Hallo,
Ich habe jetzt ein Jahr Berufserfahrung nach dem E-Technik Studium. Die
Arbeit und die Kollegen sind echt super. Nur leider zieht es mich immer
wieder in die Heimat und ich finde in der aktuellen Umgebung nicht
wirklich Anschluss. Insgesamt fühle ich mich einfach nicht wohl in der
Stadt (Millionenstadt). Dazu kommt noch, dass meine Freundin 220km
entfernt studiert.
Jetzt habe ich die Möglichkeit den Job zu wechseln in meine alte Heimat.
Das Aufgabenfeld im Job wäre ähnlich und das Gehalt sogar deutlich höher
(+17,8%). Einen solchen Gehaltssprung erreiche ich nicht in absehbarer
Zeit bei meinem jetzigen Arbeitgeber.
Was mir nicht gefällt ist, dass im Lebenslauf nur 1 Jahr drin stehen
würde.
Was würdet Ihr tun?
Ratloser schrieb:> Was mir nicht gefällt ist, dass im Lebenslauf nur 1 Jahr drin stehen> würde.
Das ist der einzige Grund????
Das wird nur dann zum Problem, wenn du nach einem Jahr bei deinem neuen
AG feststellst, das es Mist ist und wieder auf die Suche gehst - wenn du
bei deinem neuen AG lange genug bleibst, interessiert das keinen mehr!
Danke. Vermutlich hast du damit recht.
Es gibt aber noch ein Problem. Meine Freundin ist in einem Jahr fertig
mit ihrem Studium. Ob sie dann in meiner Heimat einen Job findet, der
ihr Spaß macht, ist leider auch fraglich.
Ist halt nicht gerade ein Ballungsgebiet wie München wo man ständig
wechseln kann, weil es endlos viele Arbeitgeber gibt.
Hallo,
wenn Du Dir wegen Allem so viele Gedanken machst droht bald der
Herzinfarkt.
Mach´s einfach, man weiß sowieso nicht wirklich, wo die Reise hingeht,
und die Zahlen sehen gut aus...
So ne lockere Einstellung hätte ich auch gerne! Es ist halt einfach
unglaublich schwierig, weil ich einfach nicht weiß wie es in einem Jahr
bei meiner Freundin aussehen wird.
Manchmal denke ich mir, dass es viel einfacher gewesen wäre einfach nur
als Elektriker zu arbeiten oder so, denn dann hat man diesen ganzen
scheiß Probleme nicht.
Wenn es mir nur um Zahlen ginge, dann wäre der Wechsel offensichtlich
das Richtige.
Ich werde vermutlich noch ein Jahr warten bis Klarheit bei meiner
Freundin herrscht. Danach ist ein Wechsel immer noch möglich und eine
Gehaltssteigerung auch drin.
Eins ist mal klar: Man lebt nicht für den Lebenslauf!
Das habe ich noch nie verstanden, warum man solche Entscheidungen von
einem Blatt Papier abhängig macht.
Von Aussen betrachtet würde ich sagen: es gibt mehr Gründe für als gegen
Wechsel (da gibt´s in Deinen Ausführungen nur einen). Ich glaube nicht,
dass man sich einen Gefallen tut wenn man sich verbiegt um irgendeinem
Personaler zu gefallen (noch dazu: der Personaler könnte Deine
Entscheidung vielleicht sogar her positiv als negativ sehen, wer weiss
das schon).
Also: Vor- und Nachteile abwägen, und den Lebenslauf dabei möglichst
vergessen. Der entsteht nämlich aus dem Leben und nicht umgekehrt.
Ein wahrer Satz am Schluss!
Ich will einfach um jeden Preis verhindern, dass ich später wieder
wechseln muss, weil meine Freundin dort nichts gescheites findet oder es
ihr dort nicht gefällt.
Morgen wird eine Entscheidung fallen müssen.
Ratloser schrieb:> Es ist halt einfach> unglaublich schwierig, weil ich einfach nicht weiß wie es in einem Jahr> bei meiner Freundin aussehen wird.
Deine Freundin hat noch nicht mal einen Abschluss und du willst dich
daran orientieren, was in einem Jahr möglicherweise sein könnte??? So
kann man keine Entscheidungen treffen...
Ratloser schrieb:> Ich will einfach um jeden Preis verhindern, dass ich später wieder> wechseln muss, weil meine Freundin dort nichts gescheites findet oder es> ihr dort nicht gefällt.
Ungelegte Eier. Fakten: Du willst in die Heimat. Da gibts mehr Geld. Job
scheint auch in Ordnung zu sein. Also: Ab gehts.
Was noch hinzukommt ist, dass die aktuelle Firma in München ist. Bei der
neuen Firma wären in meiner alten Heimat die Kosten für eine
gleichwertige Wohnung 300€ im Monat weniger. Unter dem Strich macht das
für mich mit Gehaltserhöhung netto 700€ monatlich mehr.
> wenn du bei deinem neuen AG lange genug bleibst, interessiert das> keinen mehr!
Was ist denn lang genug? Ich dachte immer zwei Jahre, aber nun habe ich
schon des öfteren gelesen, dass es wohl Firmen gibt, die Bewerber
deswegen nicht einstellen, weil sie mehrmals den Arbeitgeber nach zwei
Jahren gewesechselt haben.
Klar - wer will schon jemanden, der nach zwei Jahren eh wieder weg ist!
Ich würde auf ein Minimum von 3 Jahren setzten - wenn mal ein kürzerer
Zeitraum dabei ist, sollte es eben nachvollziehbar begründet sein.
Fragender schrieb:> Ich dachte immer zwei Jahre, aber nun habe ich> schon des öfteren gelesen, dass es wohl Firmen gibt, die Bewerber> deswegen nicht einstellen, weil sie mehrmals den Arbeitgeber nach zwei> Jahren gewesechselt haben.
Alles nur Verschwörungstheorien. Was Firmen zum Einstellen bewegt und
was nicht, wird niemand wirklich erfahren.
Der erste Wechsel nach < 1 Jahr wird einem Anfänger
noch nachgesehen, wenn die anderen Zeiten größer sind.
Bedenke aber, du hast dann ein Problem, wenn die Zeit bei AG
Nr. 2 ebenfalls kurz ist; Ob Kündigung durch AG oder von dir aus,
dann wird es verdammt eng.
