Hi.
Was meint ihr, ist im PC Bereich das Ende der Fahnenstange erreicht?
Ich bin grade einen PC für meine Schwester am zusammenstellen, und da
fiel mir auf, dass es die CPU's von vor 2-3 Jahren immer noch neu gibt.
(Teilweise mit technischen Überarbeitungen, aber nach außen hin gleich)
Beispiel Intel: Core2 Quad
AMD: Phenom
Etwa Anfang 2008 hatte ich einen PC mit Core2 Quad (Q6600)
zusammengebaut
zusammengebaut, Ende 2009 einen mit einem Phenom X4 955 Deneb.
Den Deneb bekommt man immer noch so wie früher, beim Core2Quad immerhin
noch vollständig kompatible Modelle.
Gleiches Bild bei anderen Komponenten. Ich habe vor ca 5 Jahren SATA
Festplatten mit 320GB gekauft. Solche Festplatten gibts heute noch neu.
Eine von mir 2008 gekaufte 750 GB Festplatte ist heute noch als sehr
ähnliches Modell in Produktion (ST3750525AS)
Beim Ram hat sich auch nicht allzuviel getan. 4 GB Ram war vor 4 Jahren
auch schon für deutlich unter 200 Euro zu haben und im High End PC
Bereich schon standard. Heute hat man üblicherweise auch nicht viel mehr
Ram in neuen Standard-PC's. Und ähnliche RAM Riegel, die ich 2008
gekauft habe, gibts heute immer noch als Neuware (DDR2)
Und all das nach ca 3-5 Jahren! Und zwar als Neuware, die noch gutes
Geld kostet, und nicht als Restposten bei irgendwelchen Ramschhändlern.
Ich kann mich nicht dran erinnern, dass es jemals in der PC Geschichte
so lange Produktlaufzeiten gab.
Im PC Bereich ist das Ende der Fahrenstange wohl erreicht, habe ich das
Gefühl.
Da kommen zwar trotzdem immer wieder neue CPU Formen und Sockel raus, im
Endeffekt ändert sich aber nicht allzu viel.
Selbst mit AM2 bzw Sockel 775 kann man noch neu PC's bauen, die immer
noch sehr gut als "Standard-PC" durchgehen.
Meine 2 "alten" PC's (Core2Quad, Phenom) können es mit einem neuen
Sockel F1 System der 500 Euro Klasse mit integrierter GPU noch locker
aufnehmen.
Sogar Benchmarktechnisch geben die sich nicht viel.
Vor 10 Jahren waren PC Komponenten nach 2-3 Jahren schon Schrottreif,
weil die neuen Sachen mindestens 3 mal besser waren.
Das einzigste, wo sich wirklich noch was tut, ist der Grafikkarten
Bereich und die Miniaturisierung / Energieverbauch
Ich fnde das übrigens gar nicht schlecht, dass es im PC Bereich nicht
mehr so schnell vorran geht: Spart nen haufen Geld, da die
Gebrauchsdauer der PC's deutlich länger ist.
Wie seht ihr das? Ist im PC Bereich das Ende der Fahnenstange erreicht
und PC's können endlich bis zum Ableben der Hardware sinnvoll verwendet
werden?
Bastler schrieb:> Im PC Bereich ist das Ende der Fahrenstange wohl erreicht, habe ich das> Gefühl.
Jedenfalls wurde bei der single threaded performance schon vor ein paar
Jahren das Ende praktisch erreicht, also bei der Leistungsfähigkeit von
nicht parallel arbeitenden Programmen. Auch bei moderater
Parallelisierung ist man mit 4-8 Cores ziemlich gesättigt.
Nur Anwendungen, die eine passive Parallelisierung in hunderte von
Threads zulassen können weiterhin mit Leistungssteigerung rechnen, und
dazu gehört der Bereich 3D-Grafik.
Aber dazu gehören keine Office-Anwendungen, und abgesehen von Gimmiks in
der Benutzeroberfläche auch keine Betriebssysteme.
> Da kommen zwar trotzdem immer wieder neue CPU Formen und Sockel raus, im> Endeffekt ändert sich aber nicht allzu viel.
