Hallo, ich stehe vor dem Problem eine Sat-Antenne drehbar auszuführen. Mechanik und Steuerung sind kein Problem. Aber ich muss von einem festen Standort aus die Geostationären Satelitten bei 0° Inc. abfahen und das bekomme ich nicht ausgerechnet. Ich möchte später nur einen Azimutwinkel an meine Steuerung übergeben und die muss dann dazu den passenden Elevationswinkel anfahren. Die Steuerung muss also den Elevationswinkel berechnen bzw. aus ner Tabelle nehmen (berechnen wär mir lieber da das nicht zeitkritisch ist). Normal würde man das mit einem Polarmount machen und die Schüssel über die Polachse drehen. Dann braucht man auch nur einen Motor und nicht zu rechnen. Würde bei mir aber einen enormen Aufwand bedeuten wegen Größe und Gewicht. Hat schonmal jemand sowas gemacht oder auf sowas rumgerechnet? Für den wissenden warscheinlich eine Trivialität. Gruß Martin
Danke, soweit war ich schon, erklär es mir bitte falls du es verstehst.
Die Frage ist, ob man's wirklich rechnen muss, oder ob eine Joystick Steuerung genuegt. Denn falls man's ungesehen steruern muss, dann braucht man erst mal eine Referenz. Dh man muss den Staender irgendwie ausmessen. Das kann man moeglicherweise mit einem Kompass und einer Karte bewerkstelligen. Dann sind's noch ein paar Vektoroperationen.
Das Ausmessen ist kein Problem. Ich fahr einfach manuell auf einen bekannten einzel Satelliten und sag meinem Servoverstärker dann das das 0 ist. Wenns der Tempdrift der Mechanik notwendig mach gibts noch die Option eines Suchprogramms über die Signalstärke. Ein Joystick wird es geben, aber nur zur Lokalsteuerung.
Hallo, den Elevationswinkel muss man nicht ausrechnen denn die geostationären Satelliten "stehen" alle in der sogenannten Ekliptik. Das ist die Ebene senkrecht zur Drehachse der Erde die geschnitten mit der Erdkugel die Äquatorlinie ergibt. Angenommen man befindet sich irgendwo auf der Drehachse der Erde (z.B. Nordpol) dann haben alle Objekte die sich in gleichem Abstand von der Drehachse auf dieser ominösen Ebene befinden den gleichen Elevationswinkel. Da dies auch noch annähernd gilt wenn man sich ein bisschen (im Verhältnus zum Abstand der Objekte) von der Drehachse der Erde enfernt kannst du folgendes machen: Montiere auf deinem Hausdach einen Drehmechanismus so dass dessen Drehachse parallel zur Drehachse der Erde steht, dann haben alle geostationären Satelliten gegenüber diesr Drehachse alle den (fast) gleichen Elevationswinkel und du brauchst nur noch den Azimutwinkel einzustellen. (überigens, der Fehler dieser Methode für alle sichtbaren Satelliten einer Erdseite liegt bei höchstens 0,05 Grad) Gruss Stefan
Das heist Polarmount und das geht nicht mit einer 200kg Antenne, zumindest nicht so ohne weiteres. Daher 2 Motoren...
Erdfunkstelle schrieb: > 200kg Antenne Du weißt aber schon, daß Sat-Antennen nicht aus massivem Blei gefeilt werden müssen?
scheint wohl eine groessere zu sein. Hat das was mit Kicksat zu tun? http://www.kickstarter.com/projects/251588730/kicksat-your-personal-spacecraft-in-space
Stefan schrieb: > den Elevationswinkel muss man nicht ausrechnen denn die geostationären > Satelliten "stehen" alle in der sogenannten Ekliptik. Die Satellitenbahnen liegen zwar in der Äquatorebene, aber die Position am Himmel unterscheidet sich deutlich von der Ekliptik. Grund ist, dass die Ekliptik die Schnittlinie der Äquatorebene mit der Himmelskugel im Undendlichen ist, während die Satelliten relativ nahe an der Erde kreisen und durch die geographische Breite des Beobachterstandortes unter einer erheblichen Paralaxe erscheinen. Von der Nordhalbkugel aus gucken wir von oben auf die Bahn, so dass die geostationären Satelliten unterhalb der Ekliptik zu stehen scheinen.
Naja bei 3m Durchmesser ist ein Aluspiegel mit 200kg eigentlich doch noch recht leicht, finde ich zumindest. Und ja die Antenne muss so groß sein, weiterhin will ich mit dem arbeiten was ich habe. Die Mechanik nochmal über den Haufen zu werfen kommt eher nicht in Frage. Kicksat kenne ich noch nicht, sieht aber interresant aus.