Schau dir mal die Kommentare von Herrn Heiko Mell in den VDI-Nachrichten
an. Der hat (leider) recht mit seinen Äußerungen, die Realität ist so
wie von Heiko Mell beschrieben.
Ich würde, auch wenn es sehr verlockend ist, nicht wechseln.
Öhm, Blödsinn, wechseln, sofort!
Was wäre wenn... aber und könnte... wer weiß ob es die Freundin in einem
Jahr überhaupt noch gibt?
Mit so zögerlichen Entscheidungen wirst du nicht weit kommen im
Berufsleben...
Steel schrieb:> Was wäre wenn... aber und könnte... wer weiß ob es die Freundin in einem> Jahr überhaupt noch gibt?
Manchmal ist die Frage ob es den Job in einem Jahr noch gibt...
Steel schrieb:> Mit so zögerlichen Entscheidungen wirst du nicht weit kommen im> Berufsleben...
Es ist nicht nur zögerlich, der Einwand ist auch eine schlechte
Entscheidungsgrundlage.
Die Wahrscheinlichkeit, das seine Freundin eher in München was bekommt,
als in der Gegend, woher das besser Angebot kommt, ist kaum größer - Sie
hat im Moment nicht mal irgendein Jobangebot!
Vor allem frage ich mich, warum er das nicht mit seiner besseren Hälfte
bespricht?
Also die Freundin wird es in einem Jahr sicherlich noch geben. Daran
habe ich überhaupt keine Zweifel.
Dass, ich in einem Jahr noch dieselbe Möglichkeit habe, bezweifle ich
sehr. In der Region gibt es leider so gut wie keine Firmen, die in
irgendeiner Weise Elektronik-Entwicklung machen.
Dass die Firma eine gute Adresse ist, denke ich schon, wenn man sich den
Umsatz anschaut bei der Anzahl der Mitarbeiter.
Ratloser schrieb:> Also die Freundin wird es in einem Jahr sicherlich noch geben. Daran>> habe ich überhaupt keine Zweifel.
Das hatten andere auch schon... Überleg dir mal du wechelst jetzt nicht
wegen der Freundin und sie macht Schluss mit dir, wie du dir dann in den
Ar*** beißt.
voodoofrei schrieb:> Die Wahrscheinlichkeit, das seine Freundin eher in München was bekommt,>> als in der Gegend, woher das besser Angebot kommt, ist kaum größer - Sie>> hat im Moment nicht mal irgendein Jobangebot!
Och, wenn ihren Liebsten was ihr liegt, dann sollte er halt ín seiner
Firma mal was für sie "organisiern"!
Alles klar!
Alter Hase schrieb:> Der erste Wechsel nach < 1 Jahr wird einem Anfänger> noch nachgesehen, wenn die anderen Zeiten größer sind.
Wechsel nach <1 Jahr (besonders <= 6 Monate) könnte natürlich auch den
Verdacht erwecken, dass man gegangen wurde. Entweder Probezeit nicht
überstanden oder Vertrag nicht verlängert.
Wechsel wäre mit Berücksichtigung der Probezeit nach 1 Jahr und 3
Monaten.
Von daher kommt keiner auf die Idee, dass die Probezeit nicht bestanden
sein könnte. Außerdem gibt es ja auch ein Arbeitszeugnis, das mit
Sicherheit gut ausfallen würde.
Fragender schrieb:> Wechsel nach <1 Jahr (besonders <= 6 Monate) könnte natürlich auch den> Verdacht erwecken, dass man gegangen wurde. Entweder Probezeit nicht> überstanden oder Vertrag nicht verlängert.>>> Beitrag melden | Bearbeiten | Löschen |
Da steht im AZ eben ... verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch
... und die Sache ist erledigt. -> Von wegen nicht verlängert ect..
Ratloser schrieb:> weil ich einfach nicht weiß wie es in einem Jahr> bei meiner Freundin aussehen wird.
Du kannst noch ein Jahr warten und danach zusammen mit Deiner Freundin
einen Job suchen. Das wird aber nichts werden. Zudem kann Deine Freundin
in einem Jahr nicht mehr Deine Freundin sein.
Nimm den Job, mach die alte klar und wenn es mit einem von beidem nichts
wurde, dann hast du immer einen guten Grund gehabt, zu wechseln.
@Ratloser:
Auch wenn ich solche Tipps nicht immer selbst behellige:
Aber gestalte doch mit deiner Freundin mal einen schönen Abend,
vielleicht mit Kochen eines herrlichen Essens, was auch immer.
Dann nehmt euch zwei Blätter Papier, und notiert mal zu allen
Situationen die Fürs und Widers, einfach nur lockere Notizen. Die
Notizen können ja mal mehrere Tage brauchen. Je nach dem, wie einem von
euch beiden was einfällt. Arbeitsorte, Lebensplanung, Zukunft, was auch
immer. Und versucht, das auszuwerten, einen Konsens daraus zu machen.
Keinen faulen Kompromiß.
Das kann man ja hier wieder weiter diskutieren.
Das haben wir schon gemacht bis auf den netten Abend davor und dem
Abwägen auf einem Blatt Papier.
Gegen die Vorteile sprechen ganz einfach die Einschränkungen.
Wenn Sie fertig ist, dann ist sie gezwungen in meine Heimat, die
allerdings nicht ihre Heimat ist, zu gehen. Ich würde ihr damit die
Entscheidung vorwegnehmen. Und ich kenne das von mir selber, dass ich
die Entscheidungsfreiheit immer haben will.
Auf der anderen Seite ist es halt eigentlich immer so, dass man einen
Kompromiss eingehen muss. Für den einen ist es weniger ein Kompromiss
für den anderen mehr.
Fragender schrieb:> Was ist denn lang genug? Ich dachte immer zwei Jahre, aber nun habe ich> schon des öfteren gelesen, dass es wohl Firmen gibt, die Bewerber> deswegen nicht einstellen, weil sie mehrmals den Arbeitgeber nach zwei> Jahren gewesechselt haben.
Ist ja auch logisch, dass die Leute nicht eingstellt werden. Die Firmen
brauchen Wissensträger und nicht Leute, die genau dann abhauen, wenn sie
gerade mal eingearbeitet sind.