Doch, aber in anderer Form, nämlich bei der Wärmeleistung. Die
Rechenleistung pro Thread ist am Anschlag, die in PCs ohne teure
Kühnmassnahmen möglich Wärmeleistung auch, aber die für die gleiche
Aufgabe erforderliche Energie sinkt.
> Selbst mit AM2 bzw Sockel 775 kann man noch neu PC's bauen, die immer> noch sehr gut als "Standard-PC" durchgehen.
Yep, und mein 3 Jahre alter eeePC unterscheidet sich technisch nur
geringfügig von den aktuellen Netbooks.
Im großen und ganzen stimme ich dir zu, allerdings hast du vergessen den
Quantensprung in der PC-Technik zu erwähnen: die SSD.
Den Geschwindigkeitssprung, den eine SSD gegenüber einer Magnetplatte
bringt, habe ich bei keiner anderen Komponente in den letzen 25 Jahre
erlebt.
Es ist sogar so, dass die mittlere Leistungsfähigkeit der CPUs von
Endgeräten in den letzten Jahren eher gesunken ist. Vor knapp 4 Jahren
schüttelte die Novität "Netbook" Microsoft ziemlich durch, seither gibt
es viele Leute, die sich nicht am oberen Leistungsspektrum orientieren,
sondern mit einem Bruchteil dessen arbeiten, was möglich wäre.
Die aufkommenden Tablets gehen in die gleiche Richtung. Auch hier sinkt
die für die gleiche zu lösende Aufgabe zur Verfügung stehende
Rechenleistung deutlich. Die Leute wollen auch auf vergleichsweise
langsamer Hardware die Flashvideos ohne stop-and-go sehen und auf
16-32GB Flashdisk macht sich eine 30GB grosse Betriebssyteminstallation
auch nicht wirklich gut.
Das bleibt nicht ohne Folgen für Software und Betriebssysteme: Früher
konnte Microsoft eine neue Version von Windows oder Office auf einen
Bereich von ca. 50-100% der bei Erscheinen zur Verfügung stehenden
Leistung konzipieren und Platz war weder auf Disk noch im RAM wirklich
ein Thema. Wer drunter lag blieb entweder beim Alten oder durfte
upgraden. Das kann Microsoft heute nicht mehr. Mit Windows 8 müssen sie
mit dem gleichen Grundsystem ein viel grösseres Leistungsspektrum an
Endgeräten abdecken als jemals zuvor. Mal sehen wie das gelingt.
Daß es antiquarische Prozessoren noch zu kaufen gibt, ist eine normale
Erscheinung und kein Zeichen für irgendwelche "Fahnenstangen". Zwar
bekommst Du noch Core2 Duo/Quadro, aber seitdem gab es zwei dazu
hardwaremäßig inkompatible neuere Prozessorvarianten, nämlich die Core
i3..7-Varianten mit drei- und neuerdings vierstelligen
Typenbezeichnungen (die drei- und vierstelligen Varianten sind bereit
mechanisch inkompatibel zueinander).
Und der Performanceunterschied zwischen gleichkernigen Core2 und Core
i3..7 ist deutlich wahrnehmbar, so ist ein Core2 Duo "Penryn" mit 2.66
GHz etwa halb so schnell* wie ein Core i5 "Sandy Bridge" mit 2.3 GHz,
und das, obwohl der Core2 Duo einen um 50% größeren Cache aufweist (6
statt 4 MiB).
Ansonsten können PCs schon immer bis zum Ableben der Hardware sinnvoll
verwendet werden - man darf nur nicht den Fehler machen, deutlich neuere
Software auf ihnen einzusetzen.
*) Benchmarkvergleich MacBook Pro 17" von Anfang 2009 mit Mac mini von
Mitte 2011, MacBook Pro mit Nvidia-Graphik, 2.66 GHz Core2 P8800 Duo
"Penryn", Mac Mini mit Core i5-2415M, integrierter Graphik und 2.3 GHz
Taktfrequenz
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Ansonsten können PCs schon immer bis zum Ableben der Hardware sinnvoll> verwendet werden - man darf nur nicht den Fehler machen, deutlich neuere> Software auf ihnen einzusetzen.
Och, eine aktuelle Arch Linux Installation läuft auch noch auf einer ca.
