Forum: Offtopic Abgabenlast tatsächlich 72 %


von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Hallo,

in irgend einem Thread wurde behauptet die Abgabenlast eines 
Erwerbstätigen läge bei ca. 70 %. Ich habe jetzt mal schnell 
nachgeschaut. Es stimmt tatsächlich:

Ausgehend von 100 % Bruttolohn kommen ca. 23 % AG-Anteil Sozialabgaben 
dazu, also wird das Unternehmen mit 123 % belastet. Der AN zahlt noch 
einmal 20,625 %, also sind nur noch ca. 79,4 % übrig. Bei einem 
Einkommenssteuersatz (+Solidaritätszuschlag) von 47.47 %, der sich auf 
den Bruttolohn bezieht, bleiben noch rund 32 %

normiert man die 123 % AG-Kosten auf 100 %, bleiben noch ca. 26 % davon 
für den AN. Zieht man jetzt noch die Umsatzsteuer von 19 % ab, bleiben 
noch 21 % übrig.

(Berechnung stimmt evtl. nicht ganz, da Krankenversicherung gedeckelt 
ist)

ca. 4/5 versickern also! Positiv betrachtet steckt da viel Potential 
drin: Schwarzarbeit lohnt sich richtig. Es lohnt sich vor allem auch der 
Empfänger dieser Abgaben zu sein.

Nun bleibt noch die Frage: Leben wir noch in einer (sozialen) 
Marktwirtschaft? Sobald die Abgabenlast über 50 % steigt, übersteigt die 
Fremd-/Zentralverwaltung der marktabhängigen Steuerung.

von MaWin (Gast)


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Wie kommst du darauf, daß dein Rentenbeitrag versickert ?

Wenn du von 25 bis 65 arbeitest,
und von 65 bis 80 in Rente bist,
hättest du 18% als Rentenbeitrag zurücklegen müssen
um 67% Rentenniveau erreichen zu können.
(Zins=Inflation) und sogar 27% um denselben Betrag
ausgeben zu können wie zuvor.

Nur die Idioten, die nichts zurückgelegt hätten sondern
alles versoffen hätten, glauben, daß Rente unnötig ist.

Und wieso glaubst du, daß Krankenkassenbeiträge nicht
für dich sind ? Weil du beim ersten ernsten Schnupfen sterben
willst, weil du NIE Geld für einen Arzt ausgeben würdest ?

Im Durchschnitt gibt der Deutsche 11% vom Einkommen
für Gesundheitsleistungen aus.

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Grafiken/Gesundheit/Diagramme/AnteilBIP,templateId=renderPrint.psml

Klar, DU hast das nicht nötig.

von Wilhelm F. (Gast)


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Und vergiß nicht die Mehrwertsteuer, die sowieso an fast allem greift, 
was du mit dem Nettolohn noch anstellst...

von yannik23 (Gast)


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MaWin : Mit deiner Argumentation versickern die Steuern aber auch 
nicht;)

von (prx) A. K. (prx)


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Stefan Helmert schrieb:

> normiert man die 123 % AG-Kosten auf 100 %, bleiben noch ca. 26 % davon
> für den AN. Zieht man jetzt noch die Umsatzsteuer von 19 % ab, bleiben
> noch 21 % übrig.

Erinnert mich etwas an den Schulklassiker, bei dem man die Arbeitszeit 
von Lehrern auf 3 Tage runterrechnet. ;-)

> Nun bleibt noch die Frage: Leben wir noch in einer (sozialen)
> Marktwirtschaft? Sobald die Abgabenlast über 50 % steigt, übersteigt die
> Fremd-/Zentralverwaltung der marktabhängigen Steuerung.

Wenn du im beschriebenen Einkommensbereich liegst, dann kannst du 
jederzeit die derart berechnete "Abgabenlast" reduzieren, indem du dich 
privat krankenversicherst. Bleibt viel mehr Netto vom Brutto - zumindest 
nach deiner Rechnung. Wenn du jung bist, dann stimmt das auch.

Richtig ist: Diese Ausgaben sind fremdbestimmt. Es gibt freiheitlicher 
gewirkte Marktwirtschaften, also welche in denen Krankenversicherung 
keine Pflicht ist, keine Arbeitslosenversicherung besteht usw. Das 
Ergebnis sind in den USA zig Millionen nicht Krankenversicherte, die 
dann halbtot den Notaufnahmen der Krankenhäuser zur Last fallen.

von MRSA (Gast)


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A. K. schrieb:
> Das
> Ergebnis sind in den USA zig Millionen nicht Krankenversicherte, die
> dann halbtot den Notaufnahmen der Krankenhäuser zur Last fallen.

