisiere ich es neu.>> Jetzt funktioniert alles :)
Wie Peter schon sagte: Das ist keine saubere Lösung.
Nur weil dein µC auf Störungsspitzen in der Versorgungsspannung etwas
unempfindlicher reagiert als dein LCD, ist das noch lange keine Grund
sich zu freuen.
> Und die Spannung bleibt stabil.
Mit einiger Sicherheit nicht. Was du wirklich sagen willst: Du hast kein
Messgerät, welches dir die Störspitzen auf der Versorungsspannung
anzeigen kann, weil sie zu kurz sind. Deine Elektronik, in diesem Fall
ganz konkret das LCD, reagieren aber darauf.
Das Problem sind die ungeschirmten Datenleitungen zum Display
(Flachbandkabel).
Die werden erstens durch das starten von Leuchtstoffröhren gestört und
zweitens durch das Schalten vom Relai. Deswegen kommt nur "Müll" beim
Display an. Im jetzigen Design, kann ich leider nichts abschirmen.
Die Lösung mit dem Abschalten des Displays ist für mich aber eine
Lösung, da bei jedem Zustandswechsel vom Relai, auf dem Display eine
andere Nachricht angezeigt wird. Von daher stört es absolut nicht, wenn
da 0,25 Sekunden das Display zwischen den Nachrichten nichts anzeigt.
ich kann kaum glauben das ein Relay so stark auf eine Flachbandkabel
einwirkt das es dabei zu Problemen kommt. Oder hast du undefinierte
Pegel also beiden Seiten auf Eingang?
Ich glaube eher, dass die Elektronik von den Leuchtstoffröhren das
eigentliche Problem sind.
Karl Heinz meinte, dass ich keine Messgeräte habe die mir die
Spannungspitzen anzeigen. Fakt ist, dass ich mit einem Oszi keine
Nennenswerten Störungen feststellen kann. Kondensator und Freilaufdiode
verhindern wohl Störstrom vom Relai. Es müss also die
Vorschaltelektronik sein...
Softwarefehler ist ausgeschlossen, habe ich schon alles geprüft.
Habe eben mal die Last vom Relai abgeklemmt, und siehe da, mit dem alten
Code ohne Display Abschaltung, funktioniert alles.
Also kann ich jetzt mit Sicherheit sagen, dass es das Vorschaltgerät
ist.
Stins schrieb:> Softwarefehler ist ausgeschlossen, habe ich schon alles geprüft.
nicht so schnell. wenn du z.b. den Ausgang zum LCD auf eingang
schaltest, dann wirken sie störungen sehr stark aus. Dann ist es auch
ein Software fehler der sich nur auswirkt wenn das EVG angeschlossen
ist.
> Ich glaube eher, dass die Elektronik von den Leuchtstoffröhren das> eigentliche Problem sind.
Welche Leuchstoffröhren ?
Hast du irgendwann zuvor was von Leuchstoffröhren geschrieben ?
Welche Elektronik ? Die meisten Leuchtstoffröhren haben keine
Elektronik, heisst ja nicht ohne Grund KVG für konventionelle
Vorschaltgeräte.
Hat dein Schaltkontakt des Relais einen Snubber oder VDR ?
Wie sonst willst du den 1000V Zündfunken den die Drossel der
Leuchtstoffröhre im Abschaltmoment erzeugt mit Ansteigszeit von
Mikrosekunden auffangen ?
Sorry, aber jeder weiß, das Leuchtstoffröhren beim schalten massiv
stören.
Jetzt weisst du's auch.
MaWin schrieb:> Hast du irgendwann zuvor was von Leuchstoffröhren geschrieben ?
doch hat er:
> Ich glaube eher, dass die Elektronik von den Leuchtstoffröhren das> eigentliche Problem sind.> Die meisten Leuchtstoffröhren haben keine> Elektronik, heisst ja nicht ohne Grund KVG für konventionelle> Vorschaltgeräte.
EVG sind mittlweile Pflicht und jede neue Lampe hat auch eines
> Sorry, aber jeder weiß, das Leuchtstoffröhren beim schalten massiv> stören.
seit es EVGs gibt nicht mehr.
Er schrieb nur "Die werden erstens durch das starten von
Leuchtstoffröhren gestört und zweitens durch das Schalten vom Relai."
Daraus geht eben nicht hervor, ob die Leuchtstoffröhre mit dem Relais
geschaltet wird oder ob eine in der Nähe befindliche Leuchtstoffröhre
stört wenn sie anderweitig geschaltet wird.