Wenn man bei den ersten ein/zwei Arbeitgebern daneben greift ist das
sicher noch nicht so schlimm - sofern man das gut begründen kann. Die
Heimatnähe als Begründung sollte man bei späteren Bewerbungsgesprächen
lieber weglassen.
Ansonsten rechne mal mit mindestens fünf Jahren, die du im Schnitt
mindestens in einem Unternehmen bleiben solltest. Wechseln ist
eigentlich nur aus persönlichen Gründen oder für einen Aufstieg in der
Karriereleiter sinnvoll.
Heiko ist aus dem letzten Jahrtausend.
Seine Kommentare sind auf die "Leserschaft" der selbsternannten Manager
abgestimmt.
Willste was wissen über die Abläufe in Unternehmen, so lies was über
Organisatonslehre. Da gehen dir die Augen auf, warum und wieso die oder
der was wird, und dass so entschieden wird, wie wird.
Aber Heiko hab ich gelesen (und geglaubt als ich 25Jahre alt war), aber
jetz mit 40 und eine Dipl.Ing und plus Dipl. Kfm. lach ich über seine
Kolumne nur noch.
Ratloser schrieb:> Was mir nicht gefällt ist, dass im Lebenslauf nur 1 Jahr drin stehen>> würde.
Denk an das, hab einen Studienkollegen, der hat mit 45 als
Gesellschafter seine letzte Ruhestätte als Urne auf dem Friedhof
gefunden.
Lass dir das durch den Kopf gehen!
> Denk an das, hab einen Studienkollegen, der hat mit 45 als> Gesellschafter seine letzte Ruhestätte als Urne auf dem Friedhof> gefunden.
Was hat das mit dem Einen Jahr im Lebenslauf zu tun?
Ratloser schrieb:> Was hat das mit dem Einen Jahr im Lebenslauf zu tun?
Na, denk mal!
So schnell kann s gehen! Und die Ratschläge min. 5 Jahre in Firma A
bleiben, und dann in die nächste Firma H wechseln sind auch für den
Müll.
Das Leben ist, wie das Leben ist! Einfach zu kurz.
Kurz gesagt, nutzt die Gelegenheiten wie sie kommen!
Schaut nicht zurück, den zurück kann man im Leben nicht mehr.
Die Bauchnabelbetrachtungen "wie sieht das im Lebenslauf aus" ist
wirklich zum lachen.
bleib da, rede mal mit dem jetzigen chef über gehaltserhöhung wegen
einem jahr lang gute Arbeit, warte bis die frundin fertig mit studium
ist und sucht dann einen ort wo:
-es euch gefällt
-ihr beide arbeit habt
dummschwaetzer schrieb:> bleib da, rede mal mit dem jetzigen chef über gehaltserhöhung wegen>> einem jahr lang gute Arbeit, warte bis die frundin fertig mit studium>> ist und sucht dann einen ort wo:>> -es euch gefällt>> -ihr beide arbeit habt
Und dann man auf Familie macht, und der Rente entgegenträumt?
Sowas konnte man vor 40 Jahren noch jemanden raten mit Ing-Studium.
Aber heut, wo die Leute mit 25 die "Begehrten" mit 35 die noch
"Akzeptierten" und mit 45 "Humanschrott" sind?
Wie gesagt, nutzt die Möglichkeiten die sich bieten!
Die Zeiten wo man bei Firma H anfängt mit 15 und mit 65 in Rente geht,
sind vor 30 Jahren def. zu Ende gegangen!
dummschwaetzer schrieb:
> warte bis die frundin fertig mit studium>> ist und sucht dann einen ort wo:>> -es euch gefällt>> -ihr beide arbeit habt
Das ist eigentlich auch das was ich bevorzuge.
Also ich habe eigentlich nicht vor mein Leben von dem Job bestimmen zu
lassen. Wenn man mal ehrlich ist, dann sind die Unternehmen unglaublich
scharf darauf, wenn die INGs moeglichst jung sind und keine Familie
haben, weil diese besser manipuliert werden koennen. Ich habe nicht vor
mit 40 auf einmal festzustellen, dass ich keine Kinder habe um dann dem
nachzutrauern, dass dann der Zug abgefahren ist.
Die wesentlichen Faktoren sind fuer mich
- guter Job
- tolle Frau
- passender Standort
- angemessenes Gehalt
Bevor nicht alles passt, ist ein Wechsel wohl eher nicht sinnvoll.
Ratloser schrieb:> enn man mal ehrlich ist, dann sind die Unternehmen unglaublich> scharf darauf, wenn die INGs moeglichst jung sind und keine Familie> haben, weil diese besser manipuliert werden koennen.
Manipulierbarer ist man eher mit Frau, Kindern und ein Haus auf Kredit.
Die können nicht eben mal den Job und den Ort wechseln, wenn denen was
niht passt.
Ich halte einen Wechsel nach 1 Jahr im 1. Job nach dem Studium zu früh.
Ausnahme:
Wechsel von einem DL zu einem richtigen Unternehmen, bzw. von einem ganz
kleinen Unternehmen zu einem namhaften großen Unternehmen.
Marx W. schrieb:> So schnell kann s gehen! Und die Ratschläge min. 5 Jahre in Firma A> bleiben, und dann in die nächste Firma H wechseln sind auch für den> Müll.
Falls du meinen Ratschlag damit meinst: Ich habe das so nicht gemeint.
Wenn alles passt, kann man ruhig bis zur Rente bleiben. Nur sollte man
unbedingt vermeiden, öfters zu wechseln, da man sich damit ganz schnell
aufs Abstellgleis schießt. Und wenn man mal über 5-10 Jahre bei einem
Arbeitgeber ist, sollte man schon Maßnahmen treffen, um Flexibilität zu
beweisen - falls man doch dann irgendwann wechseln muss.
@ Ratloser
Überlege dir doch mal die zwei folgenden Szenarien:
1. Du sagst zwar, dass deine Freundin auch in einem Jahr noch deine
Freundin ist. Doch was wäre, wenn SIE das nicht so sieht. Frauen sind
bei solchen Themen sowas von hinterhältig. Dann sitzt du im teuren
München ohne Freundin und mit weniger Kohle.
2. Deine Freundin ist noch deine Freundin, sie ist gerade mit dem
Studium fertig und weil du nicht aufgepasst hast mit Zwillingen
schwanger. Im teuren München mit dem niedrigen Gehalt eine größere
Wohnung suchen und einen Zweitjob, weil Freundin wegen fehlender
Kinderbetreuungsmöglichkeiten keinen Job findet. In deiner alten Heimat
sind da vielleicht Eltern, die sich um die Enkel kümmern ...
