SD-Karten formatieren -- gibt es da besondere Kniffe?

OP #2343884
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Hier: https://www.sdcard.org/consumers/formatter_3/ werden tolle Sachen 
über die Kunst des SD-Karten formatierens erzählt, die das beworbene 
Programm alle beherrscht und vor Formatierung über das OS wird gewarnt, 
weil dadurch die Karte bis zu 20 mal langsamer werden soll (das stand in 
einer (Spam?)Mail, aus der der Link stammt).

Was ist da dran?
Gast #2343923
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..hm, konkret kann ich nur sagen, dass ich schon allerlei kuriose 
Erlebnisse mit SD-Karten hatte, z.B. zwei gleiche PCs mit dem selben 
Win-Betriebssysten, von denen nur einer die SD-Karte lesen konnte, der 
andere konnte die Karte zwar finden, aber keine Daten darauf...
Möglicherweise die falsche Formatierkunst angewendet ;O)
#2346593
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Beim einem FAT-Filesystem gibt es ja einige Parameter (Sektorgrössen zB) 
die man einstellen kann, und evtl sind die Windows-Defaults da schlicht 
ungünstig.

Andersherum kann man zB einige MP3-Player mit den Defaults von mkfs.vfat 
(Linux) kaputtformatieren da das dann zwar immer noch VFAT ist aber die 
Firmware des Players komplett durcheinanderbringt weil diese von 
bestimmten Parametern einfach ausgeht.
Persönliche Seite #2346607
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Da der SD-Karten-Standard auch das zu verwendende Dateisystem (FAT bei 
SD, FAT32 bei SDHC und exFAT bei SDXC) festlegt, sollten damit 
eigentlich auch die "besonderen Kniffe" wie Clustergrößen etc. definiert 
sein.

Wieso überhaupt SD-Karten formatieren? Die werden doch bereits korrekt 
formatiert (eben laut Spezifikation) ausgeliefert, warum sollte man das 
ändern?
#2346612
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"Da der SD-Karten-Standard auch das zu verwendende Dateisystem (FAT bei
SD, FAT32 bei SDHC und exFAT bei SDXC) festlegt, sollten damit
eigentlich auch die "besonderen Kniffe" wie Clustergrößen etc. definiert
sein."

Und dann kommt ein altes OS und sieht nur einen Wechseldatenträger.

"Wieso überhaupt SD-Karten formatieren?"

Glaskugel: Hier soll einfach bequem und schnell gelöscht werden.
Persönliche Seite #2346615
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Andy D. schrieb:
> Und dann kommt ein altes OS und sieht nur einen Wechseldatenträger.

Was sollte das sein? Ein OS, das FAT32 nicht kennt, kann mit SDHC-Karten 
sowieso nichts anfangen, weil FAT16 eh nur bis 2 GiB möglich ist (die 
von alten Windows NT-Versionen unterstützte 4-GiB-Variante mit noch 
größeren Clustern ist ein zum Glück als ausgestorben zu betrachtender 
Exot).

Gewiss, es sind Situationen denkbar, wo jemand eine SDXC-Karte im 
Linux-Umfeld nutzen will und keinen Bock auf die Lizenz-Sau exFAT hat, 
aber ich nehme nicht an, daß es hier darum geht; SDXC-Karten sind 
einfach noch zu teuer für Basteleien.

> Glaskugel: Hier soll einfach bequem und schnell gelöscht werden.

Durchbrechen ist noch schneller und effizienter.
Persönliche Seite #2346888
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Bei einer 2 GB SD-Karte gibts doch wohl gar keine Wahlmöglichkeiten für
> die Clustergröße mehr - oder sehe ich das falsch?

Das Ziel ist mit 32-kiB-Clustern, aber auch mit 64-kiB-Clustern 
erreichbar.

Letztere aber werden nur von der von mir erwähnten exotischen 
4-GiB-FAT16-Variante verwendet, die ältere Versionen von Windows NT bei 
der Installation nutzten. Sprich: Nicht alles, was FAT16 versteht, kommt 
mit 64-kiB-Clustern zurecht.

Der SD-Karten-Standard wird mit ziemlicher Sicherheit keine 
64-kiB-Cluster vorsehen, also gibt es, was die Clustergröße betrifft, in 
der Tat exakt eine "legale" Möglichkeit, SD-Karten mit 2 GB Kapazität 
zu formatieren.

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