Und damit als MRSA Brutstätte wirken.

von (prx) A. K. (prx)


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Zur Marktwirtschaft: Ein Markt funktioniert dann gut, wenn man auf die 
Ware verzichtet, wenn der Preis zu hoch wird. Er funktioniert schlecht, 
wenn die Nachfrage vom Preis unabhängig ist, weil man nicht verzichten 
kann.

Einfaches Beispiel für Letzteres ist der Markt für harte Drogen: 
Steigende Preise führen nicht zu sinkender Nachfrage sondern zu 
steigender Beschaffungskriminalität, weil der Kunden die Waren zwingend 
benötigt.

Mit der Gesundheit ist es ähnlich (nicht so krass allerdings, weil es 
durchaus optionale Leistungen gibt, aber eben nicht im Kernbereich). Wer 
verzichtet schon auf eine erforderliche Behandlung bloss weil sie teuer 
ist, solange er das irgendwie bezahlen kann. Infolgedessen können die 
Anbieter der Leistungen in einer freien ungeregelten Marktwirtschaft 
hohe Preise verlangen, ohne dass die Nachfrage allzu sehr absinkt.

Im Gesundheitswesen läuft es also darauf hinaus, dass eine freie 
ungeregelte Wirtschaft bei gleicher Leistung insgesamt teurer ist als 
eine staatlich geregelte. Wenn Freiheit über allem steht, der akzeptiert 
das, und akzeptiert die Nebenwirkungen. In Europa hat man sich freilich 
auf andere Modelle verständigt. Für manche Amerikaner ist das bereits 
teuflischer Sozialismus.

von (prx) A. K. (prx)


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Zu anderen "Abgaben" wie Rentenversicherung: Eine Alternative wäre ein 
nicht staatlich verordnetes umlagefinanziertes sondern ausschliesslich 
freiwillig angespartes Rentensystem. Freie Wahl also. Spare wenn du gut 
verdienst, lege das Geld gut an, damit du im Alter dieses angesparte 
Geld verfutterst.

Hat natürlich ein paar Haken. Viele würden das nicht machen, wenn sie 
die Wahl haben zwischen Rente in 40 Jahren und iPhone 5 jetzt. Andere 
würden das Geld auf isländische Banken legen, weils da so viel Zinsen 
gibt. Auf guten Verdienst in 40-50 Lebensjahren Vollbeschäftigung 
hoffen, dann aber dauerarbeitslos werden. So ein System funktioniert 
daher nur, wenn man bereit ist, diese Leute notfalls verhungern zu 
lassen, oder auf freiwillige Spendenaktionen setzt.

Und genau da sind wie beim "sozialen" Aspekt. Die europäischen 
Gesellschaften haben soziale Zwangsregelungen, die krasse Auswüchse 
verhindert. Kann man anders machen.

von (prx) A. K. (prx)


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Zuckerle schrieb im Beitrag #2362114:

> Ja das ist leider so. Aber das Geld was uns der Staat abpresst

Huh? Ein FDP-Anhänger outet sich? Ich dachte schon die gibts kaum noch.

von (prx) A. K. (prx)


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Zuckerle schrieb im Beitrag #2362114:

> Revulution, am besten so im Stile von 1789.

Yep. Rübe ab. Als erstes kommen die Grosskopfeten dran, danach ist 
freilich deine fällig, schon aus Selbstschutz. Aber das stört dich 
bestimmt nicht, wenn so das Ziel einer gerechteren Gesellschaft erreicht 
wird.

von iaoffline (Gast)


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Modellrechnung für einen „Normalverdiener“
Die folgende Berechnung, die nach dem vorstehenden
Grundmodell aufgebaut ist, ermittelt das wirkliche Einkommen
eines Arbeitnehmers mit einem Brutto-Monatseinkommen
i.H.v. 2.000 Euro, der Autofahrer ist, keine
Kinder hat und in Steuerklasse I eingeordnet wird:
Brutto-Monatsgehalt: 2.000,00 €
1
./. Lohnsteuer (Tabelle 2009): 253,08 
2
./. Kirchensteuer: 9,0% 22,78 
3
./. Solidaritätszuschlag: 5,50% 13,92 
4
./. AN-RV: 19,90% 199,00 
5
./. AN-KV (Einheitsbeitrag): 14,00% 140,00 
6
./. AN-KV (Sonderbeitrag): 0,90% 18,00 
7
./. AN-ALV: 2,80% 28,00 
8
./. AN-PV (keine Kinder): 2,20% 22,00 
9
= Netto-Auszahlung: 1.303,22 
10
./. Praxisgebühren (monatl.): 3,33 
11
./. Sonst. Gesundheitskosten: 20,00 
12
./. Kfz-Steuer (Schätzung): 30,00 
13
./. Kfz-Versicherung (Schätzung): 60,00 
14
= Netto minus direkte Abzüge: 1.189,89 
15
./. USt.: 19% 75% 142,49 
16
./. USt.: 7% 25% 19,46 
17
./. MineralölSt.: 0,7210  80 Liter 57,68 
18
./. Verbrauchssteuer (Schätzung): 100,00 
19
./. AfA Auto: 4 Jahre 8.000  166,67 
20
= Verwertbares Realeinkommen: 703,60 
21
= Brutto-Abgabenquote: 64,82%
22
Berufsgenossenschaft: 3% 60,00 
23
= AG-SV inkl. BG: 449,00 
24
= Gesamter Personalaufwand: 2.449,00 
25
= Real-Abgabenquote: 71,27%