10 Jahren alten Maschine noch ganz gut, man darf nur nicht auf die Idee
kommen GNOME, KDE oder ähnlich fettes einzusetzen.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Und der Performanceunterschied zwischen gleichkernigen Core2 und Core> i3..7 ist deutlich wahrnehmbar
Ist er, aber ich rechne nicht damit, dass es in dem Umfang weitergeht.
Das "law of diminishing return" greift da allmählich. Es wird immer
wieder Optimierungen geben, aber die Hauptentwicklung geht eindeutig in
die Breite, in die Anzahl Cores. Wo freilich die Software gewisse
Schwierigkeiten hat, dem zu folgen. Was jetzt schon nicht selten zu
Quadcores führt, in denen drei fast arbeitslose Cores genüsslich dabei
zusehen, wie sich der vierte im Turbo-Mode abstrampelt.
Etwas bringt auch die Orientierung auf power budgets und voll- oder
semiautomatische dynamische Verteilung von Leistung einzelner Cores über
den gesamten Prozessor noch, wie es das eingebaute Übertakten bei Intel
seit den Core i ansatzweise bereits darstellt (ebendieser Turbo-Mode).
Da geht noch mehr und davon profitiert auch die single threaded
performance.
Die neusten Prozessoren bieten viel Rechenpower bei wenig
Stromverbrauch. Ich habe mir eben einen Shuttle-PC mit einem i3-2310M
(AsRock Core HT) zugeklegt und bin begeistert wie flott der ist, mit nur
15 - 30 Watt Energiebedarf.
Ich brauche einfach einen PC den ich ständig laufen lassen kann und
daher nicht zuviel Strom braucht. Wollte erst was mit einer alten
Atom-CPU, anschaffen, aber der neusten i3 Mobile CPUs sind da bei
vergleichbarem Stomverbrauch (inkl. Grafik) um Faktoren schneller.
Immerhin gibt es sogar bei den Taktfrequenzen noch Steigerungen in
Dimensionen die vor 15 Jahren sich niemand hätte vorstellen können
".. das Übertakter-"Team AMD FX" hat ein Vorserienmuster schon ins
Guinness-Buch der Rekorde getrieben: Bei Kühlung mit flüssigem Helium
erreichte der Prozessor am 31. August 8,429 GHz."
http://www.heise.de/newsticker/meldung/AMD-Uebertaktungs-Weltrekord-mit-CPU-Vorserienmuster-1341809.html
"Schon mit leistungsfähigen Luftkühlern oder einfachen Wasserkühlern
sollen Taktfrequenzen von "deutlich über 5 GHz" erreichbar sein .."
Ob man das braucht, haben möchte oder für Energieverschwendung hält
steht dabei auf einem anderen Blatt.
agp schrieb:> ".. das Übertakter-"Team AMD FX" hat ein Vorserienmuster schon ins> Guinness-Buch der Rekorde getrieben: Bei Kühlung mit flüssigem Helium> erreichte der Prozessor am 31. August 8,429 GHz."
Intels Pentium 4 war davon auch nicht weit entfernt, insbesondere wenn
man bedenkt, dass in dessen erster Inkarnation Teile des Kerns mit
doppelter Rate arbeiteten. Nur sind solche spektakulären Werte mit
Extremkühlung für die Praxis völlig irrelevant.
> "Schon mit leistungsfähigen Luftkühlern oder einfachen Wasserkühlern> sollen Taktfrequenzen von "deutlich über 5 GHz" erreichbar sein .."
IBMs Power Prozessoren sind da längst angekommen. Allerdings in Heavy
Metal Systemen mit entsprechendem Aufwand.
Man sollte dabei auch einrechnen, dass bei AMDs neuer Generation mit
einer eher leicht geringeren Rechenleistung pro (Integer-) Core pro MHz
gerechnet wird als bei der bisherigen.
Als Intel vom Pentium III auf Pentium wechselte was das der Schritt von
viel Leistung pro GHz" zu "viel GHz pro Leistung". AMD war andersrum
gewickelt, erreichte nicht die gleiche Taktfrequenz, aber unter dem
Strich höhere Leistung. Intel scheiterte hauptsächlich thermisch, danach
wechselten sie wieder zurück. AMDs FX/Bulldozer läuft nun moderat in die
umgekehrte Richtung, mehr GHz und mehr Cores bei etwas geringerer
Leistung pro Core und GHz.
