Gast
#2388374
Wer von euch macht Überstunden / Nachtarbeit? Wer arbeitet schon mal 12h am Stück? (Wie) lasst ihr euch das vergüten / ausgleichen?
|
Anzeige
|
Umgehen mit over night Arbeit
Gast
#2388374
Wer von euch macht Überstunden / Nachtarbeit? Wer arbeitet schon mal 12h am Stück? (Wie) lasst ihr euch das vergüten / ausgleichen?
Gast
#2388381
Hallo, jeder Schichtler (also auch ich) macht Nachtschicht :-) "Over night arbeit" lol wenn schon dann "night shift" mfg "Jemand"
Gast
#2388444
12h am Stück arbeiten sollte niemand. Zum einen gibt es da Pausenregelungen, zum anderen kann der Chef riesigen Ärger bekommen.
Gast
#2388457
Überstunden - pfui teufel Jemand schrieb: > Hallo, > > jeder Schichtler (also auch ich) macht Nachtschicht :-) > > "Over night arbeit" lol wenn schon dann "night shift" > > mfg > > "Jemand" nei' g'schifft? :-) http://www.youtube.com/watch?v=L9eo6bEDQoQ
Gast
#2388842
G. schrieb: > Wer von euch macht Überstunden / Nachtarbeit? In meiner Wehrdienstzeit 1981 arbeitete ich an den freien Tagen in einer kleinen Dorfschlosserei. Ich hatte beim Militär viele Wochenenddienste, dafür aber oft 3 Wochentage am Stück frei. In der Dorfschlosserei arbeitete ich damals auf 390DM-Basis, das ist heute etwa der 400€-Job, bekam dort 10DM die Stunde netto raus. Das war für Hilfsarbeit ganz manierlich, und ich schätze die damaligen 10DM etwa auf den Wert von heute 15€. Ich konnte meine Zeit in der Schlosserei selbst bestimmen. Nur sollte es doch schon immer ein ganzer Arbeitstag sein. Öfter gab es auch mal Nachtschichten, denn nachts mußten kleine Alu-Teile in einem für das Eloxalwerk gerechten Rahmen verschraubt werden, und die mußten morgens früh gleich weg. Meine Arbeitszeit konnte ich auch selbst bestimmen, ob ich da Nachtschichten machen wollte. Jedenfalls gab es für jede Stunde gleich bares Geld. Und das konnte ich ja gut gebrauchen, weil der Wehrdienst mit seinen 230DM nichts her gab. Bei manchen verpuffte der Wehrsold sofort nach der monatlichen Auszahlung im Pokerspiel. Wir hatten da ein paar Fabrikantensöhne in der Kompanie. Im Geldumgang waren das richtige Schweine. > Wer arbeitet schon mal 12h am Stück? Die Schicht dauerte schon mal 16 Stunden. Z.B. von 14 Uhr bis 6 Uhr. Aber, wie gesagt, freiwillig. Aber das war nachts ganz nett, man konnte Kaffee kochen gehen, und die Jungs vom Dorf kannten sich alle. Eigentlich wie eine ausgelagerte Kneipe, nur ohne Bier. ;-) Vor allem gab es nichts von der Hektik des Tages.
