Hallo,
kann mir jemand sagen wie man bei "gemischten" Schaltungen heran geht.
Also wenn parallele und in Reihe geschaltete Wiederstände vorhanden
sind?
+---1K----+
U=100V o------| |----3k-----o
+---2k----+
In meinem Beispiel liegen 100V Gleichspannung an und es ist nach dem
Strom über dem 2k Wiederstand gefragt.
Bitte nicht einfach nur die Lösung hin schreiben. Mich würde
interessieren wie man so etwas löst.
Danke
I=U/R
Es fallen INSGESAMT 100 V über deinen GESAMTWIDERSTAND ab. Also kannst
du deinen GESAMTSTROM ausrechnen. Und dann guckst du nach Stromteiler
und berechnest I(R2)
Hi Rocco,
also du berechnest den Widerstand der Parallelschaltung. Dann hast du
zwei Widerstände in Reihe, den 3k und den aus der Parallelschaltung
berechneten, und kannst den Strom durch diese berechnen.
Der resultierende Strom, der ist bei der Reihenschaltung ja überall
gleich, teilt sich dann auf die beiden Widerstände der Parallelschaltung
auf. Das musst du dann noch je nach Widerstandswerten ausrechnen und
fertig :)
mfg, derLars
Ich habe gleich mal losgerechnet:
Der Gesamtwiderstand aus den beiden parallelen Widerständen:
R=R1*R2 / R1+R2
R=1000*2000 / 1000+2000 = 666,7 Ohm
Jetzt die Widerstände in Reihe, also die 666,7 Ohm und der 3K:
R=R1+R2
R=666,7 + 3000 = 3666,7 Ohm
Jetzt schaue ich welcher Strom über allem abfällt:
R=U/I -> I=U/R
I=100V/3666,7Ohm = 0,027A
Der Strom der über den Beiden parallelen Widerständen (wenn man diese
als einen Widerstand betrachtet) abfällt und der hinter dem 3K ist immer
gleich.
Es gilt I1=I2=I
Dann muss ich nur noch den Strom an den parallelen Widerständen ins
Verhältniss bringen:
I1/I2 = R2/R1
Das würde ich nun nach I2 auflösen - aber da fehlt doch I1 für eine
vollständige Gleichung
Immer erst denken und dann rechnen:
1. Du kannst den Gesamtwiderstand ausrechnen
2. Damit und mit den 100V hast du den Strom der durch den 3K Widerstand
fliesst
3. Dadurch kannst du berechnen welche Spannung an dem 3K Widerstand
abfällt.
4. Die Spannung an den beiden parallelen Widerständen muss also 100V -
das was an dem 3k abfällt sein.
5. Damit kannst du jetzt die Ströme durch den 1K und den 2K ausrechnen.
Zur Probe: Der Gesamtstrom durch 1K und 2K muss gleich dem Strom durch
den 3K sein.
Rocco schrieb:> Jetzt schaue ich welcher Strom über allem abfällt:
Ein Strom fällt ab?
> Dann muss ich nur noch den Strom an den parallelen Widerständen ins> Verhältniss bringen:
Und wenn man jetzt noch nichts von einem Stromteiler gehört hat, kann
man ja mal alternativ die Spannung über dem R12 ausrechnen:
Ur12 = 27,27mA*666Ohm = 18,18V und das ist auch die Spannung, die über
dem R2 anliegt.
Damit ergibt sich ein Strom von 18,18V/2kOhm = 9,0909mA durch R2.
> Strom über dem 2k Wiederstand gefragt.
Zur Verfestigung der Allgemeinbildung:
W-I-derstand. Ohne E.
Rocco schrieb:> Tut mir leid Lars, ich mache da irgendwo was falsch:>> I1/I2 = R2/R1
Deine Formel ist falsch.
Hier musst du die Stromteilerregel einsetzen.
Hi,
wenn die Formel von derLars benutzt wird, so kommt
I2=(R2*I1)/R1 = (2000R*0,027A)/1000R = 0,054A heraus. wohl nur die
beiden widerstände vertauscht...
gruß,
devynf
Dominik S. schrieb:> Deine Formel ist falsch.> Hier musst du die Stromteilerregel einsetzen.
Nö, völlig richtig dieses Verhältnis. Nur hier lieder nicht anwendbar.
Wenn man den Stromteiler nicht im Kopf hat, dann:
U(3K) = I * R(3k) = 27mA * 3k = 81V
=> Der Rest hängt über der Parallelschaltung:
Up = U-U(R3) = 100V - 81V = 19V
I(R1) = Up/R1
I(R2) = Up/R2
Man muss nicht immer mit Formeln umherschmeissen wenns auch einfacher
geht.
Obwohl Stromteiler sollte man schon im Kopf haben.
Knut
Udo Schmitt schrieb:> Immer erst denken und dann rechnen:> 1. Du kannst den Gesamtwiderstand ausrechnen
Das ganze (danke für die Videos) habe ich jetzt als Ersatzwiderstand
zusammengefaßt (3666,7 Ohm)
> 2. Damit und mit den 100V hast du den Strom der durch den 3K Widerstand> fliesst
R=U/I mit R = 3666,7 Ohm, U=100V ergibt die 0,027A die durch die gesamte
Schaltung fließen
> 3. Dadurch kannst du berechnen welche Spannung an dem 3K Widerstand> abfällt.