Ohne alles gelesen zu haben: nein. Das Ende der Fahnenstange ist noch
nicht erreicht. Ich mhabe gerade einen uATX-Rechner mit nem UEFI-Board
(Z68 Chipsatz), ner "billig"-SSD (Crucial M4) und einem "Sandige Brücke"
i5 zusammengebastelt und mich geärgert, dass ich meinen "Großen" schon
vor nem Jahr zusammengestellt hab' (i7, damals aktuelles Board, Intel
Postville SSD).
Der Unterschied beim Booten ist ... traurig für mein "altes" System und
der Stromverbrauch des Kleinen ist geringer als der von meinem
Lötkolben. Da hat sich einiges getan. Da wird sich noch einiges tun.
(Man kann auch noch Glühbirnen neu kaufen, wird aber langsam weniger -
was auf Lager ist, kann ja nicht einfach so weg sein.)
A. K. schrieb:> seither gibt> es viele Leute, die sich nicht am oberen Leistungsspektrum orientieren,> sondern mit einem Bruchteil dessen arbeiten, was möglich wäre.
Ich mache das schon seit 15 Jahren. Jeder Geschwindigkeitsschub führte
doch in erster Linie nur dazu, daß Millionen PCs schneller warteten. Die
Lücke wurde dann aber immer mit etwas Verzug von Microsofts nächstem
OS-Monster gestopft, das die ansonsten unnötige Performance der
Maschinen brauchte, um überhaupt einigermaßen flüssig zu laufen.
> Mit Windows 8 müssen sie> mit dem gleichen Grundsystem ein viel grösseres Leistungsspektrum an> Endgeräten abdecken als jemals zuvor.
Es wird ja auch Zeit, daß dieser Schwachsinn endlich aufhört...
Testfall schrieb:> Ohne alles gelesen zu haben: nein. Das Ende der Fahnenstange ist noch> nicht erreicht.
Bei den Disks sicherlich nicht. Da geht es rasant weiter, in beiden
Richtungen - mit der Leistung hoch und der Zuverlässigkeit runter
(Intels Firmware Updates, massive Problem beim aktuellen Sandforce).
Ich bezog mich bisher hauptsächlich auf die CPU-Leistung.
> der Stromverbrauch des Kleinen ist geringer als der von meinem
Yep, bei vergleichbarer Leistung geht der Stromverbrauch deutlich
runter. Wobei Intels Pentium 4 Linie grad an dieser Stelle unrühmlich
ausfiel, hatten die Dinger doch mörderisch hohe Leckströme und damit
eine entsprechend hohe Ruheleistung.
Nanana, nicht so hart, werter Uhu. Windows 7 ist recht schlank geraten.
Das geht auch auf fast allem, was XP konnte. Und das besser.
Windows 8 dagegen ist Murks - aber auch nur meiner Meinung nach. Ich
will einen Computer und kein Riesenhandy, das nichtmal anständig
Telefonieren kann.
Entweder tun die da noch RICHTIG viel dran, oder ich bleibe noch sehr
lange bei Win7.
Uhu Uhuhu schrieb:> Ich mache das schon seit 15 Jahren.
Kenne ich. Meine in letzter Zeit eher gelegentlich genutze Workstation
ist 7 Jahre alt und eher zu laut als zu langsam - ok, vor 7 Jahren war
sie mal top. Die meiste Arbeit hat der eeePC, und das auch noch
untertaktet.
A. K. (prx) schrieb:
agp schrieb:
>> ".. das Übertakter-"Team AMD FX" hat ein Vorserienmuster schon ins>> Guinness-Buch der Rekorde getrieben: Bei Kühlung mit flüssigem Helium>> erreichte der Prozessor am 31. August 8,429 GHz."> Intels Pentium 4 war davon auch nicht weit entfernt, insbesondere wenn> man bedenkt, dass in dessen erster Inkarnation Teile des Kerns mit> doppelter Rate arbeiteten.