Fazit: Ich würde wechseln. Da ich bisher auch die Erfahrung gemacht
habe, dass der Lebenslauf eher selten gelesen wird, würde ich mir da
weniger Sorgen machen, zumal die neue Stelle nahtlos an die alte
ansetzt. Meistens geht es nach Nasenfaktor oder anderen subjektiven
Dingen, wenn man eigentlich "passt" und trotzdem nicht eingestellt wird.
Noch ein Tipp: Rede mal mit der Freundin über das Thema und höre ihr
genau zu. Vielleicht klärt sich da so einiges.
Marx W. schrieb:> Die Bauchnabelbetrachtungen "wie sieht das im Lebenslauf aus" ist> wirklich zum lachen.
Wenn du deswegen dann später keinen Job mehr findest, dürfte dir das
Lachen vergehen. Für einen Dipl.-Kaufm. sind so schnelle Wechsel
vielleicht kein Problem. Aber wenn die Einarbeitungszeit in ein
komplexes Programm oder Produkt schon mehrere Monate dauert, dann wird
wohl keine Firma so dumm sein und jemanden einstellen, der
offensichtlich alle paar Monate zwecks Gehaltssprung das Unternehmen
wechselt.
Fragender schrieb:> Wenn du deswegen dann später keinen Job mehr findest, dürfte dir das>> Lachen vergehen.
Tipp von mir, such dir einen aufgelassenen Atom-Bunker und leb dort
deine Phobien aus.
Nochmal, wir leben in anderen Zeiten.
Nix mit Firmentreue und goldener Ehrennadel für 25 Jahre
Firmenangehörigkeit.
Hab allein in 12 Jahren in einer Firma 7 techn. Geschäftsführer und 5
Abteilungsleiter überstanden!
Mit dem Verschleiß darf ich mich wohl nirgends mehr bewerben! Oder?
Marx W. schrieb:> Hab allein in 12 Jahren in einer Firma 7 techn. Geschäftsführer und 5> Abteilungsleiter überstanden!> Mit dem Verschleiß darf ich mich wohl nirgends mehr bewerben! Oder?
Was ist das für ein Geschwätz? Du hast in 12 Jahren IN EINER FIRMA 7
techn. Geschäftsführer und 5 Abteilungsleiter überstanden? Was hat das
mit DEINEM Lebenslauf zu tun?
Fragender schrieb:> Was ist das für ein Geschwätz? Du hast in 12 Jahren IN EINER FIRMA 7>> techn. Geschäftsführer und 5 Abteilungsleiter überstanden? Was hat das>> mit DEINEM Lebenslauf zu tun?
Das darf ich natürlich nicht in den reinschreiben, die halten mich dann
für Chuck Noris!
Marx W. schrieb:> Nix mit Firmentreue und goldener Ehrennadel für 25 Jahre> Firmenangehörigkeit.
Von 25 Jahren spricht hier auch keiner, aber viele Wechsel
hintereinander (so ab 2 oder 3) innerhalb von 1 bis 3 Jahren sind meist
schädlich. So 3 bis 5 Jahre bleiben ist eine grobe Faustformel.
> Hab allein in 12 Jahren in einer Firma 7 techn. Geschäftsführer und 5> Abteilungsleiter überstanden!> Mit dem Verschleiß darf ich mich wohl nirgends mehr bewerben! Oder?
Was haben die Wechsel von anderen Mitarbeitern mit deinem Lebenslauf
zutun? Das steht da nirgends drin.
zaza schrieb:> Was haben die Wechsel von anderen Mitarbeitern mit deinem Lebenslauf>> zutun? Das steht da nirgends drin.
Na, wie sieht den das in deren CV aus?
Hatte alle kein Problem wieder woanders Unfung zu teriben!
Marx W. schrieb:> Na, wie sieht den das in deren CV aus?> Hatte alle kein Problem wieder woanders Unfung zu teriben!
Gott, was ist denn das für ein Schwachsinn. Weißt du vielleicht, ob sie
ihre Jobs davor auch so schnell gewechselt haben? Nebenbei spricht das
wohl eher gegen deine Firma, wenn sie so einen hohen Verschleiß an
Mitarbeitern hat.
jetzt aber ehrlich: in letzten 6 Jahren habe ich 6xmal Arbeit gewechselt
(ich bin Ing.) und seit 10 Monaten arbeite ich bei Siemens. Irgendwie
haben die damit kein Problem gehabt. Klar, habe ich es in der
Vorstellung begründet warum so war, aber ich habe es auch verkauft als
Flexibilität und Erfahrung in verschiedenen Branchen.....Ich muss auch
sagen, dass ich auch bedenken (bzgl. Lebenslauf) gehabt habe, aber so
schlimm war es nicht. Es war sogar das Gegenteil, ich wurde von vielen
Firmen zum Vorstellungsgespräch eingeladen (klar, ich will auch
niemanden Raten fast jedes Jahr zu wechseln).
In der USA ist es auch üblich, den Job hin und wieder zu wechseln. Der
Markt heutzutage ist sehr dynamisch und nicht mehr so wie vor 20-30
Jahren.
Also, man kann nicht pauschalisieren, und Heiko Mell sollte man mit
Vorsicht geniessen.
Wie kannst du in den letzten 6 Jahren 6 mal den Job gewechselt haben und
gleichzeitig seit 10 Jahren bei Siemens arbeiten. Die einzige logische
Erklärung ist, dass du 6 mal innerhalb von Siemens gewechselt hast.
nein, ich schreibe doch, dass ich sein 10 Monaten bei Siemens bin. Ich
habe im Durchschnitt 1xmal pro Jahr den Job gewechselt. Aber es hat sich
so ergeben. Jetzt will ich bis zum Rente bei Siemens bleiben, ohne zu
wechseln müssen, ich muss endlich mein CV stabilisieren.
Ja, es gibt in der Tat Leute, die öfters die Firmen wechseln. Wenn die
Arbeitszeugnisse passen, dann sollte es auch kein Problem sein.
