Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik CNC- "Rundplotter" zum Kuli lasern


von T. C. (xer0)


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Hallo Leute!

Ich hab mir da dummerweise so ein Projektchen in den Kopf gesetzt: ein 
Gerät um Kulis oder andere zylindrische Objekte rundum per Laser zu 
gravieren.
im Prinzip wie eine CNC Drehbank, nur das die Achse nicht schnell 
rotiert sondern präzise gesteppt wird.

Habe soweit zusammen:
- Stepmotor an drehender Achse
- Schlittenmechanik aus CD-Laufwerk mit Lasermodul als lineare Achse
- Treiber + Controller mit Allegro IC

offene Fragen:
- wie das "Material" drehbar befestigen... 3 Backen Einspannung in DIY?
- Ansteuerung vom PC aus. hab Laptop also kein LPT Port. kenne ansonsten 
nur den Arduino GCode Interpreter. "Designen" wollte ich mit Corel 
Draw...

Gibts zufällig schon ein ähnliches Projekt hier in der Riege?
Weiß nicht so wirklich nach was ich da googeln könnte. der EggBot ist 
vergleichbar, aber sonst... Rundplotter gibts nicht und CNC Drehbänke 
sind nicht das was ich suche.

any advice??
von user (Gast)


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also zum Einspannen kann man ein Bohrfutter verwenden
von Peter ⛄ W. (Firma: Huddel und Brassel Ltd.) (jaffel) Benutzerseite


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T. C. schrieb:
> Rundplotter gibts nicht

Wieso nicht ? Jeder Plotter arbeitet doch im Prinzip so. Angenommen Du 
legst das Papier nicht so ein das es hin und her laeuft, sondern direkt 
um die Trommel, dann hast Du doch genau was Du suchst.
Ich wuerde das Werkstueck versuchen laengs einzuspannen, aehnlich wie 
bei einem Schraubstock. Vielleicht mit Gummibacken und Zentrierloch.

user schrieb:
> also zum Einspannen kann man ein Bohrfutter verwenden

Hast Du mal versucht einen Kugelschreiber in ein Bohrfutter zu stecken ? 
Erstens wirst Du den zerdruecken und zweitens bekommst Du den niemals so 
gerade rein das er nicht eiert. Erst recht nicht wenn sich die Form auch 
noch aendert, also statt Kuli mal ein Bleistift oder Fueller oder...
Bei der Drehmaschine kann es ruhig etwas eiern egal, da wird ja Material 
abgetragen, aber beim Lasern geht das nicht mehr. Es sei denn man misst 
auch noch kontinuierlich den Abstand.
von MaWin (Gast)


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> Gibts zufällig schon ein ähnliches Projekt hier in der Riege?

Es gibt zumindest 2 Varianten:

Kontinuierlich drehen und dabei langsam den Laser längs verschieben,
das IST eine Drehbank mit Zugspindel, die Gravur wird dann wie bei einem 
Röhrenfernseher durch ein- und ausschalten bei einem ansonsten 
zylindrischer Linie als Matrix gebildet, jeder Stift braucht gleich 
lange.

oder eben hin und herdrehen können und den Laser damit auf einer Linie 
führen wie eine CNC Fräse, bloss daß dabei die X-Achse nicht 
linearisiert wird sondern rotierend bleibt, das Lasern braucht so lange 
wie Linien zu malen sind.
von Verwirrter Anfänger (Gast)


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Ohne viel gelesen zu haben will ich nur mal kurz diesen link hier in die 
runde werfen:
http://egg-bot.com/
von T. C. (xer0)


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Jo, Bohrfutter dachte ich auch schon, aber da braucht man zwei auf jeder 
Seite. und das müssen schon recht große Köpfe sein damit ein Kuli 
reinpasst. damit auch mehr Masse die der Stepper bewältigen muss. mhh...
von Katzenspielzeug Kitty High tech Catwalk soundchip (Gast)


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Du musst ja da keine riesigen Kräfte übertragen... Wie wäre es mit zwei 
Endstücken, die federnd auf der Achse gelagert sind und innen konisch 
gedreht? Dann müsste man nur die Endstücke auseinanderziehen, den Stift 
einlegen und dann wieder loslassen. Damit werden auch leicht 
verschiedene Stiftlängen oder Formen an den Enden erfasst. Das Material 
innen müsste einigermaßen glatt sein, damit der Stift auch genau ins 
Zentrum rutscht, aber noch so viel packen, dass der Stift sicher 
mitdreht. Störend könnten sich hierbei natürlich auswirken, wenn der 
Stift am Ende so  eine "in-die Hemdtasche-steck-Klammer" hat...

LG, Björn
von Henrik V. (henrik_v)


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MaWin schrieb:
> Kontinuierlich drehen und dabei langsam den Laser längs verschieben,
> das IST eine Drehbank mit Zugspindel, die Gravur wird dann wie bei einem
> Röhrenfernseher durch ein- und ausschalten bei einem ansonsten
> zylindrischer Linie als Matrix gebildet, jeder Stift braucht gleich
> lange.



Kugelschreiber haben an einer Spitze ja eine Zentrierkugel :) oder man 
schraubt sie auseinander, dann reicht eine Zentrierspitze.
Auf der Anderen Seite würde ich einen Teller aus Platinenmaterial auf 
die Motorachse setzen, 6 Muttern M3 oder M4 auf den Umfang verteilt 
anlöten und das Zentrieren per Schrauben wie beim Tannenbaum machen.

Dazu könnte über eine (Laser) Lichtschranke den Abstand nachgeführt 
werden, so das auch nicht rotationssymetrische (oder nicht optimal 
gespannte) Stifte gelasert werden können und der Fokus des Laserstrahls 
nicht reicht.
Drehzahl muss/soll ja nicht hoch sein. Es müsste auch ein Motor aus 
einem Kassetenrecorder (oder dem Schubladenantrieb) gehen. Über 
Lichtschranke einen Sync für das An/Aus des Lasers.


Schönes Projekt :)

Und Bitte nicht vergessen, dass die Oberfläche eine Stiftes den 
Laserstrahl auch mal an eine beliebige Stellen deiner Netzhaut werfen 
kann. Das tut zwar nicht weh, aber kann/wird irreversible Gravuren in 
Deiner Netzhaut hinterlassen.
von Axel D. (axel_jeromin) Benutzerseite


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