Nur haben diese alten Prozessoren wie ein P4 nicht annähernd die
Performance der neuen Prozessorgeneration(en). Dazu gehört schließlich
auch das entsprechende Umfeld, die (jeweils aktuellen) Chipsätze und die
laufen selbst mit einem hochgetakteten P4 nun mal prinzip bedingt nicht
mehr. Also bitte nicht Äpfel von gestern mit heutigen Birnen
vergleichen. ;-)
> Nur sind solche spektakulären Werte mit> Extremkühlung für die Praxis völlig irrelevant.
Es gibt auch Hochleistungsrechner die ihre Leistung mit Hilfe extremer
Kühlung erst erreichen. Außerdem reden wir hier schließlich über
Forschung und nicht Olly's Zockersystem für die Lanparty oder?!
agp schrieb:> mehr. Also bitte nicht Äpfel von gestern mit heutigen Birnen> vergleichen. ;-)
Nur waren die serienmässig verfügbaren P4er ebensoweit von den
Rekordwerten entfernt, wie das bei AMDs FX der Fall sein wird. Und die
FX werden deutlich mehr GHz für die gleiche Leistung benötigen als
Intel.
Man sollte hier lso nicht den gleichen Fehler machen wie damals und GHz
als Mass für Leistung sehen. Mit Architekturwechsel ändert sich der
Massstab.
agp schrieb:> Kühlung erst erreichen. Außerdem reden wir hier schließlich über> Forschung
Tun wir das? Ich beziehe mich hauptsächlich auf Mainstream-Rechner, die
noch mit einem 300-400W Netzteil auskommen und die man nicht am Boden
festschrauben muss, damit sie sich nicht per Rückstoss fortbewegen.
A. K. (prx) schrieb:
> Nur waren die serienmässig verfügbaren P4er ebensoweit von den> Rekordwerten entfernt, wie das bei AMDs FX der Fall sein wird. Und die> FX werden deutlich mehr GHz für die gleiche Leistung benötigen als> Intel.
Nur wenn sie mit einfachen Luftkühlern bereits 5 Ghz erreichen ist das
schon einiges mehr als bisher dagewesen.
> Man sollte hier lso nicht den gleichen Fehler machen wie damals und GHz> als Mass für Leistung sehen. Mit Architekturwechsel ändert sich der> Massstab.
Das ist ja auch nur mal eine aufgegriffene News und mehr nicht. Mir
persönlich geht es nicht um Ghz bis zum geht nicht mehr, sondern eher um
Energieeffizienz. Aber es ist trotzdem erstaunlich wie einfach und
sicher man breits viele heutige Prozessoren übertakten kann. Das war
bezogen auf AMD in der Vergangenheit bei meinen bisherigen Prozessoren
so nie der Fall.
>> Kühlung erst erreichen. Außerdem reden wir hier schließlich über>> Forschung> Tun wir das?
Ich glaub hier in diesem Fall kann man das so einordnen. Solche Versuche
gab es immer, wurden früher gerne auf der CeBit gezeigt und haben für
entsprechendes Staunen der Besucher gesorgt. Damals noch viel mehr als
heute bei viel geringeren Taktraten weit unter einem Gigahertz. ;)
> Ich beziehe mich hauptsächlich auf Mainstream-Rechner, die> noch mit einem 300-400W Netzteil auskommen und die man nicht am Boden> festschrauben muss, damit sie sich nicht per Rückstoss fortbewegen.
Die anderen haben halt gleichzeitig eine schöne Heizung für die Stube.
Soll ja bald Winter werden. :) Mein 300 Watt NT reicht zum Glück gerade
noch und die Elkos darin sehen hoffentlich noch gut aus (klopf auf
Holz). ;)
Die Entwicklung geht doch auch zum Glück verstärkt in Richtung sparsame
Rechenknechte, siehe
http://www.heise.de/newsticker/meldung/AMD-verspricht-sparsame-Mobil-Bulldozer-fuer-Anfang-2012-1344765.html
agp schrieb:> sicher man breits viele heutige Prozessoren übertakten kann. Das war> bezogen auf AMD in der Vergangenheit bei meinen bisherigen Prozessoren> so nie der Fall.
