Hallo, ich/"wir" haben uns gerade zur Aufgabe gemacht, ein Schiffsradar (Reichweite bis max. 4 km, 2 sm) für "unsere" Yacht zu bauen. Ich persönlich hatte mir das als "Offenradar" [1] gedacht. Nun zur Frage: Kennt jemand gute Referenzen zur Technik, Auswertung, Sende-/Empfangsmodule und Leistungs-/Frequenzberechnung? Eventuell auch eine Referenz, wie ich die Signale über eine sich "ewig" drehende Platform an den µC übertragen kann... Nach Kabel überdreht kommt Kabel ab ;) [1] http://en.wikipedia.org/wiki/File:Radar_antennas_on_USS_Theodore_Roosevelt_SPS-64.jpg
Hallo, wende dich mal an die Bundesmarine wegen Surplus-Material. Vielleicht kannst du dann auch in das Hilfsprogramm für verstrahlte, krebskranke Radartechniker aufgenommen werden (Open Cancer). Gruss Reinhard
Sören K. schrieb: > Eventuell auch eine Referenz, wie ich die Signale über eine sich "ewig" > drehende Platform an den µC übertragen kann... Machs wie eine elektrische Zahnbürste: ein rotierender Trafo... BTW: braucht man für dieses Frequenzband keine Genehmigung oder sowas?
Sören K. schrieb: > Eventuell auch eine Referenz, wie ich die Signale über eine sich "ewig" > drehende Platform an den µC übertragen kann... Schleifkontakte?
Lothar Miller schrieb: > BTW: braucht man für dieses Frequenzband keine Genehmigung oder sowas? Die Sendemodule haben eine ABE. Zumindest die Module, welche ich finden konnte und im Bereich bis 1 KM sind.
Nils S. schrieb: > Schleifkontakte? das ist dann heavy shit bei der Datenintegrität, geht aber wohl nicht anders...
Reinhard Kern schrieb: > Vielleicht > kannst du dann auch in das Hilfsprogramm für verstrahlte, krebskranke > Radartechniker aufgenommen werden Das schafft er aber nur, wenn er sein Radar mit Röhrentechnik aufbaut. Die Radartechniker wurden nämlich nicht vom Radar selbst, sondern von der von der Senderöhre ausgehenden Röntgenstrahlung gebraten. Aber das sind so kleine technische Details, über die im Rahmen der Panikmache gerne hinweggesehen wird. Ansonsten sollte man sich mit Amateurfunkern über die erorderlichen Zulassungen, Prüfungen etc. unterhalten, die man ganz sicher ablegen muss, bevor man einen Sender im Radar-Frequenzbereich auch nur einschalten darf.
Sören K. schrieb: > Eventuell auch eine Referenz, wie ich die Signale über eine sich "ewig" > drehende Platform an den µC übertragen kann Es muss sich nur die Antenne drehen und die Zuführung/Antennenachse kann man als Hohlleiter ausführen! Als Sender kann man ein Magnetron aus einem Mikrowellenherd nehmen. MfG
Lol, interessant was die Noobs für einen Dreck daherlabern, nur weil "Radar" extwas exotisch ist. Ich hab ein Schiffsradar hier. Typ Raytheon R10XX-RasterScanRadar. Sind mitlerweile spottbillig und machen Radius 30sm (60sm Durchmesser). Da drinn ist nur ein Klystron (Magnetron lol; nix tuten, nix blasen, aber das Maul muss wackeln). Such bei Google einfach mal nach "R10xx". Da kommen auch Anleitungen als PDF und Einstell/Reparaturanleitungen mit Schaltplänen.
Alex W. schrieb: > Sind mitlerweile spottbillig Eben. Was den Selbstbau eines 2sm-Gerätes doppelt sinnlos macht (ausser aus Spaß zu Erkenntnisgewinn). Oliver
Oliver schrieb: > ausser aus Spaß zu Erkenntnisgewinn da ist jemand auf der richtigen spur ;) Radar-Sender möchte ich nur sehr ungern selber bauen (wegen ABE). Aber genau wissen, wie es funktioniert. Alex W. schrieb: > Ich hab ein Schiffsradar hier. Typ Raytheon R10XX-RasterScanRadar. > Sind mitlerweile spottbillig und machen Radius 30sm (60sm Durchmesser). nur eine kleine verständnisfrage: Sendermodul oder Komplettsystem. Wenn Komplettsystem, sind dann 4000 EUR spottbillig? "Wir" haben da nicht wirklich das Geld dafür. Btw... bei der Google Suche nach "R10XX" finde ich nur das UI/Bedienmodul, nicht den Sender.
