Letztens wie immer am späten Abend heimgekommen und die Wohnzimmerlampe angeschaltet -> ein Knall ein Blitz und alles im Dunkeln! Nach dem ersten Schreck folgte der beherzte Griff zum Sicherungsautomaten der ausgelöst hatte und siehe da bis auf eine Glühlampe brannten alle wie immer. Hab mir die Kleine dann mal genauer angeschaut: Nicht wie sonst war nur der Lichtbogen innerhalb des Klobens sondern brannte fröhlich im Sockel. Fazit: Metalldampf außen am Kolben, ein Loch im Sockel das vorher noch nicht da war, und 16A Auslösestrom.
Sowas kenne ich, passiert aber eher selten, dass der Lichtbogen im Sockel brennt. Meistens brennt er ja im Inneren des Glaskolbens und bringt die 2 dünnen Leitungen zu den Haltern vom Wolframdraht zum schlmelzen. Wie kann sich eigentlich ein Lichtbogen auf die weise bilden? Sind die Leitungen zu der Lampe etwa so hochinduktiv, dass beim Durchbrennen des Glühfadens eine Spannungsspitze bildet, die den Lichtbogen zündet? Allerdings glaube ich nicht, dass die Zuleitungen so stark induktiv sein können.
Ich denke, daß innerhalb des Kolbens der verdunstende Glühfaden direkt zum Lichtbogen wird. Der hohe Strom bring die von dir erwähnten dünnen Drähte im Sockel zum Abschmelzen. Vielleicht hat sich diesmal auch im Sockel ein Lichtbogen gebildet? Warum bei mir immer die kleinen E14 Dinger so in die ewigen Jagdgründe gehen, und sich nie eine E27 Lampe so verabschiedet hat, das ist sehr ominös.
Thomas S. schrieb: > Sind die > Leitungen zu der Lampe etwa so hochinduktiv, dass beim Durchbrennen des > Glühfadens eine Spannungsspitze bildet, die den Lichtbogen zündet? Im ersten Augenblick nach dem Durchbrennen ist der Abstand zwischen den Glühfadenhälften sehr gering => hohe Feldstärke => Lichtbogenzündung. Dafür reicht schon die normale Netzspannung aus.
@ Yalu X. (yalu) (Moderator) >Im ersten Augenblick nach dem Durchbrennen ist der Abstand zwischen den >Glühfadenhälften sehr gering => hohe Feldstärke => Lichtbogenzündung. >Dafür reicht schon die normale Netzspannung aus. Ja, aber den Lichtbogen gibt es zum Glück eher selten. Also, welche Bedingungen führen zum Lichtbiogen anstatt einem einfachen, unspektakulärem Durchbrennen? Mal ein Schuß ins Blaue. Wenn der Glühdraht an der dünnsten Stelle durchbrennt, und da zufällig im Strommaximum der 50 Hz, dann kann der sich teilende Draht einen Lichtbogen ziehen, je nach "Federwirkung" des Glühdrahtes. Federt er zu schnell auseinander, bricht der Lichtbogen wieder ein und es passiert nix. MFG Falk
Falk Brunner schrieb: > Federt er zu schnell auseinander, bricht der Lichtbogen > wieder ein und es passiert nix Wie schnell soll der denn auseinanderfedern? Nach 5ms ist doch eh Schluss, weil Nulldurchgang der Netzspannung.
@ Timm Thaler (timm-thaler) >Wie schnell soll der denn auseinanderfedern? Nach 5ms ist doch eh >Schluss, weil Nulldurchgang der Netzspannung. Für den Peng reichen zwei, drei Millisekunden, wenn der Lichtbogen richtig brennt und Material (den Glühfaden) atomisieren kann. Es muss aber eine Kettenreaktion zustande kommen. Wie das GENAU passiert, ist die Quizfrage. MFG Falk
Manchmal flackern die kleinen Biester kurz vorm Ableben so heftig, daß man schon merkt der Glühfaden ist kurz vorm Aufgeben. Deshalb ist es auch meine Vermutung aus einem immer dünner werdenden Glühfaden wird durch Phasenübergang direkt ein Lichtbogen.
Falk Brunner schrieb: > Für den Peng reichen zwei, drei Millisekunden Das bezweifle ich nicht, ich meinte eher die andere Variante: dass die Glühfäden in < 5ms durch mechanische Spannung soweit auseinanderschnippen, dass eben kein Lichtbogen entsteht.