@ Michael
ich dachte mit
> "stehen"
hätte ich ausreichend gekennzeichnet dass das nicht ganz stimmt
hinz schrieb: > http://de.wikipedia.org/wiki/Geostationärer_Satellit Erdfunkstelle schrieb: > Danke, soweit war ich schon, erklär es mir bitte falls du es verstehst. Das sind doch einfache Formeln. Was genau verstehst du daran nicht? Oder willst die Formeln hergeleitet haben? Macht man klassischerweise mittels sphärischer Trigonometrie.
>denn die geostationären >Satelliten "stehen" alle in der sogenannten Ekliptik. >Das ist die Ebene senkrecht zur Drehachse der Erde die geschnitten mit >der Erdkugel die Äquatorlinie ergibt. Das was ihr hier zur Ekliptik erzählt ist Quatsch. Die Ekliptik ist die Ebene, in der die Erde (exakt: Das Baryzentrum von Erde und Mond) um die Sonne läuft. Geostationäre Satelliten befinden sich über dem Äquator, bzw auf der Äquatorebene. Die Äquatorebene und die Ekliptik sind (zZ) um ca. 23,5° zu einander geneigt.
So, damit hier nicht bloß Gefasel stattfindet: ein paar Routinen, mit denen man ausgehend von aktuellen TLE's die diversen Positionen der Satelliten berechnen kann, also Azimut, Elevation, und noch ne Menge anderes Zeugs. W.S.
Die Fa.Technisat hatte Anfang der 90`er Jahre mal,das nötige Wunschprodukt incl des passenden Receiver im Produktionsprogramm.Der Preis war wohl so etwa 4000 DM.Das war eine Parabolschüssel(kein Offsetsystem) 1,20 m Durchmesser,schwenkbar(Polarmount),dazu gab es das passende Koaxkabel mit integrierter Steuerleitung für den Schwenkantrieb.Dazu wurde ein schwerer Standfuss (Montage auf Flachdach oder auf Betonplatte im Grundstück) geliefert.Der Receiver war ein ST 4000,da war ausser des Senderspeichers auch die Speicherung mehrer Satellitenpositionen möglich.Die Einjustierung der Anlage nahm bei einem Kumpel 3 Tage in Anspruch!!!
Günther N. schrieb: > Das war eine Parabolschüssel(kein Offsetsystem) Beim Offsetsystem ist der Spiegel genauso ein Teil einer Parabel, nur nicht der Scheitel. > auch die Speicherung mehrer Satellitenpositionen möglich.Die > Einjustierung der Anlage nahm bei einem Kumpel 3 Tage in Anspruch!!! Dann haben die das nicht so oft so ein System eingerichtet. Wenn man beim Teleskop einjustieren so lange bräuchte, wäre die Nacht vorbei, bevor das Instrument steht.
Danke W.S. Ich habe ebefalls noch etwas gefunden: Da ist es ab S.8 sehr schön vorgekaut. http://home.arcor.de/kai.thoene/satellitecalculator/download/Aufstellung_und_Ausrichtung_einer_Satellitenantenne.pdf Das läuft nun einwandfrei in der SPS. Braucht zwar 3ms Zykluszeit durch jede Menge Gleitkomma aber das ist noch so schlimm. Gruß Martin
Martin schrieb: > Beim Offsetsystem ist der Spiegel genauso ein Teil einer Parabel, nur > nicht der Scheitel. Martin schrieb: > Dann haben die das nicht so oft so ein System eingerichtet. > Wenn man beim Teleskop einjustieren so lange bräuchte, wäre die Nacht > vorbei, bevor das Instrument steht Leider hat Technisat damals das System nur mit Parabol geliefert.Eine Beschwerde diesbezüglich ist daher an Technisat zu senden. Der Vergleich der Ausrichtung mit einem Teleskop hinkt gewaltig.Da hat man Orientierungspunkte am Himmel(Sterne).Eine Sat-Schüssel ermöglicht leider keine optische Sicht,da kann man nur mit Sat-Finder und optischer Kontrolle am FS-Gerät agieren.
Günther N. schrieb: > Der Vergleich der Ausrichtung mit einem Teleskop hinkt gewaltig.Da hat > man Orientierungspunkte am Himmel(Sterne). Warum kleben die dann nicht ein paar kleine Taschenspiegel auf die Schüssel auf, so dass die Sonne als Justierhilfe für die Ausrichtung der Achsen nutzbar ist? Bevor man da 3 Tage im Nebel stochert ...