>ich/"wir" haben uns gerade zur Aufgabe gemacht, ein Schiffsradar >(Reichweite bis max. 4 km, 2 sm) für "unsere" Yacht zu bauen. Größenwahnsinn ist heutzutage ja sehr verbreitet.
Aber die Idee ist Gut!
Ich lese ja auch gerne mit, da ich es nicht als Grössenwahn versteh,
sondern als wenn sich mal einer die Mühe macht sich über die Masse zu
erheben und was versuchen will.
Wenn alle nur alles machen würden was schonmal gemacht wurde .... etc
dann würden wir immer nur die dusseligen Schaltungen aus dem Internet
nachbauen , die niemals so, wie gezeigt funktionieren.
Die Welt ist doch frei und die Gedanken auch.
Autor: Sören K. (burnersk) hat ja auch nur nach Informationsquellen
gefragt
und nicht nach fertigen Lösungen.
Ich finde das ist ein schönes Project und befürworte den Angang.
Als Volker S. schrieb:
"Es muss sich nur die Antenne drehen und die Zuführung/Antennenachse
kann
man als Hohlleiter ausführen!
Als Sender kann man ein Magnetron aus einem Mikrowellenherd nehmen."
war mir fast klar dass ein rotierender Microwellenherd nicht wirklich
zielführend ist aber das Stichwort "Hohlleiter" ist doch nicht falsch.
Andererseits ist der Beitrag von Lothar Miller
"Machs wie eine elektrische Zahnbürste: ein rotierender Trafo..."
auch nicht schlecht.
Das haven JVC und SONY schon immer in Videorecordern so gemacht.
Das Signal von der rotierenden Kopftrommel war natürlich drahtlos
und magnetisch übertragen.
3,5Mhz Bildsignal kam aber im TV Gerät an.
*****
Ich dachte sogar an die banale (oder Banane ?) Idee als Antenne
einfach einen Frequenzgerechten Stummel zu nehmen (wie ne Handyantenne)
un die Parabolschüssel um die Antenne rotieren zu lassen.
fast wie ein Polizeiblaulicht.
Gruss Klaus
Klaus de Lisson
Volker S. schrieb:
Sinn macht es sicherlich das Klystron komplett zu drehen, und die Ansteuerung über Schleifkontakte zu realisieren. Empfängerseitig würde ich einen Downconverter neben dem Klystron einsetzen. Ein zusätzlicher selektiver LNA vor dem Downconverter ist sicherlich kein Schaden. Antennentechnisch sollte meiner Ansicht nach ein bistatischer Ansatz mit nahebeieinanderliegenden Antennen gewählt werden da hierdurch das Übersprechen zwischen TX und RX Pfad vermindert wird. Als Antennen dürften Hornstrahler einfach realisierbar sein (aus Blech, oder FR4 selbst löten) Grüße Sepp
Ein Hornstrahler hat offensichtlich nicht ganz die horizontale Richtwirkung eines Balkens.
Mega Oschi schrieb: > Ein Hornstrahler hat offensichtlich nicht ganz die horizontale > Richtwirkung eines Balkens. Deshalb auch die Pluralform. Evtl. geht als Strahler auch eine auf Platinenmaterial geätzte Gruppenantenne, wobei man allerdings drauf achten muß, für die Frequenz geeignetes Material zu verwenden.
Hatte ich nicht gelesen, dass die Module schon fertig vorliegen, also vorhanden sind ? k.
Schau doch mal hier vorbei: http://www.radartutorial.eu/ Ist zwar kein Schiffsradar, aber ... http://lea.hamradio.si/~s53mv/vnr/design.html @rk-elektronic: Wer bist Du denn? Buzz Killington?