Termos27 schrieb:> jetzt aber ehrlich: in letzten 6 Jahren habe ich 6xmal Arbeit gewechselt> (ich bin Ing.) und seit 10 Monaten arbeite ich bei Siemens. Irgendwie> haben die damit kein Problem gehabt. Klar, habe ich es in der> Vorstellung begründet warum so war, aber ich habe es auch verkauft als> Flexibilität und Erfahrung in verschiedenen Branchen.....
D.h. sie haben dich beim Vorstellungsgespräch danach gefragt, warum du
so oft gewechselt hast. Und wie hast du es begründet? "Ich habe
gewechselt, weil ich so flexibel bin und in verschiedenen Branchen
Erfahrung sammeln wollte" hat sie ja bestimmt nicht überzeugt.
Marx W. schrieb:> Zuerst lesen, 10 Monate steht da!
Hast du dich noch nie verlesen?
Fragender schrieb:> hat sie ja bestimmt nicht überzeugt.
Anscheinend haben die es gefressen, also was solls.
Vermutlich hat Siemens ihn eingestellt weil es Fachlich
und von der Reputation passte. Solche Haarspaltereien
wie noch vor einem Jahr scheinen sich die Firmen wegen
dem angeblichen Fachkräftemangel wohl nicht mehr leisten
zu können. Ich wünschte, darüber gäbe es mal etwas zuverlässliche
Aussagen der Firmen und nicht dieses Lobbygequake der Vergangenheit.
Michael S. schrieb:> Anscheinend haben die es gefressen, also was solls.> Vermutlich hat Siemens ihn eingestellt weil es Fachlich> und von der Reputation passte.
Würde mich aber trotzdem interessieren, wie er die vielen Wechsel
begründet hat.
Hallo,
diesen Thread habe ich ursprünglich eingeleitet und wollte nur mal
sagen, dass ich mittlerweile ein anderes, weitaus besseres Angebot
erhalten und auch angenommen habe in meiner Wunschregion. Nächsten Monat
geht's los :-)
Da passende Jobs in der Heimat oft rar sind, war es meiner Meinung nach
der richtige Schritt für dich. Geb doch nochmals rückmeldung wir es dir
im neuen Job so ergeht. Alles Gute!
Ratloser schrieb:> Hallo,>> diesen Thread habe ich ursprünglich eingeleitet und wollte nur mal> sagen, dass ich mittlerweile ein anderes, weitaus besseres Angebot> erhalten und auch angenommen habe in meiner Wunschregion. Nächsten Monat> geht's los :-)
Und Freundin? Noch da oder auch schon weg ;-)
Tja, oft ist das Leben grausam. So schlimm wie es jetzt klingt, aber auf
einen guten Job oder so etwas würd ich wegen einer Freundin niemals
verzichten..! Gibt ja Mädls wie Sand am Meer draußen, gute Jobs jedoch..
;-)
Ratloser schrieb im Beitrag #2658833:
> (Mod.: entf.)
Na, na, na! Nicht so derb.
Ratloser schrieb im Beitrag #2658899:
> Mann da kopiert mich einer. Ist das normal hier?
Das ist noch das harmloseste. Melde dich an und das Problem gehört
der Vergangenheit an.
Alter Hase schrieb:> Schau dir mal die Kommentare von Herrn Heiko Mell in den VDI-Nachrichten> an. Der hat (leider) recht mit seinen Äußerungen, die Realität ist so> wie von Heiko Mell beschrieben.
Ja genau, der Mell! Schaut in seine Glaskugel und das ist gottgegeben
was er dort sieht. Der Mell ist Gott!
Sagt mal wie naiv seid ihr eigentlich? Wenn der Mell sagt spring aus dem
Fenster dann macht das alle sofort mit Begeisterung?
benutzteuerhirn schrieb:> Wenn der Mell sagt spring aus dem> Fenster dann macht das alle sofort mit Begeisterung?
Wenn die Kasse stimmt und nicht höher als das Erdgeschoss, bin ich
dabei.
Bastelingenieur schrieb:> Tja, oft ist das Leben grausam. So schlimm wie es jetzt klingt, aber auf> einen guten Job oder so etwas würd ich wegen einer Freundin niemals> verzichten..! Gibt ja Mädls wie Sand am Meer draußen, gute Jobs jedoch..
Die wirklich passende Frau ist auch nicht leichter zu finden als der
wirklich passende Job.
Mark Brandis schrieb:> Die wirklich passende Frau ist auch nicht leichter zu finden als der> wirklich passende Job.
Das stimmt übrigens. Bin auch in der Ehe. Mich dünkt's es wird nicht
einfacher. Und dann noch mein Job :-(
Leute, bin nicht aus Deutschland. Aber was für ein Hirngespinst soll
dieser "Heiko Mell" eigentlich sein, von dem ihr Deutschen immer redet?
Mann , mann, ihr habts auch noch nicht gelernt, richtet doch euer Leben
nicht nach dem Lebenslauf aus.. ist ja pure Idiotie.. lebt einfach euer
Leben.
Bin bisher gut gefahren damit..
Shellprogger schrieb:> Mann , mann, ihr habts auch noch nicht gelernt, richtet doch euer Leben> nicht nach dem Lebenslauf aus.. ist ja pure Idiotie.. lebt einfach euer> Leben.> Bin bisher gut gefahren damit..
Der erste g'scheite Satz in diesem Thread
Shellprogger schrieb:> Leute, bin nicht aus Deutschland. Aber was für ein Hirngespinst soll> dieser "Heiko Mell" eigentlich sein, von dem ihr Deutschen immer redet?
Der ist beim VDI, was ja schon mal viel aussagt. War er sagt ist nicht
zwangsweise falsch, man muss es nur einschätzen können. Willst du die
glatte, schnelle Karriere machen, ist sein Weg wohl nicht verkehrteste,
aber wer will das schon?
Shellprogger schrieb:> Mann , mann, ihr habts auch noch nicht gelernt, richtet doch euer Leben> nicht nach dem Lebenslauf aus.. ist ja pure Idiotie.. lebt einfach euer> Leben.> Bin bisher gut gefahren damit..
Wenn man fragen darf, wo lebst/arbeitest du?