Und wie funktioniert das mit dem Taschenspiegeln? Die Konstrukteure von Stonehenge wußten das vielleicht noch.
Martin schrieb: > Warum kleben die dann nicht ein paar kleine Taschenspiegel auf die > Schüssel auf, so dass die Sonne als Justierhilfe für die Ausrichtung der > Achsen nutzbar ist? Bevor man da 3 Tage im Nebel stochert ... Wie soll das funktionieren? So wie bei Indiana Jones, dann kann man genau einmal im Jahr zu bestimmter Uhrzeit die Schüssel ausrichten? :-) Im Ernst wie soll das gehen?
Geostationär heißt, solche Satelliten halten sich senkrecht über dem Äquator 42157 km über dem Erdmittelpunkt auf. Die mögliche Position liegt auf einer gedachten Kreislinie, somit können sich die Positionsdaten nur im Azimut unterscheiden. Denkt man jetzt aber, die hätten von allen Standpunkten aus die gleiche Elevation, dann hat man etwas wenig nachgedacht. Am Äquator ist kein Azimut einzustellen, die Satelliten sind in Ost-West-Richtung nur mit 90° - Azimut-Differenz zum eigenen Meridian als Elevation anzupeilen. Vom Pol aus gesehen ist die Elevation konstant: Rechtwinkliges Dreieck aus Erdradius und 42157 km ergibt dafür einen Wert von ca. -8,6°. Azimuteinstellung ist genau der Azimut des Satelliten. (Am Pol gibt es "keinen" Meridian! Aber es gibt einen Azimutwinkel nach Greenwich, der die 0°- Referenz bildet.) Leider peilt man mit -8,6° in die Erdkugel hinein... Hierzulande ist alles "irgendwie dazwischen". Es wäre also vom nächsten, der einen sinnvollen Beitrag liefern möchte, die Umrechnungsformel zu erwarten! Gegeben: Koordinaten der Schüssel und Sat-Azimut. Gesucht: Azimut und Elevation des Satelliten.
Hallo Ich schreibe nur kurz was dazu. Es gibt eine Steuerung aus dem Amateurfunk Bereich. Hier lassen sich Antennen via PC steuern. Es gibt eine vielzahl von Programmen die kompatibel sind welches für deine Zwecke das richtige ist musst du mal schauen. Hier ist der Link zum Hardware Interface : http://www.easy-rotor-control.de/ Die Motoren und Feedback-Signal kann man selber aufbauen es wird nur zur Positionsbestimmung der Antenne ein Spannungssignal gebraucht. Die wichtigsten Daten findet man auf der Homepage. mfg Hallo
Hallo Hier ist eine Software die mit dem genannten Inteface arbeitet: http://www.nlsa.com/ einfach mal schauen ob das das richtige ist mfg Hallo
UR Schmitt schrieb: > Im Ernst wie soll das gehen? Wenn die Antenne exakt auf die Sonne ausgerichtet ist, trifft sich das von den Spiegel reflektierte Licht auf dem Fokuspunkt, so dass man z.B. bei höchstem Sonnenstand exakt Elevation und Südrichtung bestimmen kann, bei anderen Sonnenständen entsprechend andere Fixpunkte für Azimut und Elevation. Anhand der mit der Sonnen eingemessenen Antennenausrichtung erfolgt dann die Ausrichtung auf die Linie mit den geostationären Satelliten.
In dem von mir verlinkten PDF ist es schön erklärt. Mit Formeln und Beispiel. Die Satelliten selbst sind die beste Referenz, wenn man erstmal einen hat dann ist das einstellen des Polarmounts eigentlich nicht mehr viel Arbeit. Wenn man es mal gemacht hat... Das Sunoutage auzunutzen ist aber eine super sache für das aufstellen einer Drehanlage. Da sieht man genau wo die beste Stelle ist.
Kurt schrieb: > Es wäre also vom nächsten, der einen sinnvollen Beitrag > liefern möchte, die Umrechnungsformel zu erwarten! Das Lesen scheint nicht deine starke Seite zu sein, mei Liaber. Guck einfach mal ein paar Beiträge weiter oben, da findest du die funktionierende Software als C-Quelle. Eigene Position und Keplerelemente des gewünschten Satelliten rein und Azimut, Elevation, Dopplershift usw. raus. W.S.
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