Einschaltstrom

Gast #2378516
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Hallo zusammen,

ich habe bei einem Netzteil mal den Einschaltstrom mit dem Oszi über 
einen Shunt gemessen.
Dabei ist mir besonders bei einer geringen Zeitauflösung aufgefallen, 
dass ich hier einige riesige Strompeaks messe. Diese erreichen Spitzen 
von ca. 4 kA über einen Zeitraum von einigen ns.
Ich nehme mal an, dass diese Peaks wirklich da sind und durch das Laden 
der Kapazitäten zustande kommen, oder?
Mein eigentliche Frage nun: da hier ein Relais verbaut ist --> Können 
diese kurzen Strompeaks das Relais schädigen (z.B. Zusammenkleben der 
Kontakte)?

Danke!
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2378526
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Hansi schrieb:
> Dabei ist mir besonders bei einer geringen Zeitauflösung aufgefallen,
> dass ich hier einige riesige Strompeaks messe.
Jepp, das kommt von: "Wer Mist misst, misst Mist".
> dass ich hier einige riesige Strompeaks messe.
Nein, du misst sie nicht, du siehst sie nur. Wie lange ist dein 
Masseanschlusskabel?

> Diese erreichen Spitzen von ca. 4 kA über einen Zeitraum von einigen ns.
Rechne mal die Spannung aus, die für einen solchen Stromanstieg 
nötig wäre... :-o
Gast #2378530
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Hallo,

Hansi schrieb:
> Diese erreichen Spitzen
> von ca. 4 kA über einen Zeitraum von einigen ns.

wie hast du denn das Skope an den Shunt angeschlossen ??
Klassisch mit Tastkopf und der 10cm Massestrippe vom Tastkopf ??
Netzteil mit AC 230V am Lichtnetz über Trenntrafo (hoffentlich) oder mit 
einem Differenztastkopf ??
Die Masseleitung an einem Tastkopf kann einem manchen Streich spielen 
grade bei solchen kurzen Impulsen.
Wie ist dein Shunt aufgebaut ?? Lastwiderstand aus Draht oder ein 
induktivitätsarmer Shunt ??
 Beachte: u = L* di/dt

bis dann
Marcus
Gast #2378536
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Marcus schrieb:
> wie hast du denn das Skope an den Shunt angeschlossen ??
> Klassisch mit Tastkopf und der 10cm Massestrippe vom Tastkopf ??
> Netzteil mit AC 230V am Lichtnetz über Trenntrafo (hoffentlich) oder mit
> einem Differenztastkopf ??
> Die Masseleitung an einem Tastkopf kann einem manchen Streich spielen
> grade bei solchen kurzen Impulsen.
> Wie ist dein Shunt aufgebaut ?? Lastwiderstand aus Draht oder ein
> induktivitätsarmer Shunt ??
>  Beachte: u = L* di/dt
>
> bis dann
> Marcus

Habe es über einen klassischen Tastkopf und Trenntrafo als auch über 
einen Differentialtastkopf gemessen.
Shunt ist ein non-inductive Lastwiderstand.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2378551
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Hansi schrieb:
> Habe es über einen klassischen Tastkopf und Trenntrafo als auch über
> einen Differentialtastkopf gemessen.
Zeig doch mal deinen Messaufbau.

Hansi schrieb:
> ich habe bei einem Netzteil mal den Einschaltstrom mit dem Oszi über
> einen Shunt gemessen.
> riesige Strompeaks messe. Diese erreichen Spitzen
> von ca. 4 kA über einen Zeitraum von einigen ns.
Angenommen, deine (gesamte) Netzzuleitung ab Generator hat einen 
Innenwiderstand von ca. 500mOhm, dann kannst du bei 230V schon 
theoretisch maximal 500A aufbringen. Und die Induktivität des Netzes 
spricht auf jeden Fall dagegen: für Impulse im ns-Bereich müsste das 
Netz eine Bandbreite im GHz-Bereich haben...

BTW: das zweite Bild in dem verlinkten Wikipediaeintrag (offenbar auch 
schon manipuliert) bleibt mit 22A (immerhin der Faktor 1000) näher an 
der Realität...
Gast #2378563
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Hallo Hansi,

Hansi schrieb:
> Habe es über einen klassischen Tastkopf und Trenntrafo als auch über
> einen Differentialtastkopf gemessen.
> Shunt ist ein non-inductive Lastwiderstand.

mach die Messung mal wenn du beide Anschlüsse an einem Ende vom Shunt 
bzw. Masse und Signal vom Tastkopf gebrückt an einem Ende vom Shunt 
angeschlossen hast.
Noch eindrucksvoller wird es wenn du den Tastkopf mit der Massestrippe 
am Signaleingang angeschlossen einfach nur neben das Netzteil legst und 
einschaltest...


bis dann
Marcus

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