Hallo, ich plane eine Steuerung für einen Holzkohlesmoker zu bauen. Die Steuerung soll die Luftzufuhr und damit die Hitze mithilfe eines Lufters steuern. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob eine PID Steuerung das richtige für die Aufgabe ist: Je nach Kohlesorte, Gesamtmasse der Kohle kann die Antwort auf Stellgröße sehr unterschiedlich ausfallen. Es könnte deswegen schwerig werden die richtigen PID Werte rauszufinden. Was meint ihr? Wäre eine PID Steuerung für das was ich machen möchte geeignet, oder gibt es eine bessere Reglerart dafür?
> ich plane eine Steuerung für einen Holzkohlesmoker zu bauen. Wat solln dat sein? > Wäre eine PID Steuerung für das was ich machen möchte > geeignet, oder gibt es eine bessere Reglerart dafür? Was auch immer du da regeln willst, es wuerde vermutlich schon gehen. Allerdings solltest du deine Stellgroesse und die Sensorwerte linearisieren. Wobei mir derzeit garnicht klar ist was du da genau regeln willst. Also welcher Art soll dein Sensor sein? Du kannst ja auch mal eine Sprungantwort aufnehmen. :-) Olaf
Hy Alex, welche Art von Smoker hast Du der Profi mit min. 5,5 mm Blech oder so ein Billigteil vom Baumarkt mit 1,5 mm Blech oder so ne Art Water Smoker? Bei einem Joe´s ,Farmer oder ähnlichem währe dieser Aufwand für ne Regelung total überflüssig wenn man es richtig macht. Gruß Michi
> Wat solln dat sein? Also es ist eine Art Heissräucherofen. Sieht etwa so aus: http://www.weberstephen.de/admin/public/getimage.aspx?image=/Files/Billeder/DE/Products/721001.jpg&width=413 Man bereitet dort Fleischstücke bei einer niedriger Temperatur (meist um 110 Grad C) zu. Durch die niedrige Temperatur kann es bis zu 24 Stunden dauern bis das Fleischstück fertig ist. Und da es sicherlich interresanteres im Leben zu tun gibt als menschliches Thermostat zu spielen möchte ich so eine Steuerung bauen. > Also welcher Art soll dein Sensor sein? Der Sensor ist ein NTC. Er soll die Garraumtemperatur überwachen. > Du kannst ja auch mal eine Sprungantwort aufnehmen. :-) Genau das wird wahrscheinlich Probleme bereiten. Die Sprungantwort würde je nachdem wie viel Kohle im Smoker ist, welche Kohle das ist und wie lange die schon drin ist sehr unterschiedlich ausfallen. Alex
Gut...aber über was für Zeitkonstanten redet man denn bei einer Temperaturregelung? Manche Heizungen machen dass über einen Zweipunktregler...
Zweipunkt reicht nicht, ich würde das mit einem PI machen. Das D ist meines Erachtens nicht nötig. Die Frage ist, ob alleine die Luftzufuhr die Temperatur ausreichend steuern kann, denn wenn die Glut erstmal richtg entfacht ist, wird es unter Umständen schwierig, die Temperatur wieder herunterzubekommen.
> Gut...aber über was für Zeitkonstanten redet man denn bei einer > Temperaturregelung? Genau kann ichs nicht sagen, aber nach meinen Erfahrungen ist es ein relativ träges System: Nach manueller Veränderung der Luftöffnungen dauert es oft bis zu einer halben Stunde, bis sich eine konstante Temperatur einstellt. > Die Frage ist, ob alleine die Luftzufuhr > die Temperatur ausreichend steuern kann, denn wenn die Glut erstmal > richtg entfacht ist, wird es unter Umständen schwierig, die Temperatur > wieder herunterzubekommen. Das ist richtig. Aber ich sehe kaum eine andere Möglichkeit zur Steuerung. Ich werde den Smoker möglichst luftdicht abdichten, sodass der Lufter die einzige Frischluftquelle ist.
Alex schrieb: > Ich werde den Smoker möglichst luftdicht abdichten, sodass > der Lufter die einzige Frischluftquelle ist. Die Sache ist nur, dass selbst wenn der Lüfter nicht dreht, trotzdem munter Frischluft angesaugt wird, nämlich durch den Kamineffekt. Da müsstest Du dann zusätzlich noch eine Klappe vorsehen, die komplett abriegelt.
> Das ist richtig. Aber ich sehe kaum eine andere Möglichkeit zur > Steuerung. Ich werde den Smoker möglichst luftdicht abdichten, sodass > der Lufter die einzige Frischluftquelle ist. Das wird nicht reichen weil vermutlich schon allein durch das Loch des Luefters zuviel Luft geht. Vermutlich brauchst du garkeinen Luefter sondern eine regelbare Klappe. Bei tradiotionellen Kohleoefen sieht es so aus das sie eine kleine verschiebbare Luke haben die einen minimalen Luftdurchsatz sicherstellt. Ausserdem gibt es eine groessere Klappe welche durch einen Themostaten bewegt wird. Einen Luefter brauchst du wenn du schmieden willst. :-) Olaf
Stimmt, ich denke ich werde noch eine Klappe vorsehen, um den Kamineffekt entgegenzuwirken. Wobei den Lufter ganz wegzulassen möchte ich nicht unbedingt. Es gibt Fälle, wo man die Temperatur schnell hochregeln will (Regen,Schneefall,Wind).
Bedenke, dass der Lüfter weit ausserhalb des Ofens untergebracht sein sollte (über ein Rohr verbunden) und dass dieser mit extremer Hitze konfrontiert werden könnte, wenn zum Beispiel Wind in die Abluftöffnung bläst.
So, ich mach mich dann mal an die Planung und Schaltungsentwurf. Vielen Dank für eure Antworten, dadurch habe ich viele potenzielle Fehler vermieden.
Knut Ballhause schrieb: > Bedenke, dass der Lüfter weit ausserhalb des Ofens untergebracht sein > sollte (über ein Rohr verbunden) und dass dieser mit extremer Hitze > konfrontiert werden könnte, wenn zum Beispiel Wind in die Abluftöffnung > bläst. Gegen das Hineinblasen durch die Abluftöffnung gibt es drehbare Windhutzen, die bei Wind, je nach Ausformung, verhindern das der Wind von oben reinbläst oder durch den Bernoulli-Effekt Luft heraussaugen.
so wie ich das ganze bis jetzt verstanden habe, soll in dem teil fleisch geräuchert werden? das würde dann nach meinem bisherigen verständnis bedeuten, dass das fleisch mit KOHLE geräuchert wird? pfui teufel, für sowas nimmt man im normalfall holz (buche, kiefer, fichte, ...)
Hy , hab in einem Billigteil (79€) auch schon pulled pork gemacht (16h) mit der 1/3 / 2/3 Metode dann hast du schon mal die ersten 5-6 Stunden perfekt überbrückt dann immer mal wieder ein bisschen was nachlegen. Aber bei www.grillsportverein.de kann man alles genau nachlesen. Das mit der Regelung hab ich mir auch schon mal überlegt aber du musst trotzdem Kohlen nachlegen und dabei schaust du sowieso ob alles passt . Gruß Michi_B
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