Ich bin jetzt zwar kein Experte was HF angeht, aber ich habe etwa anderthalb Jahre in einem großen(!) Radar gearbeitet und konnte da einiges an Erfahrung mitnehmen. Da hier alle von Magnetron bzw. Klystron reden: Für 4km sollten doch 1-2W HF reichen. Dazu braucht es kein Klystron, wenn dann eins in der Größe einer EL84 oder so. Hohlleiter sollten für diese mickrige Leistung auch nicht wirklich nötig sein, außer es gibt für den entsprechenden Frequenzbereich kein geeignetes Kabel. Mit Klystron assoziiere ich seither ein etwa mannshohes Metalltrumm mit direktem Hohlleiteranschluss in der Größenklasse 7cm und einer HF-Durchschnittleistung von 2-3 Haushalten ;-) Bistatisches Radar ist bei der Berechnung der Position eines Ziels ziemlich tricky, zumindest wenn Sender und Empfänger weiter als ein paar Meter entfernt sind. Zirkulatoren bieten sich an, um eine Antenne zum Senden und Empfangen gleichzeitig zu nutzen und den Empfänger vor der Leistung des Senders zu schützen. Pulsradar kannst du aber ziemlich vergessen, weil 4km sind grade mal 2,6µs, mit ner halbwegs anständigen Entfernungsauflösung biste ruckzuck im einstelligen Nanosekundenbereich. FMCW-Radar hat den Vorteil, dass du nur Sende- und Empfangsfrequenz miteinander mischen brauchst, als Ergebnis kommt eine Frequenz im (je nach Sendeparametern) Kilohertzbereich raus, die proportional zur Entfernung des Ziels ist. Klystron drehen lassen und Betriebsspannung etc. über Schleifkontakte übertragen? Für diese kleine Leistung möglich, aber das fertig "zubereitete" Sendesignal kannste nicht über einen Schleifkontakt leiten. Da würd ichs mir einfacher machen und nur das Signal von/zur Antenne über einen Drehkoppler leiten. Mit der Empfangsseite fang ich garnicht erst an. Die Tricks, die man abziehen muss, damit man die "echten" Ziele aus dem ganzen Müll, den du empfängst rausfiltern kann, sind teilweise ziemlich aufwändig. Heutzutage geht das zum Glück weitestgehend per Software, aber früher waren dazu mehrere Racks voll mit Leiterkarten nötig.
Will man einfach etwas Leistung rausblubbern lassen ? Ein vernuenftiges Signal bekommt man nur, wenn man mit einer passenden Richtantenne beginnt. Der Hersteller hat sicher das billigst Moegliche gemacht. Das muss man mit wenig Wissen nicht auch noch zu unterbieten versuchen. Richtwirkung gibt es nur mit Apertur, dh Antennen Querschnittflaeche.
@Autor: Sascha (Gast) Ich zwar nicht der Ur-fragesteller aber ich finde es prima, dass neuer (und sachlicher) Schwung in the Beitrag gerät. danke dafür Klaus de Lisson
1-2 Watt ? ist voellig illusorisch. Es geht nicht um eine Uebermittlung zwischen zwei Richtantennen, sondern um Reflexionen an beliebig schlechten Objekten. Wenn man Wellenkaemme, Land, und Schiffaufbauten sehen will braucht man viel mehr Leistung. Ein Klystron muss uebrigens nicht viel Leistung haben. Wir haben 10 GHz Klystrons hier, die haben 500mW. Eine Reichweite von mehreren km wird man nur mit einem Puls Setup bekommen. Der Puls laeuft 300m pro Mikrosekunde, ist doch einem Menge Zeit. Und ja, die Aufloesung der Empfangsignale muss in jedem Fall in zehn oder so Nanosekunden liegen.
Habe mich verrechnet, 4km sind 26µs. Pulsradar kommt in den Bereich, was ein schneller FPGA messen können müsste. Als Antenne schlage ich eine ausrangierte Sat-Schüssel vor. Anstrahlung zB. mit einer Biquad wenn das Signal über ein Kabel kommt.
Ich als absoluter Leihe hatte schon geschrieben, dass eine rotierende Satschüssel hilfreich sein könnte. Mit einer Flex bekommt man di sogar in die richtige Form. Gruss Klaus p.s. Ich gebe ich auch gern die falschen Buchstaben, die ich mir geliehen hatte zurück.
Wenn Du da mit 'ner Flex rangehst, wird Dir sicherlich niemand eine Schüssel leihen.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Wenn Du da mit 'ner Flex rangehst, wird Dir sicherlich niemand eine > Schüssel leihen. Das ist häufig mein Problem. Ich sehe das problem. Schüsseln bekomme ich immer nur, wenn ich koche und nen Quirl zur hand habe. (Smile) klaus ps.: Aber ?? kommt FLEX nicht von Flexibiltät ? .. der fähigkeit gegebenes nach seinen Wünschen zu verändern ?