R=U/I ergibt U= 3000Ohm*0,027A = 81V
> 4. Die Spannung an den beiden parallelen Widerständen muss also 100V -> das was an dem 3k abfällt sein.
100V-81V=19V
> 5. Damit kannst du jetzt die Ströme durch den 1K und den 2K ausrechnen.
ok, mal sehen:
I = I1 + I2
und ich weis noch U = R1*I1 = R2*I2 was ich nach I1 auflöse:
I1 = R2*I2 / R1 und in die ursprüngliche Gleichung I=I1 + I2
einsetze:
I=R2*I2 / R1 +I2 mit ausklammern von I2 follgt
I= I2 (R2/R1 +1) und das noch nach I2 auflösen und ausrechnen ergibt:
9mA
freu
Knut schrieb:>> Man muss nicht immer mit Formeln umherschmeissen wenns auch einfacher> geht.> Obwohl Stromteiler sollte man schon im Kopf haben.
denke doch dran, der Lehrer will die Formel sehen
Gruß
Tom
Knut schrieb:> Dominik S. schrieb:>> Deine Formel ist falsch.>> Hier musst du die Stromteilerregel einsetzen.>> Nö, völlig richtig dieses Verhältnis. Nur hier lieder nicht anwendbar.> Wenn man den Stromteiler nicht im Kopf hat, dann:>> U(3K) = I * R(3k) = 27mA * 3k = 81V
^^ genau das war es was mir nicht klar war.
Haben mir ja alle versucht zu erklären - stand nur auf der Leitung :-(
> => Der Rest hängt über der Parallelschaltung:> Up = U-U(R3) = 100V - 81V = 19V>> I(R1) = Up/R1> I(R2) = Up/R2>> Man muss nicht immer mit Formeln umherschmeissen wenns auch einfacher> geht.> Obwohl Stromteiler sollte man schon im Kopf haben.>>> Knut
Rocco schrieb:> R=U/I mit R = 3666,7 Ohm, U=100V ergibt die 0,027A die durch die gesamte> Schaltung fließen>>>> 3. Dadurch kannst du berechnen welche Spannung an dem 3K Widerstand>> abfällt.>> R=U/I ergibt U= 3000Ohm*0,027A = 81V>>> 4. Die Spannung an den beiden parallelen Widerständen muss also 100V ->> das was an dem 3k abfällt sein.>> 100V-81V=19V>
berechne doch gleich die Spannung an der Paralellschaltung ohne Umweg.
den Ersatzwiderstand von 666,7Ohm hast du doch schon
also U=666,7Ohm * 0,027A= 19V
Gruß
Tom
tschl schrieb:> denke doch dran, der Lehrer will die Formel sehen
Wenn dem so ist, schreibt sich dieser Lehrer aber mit doppel "e", ohne
"h" und hat keine Ahnung was er eigentlich vermitteln soll. Lernziel
sollte sein die Aufgabe zu lösen, nicht den Stromteiler auswendig zu
können.
Knut
zumindest habe ich gelernt wie man heran geht.
Die Methode der Ersatzschaltbilder, bei der man die Wiederstände
zusammmen fasst, macht die ganze Sache doch gut verständlich.
Damit ist es sicherlich egal ob ich erst den Spannungsabfall am 3K
berechne und von Uges abziehe oder gleich ohne Umweg dahin komme. Für
mein Verständniss war es erstmal genau richtig.
Ich Tippe jetzt mal einfach so ins blaue und sag mal das das mit den
Kondensatoren dann genau so gemacht wird - dann passt es und ich werde
es verstehen.
Danke Euch allen für die viele Hilfe und Geduld.
*verflixtes e im Wi(e)derstand - das ist wie mit dem w im Schweißen
Rocco schrieb:> Ich Tippe jetzt mal einfach so ins blaue und sag mal das das mit den> Kondensatoren dann genau so gemacht wird - dann passt es und ich werde> es verstehen.
Ouups, da muss ich Dich leider enttäuschen.
Mit den Kondensatoren ist es leider etwas komplizierter.
> Ouups, da muss ich Dich leider enttäuschen.> Mit den Kondensatoren ist es leider etwas komplizierter.
Eben nicht (vorausgesetzt man ist im Umgang mit komplexen Zahlen geübt),
stur den komplexen Widerstand für C/L einsetzen. Wie sagte ein Prof vor
Jahren: Nicht denken sondern stur rechnen. Irgendwo hatte er damit recht
:)
Neu hier schrieb:> Wie sagte ein Prof vor> Jahren: Nicht denken sondern stur rechnen. Irgendwo hatte er damit recht> :)
Das mag für einige Studenten sicher geeignet sein.
Wir brauchen aber auch Ingenieure, die denken und nicht nur stumpf
rechnen.
Und den meisten traue ich das auch zu...