Hallo Leute,
ich möchte zwei Mosfets Oszillierend schalten - Dafür nehme ich das
Halbbrücken-IC : IR2153
Meine Schaltung ist im Anhang zu sehen.
Ich habe zum testen der Schaltung mal die Spannung am High-Ausgang und
am Low-Ausgang gemessen (an Gnd).
Beim LO hab ich ein schönes Rechtecksignal und am HO liegt leider gar
keine Spannung an.
Frequenz lässt sich mit dem Poti regeln und die Signale an den anderen
Ausgängen funktionieren auch.
Ich hab die Schaltung der Testschaltung im Datenblatt aufgebaut:
http://www.mikrocontroller.net/part/IR2153
(Seite 1).
Hat jemand vllt. eine Idee, warum mein High-Ausgang kein Rechtecksignal
ausgibt?
Liebe Grüße, Bettina
Hey Stefan :-)
Verbindung VS Zum Ausgang?
Welche meinst du? Ich kann im Datenblatt auch keine weitere
erkennen...Ich hab die Transistoren noch nicht angeschlossen, aber es
kommen natürlich beide an VS, einer mit Dran und einer mit Source. Ich
wollte zur Zeit mir nur die Rechtecksignale an HO und LO anschauen.
Liebe Grüße,
Bettina
Hallo Bettina,
wenn du die Transistoren nicht angeschlossen hast, und damit keinen
Mittelabgriff (Ausgang) hast kann sich der Kondensator ( 100uF, bisschen
viel) nicht aufladen und damit hast du an HO auch kein Signal !!!
Ohne Transistoren musst du VS auf Gnd legen damit der Kondensator
geladen wird !!!
Gruss Stefan
Hallo Bettina,
wenn Du dir das Innenleben des IR2153 ansiehst, dann kannst du erkennen
dass der Schaltungsteil mit den Anschlüssen VB, HO und VS gegenüber dem
Rest "floatet".
Wenn LO ein high-Signal ausgibt liegt an VS über den "unteren FET" an
GND und der Kondensator zwischen VB und VS wird über die eingebaute
Diode geladen (an VCC).
Im nächsten Moment wird dann LO low und intern VB mit HO verbunden.
Damit liegt die Ladespannung des Kondensators am Gate (HO) des "oberen
FET".
Schau ob der Kondensator anständig geladen wird (VB) denn dessen
Ladespannung liegt nachher an HO (bezüglich VS)
Gruss Stefan
Hallo Stefan :-)
Okay, danke für die Erklärung, ich hab das Grundprinzip, denk ich,
verstanden.
Ich hab jetzt mal zwischen GND und VB gemessen und VS mit GND verbunden
und ich messe an VB permanent 0 Volt.
Ist der Kondensator vllt. zu groß oder das IC kaputt?
Lg, Bettina
Hallo Bettina,
der Kondensator ist ein bissche zu grass, ja, 1uF (microFarad) tuts
auch.
Frage: Liegt an VB eine Spannung, wenn du VS mit Gnd verbindest ??? Wenn
nein dann hast du vielleicht nicht die D-Type mit der eingebauten Diode
oder sie ist bereits kaputt !!!
Gruss Stefan
Hallo Bettina,
Reichelt hat nur die ohne Diode!!!
Du brauchst also eine Diode zwischen VCC und VB und damit müsste es dann
gehen.
Beachte aber dass die Sperrspannung grösser als Vmax (diese möglichen
600V) ist beziehunsweise das was du anlegst.
Ich schlage noch einen weiteren Test vor:
wenn du noch keine FETs dran hast kannst du versuchsweise auch
zusätzlich VB mit VCC verbinden (neben VS an GND) und das Signal an HO
beobachten. Denn ohne FETs müssen VB, HO und VS nicht "floaten".
Gruss Stefan
Hallo Stefan,
ja okay, das erklärt natürlich einiges...macht es denn Sinn, dass wenn
man die Diode weglässt, dass dann keine Spannung an VB anliegt, wenn VS
und GND kurzgeschlossen sind?
Ich kann es jetzt leider nicht mehr prüfen vor der nächsten Woche...
Den Wert mit 100uF hab ich daher, dass ich mir andere Schaltungen mit
dem IR2153 angeschaut hab und mich daran orientiert hab.
Danke für die tolle Hilfe, Stefan,
lg, Bettina :-)
Hey,
ich hab die Schaltung aufgebaut und sie läuft ín dem Sinne, dass die
Spannungskurve am Kondensator anliegt, die ich erwartet habe.
Ich habe jetzt folgendes Problem:
Wenn ich die IR2153-Schaltung aufbaue und keinen Kondensator benutze
(also Leerlauf lasse), dann müsste ich ja trotzdem Spannung an VCC und
GND geben können, weil einer von beiden Transistoren ja immer sperrt.
Tue ich das, sagt mein Netzgerät, dass ich ständig wechselnd einen
Kurzschluss habe, so als ob die Totzeit zu kurz ist :(
Hat jemand eine Idee, was das sein könnte? Meine Transistoren sind
IRFP250N-Transistoren und da steht was von Schaltzeiten im
Nanosekunden-Bereich, während die Totzeit ja sogar 1,2 uS beträgt.
Meine Gate-Vorwiderstände sind 56/Ohm groß.
Liebe Grüße, Bettina
Ich meinte natürlich nicht, Spannung an VCC geben, sondern Spannung an
dem Drain vom oberen Mosfet, und zwar da, wo die 600V maximal anliegen
können.
Liebe Grüße, Bettina