Gast
#2396427
Was der Willem doch schon alles gemacht hat:-)
Gast
#2396614
Der Wilhelm hat ein Talent das immer so gelassen und cool zu bringen, daß es sich sehr harmonisch und friedlich anhört. Wenn man das als Auch-Gedienter, auf der anderen Seite des eisernen Vorhanges, heute so liest oder hört: der Kapitalismus (Westen) bis zur Wiedervereinigung muß doch das blanke Fast"Paradies" gewesen sein! Beim VEB Gleichschritt = NVA lief das ganz anders ab > Wachdienst am Wochenende, Pech gehabt, war ja sowieso mehr als 70% in Gefechtsbereitschaft am Standort in der Kaserne. Wenn man da so an seine eigene Zeit, v.a. in der Ausbildung auf der "Insel" zurückdenkt, das war zeitweise selbstmörderisch > Sicherheitsperiode über mehrere Wochen > naträglich Danke lieber Staat DDR. Zeitweise kein 2 Std. in der Nacht geschlafen, oder dazu gekommen: 2 Std.Wache + 2 Std.Bereitschaft + 2 Std."Nachtruhe", auf einer Holzpritsche. Dafür dann so todmüde am nächsten Tag, daß man im Postenbereich, während des Wachdienstes im Stehen schon eingeschlafen ist. Immer dann wieder geweckt, wenn der Stahlhelm auf den Lauf der MPI aufschlug, Dong unter der Blechschüssel. Dann noch an nebenbei in der Freizeit an Arbeiten denken, das Erstere gab es so nicht, und das Zweite war ja von staatswegen für alle in "Vollbeschäftigung" bestens geregelt. Wenn Urlaub oder Freigang, dann war das bitter nötig, zur Erholung, oder für Manche zur Sau raus lassen. Nur heute hat man ganz andere Feindbilder, als die von Früher.
Gast
#2396789
Ich mache die Erfahrung, dass ich nachts die besseren Einfälle habe .. vielleicht selbstständig machen ? Selbst und Ständig = Da stellt sich die Frage nicht. k.
Gast
#2397713
MINTi schrieb: > Was der Willem doch schon alles gemacht hat:-) Der Willem hat früher nie auf der faulen Haut gelegen, und ist ja auch schon etwas älter. Heute hat er aber die Schnauze gelegentlich von faulen schlechten Kompromissen und Roßtäuschereien am Arbeitsmarkt voll. Franz schrieb: > Der Wilhelm hat ein Talent das immer so gelassen und cool zu bringen, > daß es sich sehr harmonisch und friedlich anhört. Das ist er im Grunde auch. Der Wilhelm ist auch nicht grundaggressiv, aber ein wenig von den heutigen Arbeitsmarktentwicklungen enttäuscht. > Zeitweise kein 2 Std. in der Nacht geschlafen, oder dazu gekommen: 2 > Std.Wache + 2 Std.Bereitschaft + 2 Std."Nachtruhe", auf einer > Holzpritsche. > Dafür dann so todmüde am nächsten Tag, daß man im Postenbereich, während > des Wachdienstes im Stehen schon eingeschlafen ist. Immer dann wieder > geweckt, wenn der Stahlhelm auf den Lauf der MPI aufschlug, Dong unter > der Blechschüssel. Jep. Exakt so war das bei mir im goldenen Westen. Wache 2 Stunden, Bereitschaft 4 Stunden, in mehreren Folgen hintereinander. Wochenschichten ohne Durchschlafen am Stück. Daher kommen auch gelegentlich die 3 freien Tage in der Woche. Und dann ging es in die Schlosserei. Geld verdienen war wichtiger als Erholung. Mit 20 verträgt man das auch noch. Ach, wenn ich mal vom Wehrsold absehe, war die Zeit auch ganz nett. Immerhin war die Verpflegung beim Bund brauchbar, am besten der Frühstückskaffee und frische Brötchen, und nur Butter. Habe da in 15 Monaten auch 5kg zugelegt, die ich hinterher nie mehr so wirklich richtig los wurde. Mehr brauchte ich damals gar nicht. Und die Schlosserei war für ein besseres Auto, als die alte Schrottmühle, die ich hatte. An Rentenvorsorge und Hausbau denkt man mit 20 nicht. Ist auch OK. lott de Willem in Ruh. Dä Typ iss jut. k.