Deshalb hatte ich ja den P4 erwähnt. Damals optimierte Intel auf hohe
GHz, AMD hingegen auf hohe Leistung pro GHz - das drückt die GHz
deutlich. Heute ist es andersrum, wenn auch moderater. Es ist daher
nicht überraschend, dass FX weit höher taktbar ist als bei AMD bisher
üblich, exakt das war ein Designziel. Nur muss man für hohe Taktraten
anderswo Federn lassen.
Wie sich das in der Praxis auswirkt bleibt abzuwarten. Damals jedenfalls
konnte sich Intel von den GHz effektiv nichts kaufen, AMD hatte die Nase
vorn. Ich hoffe es läuft diesmal anders, d.h. AMD gewinnt wieder
Marktanteil und schreibt mal ein Weilchen schwarze Zahlen, denn dieser
Markt funktioniert nur solange als Markt, wie beide mitspielen. Wenn
Intel gewinnt, dann verlieren die Kunden.
A. K. schrieb:> Tun wir das? Ich beziehe mich hauptsächlich auf Mainstream-Rechner, die> noch mit einem 300-400W Netzteil auskommen und die man nicht am Boden> festschrauben muss, damit sie sich nicht per Rückstoss fortbewegen.
Hmm, ehrlich gesagt hab ich hier einen kleinen Gamer-HTPC, der trotz
flotter Grafikkarte (N460GTX), maximal 210W zieht. Ich verstehe nicht,
wie man so viel mehr Strom verbrauchen kann (SLI mal ausgeschlossen).
Ich glaube, dass irgendwann die kleinen ARM-CPUs die großen überholen
werden. Sie sind einfach viel sparsamer und trotzdem steigt die Leistung
stetig - damit haben sie viel bessere Vorraussetzungen.
Samuel K. schrieb:> Ich glaube, dass irgendwann die kleinen ARM-CPUs die großen überholen> werden. Sie sind einfach viel sparsamer und trotzdem steigt die Leistung> stetig - damit haben sie viel bessere Vorraussetzungen.
Der vergleich hinkt aber gewaltig...
Sie sind deshalb so sparsam weil sie kacke langsam und ne ganz andere
Architektur haben im vergleich zu einem Intel i3.. what ever.
Und auch im Ansatz nicht dafür konzipiert wurden, wofür moderne
Desktop/Server CPU's ausgelegt worden sind.
Samuel K. schrieb:> Ich glaube, dass irgendwann die kleinen ARM-CPUs die großen überholen> werden. Sie sind einfach viel sparsamer und trotzdem steigt die Leistung> stetig - damit haben sie viel bessere Vorraussetzungen.
Sie sind sparsamer, weil (a) viel leistungsschwächer und (b) einfacher
aufgebaut. Aber in grosser Höhe wird die Luft dünner und der Vorteil des
einfacheren Aufbaus schwindet. ARMs der Leistungsfähigkeit eines Sandy
Bridge werden sich im Energieverbrauch nicht viel von denen
unterscheiden. Dazu kommt, dass Intel sehr viel mehr
Entwicklungsressourcen zur Verfügung stehen als ARM, und auch eine
weiter entwickelte Fertigungstechnik.
Die Entwicklung von Highend-Prozessoren ist schweineteuer, der
Hersteller geht mit riesigen Beträgen in Vorleistung. Viele Konkurrenten
sind deshalb auf der Strecke geblieben, haben aufgegeben. Wer kennt noch
SGI/MIPS? Alpha? HP-PA? Auch auf SPARC würde ich nicht mehr viel wetten.
Und die waren alle grösser als die trotz allen Erfolgs vergleichsweise
kleine Schmiede ARM. Die zudem aufgrund ihres Zielmarktes auf moderate
Fertigungstechnik achten muss, die bei verschiedenen Herstellern nutzbar
ist, während Intel kompromisslos vorgehen kann.
Was auch noch fehlt: Eine 64-Bit ARM Architektur. Gerüchte gibts schon,
aber mehr auch nicht. Mehr als eine erweiterte Adressierfähigkeit
entfernt vergleichbar zu PAE ist bisher nicht drin. Mit 32-Bit kommt man
da heute nicht mehr weit, damit kann man günstige Farmen für bestimmte
Aufgaben produzieren, aber das wars dann.
