Hallo Liebe Leute!
Habe aus alten Drucker Schrittmotoren ausgebaut und will diese nun für
div. Projekte nutzen.
Weiß jemand Eck-Daten zu den folgenden Motoren?
(Epson) EM-434
und (ebenfalls Epson) EM-154
Finde einfach keine Datenblätter.
ist doch zum verrückt werden.
lg newbie
Erster Lerninhalt:
Nächstes mal:
Erst messen, dann ausbauen.
Warum sollte Epson, die Motore für sich selbst bauen,
für diese Motore öffentlich zugängliche Datenblätter
bereitstellen ?
Du kannst natürlich aus der Baugrösse die Leistung abschätzen,
und aus dem Widerstand und Leistung den maximalen Strom,
und dann noch bei vollem Strom das Drehmoement ausmessen.
Du kannst den Motor auch einfach bei niedriger Schrittfrequenz und
zunächst geringem Strom laufen lassen und langsam den Strom hochdrehen,
bis der Motor handwarm wird.
Da ich neulich auch so da stand und es sich perfekt gelöst hat.
Meine fragestellung wäre nun zunächst:
" Wieviel Anschlüsse hat dein Schrittmotor ?"
Wenn du das schon weisst kannst du Goggeln "Schrittmotor 4 Anschlüsse"
oder "Schrittmotor 6 Anschlüsse"
Dann hast du schonmal ne Idee ob es nun bipolar oder unipolar oder egal
ist.
hier zunächst eine Extraaufgabe:
Markiere alle Anschlüsse des Schrittmotores, die ohmschen Kontakt haben.
(keine Angst, die ohmschen machen keine Krankheiten)
Miss den Widerstand den die, die wiederum ohmschen Kontakt haben.
Schreib alles auf.
Wenn du dann soweit bist ... geht es weiter.
klaus
Wow!
Vielen Dank euch allen! Hätte nichtmehr gedacht das noch etwas
hilfreiches kommen wird!
Also zum EM-154:
Der Motor hat 5 Anschlüsse.
Hab gelesen das dieser Unipolar angesteuert wird.
Werde ihn heute Abend zuhause mal ausmessen das ich weiß welche Kontakte
miteinander verbunden sind und auch die Spulenwiderstände.
ich meine mal gelesen zu haben, das diese Motoren mit 48V angesteuert
werden.
Können die jetzt auch mit 5V oder 12V angesteuert werden (natürlich mir
erhöhung des Stroms I damit die Leistung die gleiche bleibt)?
lg Newbie
Newbie schrieb:> Können die jetzt auch mit 5V oder 12V angesteuert werden (natürlich mir> erhöhung des Stroms I damit die Leistung die gleiche bleibt)?
Den Strom wirst du nicht beliebig einstellen können, da er nach wie vor
durch das Ohm'sche Gesetz begrenzt ist, solange er aus einer
Spannungsquelle kommt. Je nach Nennspannung des Motors sollte sich mit
5V aber etwas tun, besser noch 12 V.
Heutzutage (tm) werden Schrittmotoren i.d.R. wegen des höheren
Drehmoments bei größeren Schrittfrequenzen mit einer geregelten
Stromquelle betrieben, d.h. die Spannung ist erheblich über der
Nennspannung und durch Stromregelung wird die Leistung begrenzt.
Es gibt aber auch ältere Treiber/Controller, die keine Stromregelung
enthalten und dann bricht das Drehmoment bei höheren Frequenzen schnell
ein.
Hallo Martin
Martin schrieb:> Den Strom wirst du nicht beliebig einstellen können, da er nach wie vor> durch das Ohm'sche Gesetz begrenzt ist, solange er aus einer> Spannungsquelle kommt. Je nach Nennspannung des Motors sollte sich mit> 5V aber etwas tun, besser noch 12 V.
Ist schon klar.
Angenommen:
P[W] = 6
U[V] | I[A]
----------------
12 | 0,5
5 | 1,2
42 | 0,143
Meine Überlegung statt den 42V und und 0,143A,
den Motor mit 12V und 0,5A antreiben, oder eben mit der 5V Variante.
Kann man das denn so pauschal sagen?
lG Newbie
Newbie schrieb:> Meine Überlegung statt den 42V und und 0,143A,> den Motor mit 12V und 0,5A antreiben, oder eben mit der 5V Variante.>> Kann man das denn so pauschal sagen?
Das kann man eben nicht!
Wenn der Spulenwiderstand so ist dass bei 42V 0,1A fliessen würden
kann wegen dem Ohmschen Gesetz bei 5V nicht 1,2 A fliessen.
k.
>> Meine Überlegung statt den 42V und und 0,143A,>> den Motor mit 12V und 0,5A antreiben,
An einer Induktivität steigt der Strom nur langsam an. Daher ist im
Einschaltmomment eine höhere Spannung vorteilhaft (da P=U*I).
http://de.wikipedia.org/wiki/Schrittmotor
Newbie schrieb:> Der Motor hat 5 Anschlüsse.> Hab gelesen das dieser Unipolar angesteuert wird.
Das wird so sein. Es sind dann die Mittenanzapfungen der Spulen
verbunden und herausgeführt. Diese Anschluß müßte man über die
Widerstandsmessung gut identifizieren können.
http://www.rn-wissen.de/index.php/Schrittmotoren#Motoren_mit_5_Anschl.C3.BCssen.3F
Die meisten integrierten Schrittmotortreiber mit H-Brücken sind
heutzutage für Bipolarmotoren ausgelegt.
Hallo Klaus!
>> Meine Überlegung statt den 42V und und 0,143A,>> den Motor mit 12V und 0,5A antreiben, oder eben mit der 5V Variante.>>>> Kann man das denn so pauschal sagen?>> Das kann man eben nicht!> Wenn der Spulenwiderstand so ist dass bei 42V 0,1A fliessen würden> kann wegen dem Ohmschen Gesetz bei 5V nicht 1,2 A fliessen.
Die Betonung liegt auf "Würde". Tatsächlich gibt es keinen Schrittmotor,
der auf einen Nennspannung ausgelegt ist. Tatsächlich nimmt man einen
Motor, der für z.B. 3,5V Nennspannung ausgelegt ist und betreibt ihn an
24V oder 48V, damit er dynamischer ist. Vielfach wird die Nennspannung
garnicht mehr angegeben, sondern nur noch der Strom und z.T. Widerstand
und Induktivität, weil die Spannung ohnehin uninteressant ist.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Danke Thorsten,
ich hoffe der TO "Autor: Newbie (Gast) " liest das auch.
Der hat sich ja nun wieder weggeschwiegen.
Deine Erklärung ist aber ganz gut und deckt sich mit meinen
Anfangserfahrungen und der Physik.
Ein guter Satz mag sein." Ein Motor kann jede beliebige Leistung
solange er nicht überhitzt"
Da sind wir dann schonwieder bei einer sinnvollen Strombegrenzung.
Klaus