Klugscheißer schrieb:> Shellprogger schrieb:>> Mann , mann, ihr habts auch noch nicht gelernt, richtet doch euer Leben>> nicht nach dem Lebenslauf aus.. ist ja pure Idiotie.. lebt einfach euer>> Leben.>> Bin bisher gut gefahren damit..>> Der erste g'scheite Satz in diesem Thread
Danke! ;-)
kolben schrieb:> Shellprogger schrieb:>> Leute, bin nicht aus Deutschland. Aber was für ein Hirngespinst soll>> dieser "Heiko Mell" eigentlich sein, von dem ihr Deutschen immer redet?> Der ist beim VDI, was ja schon mal viel aussagt. War er sagt ist nicht> zwangsweise falsch, man muss es nur einschätzen können. Willst du die> glatte, schnelle Karriere machen, ist sein Weg wohl nicht verkehrteste,> aber wer will das schon?>> Shellprogger schrieb:>> Mann , mann, ihr habts auch noch nicht gelernt, richtet doch euer Leben>> nicht nach dem Lebenslauf aus.. ist ja pure Idiotie.. lebt einfach euer>> Leben.>> Bin bisher gut gefahren damit..> Wenn man fragen darf, wo lebst/arbeitest du?
Hmm wenn ich das jetzt sage was kommt dann..?!Eine Vielzahl an
Bewerbungen von Deutschland?! ;)
Komm ursprüngl. aus Österreich, arbeite jetzt in der CH.
Nun momentan eher freiberuflich (habe schon Berufserfahrung, deswg kann
ich das machen) und halte mich mit Werksverträgen über Wasser, dh kann
meine Zeit mehr oder oft weniger gut einteilen. Tja ich meine ganz so
honigfarben ist mein Lebenslauf auch nicht, hab im Studium
zusammengerechnet sicher 2 J. herumgebummelt (aber nebenbei IT Seminare
usw besucht), Praktika absolviert, dh. ich hab etwas gemacht, das ich
halt komischerweise bummeln nenne, aber ich hab damals nicht streng nach
Lebenslauf gelebt, weil ich nicht wusste, dass das mal so wichtig ist.
Naja wenn Unternehmen die Wahl haben , nehmen sie halt den mit dem
geradlinigsten Lebenslauf, aber trotzdem möcht ich mein Leben sicher
nicht nach denen ausrichten.
Werd bald ein zweites Standbein, dh. eine eigene Firma eröffnen. Leute,
ihr könnt mir dann eure Bewerbungen schicken, werd mal eine
Stellenanzeige veröffentlichen.. ;) Und wenn ihr mal 1 Jahr oder so
Pause gemacht habt, aber trotzdem was draufhabt, ist das doch nicht so
schlimm!
Euer
Dipl. Shellprogger
Fragender schrieb:> Was ist denn lang genug? Ich dachte immer zwei Jahre, aber nun habe ich> schon des öfteren gelesen, dass es wohl Firmen gibt, die Bewerber> deswegen nicht einstellen, weil sie mehrmals den Arbeitgeber nach zwei> Jahren gewesechselt haben.
Es stimmt also. Es gibt Firmen, die Zwei-Jahres-Rhythmus-Jobhopper nicht
einstellen.
Zitat:
Das Umwerben hat auch für Bauhofer eine Grenze: "Wir vermeiden es,
Bewerber einzustellen, die Gehalts-Pingpong spielen und alle zwei Jahre
die Stelle wechseln."
http://www.computerwoche.de/karriere/karriere-gehalt/2505819/index2.html
Wer lebt denn nach Lebenslauf? Das was da nieder geschrieben wird
muss doch erst mal eintreten und dann kann man es dokumentieren.
Das Ding gehört eh abgeschafft, weil es bei einigen mehr schadet
als nützt, ohne das dem Inhaber da ein Verschulden trifft.
Schon das aggressive Verlangen nach dem LL von den meisten
Unternehmen, ist doch streng genommen, Verhaltensgestört.
Das Bild, das die Wirtschaft den Arbeitssuchenden da dann bietet,
ist einfach katastrophal.
Michael S. schrieb:> Schon das aggressive Verlangen nach dem LL von den meisten> Unternehmen, ist doch streng genommen, Verhaltensgestört.
Es ist noch keiner zum Lebenslauf gezwungen worden - wer meint den
Weglassen zu können, darf das auch gerne tun.
voodoofrei schrieb:> Es ist noch keiner zum Lebenslauf gezwungen worden - wer meint den> Weglassen zu können, darf das auch gerne tun.
Genau, kann man machen. Der einzige Haken: Man muss dazu genau so ein
Vollblut-Harzer wie Michael S. (technicans) sein...
Ich bin in einer ähnlichen Situation wie der TE. Mittlerweile arbeite
ich in der zweiten Firma seit meinem Berufseinstieg. Die erste Etappe
dauerte vier Jahre, auf der neuen Stelle bin ich nun seit knapp zwei
Jahren. Der aktuelle Arbeitgeber hat mir viel ermöglicht (Kurse,
Seminare) und mich karrieretechnisch deutlich weiter in eine
Führungsposition gebracht. Mein größtes Problem ist jedoch, dass ich
mich in der neuen Region einfach nicht wohl fühle. Am Wochenende pendle
ich grundsätzlich in meine frühere Stadt, dort ist das gesamte private
Umfeld sowie Lebenspartner. Zudem sind meine Kollegen tatsächlich nur
Kollegen. Engeren Kontakt habe ich außerhalb der Arbeit zu keinem, ganz
im Gegensatz zum vorherigen Job. Unter der Woche gibt es quasi nur die
Arbeit, anschließend fahre ich in meine düstere, möblierte Wohnung und
schlage die Zeit tot. Ich kann mir echt nicht vorstellen hier alt zu
werden. Es ist also sowieso nur eine Frage der Zeit bis ich wieder
wechseln werde. Allerdings würde ich das bei momentanem Gefühlsstand
eben lieber früher als später tun, die Situation belastet mich.
Mein größte Sorge ist jedoch, dass ich meine Kollegen und Vorgesetzten
enttäusche. Sie haben investiert und Vertrauen in mich gesetzt und ich
mach schon nach kurzer Zeit wieder den Abgang. Daher bin ich hin- und
hergerissen. Eine konkrete Stelle habe ich noch nicht in Aussicht, da
ich mich aus oben genannten Gründen bislang noch nicht beworben habe.