aus http://www.zingel.de/pdf/02vre.pdf

Das ist aber eine reine Abgababenrechnung. Bei einer Leistungsbilanz 
wieviel jeder zahlt und wieder zurück erhält sieht die Sache anders aus.

Für Normalverdiener dramatisch schlechter. Weder z.B. Oper, Theater, 
Bildung, Polizei, bessere ärtzl. Versorgung der "Leistungsträger" - das 
sind jene welche die Leistung anderer vor sich her tragen - sind 
berücksichtigt. Auch die Staatsschulden, von denen Rentner, EU, Militär 
Beamte und Pensionäre überproportional profitieren während in den 
Sozialversicherungen jede Menge Zweckentfremdung stattfinden sind 
unberücksichtigt.

von Thomas B. (detritus)


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Zuckerle schrieb im Beitrag #2362128:
> Ich bin weder ein Anhänger von CDU,CSU,FDP,SPD,
> SED usw.

Dann bleiben ja nur noch die Piraten?

von MaWin (Gast)


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> freiwillig angespartes Rentensystem

Vergiss es. Das hat bereits bewiesenermaßen nicht funktioniert.

Was alleine heute an ehemals Selbständigen und nun nicht mehr 
Erwerbstauglichen in Grundsicherung steckt, weil sie "vergessen" haben 
zu sparen, ist unglaublich.

Man könnte eher sagen: Lege mindestens 19% zurück, du darfst aber mehr 
einzahlen, wenn du glaubst, dein jetzt so gutes Einkommen muß 
Einkommensausfälle in anderen Zeiten ausgleichen. Also statt privater 
Zusatzversicherung einfach private Zusatzeinzahlungen die 
Zusatzansprüche ergeben. Die Frage ist halt, wem man mehr traut, den 
Banken&Versicherungen oder dem Staat.

von (prx) A. K. (prx)


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iaoffline schrieb:

> ./. Kfz-Versicherung (Schätzung): 60,00 €
> ./. AfA Auto: 4 Jahre 8.000 € 166,67 €

Nette Rechnung, die Ausgaben fürs eigene Auto vorsorglich gleich mit als 
"Abgaben" zu deklarieren. Warum nicht auch gleich die Miete oder die 
Schuldzinsen fürs Eigenheim, den Frisör, den Metzger oder die Klamotten?

von Axel (Gast)


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Thomas B. schrieb:
> Dann bleiben ja nur noch die Piraten?

Du hast die Grünen vergessen! Zuckerle legt Wert auch ökologischen 
Anbau.

von (prx) A. K. (prx)


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MaWin schrieb:

> Vergiss es. Das hat bereits bewiesenermaßen nicht funktioniert.

Klar, genau das wollte ich damit ja deutlich machen. Ein vollständig 
freiwilliges System funktioniert nicht, riskiert Zustände wie in der 
Dritten Welt.

> Zusatzansprüche ergeben. Die Frage ist halt, wem man mehr traut, den
> Banken&Versicherungen oder dem Staat.

Wie sonst auch: Die Vielfalt macht es. Aller Besitz, der in Geld 
gerechnet wird, kann mit Währungsreformen und ähnlichen Wirren 
vollständig verschwinden. Das staatliche Rentensystem ist neben 
Sachbesitz noch am ehesten in der Lage, zumindest rudimentäre Versorgung 
herzustellen, ob gerecht oder nicht, ob mit Verschwendung oder nicht. 
Dafür ist die Verzinsung untermittelprächtig, was man durch andere aber 
riskantere Formen ausgleichen kann.

von Ab jetzt wird zurückgerudert (Gast)


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Zuckerle schrieb:
> ... oder das der Staat wirtschaftlich zusammenbricht

Das ist garantiert wenn keiner mehr Steuern zahlt.