Gast
#2398083
Zuckerle schrieb im Beitrag #2398066: > die Grenzen auf waren mußtest ihr feststellen daß das was die euch > erzählten, über das bescheidene, eigentlich alles stimmte. FULL ACK. DAS habe ich auch schon festgestellt. asd
Gast
#2398100
Es gibt das Arbeitszeitschutzgesetz. Wenn Du nach 12h Arbeit ohne angemessene Pausen auf dem Weg nach Hause einen Unfall hast, möchte ich nicht in der Haut Deines Chefs stecken. Die Berufsgenossenschaft wird ihm nicht nur die Hölle heiss machen, sondern auch in seinen persönlichen Geldbeutel greifen. Und zu Recht. Zuckerle schrieb im Beitrag #2398134: > Du mußt mal deinen Horizont erweitern! Deine Gesetze gelten vielleicht > in Deutschland und da nur vielleicht. Kommt drauf an wo der Stammsitz deines Arbeitgebers ist. Ist der in D und du malochst in Asien, gilt deutsches Recht.
Gast
#2407616
Know your rights: http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/
Gast
#2407795
Die Zeiten mit Nacharbeit habe ich hinter mir. Über nacht wird nur noch privat gearbeitet und gebastelt.
Gast
#2444063
Zuckerle schrieb im Beitrag #2398134: > Wo? In Indien? Wen interessiert denn das? Spätestens an der Grenze zur > BRD > ist damit schluß. Das interessiert z.B. die Berufsgenossenschaft auch wenn du im Ausland bist. Zuckerle schrieb im Beitrag #2443979: >> Autor: Michael S. (technicans) >> Datum: 28.10.2011 14:06 > >> Kommt drauf an wo der Stammsitz deines Arbeitgebers ist. Ist der in D >> und du malochst in Asien, gilt deutsches Recht. > > Quatsch! Das ist kein Quatsch. Es wird wohl darauf hinauslaufen was der Zuckerle in Asien anstellt. Wenn er von den Behörden vor Ort kassiert wird, wird er auch von denen verknackt, aber nicht alle Rechtssysteme sind gleich oder werden gleich ausgelegt. Wenn er vor Ort noch davon kommt, kann er hier schon Ärger bekommen. Unfallverhütungsvorschriften nach deutschem Recht werden eben nur bei uns beachtet.
Gast
#2444087
Zuckerle schrieb im Beitrag #2398066: > gehört was der Kapitalismus doch für ein bescheidenes System ist und als > die Grenzen auf waren mußtest ihr feststellen daß das was die euch > erzählten, über das bescheidene, eigentlich alles stimmte. Ja, leider. Beim VEB Gleichschritt spottete mal ein Offizier, das wir (NVA) Freitags abends ohne Gegenwehr in die Bundesrepublik einmarschieren können und die Soldaten der Bundeswehr merken vermutlich Montag früh, wenn sie aus dem Wochenende kommen nicht mal, dass eine andere Fahne am Mast hängt. Zu dem Zeitpunkt habe ich das für Quatsch gehalten. Erst als ich ein paar Jahre später meinen Bruder bei der Bundeswehr besuchte, musste ich feststellen, das der Offizier damals sowas von Recht hatte. Als jemand der im Westen gedient hat kann ich nur sagen, dass wir ziemlich klare Vorstellungen von der Aufgabe der Bundeswehr hatten: Den Feind an der Grenze so lange aufhalten, bis richtige Armee kommt. Und das mit dem Aufhalten auch nur, wenn es sich gar nicht vermeiden ließ. Der mit der DDR befreundete große sozialistische Bruder hatte ja den Plan innerhalb von drei Tagen mit seinen Panzern am Rhein zu stehen und Berlin stand auf der ToDo-Liste wohl mit einem Tag. In der Zeit wären wir noch damit beschäftigt gewesen die Papiere für die Freigabe der Munition auszufüllen.