Meine Glaskugel:
Ob ARM oder x86 / x64 wird zum Schluss auf das Selbe rauslaufen,
x86 / x64 integriert immer mehr Peripherie, ARM wird immer
leistungsstärker.
Das Resultat:
Ein FETTER SOC (System-on-chip), der
- einen/mehrere Cores enthält, nach belieben zu und abschaltbar
- Grafikchip und Hardwaredecoding für mpg/flash beinhaltet
- alle benötigten Anschlüsse bietet.
Schnittstellenmäßig wird USB 3.0 SATA (da Intel dahinter ist :-))
kicken.
DVI liefert sich mit dem Displayport als Grafikschnittstelle einen
Kampf, persönlich wär ich für DVI :-)
Sonst bleibt noch Gigabit-LAN und WLAN.
Flashspeicher wird irgenwann einfach direkt eingebaut wie RAM-Riegel,
direkte Anschlussmöglichkeit an den SOC.
:-)
Samuel K. schrieb:> Immerhin sind sie schon über der 1Ghz Marke. Und der Stromverbrauch> selbst ist 100mal kleiner.
Bleib auf dem Teppich. Vergleichswerte sind zwar schwierig, weil die
meisten Chips dieser Klasse Grafik drauf haben und die sich drastisch
unterscheiden kann, aber mehr als Faktor 2-3 ist m.E. bei vergleichbarer
Leistung nicht drin.
Man sollte auch nicht vergessen, dass Systeme mit der I/O-Konfiguration
der Intel-Atoms oder AMD-Brazos aber ARMs vergleichbarer
Leistungsfähigkeit drin m.W. bisher nicht existieren. PCIe-Lanes,
SATA-Ports, Gb-Ethernet, USB-Ports etc. sind bei den ARMs Mangelware,
weil bisher nicht gebraucht. Das macht Systemvergleiche schwierig, weil
all das Zeug auch Strom braucht.
Samuel K. schrieb:> Immerhin sind sie schon über der 1Ghz Marke. Und der Stromverbrauch> selbst ist 100mal kleiner.
Damit hast du dich soeben selbst disqualifiziert.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Du vergleichst einen Fiat 500 mit einem Mercedes Sprinter...
Samuel K. schrieb:> Ja ich weiß, die Taktzahl sagt nichts über die Geschwindigkeit aus. Ich> glaube aber, dass die ARMs im Rechenleistung/Stromverbrauch effizienter> sind.
Yep, sind sie. Aber ein paar Grössenordnungen geringer als dein Faktor
100. Und diese Zahl "Rechenleistung/Stromverbrauch" ist nur sinnvoll,
wenn die Rechenleistung in ähnlicher Grössenordnung liegt, denn ob ein
MSP430 dabei besser oder schlechter als ein Core i3 abschneidet
interessiert kein Schwein.
A. K. (prx) schrieb:
>Samuel K. schrieb:>> Immerhin sind sie schon über der 1Ghz Marke. Und der Stromverbrauch>> selbst ist 100mal kleiner.> Bleib auf dem Teppich. Vergleichswerte sind zwar schwierig, weil die> meisten Chips dieser Klasse Grafik drauf haben und die sich drastisch> unterscheiden kann, aber mehr als Faktor 2-3 ist m.E. bei vergleichbarer> Leistung nicht drin.
Dann einfach den Samuel mal provokativ fragen, wieviel "Execution Units"
und welches Shader-Modell die ARM CPU bei dem Stromverbrauch so mit sich
bringt?! :)
Achso und Zitat "Eine Fix-Function-Tessellation-Einheit darf
entsprechend den DirectX-11-Anforderungen auch nicht fehlen, die Hull-
und Domain-Shader kommen als programmierbare Stages hinzu."
Siehe Auszug-Zitat
"Die neue Ivy-Bridge-Grafikeinheit hat bis zu 16 Execution Units (Sandy
Bridge: 6 oder 12), die zum Shader-Model 5.0 und folglich auch zu
DirectX 11 kompatibel sind. Sie eignen sich also auch für universelle
Berechnungen via DirectCompute 11.0 oder OpenCL 1.1. Ausgestattet sind
sie mit Shared Local Memory, das einen effizienteren Datenaustausch
zwischen den Shader-Kernen ermöglicht, und Scatter Gather, um Daten aus
verschiedenen Speicherbereichen zusammenzuführen. Auch neue Formate für
komprimierte Texturen (BC6H/7) beherrscht die GPU."