Sorry kann nicht editieren: Die Radargleichung besagt, dass man für doppelte Reichweite die 16fache Leistung braucht. Wenn ich die Eigenschaften "meines" schon recht antiquierten Radars auf die 4km runterrechne, komme ich sogar auf nur 0,15W für die 4km. Allerdings hat dessen Schüssel afair ~40dBi Gewinn. Also ruhig etwas mehr Sendeleistung einplanen, dann brauch man keinen so empfindlichen Empfänger :-) Für noch mehr Reichweite bzw. Empfindlichkeit können einem außerdem noch spezielle Betriebsmodi wie Pulskompression helfen. Ob man als Kapitän einer Yacht Wellen sehen muss weiß ich nicht, aber Land und vor allem andere Schiffe sollten auch für nicht so gute Radars genug Radarquerschnitt haben.
Weshalb nimmt man einen Balken und keine Schuessel ? Wichtig ist die hohe Horizontalaufloesung. Die Vertikalaufloesung soll nicht hoch sein, da der Mast sich im Wind und mit den Wellen kippt.
Mega Oschi schrieb: > Weshalb nimmt man einen Balken und keine Schuessel ? Wichtig ist die > hohe Horizontalaufloesung. Die Vertikalaufloesung soll nicht hoch sein, > da der Mast sich im Wind und mit den Wellen kippt. Prima Antwort... Ich dachte fast dass sowas klar ist. Deswegen mein Vorschlag mit der Flex. Klaus p.s. wenn ich euch auf die nerven gehe müsst ihr es nur sagen.... ich werde dann still.
Sascha schrieb: > Pulsradar kannst du aber ziemlich > vergessen, weil 4km sind grade mal 2,6µs, mit ner halbwegs anständigen > Entfernungsauflösung biste ruckzuck im einstelligen Nanosekundenbereich. Da hast du dich IMHO um einen Faktor 10 vertan. Für eine Auflösung von 10 m bräuchte man eine Zeitauflösung von gut 50 ns. Die 4 km entsprechen einer Signallaufzeit von 27 µs. Ein Hexenwerk ist die Zeitauflösung noch nicht, allerdings braucht man fürs Pulsradar die hohe Spitzenleistung.
Danke noch mal an die erstgemeinten Hilfestellungen. Wegen www.radartutorial.eu... da bin ich auch schon mal vorbei gekommen, habe es dann aber wieder verworfen, weil im jeden zweiten Absatz was von Transponderzuordnung und der gleichen stand. Außerdem konnte ich nur zwischen militärischen und Flugsicherheitsradartechniken auswählen. Ein "Hobby" Schiffsradar (also für Freizeitskipper) braucht keine Signatur von einm Objekt ermitteln können um evtl. noch die richtige Stelle für den nicht vorhanden Torpedo/Marschflugkörper zu ermitteln. Es interessiert auch nicht ob sich hinter dem Objekt, was von Vorn sich schnell nähert noch was ist. Der Sinn ist das/die naheste/n Objekt/e sichtbar zu machen. Einfach nur ein Gnome in einem Balken der geradeaus brüllt und lauscht. Nach einiger Zeit dich dann 1° im Uzs dreht und wieder brüllt. Wenn er was hört gibt er die Information an den Gnome an der Uhr weiter, welcher die Uhr stellt. Das ist keine Flux-Kompensator-Warp-Gondel-Physik. Schließlich gibt es auch echt-Radar Sende/Empfängermodule für < 1 km sogar bei Conrad mit ABE für unter 50 Euro. Was fehlt ist "nur" das Gehäuse. Der fast-Rant gilt für die andere Gattung Poster hier. Nicht für die Leute, welche anständig Diskutieren.