Allerdings denke ich nicht, dass ich größere Probleme haben werde etwas
passendes zu finden. Es gibt Tage, da denke ich mir, ich sollte keine
Rücksicht nehmen, dann wieder Tage an denen ich mich mies bei
Wechselgedanken fühle. An ein möglichs Kündigungsgespräch mit meinem
Vorgesetzten darf ich gar nicht denken. ich habe mir schon die wildesten
Ausreden überlegt um das möglichst verträglich rüberzubringen. Denn am
Arbeitsplatz liegt es ja eigentlich nicht, ganz im Gegenteil. Die
Situation wird in einem, zwei, drei und wahrscheinlich noch mehr Jahren
aber vermutlich nicht anders aussehen. Solange halte ich es sicher nicht
mehr aus, ich will irgendwann auch etwas Ordnung und Ruhe in mein Leben
bringen und mich irgendwo zu Hause fühlen.
Wie würdet ihr vorgehen und das vorallem begründen?
Hallo,
ich verstehe die Frage nicht ganz...
Du beantwortest deine Frage doch selber, das klingt alles sehr logisch
und schlüssig, wieso sollte das der AG nicht verstehen?
Wenn du ihm das mit den o.g. Gründen erläuterst wird er es verstehen.
Wenn es für dich keine Chance in der Stadt in der du arbeitest gibt,
sehe ich keinen Grund warum du in deiner langeweile nicht anfängt
Bewerbungen zu schreiben und zu schauen was es so für dich 'zuhause'
gibt.
Und mit 'Chance in der Stadt' meine ich hauptsächlich deine Familie her
holen. Wenn das also nicht möglich ist --> bewerben.
Anders wirst du nicht glücklich und dann bringt es auch nichts sich
weiter zu quälen auch wenn der Job super ist.
Gruss
A. R. schrieb:> auf dem Niveau von Bravo.
Na, das geht wohl eher in Richtung Musikszene und Aufklärung
für das erste mal und weniger in Sachen berufliche Karriereberatung.
voodoofrei schrieb:> Es ist noch keiner zum Lebenslauf gezwungen worden -
Dann werde mal Hartzer. Die werden dir schon Beine machen oder
deine Stütze kürzen wenn du nicht spurst. Manchmal hat man da den
Eindruck, das man dir da gar nicht helfen, sondern dich einschüchtern
und zwingen will, zu arbeiten, koste es was es wolle, aber bloß nicht
auf Kosten des Steuerzahlers. Arbeiten ist ja nicht das Problem,
sondern erst mal Arbeit angeboten zu bekommen. Vermittlung
praktisch Null. Muss man alles selber machen.
> wer meint den> Weglassen zu können, darf das auch gerne tun.
Die Stellen, wo man den nicht braucht, sind dann sowieso unter
aller Kanone, weil da nur Versprechungen gemacht werden die
sowieso nicht eingehalten werden, mal vom fachlichen Profil
passend ganz abgesehen. Das ganze müsste, wenn überhaupt, Zug
um Zug gehen, aber das ist den Firmen schon wieder zu viel
Aufwand. Vernünftig betrachtet würde es reichen mit seinen
Ausbildungszeugnissen sich zu bewerben, aber einige AG sind
der Auffassung das das Leben eines Bewerbers vollständig und
lückenlos offenbart werden muss. Wenn das keine Diskriminierung
ist, bin ich wohl falsch geprägt.
Die Firmen werden schon sehen wie weit sie damit kommen.
Eine mir und vielen anderen hier auch bekannte kleine Maschinenbaufirma
fängt jetzt an die ersten Stellen (von über ein Dutzend) vorsichtig
in die Jobbörse zu stellen, nach Jahrzehnten der Meidung.
Selbst eine anonymisierte Stelle die über den Vermittlungsdienst
der AA geht und eine über einen Dienstleister die eindeutig dieser
Maschinenbaufirma zuzuordnen ist, hab ich gefunden. Die Beschreibung
und Selbstbeweihräucherung stimmt da nämlich Wort für Wort.
Wenn das keine hinterhältige Masche ist, dann hab ich wohl eine
gestörte Wahrnehmung?
Ich kann es nur Wiederholen:
> Es ist noch keiner zum Lebenslauf gezwungen worden - wer meint> den Weglassen zu können, darf das auch gerne tun.
Daran kommst du argumentativ nicht vorbei.
Muss dich leider enttäuschen - ich habe derzeit verdammt schlechte
Chancen H4 zu bekommen und vor allem muss man mir keine "Beine machen".
;)
Dieter schrieb:> Wie würdet ihr vorgehen und das vorallem begründen?
Schon mal gefragt, ob Home-Office möglich wäre? Wenigstens ein paar Tage
pro Woche.
voodoofrei schrieb:> Muss dich leider enttäuschen - ich habe derzeit verdammt schlechte> Chancen H4 zu bekommen und vor allem muss man mir keine "Beine machen".> ;)
Eben. Manche kapieren einfach nicht, das beruflicher Erfolg recht wenig
mit Glück oder Pech zu tun hat, sondern in aller erster Linie in eigener
Verantwortung liegt. Wer natürlich glaubt, dass es nur Glück ist, wird
nichts tun und automatisch auf der Seite der "Pechvögel" landen.
Und dazu gehört auch, dass man wieder aufsteht, wenn man auf die Nase
fällt - nur manche ziehen es vor liegen zu bleiben und zu jammern, dass
man ihnen nicht auf die Beine hilft und den Dreck aus den Klamotten
klopft.
Die Menschen sind eben unterschiedlich, der werden auch so
Allerweltsphrasen keinen ändern, wer H4 bezieht, das ist eine arme Sau,
denn das ist ein Gesetz....
Top-Entwickler schrieb:> Dieter schrieb:>> Wie würdet ihr vorgehen und das vorallem begründen?>> Schon mal gefragt, ob Home-Office möglich wäre? Wenigstens ein paar Tage> pro Woche.
Nein, aber das ist wohl auch nicht durchsetzbar. Ich meiner Aufgabe muss
ich vor Ort sein. Es vergeht kein Tag an dem nicht mindestens drei
interne Besprechungen anstehen.
Mario W. schrieb:> Anders wirst du nicht glücklich und dann bringt es auch nichts sich> weiter zu quälen auch wenn der Job super ist.
Das ist wohl der Kern des ganzen Problems.
voodoofrei schrieb:> Und dazu gehört auch, dass man wieder aufsteht, wenn man auf die Nase> fällt - nur manche ziehen es vor liegen zu bleiben und zu jammern, dass> man ihnen nicht auf die Beine hilft und den Dreck aus den Klamotten> klopft.