Falk Brunner schrieb: > Ja, aber den Lichtbogen gibt es zum Glück eher selten. Nein, Lichtbogen in der durchbrennenden Glühlampe ist die Norm. Irgendein Gas (wenn auch dünn) ist da drin, dass sich ausreichend Ionen bilden können, und der heiße Wolframdraht emittiert genügend Elektronen. Normalerweise sollte sowas allerdings von einem als Sicherung ausgebildetem Drahtstück im Sockelbereich abgefangen werden. Das war (ist?) das Problem der HV-Halogenlampen, bei denen man technologisch (verpresstes Quarzglas mit steifen Stiften) keine solche Sicherung so einfach mit unterbringen kann, dadurch haut's dann immer den Leitungsschutzschalter 'raus.
Was mir schon mal auffiel: Und zwar habe ich hier eine selbst gebastelte Lampe, einfach eine E27-Fassung mit 10cm starrem Installationskabel und Netzstecker dran. Das Teil steckt man in irgend eine Steckdose, und man hat Licht. Das war mal nützlich als eine Art Baustellenlampe bei der Wohnungsrenovierung. Z.B. wenn die Deckenlampe abmontiert ist, weil man die Decke tapeziert oder anstreicht. Zur Zeit befindet sich darin eine 100W-Glühbirne, die manchmal durch geht. Dann tippe ich sie an, der Glühfaden punktet sich wieder an, und sie brennt wieder ganz normal. Das funktionierte bisher schon öfter, mit der selben Birne. Ich habe bei den 100W-Lampen beobachtet, daß es tatsächlich verschiedene Glühfadengeometrien gibt. Von ziemlich schwabbelig bis ziemlich fest. Damit hängt sicherlich auch einiges zusammen. Robustere Birnen für den Baustellenbereich haben dickere kürzere Drahtwendeln, die etwas mehr Stoß und Schlag aushalten. Wobei die Drahtlänge sicher bei allen Birnen ähnlich ist, aber die Wickelform eben unterschiedlich.
>Nicht wie sonst war nur der Lichtbogen innerhalb >des Klobens sondern brannte fröhlich im Sockel. >Fazit: Metalldampf außen am Kolben, ein Loch im >Sockel das vorher noch nicht da war, und 16A >Auslösestrom. Das war nicht der Lichtbogen. Das ist ein simpler Produktionsfehler, der schon von Anfang an bestand, und dort etwas dünnes Blech (Stärke 0) produzierte. Oder sieht jemand dort die üblichen "Schmauch"spuren, irgendwelches geschmolzenes Material, Verfärbung, ...? Eigentlich ist der Sockel vom Glaskolben-Inneren durch das Glas getrennt - da kann sich eigentlich kein Lichtbogen durchfressen, solange das Glas selber nicht zerspringt (offensichtlich ist die "Birne" ja noch heile, was die Geomnetrie angeht).
Mein Reissack ist gerade umgefallen, ich fand es wichtig, das zu erwähnen.
Niklas Schulze schrieb: > Mein Reissack ist gerade umgefallen, ich fand es wichtig, das zu > erwähnen. Immernoch stinkig, weil Dich hier kaum jemand sonderlich ernst nimmt? :-))
Jens G. schrieb: > Das war nicht der Lichtbogen. Das ist ein simpler Produktionsfehler, der > schon von Anfang an bestand, und dort etwas dünnes Blech (Stärke 0) > produzierte. Ich hab noch nie eine solche Lampe mit durch Produktionsfehler schon vorhandenem Loch gesehen. > Oder sieht jemand dort die üblichen "Schmauch"spuren, irgendwelches > geschmolzenes Material, Verfärbung, ...? Die hat man auf dem Glühlampenglas schon gesehen, silbrig glänzender Metalldampf außen aufgeschlagen, sieht man im Foto nicht so richtig. > Eigentlich ist der Sockel vom Glaskolben-Inneren durch das Glas getrennt > - da kann sich eigentlich kein Lichtbogen durchfressen, solange das Glas > selber nicht zerspringt (offensichtlich ist die "Birne" ja noch heile, > was die Geomnetrie angeht). Ach! Der Anschlußdraht im Sockel hat beim schmelzen einen zweiten Lichtbogen gebildet hat, und damit das Loch eingebrannt.
>Ich hab noch nie eine solche Lampe mit durch Produktionsfehler schon >vorhandenem Loch gesehen. Ich schon. Deswegen meine Idee, daß dies nur ein Prod.-fehler ist.
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