Handel - Tauschgeschäft besiegelt durch Handschlag.

Nix Überweisung. :-)

Hast Du schon Tauschobjekte angehäuft, z.B. Kaffeefilter zum Trinkwasser 
reinigen? Derzeit noch günstig zu bekommen.

von agp (Gast)


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Zuckerle (Gast) schrieb:

A. K. schrieb:
>> Huh? Ein FDP-Anhänger outet sich? Ich dachte schon die gibts kaum noch.

> Hör doch bloss mit der FDP auf. Die Partei vom Guidomobil.

Fairerweise muss man feststellen, dass sie da aber noch besser dastanden 
als heute - prozentemäßig gesehen. :)

> Der Einzige
> der
> da noch Schneid hatte, war der Mümmelmann.

Immerhin hatte der Charisma. Aber seine Kampa damals gegen Friedman war 
überflüssig wie ein Kropf. Wie's geendet hat ist bekannt.

> Guckt euch doch mal den grossen Feldherrn Saddam Hussein an.
> Lässt sich wie den letzen Wurzelsepp aus dem Erdloch ziehen und wehrt
> sich
> nicht mal, obwohl er ne Spitze dabei hatte. Man muss ihm dann noch
> umständlich den Prozess machen bevor man ihn aufhängt.

Das hat mich auch damals gewundert, wie so ein einst "dominanter 
Feldherr" sich so jämmerlich vorführen lässt. Aber letztlich ist das 
Ende von Schergen meistens alles andere als heldenhaft. Ich erinnere an 
das Video eines sichtlich gealternden Bin Laden der sich selbst aus der 
Zeit seiner besseren Tage zappend mit der Fernbedienung im Fernsehen 
anschaut - in zusammengekauerter Haltung, schützend mit einer alten 
Decke eingehüllt. Hatte vielleicht gerade Schnupfen der "arme". :)

> Aber jetzt mal ganz ehrlich, ich glaube nicht an die Reformierbarkeit
> des politischen Systems.

Ist mir zu unkonkret, zu schwammig. Bleiben wir aktuell und sprechen wir 
von der dringend erforderlichen Reform des Umgangs mit den 
Finanzmärkten. Der eigentliche Hirnriss den die Politik augenblicklich 
begeht ist sich nur auf die Bekämpfung der Auswirkungen der Finanz- und 
Eurokrise zu stürzen, große wahnwitzige Rettungspakete zu schnüren, 
anstatt die Ursachen des ganzen Desasters zu bekämpfen, nämlich die 
Finanzmärkte wieder ein einen Ordnungsrahmen zu überführen, vom dem aus 
sie eben nicht Staaten angreifen und Währungen in Schieflage bringen 
können. Die Freiheiten die hier einmal gewährt wurden haben die Büchse 
der Pandorra geöffnet und die muss wieder geschlossen werden und zwar um 
JEDEN PREIS.

> Ich bin weder ein Anhänger von CDU,CSU,FDP,SPD,
> SED usw. Ich hoffe das die Leute dieses Pack verjagen, oder das der
> Staat wirtschaftlich zusammenbricht. Vielleicht kommt dann was
> besseres.

Wie die Partei heißt ist im Grunde genommen völlig egal. Es muss das 
richtige getan werden. Darauf kommt es an. Inzwischen hat sogar die CDU 
Positionen übernommen die sie noch von wenigen Jahren aus purer 
Ideologie völlig abgelehnt hat, nämlich Finanztransaktionen zu besteuern 
(wenn man sie schon nicht verbieten kann). Aber warum soll man nicht 
auch für die Gesellschaft bedrohende Tatbestände von Großbanken schlicht 
verbieten können? Die Börse selber kann wenn erforderlich den Handel 
eigenhändig aussetzen und einfach sagen SCHLUSS FÜR HEUTE! Warum dürfen 
3 private Ratingagenturen mit Sitz in New York über das finanzielle 
Schicksal von Europa entscheiden? Wer hat diesen Privatunternehmen von 
denen keiner genau weiß wer da die Hand führt eigentlich so viel Macht 
verliehen? DAS sind Fragen die unsere Politiker beantworten müssen. Die 
Zeit der Neokonservativ-Neoliberal gläubigen Marktfetischisten ist 
endgültig vorbei. Die haben abgewirtschaftet wie einst die Falken unter 
Busch im weißen Haus. Sie sind gerade am sterben und schlagen deshalb 
wie ein wildes Tier im Todeskampf um sich, mit ihrer 
Palin-Graswurzel-Foxnews-Lügenbewegung und hoffen wohl darauf, dass mit 
dem Abgang des Euros für sie wieder mehr anglo-amerikanischer Raum 
geschaffen wird in der kommenden Zeit, indem sie lieber ihr eigenes Land 
mit einer Betonkopf-Blockadehaltung gegen Obama's Versuche die 
US-Konjunktur wieder in Schwung zu bekommen vor die Wand fahren lassen. 
Aus den Reihen heraus dieser Finanzplätze/Leitbörsen/Großbanken ist seit 
der Lehman-Pleite nur Ungemach gekommen. Erst haben sie uns mit ihren 
Schrottpapieren überschüttet. Dann mussten sie durch unvorstellbar viel 
Geld gerettet werden und nun lauern sie darauf mit den vorhandenen 
jeweiligen Staatsschulden als Hebel den Euro zu zerstören, indem sie 
sich ein Land nach dem anderen Herauspicken und attackieren. Das ist ein 
globaler Finanzkrieg der da entfacht ist und gegen Kriege gibt es nur 
ein Mittel, nämlich GEGENANGRIFF. Schlagt diesen Schergen ihre 
Instrumente aus der Hand bevor es zu spät ist!

