Mal in Holzhackmanier:
Denk an einen Operationsverstärker in irgendeiner Grundschaltung. Zum
Beispiel in nicht-invertierender.
Der Vergleicht seinen (positiven) Eingang mit einem Teil seines
Ausganges. Ein Teil deshalb, weil in der Regel ein Spannungsteiler
dazwischen ist, sodass eben nur ein Teil der Ausgangsspannung auf den
(negativen) Vergleichseingang zurückgeführt wird.
Im Einschwingvorgang zieht er nun solange am Ausgang, bis seine Eingänge
keine Spannungsdifferenz mehr aufweisen.
Die PLL tuts ebenso: Solange die auf den Eingang zurückgeführte
Phase/Frequenz (oder eben nur ein Teil ihrer, durch einen
Frequenzteiler) nicht mit der Referenz (Quarz) übereinstimmt, zieht sie
solange am Ausgang (also am VCO), bis es wieder stimmt.
Wichtiger Unterschied: Stimmen Phase/Frequenz nicht überein, fängt die
PLL an mit Ziehen. Ist die PLL (ihr Regler) nun nicht der flinkeste,
zieht er und zieht. Die Phasen kommen sich immer näher, irgendwan
stimmen sie sogar überein. Die lahme PLL zieht aber immer noch weiter,
und merkt dann irgendwann, dass die Phasen schon längst in die falsche
Richtung (zu weit) gezogen ist. Also beginnt sie, in die andere Richtung
zu ziehen. Aber weil sie ja nicht die flinkeste ist...
Die PLL schwingt, das soll nicht passieren.
Dann gibts noch ein paar Sonderfälle. Wenn man eine Phase immer weiter
zeiht, kommt sie der Referenz immer näher, übertritt die Referenz und
entfernt sich in die andere Richtung wieder. Zieht man noch weiter,
kommt man der Referenz aber plötzlich wieder näher.
Auf dem Einheitskreis könnte man sagen: Man ist einmal herumgewandert.