Hi Sören, dei Fertig Radarmodule von Conrad haben aber eine Antennenhalbwertsbreite von deutlich größer 5 Grad. Und Du möchtest doch auch etwas Auflösung haben ? Da hilft also nur eine bündelnde Antenne, die hat aber einen hohen Gewinn und die EIRP Leistung steigt. Da ist dann schon Vorsicht um die eigene Gesundheit angebracht. Dazu muß man sich die Allgemeinzuteilungen der BNetzA mal ansehen, bei den 24GHz Modulen sind nur relativ geringe Leistungen zulässig, incl. Antennengewinn. Wie es in den Marinebändern aussieht weiß ich jetzt jedoch nicht. Aber es gibt da mittlerweile auch fertige FMCW Lösungen mit Halbleiterendstufe die hochauflösend sein sollen. Machen kann man die Sache sehr gut, wir haben hier sowas mal gebaut, jedoch mit gewollt geringerer Reichweite. Radar, FPGA, Drehkupplung, Motorsteuerung und Winkelmessung, FPGA für FFT und Ethernetdatenübertragung , Windows Gui und einige spezifische Dinge, die wir noch brauchten. Plan da aber mal richtig Zeit für ein ;) B.T.D.T mfg Maik
Wasserdicht, Windlast, Rostfrei u.s.w kommt auch noch dazu.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Ansonsten sollte man sich mit Amateurfunkern über die erorderlichen > > Zulassungen, Prüfungen etc. unterhalten, die man ganz sicher ablegen > > muss, bevor man einen Sender im Radar-Frequenzbereich auch nur > > einschalten darf. Ob man als Funkamateur innerhalb der Amateurfunkbänder Radarsignale abstrahlen darf, habe ich meine Zweifel. Denn es gibt verbindliche Bandpläne, in der geregelt ist, welche Betriebsarten in welchem Bandsegment vorgesehen ist. Auserhalb der Amateurfunkbändern darf auch ein Funkamateur nur mit entsprechend zugelassenen Geräten senden. Auf jeden Fall sind die maximal zulässigen Sendeleistungen ( ab 2,4GHz aufwärts 75 Watt ) und die Grenzfeldstärken auserhalb des konrollierten Bereich ( EMV Richtlinien ) zu beachten. Ralph Berres
Hi Maihk, Maikh schrieb: > dei Fertig Radarmodule von Conrad haben aber eine > Antennenhalbwertsbreite von deutlich größer 5 Grad. Und Du möchtest doch > auch etwas Auflösung haben ? der Teil gehörte zum Rant ;) Außerdem suche ich Sendemodule für die 4 km / 2 sm und da haben wir ja schon ein paar Ansatzpunkte hinsichtlich der Leistung (bei etwas unter einem Watt). Man braucht für die Sendemodule nämlich eine Typenzulassung - dass kann ich bei mir/"uns" leider nicht machen, weil ich dann im Bereich von paar 1000 euro bin. Deswegen suche ich Sendemodule und gleichzeitig alle notwendigen Infos um welche zu Bauen (auch wenn ich es nicht wirklich vorhab).
Hallo, Was ist denn ein "Rant" ? Die Typenzulassung ? Ist die für die Marine nötig ? kann man da nichts als Spaß Zubehör Spielzeug Alarmanlage deklarieren ;) ? Also bei 24GHz im ISM Band sehe ich da keine so großen Probleme, wenn man denn unterhalb der zulässigen EIRP Leistung bleibt und sicherstellt, dass die SAR Grenzwerte für den Personenschutz sicher eingehalten werden. Als Hersteller zwingt Dich auch ersteinmal keiner normale Industrieelektronik ins externe Messlabor zu schleppen, aber wenns die Grenzwerte verletzt oder der Kunde gestört wird ist es ungeheuer beruhigend Unterlagen eines akkreditierten Prüflabors im Ordner zu haben. Aber an wünschenswerter Ausrüstung zum Basteln könnte ich Dir folgendes empfehlen - Entweder das Mikrowellentechniklabor der Uni / FH Deines Vertrauens, borgen oder selberbesorgen: 1.) Einen Spektrumanalyzer bis 26GHz 2.)Ein Networkanalyzer oder ein TG im Spektrumanalyzer wären auch ganz nett - wenn Du denn das HF Modul selber bauen willst. HP8510 Networkanalyzer gibts grade bei den ganzen Restefritzen im Super Sonderangebot - aus den USA solltest Du sowas für unter 10kEuro bekommen. Ein Spektrumanalysator, z.B. aus der HP 89xx Serie sollte auch für deutlich unter 10kEuro zu kriegen sein. 3.) Für Sparsame reicht auch ein Frequenzzähler bis 26,5GHz und ein Powermeter, dann kann man mal die Kennlinie des FMCW VCOs aufnehmen... - da ist man billigstenfalls bei 1,5kEuro dabei. Für die Signalverarbeitung ein mittleres FPGA auf Evalboard - die gibts billig. Schöne Bastelteile findet man in den alten Richtfunkstreckentransceivern von DMC, da sind auch tolle Endstufen drin.... - man sieht ich bin großer Freund von FMCW. Aber - das dauert alles bis es fertig ist vg Maik
Bei 24 GHz hätte ich Sorgen, dass man damit im Regenschauer nichts mehr sieht. Schon beim 3cm-Radar erzeugen die u.U. heftige Echos.
