Die Normalverteilung ist real auch nur eine Näherung - reale Werte sind
eigentlich immer im Wertebereich begrenzt, d.h. ab einer gewissen Grenze
ist die Wahrscheinlichkeit echt 0.
Daneben gibt es dann auch noch Effekte die nicht durch das Modell der
Summe aus kleinen Störungen erfasst werden. Die lassen sich allerdings
nicht mehr so gut behandeln und werden Anfangs oft vernachlässigt. Das
Stichwort dazu heißt robuste Statistiken, halt gerade so, dass der
Einfluss einzelner Punkte begrenzt ist, egal wie groß der klein der Wert
ist.
Solange man bei der Normalverteilung bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit
in der Nähe halt am größten, und entsprechend in der Nachbarschaft des
richtigen Wertes. Es ist aber trotzdem möglich das auch ein ganz anderer
Wert auftritt, aber die Wahrscheinlichkeit ist halt sehr klein:
Wenn schon die Nachbarn nur mit vielleicht 1% Wahrscheinlichkeit
vorkommen (was schon eine hohe Fehlerrate wäre), hat der nächste Nachbar
schon den 3 fachen Abstand und damit eine Wahrscheinlichkeit von nur
etwa (1%)^3² oder 10^(-18). Das ist schon extrem selten - solange man
bei der Normalverteilung bleibt. Die Funktion exp(-x²) fällt halt sehr
schnell ab - so richtig klar wird das erst wenn man die
Wahrscheinlichkeit logarithmisch aufträgt.