Sprach der Zuhälter zur Lohnhure, aber Hauptsache sich selbst nicht
die Hände schmutzig machen, nicht wahr?
Mine Fields schrieb:> Eben. Manche kapieren einfach nicht, das beruflicher Erfolg recht wenig> mit Glück oder Pech zu tun hat, sondern in aller erster Linie in eigener> Verantwortung liegt. Wer natürlich glaubt, dass es nur Glück ist, wird> nichts tun und automatisch auf der Seite der "Pechvögel" landen.
Na logisch, die Verantwortung keinesfalls gegenüber Arbeitnehmer
übernehmen sondern auf die armen Kerle abwälzen, möglichst noch
drauf rumtrampeln, bequemer gehts wohl nicht?
Deine allgemein negative Einstellung zu diesem Thema wundert mich
(und wohl auch andere) hier schon lange nicht mehr.
Klarer Minuspunkt für dich.
Ich möchte mal an dieser Stelle einwerfen , daß das Leben sich sehr wohl
am Lebenslauf ausrichtet !
Es sagt sich leicht dahin , nun erst mal nen Job annehmen ( als
ProjektIng zB ) auf wenns erst mal ein Zeitvertrag ist fürn Jahr oder
so ---
Das Problem ist bei den ganzen "Spielchen" nicht der Kandidat oder sein
Profil, sondern ein gewisses ( Personal[berater]) Umfeld , was ganz
schnell selbst die besten Leute alt aussehen läßt .
Bei mir reichte letztlich eine sog. " Firmenumstrukturierung " ,daß man
hinterher - in Korrelation mit generell schlechter Einstellungslage eben
was findet . NIX Wie bekannt habe ich mich selbstständig gemacht. Nur,
das muß man allerdings anmerken , wäre BSP-technisch eine andere
Position sinnvoller , auch was die eigene Ausbildun betrifft.
Wie man weis , wird einem hierzulande schnell das Versagerstigma
umgehängt , obwohl ( Siehe Michael S. ) die wahren Ursachen ganz
woanders zu finden sind und das übliche Geschwätz vom Fachkräftemangel
mittlererweile nur noch ganz Dumme glauben .
Der FKM wird btw auch noch selbst induziert ... Wer wie wörtlich zu
hören 35 jährige Ings als verrostet , 39 als net mehr arbeitsfähig usw
einstuft , nun diese Klientel überlegt sich ganz genau ne Familie zu
gründen
Fazit , es ist schon logisch konsequent, wenn zB die Piraten ein BGE
fordern , damit somit erstmal die Grundlagen des gesellschaftlichen
Zusammen- und Überlebens (!) gewährleistet sind
Der Prozeß , der derzeit abläuft ist analog dem Klimawandel . Die Leute
hier ,die sich hinstellen und "belehren" sollten erst mal bedenken ,
worauf sich Ihre Lehre stützt.
Dann nutze doch die Zeit, die du sonst totschlagen musst, schreib
Bewerbungen und wenn du dann was in näherer Umgebung hast mit +10% Lohn,
dann ist die Entscheidung schnell gefallen...
Michael S. schrieb:> voodoofrei schrieb:>> Und dazu gehört auch, dass man wieder aufsteht, wenn man auf die Nase>> fällt - nur manche ziehen es vor liegen zu bleiben und zu jammern, dass>> man ihnen nicht auf die Beine hilft und den Dreck aus den Klamotten>> klopft.>> Sprach der Zuhälter zur Lohnhure, aber Hauptsache sich selbst nicht> die Hände schmutzig machen, nicht wahr?
Das lernt man eigentlich schon als Kind - wenn man das erst von seinem
"Zuhälter" erfährt (und dann noch daran zweifelt), dann ist es schon
etwas spät.
voodoofrei schrieb:> Das lernt man eigentlich schon als Kind - wenn man das erst von seinem> "Zuhälter" erfährt (und dann noch daran zweifelt), dann ist es schon> etwas spät.
Sprich mal in dem Zusammenhang nur für dich, denn nicht jede Kindheit
verläuft gleich. Bei machen verläuft dieses leicht und positiv und
bei anderen schwer und negativ. Nicht alle Eltern sind Akademiker,
aber es beeinflusst die kindliche Entwicklung vorteilhaft, wenn die
Voraussetzungen gegeben sind.
voodoofrei schrieb:> Das ist aber ein Punkt, den man nicht von den Eltern lernt - im> Gegenteil! Da ist eine "Ponnyhof-Kindheit" eher hinderlich.
Das hat mit einer Ponyhof-Kindheit nichts gemein.
Je gebildeter die Eltern sind oder waren um so besser werden
die Heranwachsenden unterstützt, notfalls mit einem Erzieher
oder Hauslehrer den sich die Eltern leisten können.
Eine normale Familie konnte/kann das kaum schultern. Natürlich
gibts Ausnahmen, aber grundsätzlich stimmt meine These und
ich meine auch schon mal was von einer Studie gehört zu haben
die das bestätigt hatte.
Michael S. schrieb:> Das hat mit einer Ponyhof-Kindheit nichts gemein.> Je gebildeter die Eltern sind oder waren um so besser werden> die Heranwachsenden unterstützt, notfalls mit einem Erzieher> oder Hauslehrer den sich die Eltern leisten können.
Wenn ich so drüber nachdenke...
fällt mir auf, dass in meinem persönlichen Umfeld gar keine Akademiker
gibt, die gut betuchte Eltern oder Akademikerelten hatten
(Einschließlich mir selbst). Alle haben Jobs und keiner Jammert rum.
Eine Ausnahme hätte ich, wie mir grad einfällt - von dem wusste ich nur,
dass er sehr am Studium gehangen hat (etliche Extrasemester) und ob er
heute einen (passenden) Job hat weiß ich nicht (Könnt sein, dass er
immer noch Sohn von Beruf ist).
>Je gebildeter die Eltern sind oder waren um so besser werden>die Heranwachsenden unterstützt
Da können wir ja nur froh sein, daß du keine Kinder hast.
Tauscht doch eure Emails aus, dann könnt ihr euch mal auf einen Kaffee
treffen und euren blabla whine austauschen!
Dann könnte man hier auch B2T kommen.