[OffTopic] Maikh schrieb: > Hallo, > Was ist denn ein "Rant" ? rant Tirade {f} Wutrede {f} Wortschwall {m} Schimpftirade {f} Schimpfkanonade {f} In diesem Fall (einen Rant) auf die Tolle weiter oben ;)
Sören K. schrieb: > da ist jemand auf der richtigen spur ;) Radar-Sender möchte ich nur sehr > ungern selber bauen (wegen ABE). Aber genau wissen, wie es funktioniert. Wenn Du (nur) wissen willst, wie Radar funktioniert, dann schau mal hier rein: http://books.google.hn/books?id=xz4AwwWvhxgC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false Der Ludloff erklärt das Signalprocessing eigentlich ganz nett. Wie immer fehlt natürlich ein Teil :/ @Ralph Berres: > Ob man als Funkamateur innerhalb der Amateurfunkbänder Radarsignale > abstrahlen darf, habe ich meine Zweifel. Denn es gibt verbindliche > Bandpläne, in der geregelt ist, welche Betriebsarten in welchem > Bandsegment vorgesehen ist. Gabs nicht auch die Vorschrift, dass man sein Rufzeichen regelmäßig senden muss? 73 Andreas
Alex W. schrieb: > Da drinn ist nur ein Klystron (Magnetron lol; nix tuten, nix blasen, > > aber das Maul muss wackeln). R10XX Owners Manual meint im Kapitel 1.4.3 (Seite 1-9) aber Magnetron, Typ RMC-2. Soviel zum Thema Maulwackeln ;-) Dort findet sich auch der interessante Hinweis, das es keinen Zirkulator gibt, sondern nur ein T-Stück mit begrenzender Diode. Die mittlere Leistung ist im Bereich mit der größten Reichweite gerade mal gut ein Watt, aber die Impulse haben trotzdem 2 KW. Daß das ausreicht, die 2kW vom Empfängerfrontend fernzuhalten... Übersteuern ist vermutlich OK, solange es sich erholt hat, bis das Echo da ist, aber kaputtgehen dars'f halt nicht. Interessant auch, wie die Pulse (in der Stellung kleinster Radius immerhin nur 80ns) erzeugt werden. Kapitel 4.4 steht da was dazu. 250DC werden mit einem MOSFET in einen Trafo gepulst, der das dann auf 1,8kV für das Magnetron hochsetzt. Daß die Pulse damit steilflankig genug und frei von Nachklingeln werden, wundert mich. Ich hätte als Dumpfbastler eher 2kV über ein Thyratron oder Schaltfunkenstrecke in das Magnetron geschaltet. Parallelgeschaltet eine am Ende kurzgeschlossene koaxiale Laufzeitleitung für scharfe Abschaltflanke. Allerdings kann man beim Raster Scan Radar natürlich auch viel Dreck, der hier entsteht, in der digitalen Signalaufbereitung / Bildverarbeitung wieder herausrechnen.
Andreas schrieb: > Gabs nicht auch die Vorschrift, dass man sein Rufzeichen regelmäßig > > senden muss? Ja alle 10 Minuten in offener Sprache. Dazu zählt auch Morsen, oder bei digitaler Übertragungsart Ascci welches jeder mitlesen kann. ( Wird in Packet Radio so gemacht). Ralph Berres
Sören K. schrieb: > Alex W. schrieb: >> Ich hab ein Schiffsradar hier. Typ Raytheon R10XX-RasterScanRadar. >> Sind mitlerweile spottbillig und machen Radius 30sm (60sm Durchmesser). > > nur eine kleine verständnisfrage: Sendermodul oder Komplettsystem. Wenn > Komplettsystem, sind dann 4000 EUR spottbillig? "Wir" haben da nicht > wirklich das Geld dafür. LOOOL! Woher hast Du die Tabelle das "spottbillig" = 4000 Euro sind? Ich hab 350 Euro für ein Komplettsystem gezahlt.
Wenn du schon mal Magnetron, Radom, Antenne und Empfangsverstärker brauchst, lohnt sich als Basis vielleicht http://www.ebay.de/itm/170710547321
Alte Mikrowelle, SAT-Schüssel und ein Scheibenwischermotor: 20€ ;)
Dirk J. schrieb: > Alte Mikrowelle, SAT-Schüssel und ein Scheibenwischermotor: 20€ ;) Die Breite der Radarkeule möchte ich bei dieser Konfiguration aber lieber nicht wissen.
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