von Herbert (Gast)


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Zuckerle schrieb
>Revulution, am besten so im Stile von 1789. Dazu sind die Leute in
>diesem Land zu dumm, die lassen sich lieber bei lebendigem Leib das
>Fell über die Ohren ziehen.

Hast Du schon mit der Revolution angefangen?

von Sepp (Gast)


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Das Problem liegt vielmehr in der Korruption - Ich verstehe auch nicht, 
warum immer behauptet wird, sowas gäbe es in der westlichen 
Staatenkultur nicht/kaum.
Abgeordnete dürfen "Nebenjobs" haben . Hallo?? Das ist doch nichts 
anderes als legalisierte Bestechung!
[Ironie]
Klar, wenn ich im Aufsichtsrat der Firma X sitze (und 100TEUR 
Jahresgehalt bekomme) werde ich immer meine persönliche politische 
Einstellung durchsetzen und nie im Interesse der Firma handeln!
[/Ironie]
Daher ist's auch völlig egal, welche Partei an der Macht ist! Auch der 
Grüne "vergisst" beim Anblick von 100TEUR schnell mal seine Grundsätze!

von Sepp (Gast)


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Das klappt auch in Bezug auf Griechenland:

Das Athener U-Bahn System wurde von der Deutschen Bahn gebaut. 
Griechenland zahlt dafür immer noch den Kredit ab - und zwar an die 
Deutsche Bank. Wenn jetzt Griechenland pleite gähe würde der Ackermann 
sehr traurig werden. Also sagt er den Politikern, die vin ihm geschmiert 
(anders kann mans nicht nennen!) werden, sie sollen zusehen, eine 
Griechenland-Pleite zu verhindern!

Es gibt sicher noch viele ähnliche Beispiele!

Meine Meinung!

von Christian B. (casandro)


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Kapitalgedeckte Rentenversichtungen sind halt Spekulationsobjekte. Wenn 
man Glück hat, und man hatte keine Währungsreform oder Wirtschaftscrash 
dazwischen, dann ist das toll und es funktioniert.
Ob wir in den nächsten 50 Jahren so etwas haben werden weiß niemand, 
zwischen den Crashs steigen die Kurse jedoch.

Ich glaube nicht, dass das Sozialsystem, selbst wenn wir Dinge wie 
bedingungsloses Grundeinkommen europaweit hätten, irgend ein relevantes 
Problem ist.

Wenn wir es nur schaffen, auch in der Politik, vernünftig zu handeln, 
nach echten wissenschaftlichen Verfahren, so haben wir keine Probleme 
mehr.

Die "Abgabenlast" ist kein Kriterium für Wohlstand. Wenn man überhaupt 
einen Zusammenhang sehen will, so kann man sich Statistiken zur 
subjektiven Zufriedenheit der Bevölkerung anschauen. (Ja, so was gibts) 
Da sind Länder mit großer Abgabenlast tendenziell weit vorne.

von (prx) A. K. (prx)


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Christian Berger schrieb:

> Da sind Länder mit großer Abgabenlast tendenziell weit vorne.

