Hörer schrieb:
> Hallo,
>
> die meisten Lautsprecher haben ja eine Impedanz von 4 oder 8 Ohm (bei
> 1000 Hz ?).
Zunächst solltest Du unterscheiden zwischen der (Nenn-)Impedanz die ein
Lautsprecher-System (n-Wege) gegenüber dem eines einzelnen Chassis hat.
>
> Aber wie wichtig ist nun die "richtige" Impedanz, geht beim "falschen"
> Lautsprecher einfach nur etwas Leistung verloren (was ja für das
> Endergebniss fast nie ein Problem ist) ergeben sich irgendwelche
> hörbaren Klangveränderungen (Phasenverschiebungen) ?
Außer dem schon genannten, daß die Impedanz des Lautsprechers nur dann
kritisch ist, wenn der Verstärker sie nicht treiben kann (Stichwort:
Stromlieferfähigkeit), sollte sie hingegen bei Röhrenendstufen mit ihren
Ausgangsübertragern schon so linear wie möglich sein, da sonst eine
Fehlanpassung stattfindet und dies auch merklich den Klang beeinflussen
kann/wird.
Leistungsverlust gibt es eigentlich nur dann, wenn laut techn. Daten der
Endstufe sie in der Lage wäre z.B. an 4 Ohm 100 Watt liefern zu können,
an 8 Ohm aber nur einen Teil davon - zumeist etwas mehr als 50% davon.
>
> Es geht mir jetzt nicht um rein Messtechnisch feststellbare Auswirkungen
> sondern darum ob im praktischen Betrieb irgendwelche negativen
> Auswirkungen feststellbar sind.
Keine erwähnenswerten jedenfalls!
Natürlich kommen sicherlich wieder einige an, daß der Dämpfungsfaktor
bei 4-Ohm-Lautsprechern schlechter ist als bei 8-Ohm-Lautsprechern. Das
liegt aber an der Natur der Dinge, wenn man den
Verstärkerinnenwiderstand in Relation zum Lastwiderstand(bzw. -impedanz)
setzt. Bei kleinen Dämpfungsfaktoren soll der Verstärker den
Lautsprecher nicht so richtig 'kontrollieren' können. Dumm nur, daß
gerade die Röhrenendstufen mit ihren häufig grottig schlechten
Dämpfungsfaktoren als ausgesprochen wohlklingend gelten.
> Auch bezieht sich jetzt meine Frage nicht auf irgendein "Highend" System
> für den Nutzer mit den "perfekten" Gehör, sondern ehr auf den Consumer-
> bis zum höherwertigen Bereich.
Alles ist gut, solange der Frequenzverlauf der Wiedergabekurve des
Lautsprechers (oder auch des Einzel-Chassis) einen flachen und
waagerechten Verlauf hat (jedenfalls gemessen an der angedachten
Hörposition). So deuten z.B. große Amplitudenschwankungen auf
Resonanzen, Absorptionen, etc. hin. Dabei ist bereits schon der
Aufstellungsort (als auch die Ausrichtung) kritisch und entscheidet mit
darüber, wie sich der Bass anhören wird (bzw. wie die Höhen
'rüberkommen').
>
> mfg
>
> "Hörer"