Quelle:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/IDF-Intel-stellt-naechste-Prozessorgeneration-Ivy-Bridge-vor-1342459.html
Wenn das alles mal in die "arme ARM-CPU" hineinimplantiert wurde, reden
wir nochmal neu über den Stromverbrauch.
;-)
Vergiss es die Sandy Bridge kommt bei mir nicht ins Haus, die ist mir zu
schwach. Was die Arms angeht. Ich bin kein Hellseher und ich wollte
ehrlich gesagt, die ARMs nur ins Rennen werfen. Dennoch bin ich gespannt
wie sie sich entwickeln.
Und damit ihr auch etwas anderes habt außer mich zum rumhacken, werfe
ich zudem noch die GPUs ins Rennen, welche ihre Leistung jedes Jahr
steigern (mehr als die CPUs).
agp schrieb:> Dann einfach den Samuel mal provokativ fragen, wieviel "Execution Units"> und welches Shader-Modell die ARM CPU bei dem Stromverbrauch so mit sich> bringt?! :)
Im Grunde kann man nur versuchen, Systeme mit ähnlichem Designziel zu
vergleichen. Lowend-x86 wie Highend-ARMs orientieren sich bei der Grafik
an der Fähigkeit zur Videodekodierung, sei es DVD oder BlueRay. Viel
mehr macht man mit denen nicht.
Die Lowend-x86 allerdings müssen dazu noch gewisse 3D-Fähigkeiten
mitbringen - eine Forderung, die an die derzeit eingesetzten ARMs kaum
gestellt wird.
Über Highend-x86 brauchen wir hier garnicht reden, denn die rangieren
weiterhin dermassen weit über den bisherigen ARMs, dass es sich um
völlig getrennte Marktsegmente handelt. Kein ARM kann die auch nur
annähernd ersetzen. Einzig in speziellen massiv parallelisierbaren
Situationen bei Bladeservern für spezielle Zwecke haben ARMs eine
gewisse Chance.
Samuel K. schrieb:> Vergiss es die Sandy Bridge kommt bei mir nicht ins Haus, die ist mir zu> schwach.
Huh? Schwach in was? Stärker gehts im Desktop/Notebook derzeit nicht.
Samuel K. schrieb:> Vergiss es die Sandy Bridge kommt bei mir nicht ins Haus, die ist mir zu> schwach.
Lol berechnest du zuhause etwa die Teilung von Proteinzellen? ;)
Uhu Uhuhu (uhu)
Basti Benassi schrieb:
>> Lol berechnest du zuhause etwa die Teilung von Proteinzellen? ;)> Was ist das denn?
Kraftfutter für die Muckibude? :)
A. K. (prx) schrieb:
> Samuel K. schrieb:>> Vergiss es die Sandy Bridge kommt bei mir nicht ins Haus, die ist mir zu>> schwach.> Huh? Schwach in was? Stärker gehts im Desktop/Notebook derzeit nicht.
Er setzt halt wohl schon auf Intels neue Ivy Bridge. ;)
Basti Benassi schrieb:> Dann denk dir das Wort "Protein" einfach mal weg...
Was gibts denn da so furchtbar aufwendiges zu berechnen, wenn ich mir
das Protein wegdenke?
Uhu Uhuhu schrieb:> Basti Benassi schrieb:>> Dann denk dir das Wort "Protein" einfach mal weg...>> Was gibts denn da so furchtbar aufwendiges zu berechnen, wenn ich mir> das Protein wegdenke?
Dann nimm von mir aus Faltprozesse bei Proteinen... alike PS3... Da gibs
genug zu rechnen oder n! bis in die unendlichkeit...
Uhu Uhuhu schrieb:> Aber stattdessen kostenlos und unverbindlich irgendwelches Halbwissen> nach papageien?
und was machst du den ganzen Tag anderes hier?!
ihr seid ja witzig ;)
Die ist mir für die Grafikleistung zu schwach. Wenn schon interne
Grafik, dann richtig. Außerdem ist sie zu teuer. Wie alles von Intel.