Gast
#2444182
was aus so einem thread so werden kann ... :o Zuckerle schrieb im Beitrag #2444421: > Vielleicht solltest du mal eine Tätigkeit anstreben die etwas > anspruchsvoller ist als Hartz-4 Anträge auszufüllen und sich alle 4 > Wochen auf dem Arbeitsamt zu melden. Das mache ich ja schon erfolglos. Antanzen muss ich nur zwei mal im Jahr. > Dann kannst du die tatsächlichen Sachverhalte im Arbeitsleben mit > Sicherheit besser beurteilen. Im Augenblick Philosophierst du nur und > kennst die Themen über die hier im Forum geredet wird bestenfalls aus > der Bildzeitung. Erst mal Bild lesen. Da begnüge ich mich mit der HAZ. Ein bisschen Berufserfahrung kannst du mir ruhig zugestehen.
Gast
#2444959
> Nun ja, vor der Wiedervereinigung habt ihr von euren Parteibonzen > ständig > gehört was der Kapitalismus doch für ein bescheidenes System ist und als > die Grenzen auf waren mußtest ihr feststellen daß das was die euch > erzählten, über das bescheidene, eigentlich alles stimmte. Das sehe ich nicht so! Ende der 80er-Jahre war die Welt, verglichen mit dem heutigen Chaos, der Panik und der ständigen Krisen, noch total in Ordnung. Ich war zwar fast noch pubertierend, aber dennoch kann ich mich noch gut an die Zeiten erinnern. In der Bundeswehr verschwendete von den W15-ern niemand auch nur einen Gedanken daran, tatsächlich mal in einen militärischen Konflikt zu geraten. Im Vergleich zu heute waren die Arbeitsplätze sicher, auch wenn das aufsteigende Japan schon ein ungutes Gefühl auslöste bei den Arbeitnehmern in D. Ende der 80er konnte man noch sicher sein, dass das hart ersparte Geld auch morgen noch etwas wert ist. Auch die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen und die Verrohung der Gesellschaft war vergleichen mit heute völlig harmlos. Ende der 80er konnte sich auch noch ein Normalsterblicher ein Haus bauen, ohne sich wegen der (aktuellen) Horrorpreise auf dem Immobilien- und Grundstücksmarkt bis zum Lebensende bis über beide Ohren zu verschulden. Ja, es war eine schöne Zeit. Und nein, das ist nicht das typische "früher war alles besser". Mein Vater konnte damals die fünfköpfige Familie versorgen, es waren bescheidene Urlaubsreisen möglich, und nebenbei haben meine Eltern noch ein nettes Häuschen gebaut. Das wäre heute niemals mehr möglich. Deutschland schlitterte nicht, wie in den letzten Jahren, von einer Krise in die nächste, mit stets größerem Gefahrenpotenzial. Also ich sage: ja, bis Mitte der 90er hatte wir hier in D das Paradies. Zuckerle schrieb im Beitrag #2443979: >> Autor: Michael S. (technicans) >> Datum: 28.10.2011 14:06 > >> Kommt drauf an wo der Stammsitz deines Arbeitgebers ist. Ist der in D >> und du malochst in Asien, gilt deutsches Recht. > > Quatsch! http://dejure.org/gesetze/Rom-I-VO/8.html "Artikel 8 Individualarbeitsverträge (1) Individualarbeitsverträge unterliegen dem von den Parteien nach Artikel 3 gewählten Recht. Die Rechtswahl der Parteien darf jedoch nicht dazu führen, dass dem Arbeitnehmer der Schutz entzogen wird, der ihm durch Bestimmungen gewährt wird, von denen nach dem Recht, das nach den Absätzen 2, 3 und 4 des vorliegenden Artikels mangels einer Rechtswahl anzuwenden wäre, nicht durch Vereinbarung abgewichen werden darf. (2) Soweit das auf den Arbeitsvertrag anzuwendende Recht nicht durch Rechtswahl bestimmt ist, unterliegt der Arbeitsvertrag dem Recht des Staates, in dem oder andernfalls von dem aus der Arbeitnehmer in Erfüllung des Vertrags gewöhnlich seine Arbeit verrichtet. Der Staat, in dem die Arbeit gewöhnlich verrichtet wird, wechselt nicht, wenn der Arbeitnehmer seine Arbeit vorübergehend in einem anderen Staat verrichtet." |
Anzeige
|