Dimitri Penner schrieb:
> ab wann sind die denn
> zu klein bzw. wie groß müssten sie mindestens sein?
Das kann man leider nicht pauschal sagen. Das ist, wie wenn Du fragen
würdest: "Mit wieviel Vorschub darf ich fräsen?" Wenn Du viel zu viel
Vorschub gibst, bricht Dir der Fräser. Wenn Du eher zu viel gibst,
verbiegt sich das Zeug und die Fräsfläche wird ungenau. Wenn Du zu wenig
hast, wird der Chef stinkig, weil Du zu das Teil nie fertig kriegst.
Aber wieviel darf/soll man denn nun? Das ist abhängig vom Material, vom
Fräser, von den Ansprüchen des Kunden, ..... .... ....
Wenn Du es wirklich analytisch angehen willst, dann geh zuerst mal davon
aus, dass der OP ideal ist. D.h. Spannung zwischen den Eingängen
(aufgrund der unendlich hohen Spannungsverstärkung) immer Null, Ströme
in die Eingänge Null.
Und dann lies mal das Datenblatt genau durch. Da siehst Du dann
Leckströme, Ausgangsimedanzen, Spannungsoffsets der Eingänge etc... Oder
- besser noch - lies Dich durch ein bisschen Literatur über OpAmps (da
gibt's viel davon). Da stehen diese Nichtidealitäten auch drin.
Und dann musst Du Dir überlegen: Was passiert, wenn der Eingang Strom
zieht. Inwiefern verfälscht mir das mein Modell.
Wenn Du aber einfach eine funktionierende Schaltung willst, nimm
Faustregeln wie oben angegeben. Schau mal, was der OpAmp überhaupt für
Ströme liefern kann. Dann nimm mal einen nicht zu kleinen Bruchteil
davon. Wenn Du gerne in Kauf nimmst, dass die Schaltung viel säuft, dann
nimm etwas mehr, wenn Dir die Genauigkeit egal ist, aber das Ding ab
Batterie läuft, nimm etwas weniger.
Oder aber: Schau Dir bestehende Schaltungen an. Kopiere. Dann versuche
es, experimentiere, und so kriegst Du bald das "Gefühl" dafür.
Gruäss
Simon