zerstöre ständig meine op-amps

Gast #2376008
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Hi,

versuche gerade eine Schaltung mit einem TS274 (=TLC274) aufzubauen. Der 
Einfachheit halber nehmt einfach mal an, es handelt sich um einen 
einfachen Spannungsfolger, hier tritt das Problem nämlich auch auf. Die 
Schaltung arbeitet zunächst wie gewünscht, irgendwann geht mein Netzteil 
in die Strombegrenzung, der TS274 wird wahnsinning heiß und ist tot. 
Habe dadurch schon 2 Stück gekillt, bei einem wurde "nur" ein Ausgang 
hochohmig.

Woran könnte sowas liegen? Auch allgemein: Was zerstört OP-Amps auf 
diese Weise?

Alle Eingänge liegen auf definiertem Potential, Versorgungsspannung 
beträgt 0 und 15V,Op ist durch 100nF abgeblockt.

Eine meiner Vermutungen ist, dass beim Trennen der Schaltung von der 
Spannungsversorgung an einem der positiven Eingänge durch kapazitive 
Effekte kurzfristig eine Spannung > VCC anliegt. Zumindest laut 
Datenblatt darf am Eingang keine Spannung > VCC anliegen. Könnte dies zu 
einer solchen Zerstörung führen? Falls ja, was könnte ich dagegen tun? 
Würde ein Widerstand zur Strombegrenzung evtl helfen?

danke für eure Hilfe, will nicht noch mehr von den Dingern töten :-(
Gast #2376016
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> Woran könnte sowas liegen?

Latch Up.

> meiner Vermutungen ist Spannung > VCC

Du wirst richtig liegen.

> was könnte ich dagegen tun?

Genau der Widerstand, der verhindert, daß der Strom
in einen Eingang über einen gefährlichen Wert steigt,
siehe Datenblatt maximum current input.
#2376025
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Woher kommt das "definierte Potential" bei den Eingängen? Bei Maximum 
Ratings steht bei Eingangsstrom +/-5mA. Falls da die Ursache liegt, 
kannst Du ja mal entsprechende Widerstände einbauen.

Vielleicht schwingt der OP auch. Wie ist der Aufbau, ist die Versorgung 
abgeblockt? Oszi-Messung wäre empfehlenswert.

Gruß Dietrich
#2376026
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meine Glaskugel funktioniert heute nicht, häng mal einen Schaltplan an.

Kann es sein das du den Ausgang zu stark belastest hänge da mal 500 Ohm 
rein.
Mach doch einen 15V Z- oder Supressordiode in die Versorgungsspannung 
damit solche kurzen Impulse nicht in den OP wandern. Wenn es nur 
kurzzeitig ist wäre nicht mal eine Strombegrenzung nötig.

Wie gering kannst du die Strombegrenzung des Netzteils einstellen? Wenn 
garnicht mach noch einen Widerstand in die Versorgungsspannung des 
OPAMP. Dann kanst du noch eine Z-Diode dahinter reinmachen und alles 
wird gut.
Gast #2376034
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MaWin schrieb:
> Genau der Widerstand, der verhindert, daß der Strom
> in einen Eingang über einen gefährlichen Wert steigt,
> siehe Datenblatt maximum current input.


Mit 10k sollte ja nur noch ein maximaler Strom von 1,5mA fließen können. 
Laut Datenblatt sind max. 5mA zugelassen. Ist das dann schon 
ausreichend? Oder geht man da sicherheitshalber eine Größenordnung hoch?
Gast #2376048
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Dietrich L. schrieb:
> Woher kommt das "definierte Potential" bei den Eingängen? Bei Maximum
> Ratings steht bei Eingangsstrom +/-5mA. Falls da die Ursache liegt,
> kannst Du ja mal entsprechende Widerstände einbauen.
>

Bei 3 der Eingänge liegt der Eingang auf Masse, vierter Eingang liegt 
über 10k poti variabel zwischen 0 und 15V. Das ist eine Testschaltung 
die ich aufgebaut habe um den Fehler zu reproduzieren.

> Vielleicht schwingt der OP auch. Wie ist der Aufbau, ist die Versorgung
> abgeblockt? Oszi-Messung wäre empfehlenswert.

Versorgung ist abgeblockt (steht auch im 1. Post), Aufbau schwingt 
nicht.

>Kann es sein das du den Ausgang zu stark belastest hänge da mal 500 Ohm
>rein.

Ausgänge sind nicht belastet.

>Wie gering kannst du die Strombegrenzung des Netzteils einstellen? Wenn
>garnicht mach noch einen Widerstand in die Versorgungsspannung des
>OPAMP. Dann kanst du noch eine Z-Diode dahinter reinmachen und alles
>wird gut.

War glaube auf etwa 100mA eingestellt, der Op-Am verträgt 
Versorgungsspannungen bis zu 18V. Das mein Labornetzgerät so stark 
schwingt kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...
Gast #2376064
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Mal Ströme gemessen?
2 LEDs über die Versorgungsspannung würden evtl. auch einen kleinen 
Hinweis geben, falls die Überlastung od. UNsymmetrische Spannung 
auftritt?

Um den Nebel etwas zu lichten, könnte man die Versorgungsspannung schon 
mit einem Widerstand ausreichend belasten. Wenn der Fehler dann noch 
auftritt, könnte auch ein Fehler im Aufbau liegen?
Gast #2376104
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Hi!

Schaltest du das Netzteil ein bzw. aus während die Schaltung 
angeschlossen ist?
Falls ja: Manche Netzteile produzieren beim Ein bzw. Ausschalten hohe 
Spannungsspitzen. Abhilfe: Entweder Netzteil nur mit ein bzw. 
ausschalten wenn die Schaltung nicht daran hängt oder: Elko (ca. 100 µF, 
genauer Wert spielt keine Rolle) parallel zur Schaltung und Drossel in 
Reihe zur Plusleitung anschließen.

Gruß
PP

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