Wobei kulturelle Unterschiede dabei eine gewisse Rolle spielen. Deutsche 
sind notorisch unzufrieden und immer am mosern. Das gehört sich hier so, 
sonst wird man als Ausländer angesehen. ;-)

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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agp schrieb:
> Ist mir zu unkonkret, zu schwammig. Bleiben wir aktuell und sprechen wir
> von der dringend erforderlichen Reform des Umgangs mit den
> Finanzmärkten. Der eigentliche Hirnriss den die Politik augenblicklich
> begeht ist sich nur auf die Bekämpfung der Auswirkungen der Finanz- und
> Eurokrise zu stürzen, große wahnwitzige Rettungspakete zu schnüren,
> anstatt die Ursachen des ganzen Desasters zu bekämpfen, nämlich die
> Finanzmärkte wieder ein einen Ordnungsrahmen zu überführen, vom dem aus
> sie eben nicht Staaten angreifen und Währungen in Schieflage bringen
> können. Die Freiheiten die hier einmal gewährt wurden haben die Büchse
> der Pandorra geöffnet und die muss wieder geschlossen werden und zwar um
> JEDEN PREIS.

Mir stellt sich die Frage: warum sind die Staaten abgreifbar? Sie sind 
es, weil sie allesamt seit Jahrzehnten Schulden um Schulden machen, 
ständig in der irren Hoffnung, das werde sich später schon irgendwie 
regeln.
Ok, tut es ja auch, wie man jetzt sieht. Aber plötzlich ist das Geschrei 
gross.
Da stellt sich eine begnadete Kanzlerin hin und sagt, man müsse die 
Finanzmärkte regulieren und wir haben den ersten Schritt mit der 
Bankenabgabe gemacht und die Finanztransaktionssteuer werde den Rest 
erledigen...???
Das Grundübel ist für mich der Staat/die sogenannte Demokratie, in der 
Politiker aller Farben ständig nur an das eigene Fortkommen und die 
nächste Wahl denken. Und am Ende mit goldenem Handschlag in der 
Versenkung verschwinden, wohlversorgt bis ans Lebensende, niemals 
haftbar gemacht werden kann, egal welchen Scherbenhaufen man 
hinterlässt. Daraus folgt eine 100prozentige Unfähigkeit zu echten 
Reformen. Alles, was es an "Reformen" gibt: wie kann noch mehr Geld 
abgezogen werden, um das gegenwärtige System weiter laufen zu lassen. 
Mal ökologisch, mal als soziale Wohltat, mal als Gerechtigkeit verpackt. 
Immer schön im Wechsel, nicht zu viel auf einmal. Deutschland stellt 
sich gerne als Vorbild solider Haushaltspolitik hin - solide nenn ich 
anders. Solide ist, nicht mehr auszugeben, als man einnimmt. Zumindest 
über einen längeren Zeitraum gesehen.

von (prx) A. K. (prx)


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H.joachim Seifert schrieb:

> Das Grundübel ist für mich der Staat/die sogenannte Demokratie, in der
> Politiker aller Farben ständig nur an das eigene Fortkommen und die
> nächste Wahl denken.

<Hier bitte den Churchill einsetzen>
Was wäre denn die Alternative, also die bessere wohlgemerkt?

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Das ist ja das Problem, es gibt keine Alternative.
Viele haben erkannt, dass man durch Wahlen nichts, aber auch gar nichts 
ändern kann. Der Anteil der Nichtwähler steigt nicht ohne Grund auf 
ständig neue Rekordmarken (und diese einfach alle als wahlfaul abzutun 
ist zu kurz gedacht).
Also wird irgendwann der Bogen überspannt sein und dann knallts. Und 
dann geht das Gleich von vorne los :-)

von Martin (Gast)


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Dieses dämliche Genöle  über die Abgabenlast  ist doch alles
nur Propaganda  der Banken die  unsinnige "steuersparende" "Produkte"
verkaufen wollen.
(wenn man  am Ende pleite  ist  zahlt  man in der Tat keine Steuern 
mehr)

Sowie Propaganda der Steuerberaterzunft .

Eben allen,  die an der schlechten Laune  die daraus  entsteht 
verdienen.

Leute, wer 8 Stunden arbeitet, 60k Euro verdient , sich ein Haus , ein 
Auto,  ne Familie und  2 Urlaube im Jahr leisten kann:  der ist doch gut 
dran.

Soll doch froh sein daß er/sie  Steuern  zahlen kann, anstatt Hartz 4 zu 
kassieren,  kein Haus, kein Urlaub  etc.

Die Griechen,  die zahlen keine/kaum Abgaben,  und wozu das führt  das 
sehen wir ja.  Siehe  auch USA:  miese öffentliche Schulen, verrottende 
Infrastruktur, Kalifornien pleite.


Also einfach  nicht soviel rumrechnen,  alle Anderen  müssen auch 
zahlen,  wir sitzen alle  in demselben Boot.

von (prx) A. K. (prx)


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Martin schrieb:

> Leute, wer 8 Stunden arbeitet, 60k Euro verdient , sich ein Haus , ein
> Auto,  ne Familie und  2 Urlaube im Jahr leisten kann:  der ist doch gut
> dran.

