Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Soft-Standby - künstlich stromsparen?


von Sam .. (sam1994)


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Hi

Ich habe einen Attiny2313 der einerseits als Uhr dienen soll, 
andererseits (als Batterieschaltung) lange halten soll, d.h. wenig Strom 
verbrauchen.

Standby geht leider nicht, da der Tiny keinen Timer2 hat und damit kein 
asyncroner Modus mit 32kHz Quarz möglich ist. Das einzige Mögliche wäre 
Idle:
Beim Idle sind alle Komponenten an und der Stromverbrauch liegt bei 
0.3mA.
Die Frage:
Könnte man durch abschalten aller Peripherie (außer Timer1) mit dem Idle 
Modus einen annährenden ähnlichen Stromverbrauch wie im Standby erhalten 
oder werden im Standby Komponeten abgeschalten, die nicht per Software 
abschaltbar sind?
von Peter D. (pdiener) Benutzerseite


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Die Sache ist doch, dass beim Idle der (Haupt-)Oszillator weiterläuft.
Je niederiger die Frequenz, desto niedriger der Stromverbrauch.

Die Stromverbrauchsangaben gehen normal eh schon davon aus, dass alle 
Peripherie aus ist, da ist also nix mehr zu holen. Außer eben durch 
asynchronen Betrieb, dann sind der Hauptoszillator und die CPU aus.

Ich hab mit einem 32,768 kHz Quarz 50 µA Verbrauch an einem MSP430, in 
dem eine Uhr und nochwas anderes läuft. Der Verbrauch beim Tiny sollte 
ähnlich niedrig sein bei so niedriger Frequenz. Das reicht für 
Batteriebetrieb normal aus.

Grüße,

Perer
von Ulrich (Gast)


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Ein niedriger Takt ist die Lösung. Wenn es geht ein 32 kHz Quarz für den 
ganzen µC.  Wenn das nicht geht, weil man zeitweise mehr Rechenleistung 
braucht, ggf. auch ein 1 MHz Quarz und dann den Clock Prescaler nutzen. 
Da kann man den Takt für die CPU usw. nochmal durch bis zu 256 Teilen, 
wenn man es braucht. Den prescaler kann man auch mit dem 32 kHz Quarz 
nutzen, bringt da aber dann nicht mehr viel.
von Sam .. (sam1994)


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Danke für die Ideen: Den Clockprescaler hatte ich ganz vergessen. Der 
Tiny hängt an einem 3,2786MHz Quarz, damit kommt man /256 auf 12,8KHz. 
Ich weiß leider noch nicht ob 32kHz allein reichen würden: Der Tiny muss 
per I2C zu einem Display 10Byte senden. Dazu kommt das der Tiny nur ein 
USI hat, d.h das meiste von I2C ist Software.
von (prx) A. K. (prx)


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Wieso bist du auf den Tiny derart festgelegt, dass keine Alternative in 
Frage kommt?

Achtung beim Programmieren eines Controllers mit niedrigem Takt ab 
Reset: ISP darf nur mit maximal F/4 arbeiten.
von Sam .. (sam1994)


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A. K. schrieb:
> Wieso bist du auf den Tiny derart festgelegt, dass keine Alternative in
> Frage kommt?

Gute Frage, er passt perfekt in die Anwendung und kostet wenig (bin 
Schüler). Es werden alle Pins verwendet, beide Timer, UART, USI, 
Analogcomperator und Watchdog. Mehr brauche ich auch nicht.
von (prx) A. K. (prx)


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Samuel K. schrieb:

> Mehr brauche ich auch nicht.

Meinst du nicht, dass diese Aussage angesichts der in diesem Thread 
angesprochenen Thematik etwas fragwürdig klingt? Weil du eben doch etwas 
beim Tiny nicht vorhandenes gut gebrauchen kannst: den separaten 32KHz 
Takt&Timer für eine interne RTC.

Ein Mega8/48 kostet auch nicht die Welt. Auch Batterien kosten Geld.
von Sam .. (sam1994)


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Du hast ja recht, aber wenn ich mir den Strombedarf bei 23KHz anschaue 
(darauf hätte ich auch selbst kommen können), ist der Versuch noch mehr 
herauszuholen unsinnig: Denn der Lcd-Treiber braucht selbst 50µA.
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