Hallo, angenommen ich kaufe mir eBooks OHNE drm. Dann bin ich normalerweise berechtigt sie wieder zu verkaufen. Was ich mich frage ist, woran kann man neue von gebrauchten eBooks unterscheiden? Neue unterliegen ebenfalls dem Buchpreisbindungsgesetz und das kann ja wohl nicht für Privatpersonen zutreffen. Falls aber mein gebrauchtes eBook als neues eBook interpretiert wird (hat ja keine Gebrauchsspuren), dann könnte man mir unterstellen, dass ich ein gewerblicher Verkäufer bin und dann gibts wieder das Buchpreisbindungsgesetz. Wie verkauft man denn eigentlich DRM geschützte eBooks weiter? Das geht ja wahrscheinlich garnicht, oder? Was meint ihr denn zu sowas? Grüße, Thomas
Hallo, im Endeffekt sprichst du hier genau die "Problematik" unserer digitalen Welt an, die momentan absolut absurde Blüten trägt. Digitale Werke können in dem Sinne nicht "gebraucht" sein, die Bits nutzen sich ja nicht ab mit der Zeit. Zudem ist das Problem wie man den Verkauf beweisen will, denn eine Kopie kannst du ja trotzdem sehr leicht zurückbehalten, womit ist dann schon wieder eine Vervielfältigung wäre. Das geht bei DRM nicht, aber dafür darfst/kannst du DRM-geschützte Medien in der Regel nicht weiterverkaufen. Eigentlich kaufst du sie ja auch nicht einmal sondern zahlst eine Leihgebühr, wobei der Anbieter sich jederzeit vorbehält, dir das Recht zur Nutzung zu entziehen. Das ist in der Vergangenheit schon öfter vorgekommen wenn ein Anbieter Pleite gingen und DRM-Server abgeschaltet wurden. Das Problem an dem Ganzen ist, dass Musik- und Filmindustrie sowie Verlage die neue, digitale Welt immer noch nicht verstanden haben und noch immer versuchen an überholten Geschäftsmodellen festzuhalten und sie anderen aufzuzwingen. Dabei muss man allerdings sagen, dass FI und MI den Verlagen schon etwas voraus sind, immerhin gibt es ja schon DRM-freie Musik während die Verlage aktuell genau das gleiche Verhalten an den Tag legen wie FI und MI vor ~10 Jahren. Demnach werden eBooks dann auch erst in 10 Jahren wirklich nutzbar sein, aktuell wollen die ja auch ihre DRM-Seuche auf den Markt drücken.
Daniel H. schrieb: > Dabei muss man allerdings sagen, dass FI und > MI den Verlagen schon etwas voraus sind, immerhin gibt es ja schon > DRM-freie Musik Aber im Gegensatz zu einer CD oder Schallplatte ist das Weiterverkaufen von Musik-Downloads konzeptionell ebensowenig vorgesehen wie das Verschenken.
Daniel H. schrieb: > [...] Eigentlich kaufst du sie ja > auch nicht einmal sondern zahlst eine Leihgebühr, wobei der Anbieter > sich jederzeit vorbehält, dir das Recht zur Nutzung zu entziehen. Das > ist in der Vergangenheit schon öfter vorgekommen wenn ein Anbieter > Pleite gingen und DRM-Server abgeschaltet wurden. Und dann soll die Leihgebühr das Selbe kosten, als hätte ich das Buch als physikalisches Exemplar gekauft? Das ist doch lächerlich! Grüße, Thomas
Hallo, ja, das stimmt natürlich, resultiert eben daraus, dass das Ganze digital ist und man nicht überprüfen kann ob der (private) Verkäufer nicht doch eine Kopie zurückbehält.
Tja, so wie früher wirds nie wieder. Die ???-Bücher mit einem Kumpel tauschen, die WasIstWas verleihen oder sich vom Freund 2 Donaldduck-Ferientaschenbücher mitnehmen. Alles aus und vorbei.
Wahrscheinlich verstößt das auch gegen irgendwas, schliesslich hat man die "Bücher" per DRM auf sich selbst registriert. Also verkauft man auch seine Identität mit.
Man darf ein geDRMtes EBook immerhin zweimal lesen, ohne gegen irgendwlche Rechte zu verstoßen...
Thomas Pototschnig schrieb: > Und dann soll die Leihgebühr das Selbe kosten, als hätte ich das Buch > als physikalisches Exemplar gekauft? > > Das ist doch lächerlich! Ja, das ist lächerlich aber die Realität. Keine Druckkosten, keine Lagerkosten, keine Transportkosten, kein Eigentum dran zu erwerben und doch kostet eine nicht übertragbare Endnutzer eBook-Leselizenz sogar manchmal etwas mehr als das entsprechende gedruckte Buch. Wobei man an letzterem Eigentum erwirbt. Natürlichen kostet das Vorhalten von Servern zum Vertrieb von eBooks und eine Anbindung an das Internet auch Geld. Trotzdem ist die Preisgestaltung der Buchindustrie bei eBooks lächerlich.
Hannes Jaeger schrieb: > Trotzdem ist die > Preisgestaltung der Buchindustrie bei eBooks lächerlich. Lächerlicht ist sie erst dann, wenn keiner das Zeug kauft. Dem scheint aber nicht so zu sein.
Die Leute wissen nur nicht, was sie sich da ins Haus holen. Und wenn sie es begreifen, ist es zu spät. Ich sag nur Origin und Battlefield 3.
Uhu Uhuhu schrieb: > Lächerlicht ist sie erst dann, wenn keiner das Zeug kauft. Dem scheint > aber nicht so zu sein. Lächerlichkeit und Umsatz sind orthogonale Konzepte. Aber damit bist du mal wieder überfordert. Hauptsache du hast dich wichtig gemacht.
Hannes Jaeger schrieb: > Lächerlichkeit und Umsatz sind orthogonale Konzepte. Lächerlichkeit ist diesem Fall nicht linear unabhängig vom Umsatz, also ist deine Behauptung falsch; Lächerlichkeit ist - zumindest bei Leuten, die zurecht nicht in der Psychiatrie interniert sind - niemals eine eigene Dimension und selbst bei denen ist sie eng mit irgendwelchen Hirngespinnsten verknüpft, die aber sonst keiner kennt. Deswegen empfindet man psychisch Gestörte auch oft als lächerlich.
Ich kauf keinen ebook Reader, der keine pdf's vom mir selbst lesen kann. und ge-drm-te Buecher kauf ich auch keine. - Muss nicht sein.
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