Sollte man meinen. Aber wenn man dann die Klagen liest, man könne davon 
doch unmöglich die Putzfrau, zwei Autos und das Pferd der Tochter 
finanzieren...

von Matthias L. (Gast)


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>Viele haben erkannt, dass man durch Wahlen nichts, aber auch gar nichts
>ändern kann.

"Wenn Wahlen was ändern würden, wären sie verboten" (?)

von Timm T. (Gast)


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Stefan Helmert schrieb:
> Bei einem
> Einkommenssteuersatz (+Solidaritätszuschlag) von 47.47 %

Du weiss aber schon, wie das mit der Einkommenssteuer funktioniert, 
oder?

von (prx) A. K. (prx)


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Timm Thaler schrieb:

> Du weiss aber schon, wie das mit der Einkommenssteuer funktioniert,
> oder?

Da er 47,47% angegeben hat müssen es mindestens 47,465% sein. Müsste 
theoretischschon gehen, selbst als Arbeitnehmer, wenn sein Steuerberater 
zu blöd ist. Mag jemand mal ausrechnen, was er mindestens verdienen muss 
um dort anzukommen?

von Timm T. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Müsste
> theoretischschon gehen, selbst als Arbeitnehmer, wenn sein Steuerberater
> zu blöd ist.

Geht nicht mal praktisch: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensteuertarif

Wikipedia: "Die Spitzenbelastung inkl. Solidaritätszuschlag beträgt 
dementsprechend ... 45 % + (5,5 % von 45 %) = 47,475 % (ab 2007)" Das 
ist aber der Spitzensteuersatz, den er auf alles über 250TEur zahlt. Er 
kommt also effektiv rein mathematisch nie an diesen Satz heran.

Sorry, aber:

1. Leute mit derart hohen Einkommen können sich locker den Steuerberater 
leisten, der ihnen das wieder aufs Existenzminimum runterrechnet.

2. Leute mit derart hohem Einkommen möchten mir bitte mal erklären, 
warum gerade sie so viel Geld "verdienen". Mein Mitleid hält sich 
ehrlich gesagt in Grenzen.

von Jens M. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Nette Rechnung, die Ausgaben fürs eigene Auto vorsorglich gleich mit als
> "Abgaben" zu deklarieren. Warum nicht auch gleich die Miete oder die
> Schuldzinsen fürs Eigenheim, den Frisör, den Metzger oder die Klamotten?

Bin damit auch nicht konform, aber in der Systematik des Autors ist das 
eher folgerichtig da ein Großteil der abhängig Beschäftigten auf das KFZ 
angewiesen ist und die Fahrkarte kostet auch (Geld UND Zeit). Zum 
Ausgleich vielleicht: Viele nicht abzugsfähige Kosten sind 
unberücksichtigt, z. B. Anzüge und sonst nötige Kleidung oder ein 
Arbeitsraum zu Hause ist für viele auch nicht absetzbar usw.

Die Richtung stimmt aber. Abgaben ohne Ende.


Martin schrieb:
> Leute, wer 8 Stunden arbeitet, 60k Euro verdient , sich ein Haus , ein
> Auto,  ne Familie und  2 Urlaube im Jahr leisten kann:  der ist doch gut
> dran.

Ironietags vergessen? Wer 5000 im Monat hat kann sich sicher mehr 
Leisten



Selbst der Neusprech der Staatspropaganda kann da nicht anders:

>Die Mehrheit:
>Über die Hälfte der Haushalte hat ein monatliches Nettoeinkommen von >unter 2.600 
Euro.

http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Gesellschaft__und__Zukunft/120__Definition__Mitte.htm

Wohlgemerkt Haushaltseinkommen wo selten nur einer arbeitet bzw eine 
Familie davon (und noch weit weniger) lebt.

von Timm T. (Gast)


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Jens Martin schrieb:
> Über die Hälfte der Haushalte hat ein monatliches Nettoeinkommen von
> unter 2.600 Euro.

Die zahlen dann aber auch keine 42% Einkommenssteuer...

Oder um es mit Volker Pispers zu sagen: Leiden Sie auch so unter dem 
Spitzensteuersatz?

http://www.youtube.com/watch?v=uFRmESErGK4

http://www.youtube.com/watch?v=9sXuWoKJT28

von Matthias L. (Gast)


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>Oder um es mit Volker Pispers zu sagen: Leiden Sie auch so unter dem
>Spitzensteuersatz?

Ja. Er hatte ihn ja sogar schon im Kinderzimmer.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Dabei gibt es eine Möglichkeit die Abgabelast auf 0% zu drücken, aber 
davon seit ihr wohl noch weit entfernt.

- Aufhören zu Arbeiten, denn die gezahlte Steuer geht ohnehin nur für 
Griechenland drauf
- Investieren in echtes Geld, das ist nach einem Jahr steuerfrei.

Aber Menschen die grad mal 700 am Ende vom Monat zum Essen übrig haben, 
brauchen daran auch nicht mal im Traum denken.
Somit: Sucht euch einen Chef, der euch ordentlich entlohnt für die 
Leistung oder nehmt doch besser gleich Harz-V. Wenn niemand mehr für 
3000 Butto arbeiten möchte, dann werden die schon mehr zahlen müssen.
Für 700 Rest würde ich niemals täglich 8 Stunden den Arschkriecher 
spielen.

Nicht vergessen: Offizielle Inflation 2,4%, Inofizielle 10..20%
Somit sollte wohl jeder von euch Jährlich 10% mehr bekommen, weil es 
wahrscheinlich die letzten Jahre nichts gab, sollte gleich mal 30% 
beaufschlagt werden (Netto! nicht brutto).

Siehe auch hier:
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/09/26224/

Ich bin mal gespannt, wenn ALLE auf einen Schlag kündigen würden. Nur so 
aus Spass für einen Monat. Dann können die Politiker mal schauen ob 
vielleicht nicht Griechenland uns unterstützen könnte? zumindest mit 
1..2 Millarden?

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Hier auch andere Meinungen:

http://213.145.232.18/Infos-DE.html

Eintrag von heute,
13:15 Leserzuschrift - Rückzug
und
12:15 Leserzuschrift - Zur gestrigen Leserzuschrift "Steuern abliefern"

von Timm T. (Gast)


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Markus Müller schrieb:
> "Steuern abliefern"

"Eine kritische Masse von Steuerverweigerern muss entstehen, sonst 
behält der Staat die Oberhand."

Das hat schon bei Thoreau nicht funktioniert.

Was glaubst Du, wie schnell man Dich am Arsch hat, wenn Du nicht die 
Steuern zahlst, von denen der Staat glaubt, dass sie ihm zustehen. 3 
Monate, dann Kontopfändung. Wenn da nicht genug drauf, Kontosperrung. 
Mit allen Folgen wie Nichtbedienung von Einzugsermächtigungen, 
Karteneinzug. Wenn weiter nichts zu holen, Pfändung Deines Eigentums.

Vergiss es, die wissen nicht nur, wo Du wohnst...

von Jens M. (Gast)


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Timm Thaler schrieb:
> Die zahlen dann aber auch keine 42% Einkommenssteue

Warum diese Diskussion von Spitzensteuerzahlern immer aufkommt verstehe 
ich ehrlich gesagt nicht. Es ist kein Problem den Steuersatz bei hohen 
Einkommen zu senken indem z.B. Wohnungen gekauft werden die in den 
ersten Jahren Verlust machen.

Der Käufer setzt da mehr als das doppelte ein um Steuern "zu sparen". 
Ist auch Finanzpolitisch so gewollt, schließlich fliest dieser Betrag in 
der Regel (da nur die Zinsen und Abschreibung geltend gemacht werden 
können) an die Banken in Form von Zinsen. Die übliche strukturelle 
Korruption in allen Lebenslagen Marke Germany. Anschließend holt sich 
der Staat (er hat ja Zeit) die Steuerersparnis in Form von Steuern aus 
"Einkommen aus Vermietung und Verpachtung" wieder zurück.

Markus Müller schrieb:
> Dabei gibt es eine Möglichkeit die Abgabelast auf 0% zu drücken, aber
> davon seit ihr wohl noch weit entfernt.
>
> - Aufhören zu Arbeiten, denn die gezahlte Steuer geht ohnehin nur
Konsumverzicht, ich kenne ein paar die das so handhaben. Einige siehst 
du nur ein paar Monate in Deutschland (zum Geldverdienen), sonst "liegen 
Sie am Strand".

> - Investieren in echtes Geld,

Gibt es das noch? Schweizer Franken könnte damit gemeint sein..


Die Frage nach der Abgabenlast ist aber meiner Meinung nach eher 
unwichtig. Sinnvoll wäre eher die nach dem freien verfügbaren Einkommen.

In dem Nachweis von Herrn Zingel weiter oben fehlen z.B. völlig die 
kommunalen Abgaben wie meist überteuerte Preise für Strom, Wasser, Gas, 
Müllabfuhr etc. In diesen sind weitere "Abgaben" versteckt. Auch z.B. 
die LKW-Maut zahlt letztlich der Verbraucher, sie ist ebenfalls nicht 
aufgeführt.

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