Warum ist Elektronik so exakt - wie kann man die Natur so exakt beherrschen, daß man µm-Toleranzen erreichen kann? Was ich meine ist folgendes: Computer werden von Software gesteuert. Viele Befehle, die Strom durch jeweils unterschiedliche Bahnen fließen lassen. Warum gibt es nicht viel häufiger Fehler? Ich meine, ein Programm stürzt ab, wenn nur einmal statt einem a ein b steht, da dadurch der Hash-Code verändert wird. In der Qualitätskontrolle werden 99,9999% Fehlerfreiheit garantiert. In solchen Zusammenhängen verstehe ich die Aussage nicht, daß alles Zufall sei oder besser: Warum es uns interessieren sollte, daß in Dimensionen die wir mit unseren Sinnen nicht mehr wahrnehmen können, Prozesse zufällig ablaufen. Denn oft wird von Technikfeinden aber auch Physikern vom Zufall in der Technik gesprochen, und daß dieser so relevant sei oder wer besonders angeben will integriert noch schnell die Unschärferelation. In anderen Worten, von welchem Zufall und welcher Bedeutung reden die Menschen, wenn ich täglich Wunder, ja Wunder sehe was möglich ist. Und zwar immer noch. Wenn ich meine mit Microcontroller ausgestatteten Geräte, die ich selbst entworfen habe ansehe, dann sind sie in meinem Leben eine Konstante geworden, die sich nicht verändert. Hat man sie erstmal dimensioniert, funktionieren komplexe Befehlsabläufe ohne merkbaren Fehler über Jahre hinweg täglich ohne merkbare Abweichung.
Niklas Schulze schrieb: > 99,9999% Fehlerfreiheit Das gibt es nicht. Ein Produkt ist entweder 100% fehlerfrei oder fehlerbehaftet. Niklas Schulze schrieb: > Ich meine, ein Programm stürzt ab, wenn nur einmal > statt einem a ein b steht Muss nicht sein, aber es macht einfach etwas anderes. Niklas Schulze schrieb: > In solchen Zusammenhängen verstehe ich die Aussage nicht, daß alles > Zufall sei Das ist kein Zufall, sondern Physik. Der Strom nimmt den Weg des geringsten Widerstandes. Niklas Schulze schrieb: > Wenn ich meine mit Microcontroller ausgestatteten > Geräte, die ich selbst entworfen habe ansehe, Niklas Schulze schrieb: > Hat man sie > erstmal dimensioniert, funktionieren komplexe Befehlsabläufe ohne > merkbaren Fehler über Jahre hinweg täglich ohne merkbare Abweichung. Das liegt einerseits an der verglichen einfachen Struktur des Mikrocontrollers gegenüber von Computer-CPUs und deren Pripherie, andererseits in den einfachen und - wahrscheinlich - gut geschriebenen Programmen. Aber lass nur mal zum Beispiel die Abblockkondensatoren an Deinem Controller weg oder schließe lange Leitungen an die Portpins an, was meinst Du, wie "zufällig" Dein Gerät dann darauf reagiert. Es gibt einfach bestimmte Regeln, nach denen Dinge funktionieren. Werden diese nicht eingehalten oder gestört, kann kein Gerät oder keine Anlage dauerhaft funktionieren.
Halbleiter-Elektronik ist extrem weit entwickelt. Dies weil beliebig viel Geld dahintersteht, weil fast Beliebiges moeglich ist. Vor 60 Jahren war die Mechanik auch so weit. Alle Maschinen waren schliesslich mechanisch, teilweise mit unheimlich genialen Details. Wenn man Mechanik gegen Elektronik ausspielt muss man immer Kosten gegen Zuverlaessigkeit& Lebensdauer abwaegen. Die Elektronik ist in der Regel weniger zuverlaessig wie die Mechanik. Eine E-Lok mit 60 Jahren ist noch gut im Schuss. Mit Halbleiter-Elektronik ist bei 20 Jahren Lebensdauer langsam Schluss.
In meinen Computer hab ich eine Glaskugel eingebaut, nun weiß der ganz genau was ich will und macht immer das was ich will.
Zweieinhalb Oschi schrieb: > Die Elektronik ist in der Regel weniger > zuverlaessig wie die Mechanik. Eine E-Lok mit 60 Jahren ist noch gut im > Schuss. Mit Halbleiter-Elektronik ist bei 20 Jahren Lebensdauer langsam > Schluss. Den Faden weiter gespinnt heisst das (vielleicht), dass in 40 Jahren die Elektronik auch nur noch ein alter Schuh ist und durch etwas neues "abgelöst" wird. Bin schon sehr gespannt was das sein wird. Wahrscheinlich werden einige unter uns das noch im hohen Alter erleben können.
Knut Ballhause schrieb: > Niklas Schulze schrieb: >> 99,9999% Fehlerfreiheit > > Das gibt es nicht. Ein Produkt ist entweder 100% fehlerfrei oder > fehlerbehaftet. Nicht so ganz. Nur im Augenblick, an dem es getestet wurde. Ich selbst, der mit Elektronik viel zu tun hat, staune immer über die Chips mit Millionen Transistorfunktionen in meinem Auto. Das ist bei mir nicht vergangen, und sicher auch gut so. Wenn da eine einzige Transistorfunktion ausfällt, steht man vielleicht irgendwo in der Pampas, und muß den Abschleppwagen rufen. Ein teueres Steuergerät (ABS) wurde auch tatsächlich schon ersetzt. Bei elektronischen Bauteilen hat man ja die berühmte Badewannenkurve für die Ausfallratenbetrachtung. 100% der Lebensdauer erreichen nicht alle Bauteile. Wenn nicht im Datenblatt, aber bei den Herstellern erhält man Daten zu Ausfallraten eines Bauteils, wenn man seriöse Entwicklung betreibt. Gelegentlich möchte ein Kunde mal die Ausfallrate einer Geräteserie wissen. Jetzt eher auf die reine Hardware bezogen. Und dann berechnet man sie eben. Da kommt dann z.B. sowas heraus, daß man dem Kunden sagen kann: Im Schnitt fällt bei dir alle 3,5 Jahre ein Gerät aus. Und nicht, weil man es selbst schlecht entwickelt hat. Das ist das Ergebnis der Betrachtung der einzelnen Ausfallraten aller Bauteile im Gerät. Bei der Software ist es durchaus möglich, daß mal ein Zeichen "A" zum "B" wird, indem ein einzelnes bit kippt.
Digitale Technik ist ein Weg, den Zufall in der Elektronik loszuwerden. Analog kriegt man Rauschen rein, das - einmal im Signalweg drin - nicht wieder verlustfrei rauszukriegen ist. Digital hingegen stört Rauschen erst auf hohem Niveau und lässt sich dann auch noch über entsprechende Codierung verlustfrei korrigieren.
A. K. schrieb: > Analog kriegt man Rauschen rein, das - einmal im Signalweg drin - nicht > wieder verlustfrei rauszukriegen ist Das ist so nicht ganz richtig. Manchmal braucht es sogar ein gewisses Rauschen, damit z.B. eine AD-Wandlung richtig funktioniert. (Stichwörter: Oversampling, Dithering)
Elektronik ist der beste Beweis, daß die Aussage beständig sei nur der Wandel falsch ist.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Knut Ballhause schrieb: > >> Niklas Schulze schrieb: >>> 99,9999% Fehlerfreiheit >> >> Das gibt es nicht. Ein Produkt ist entweder 100% fehlerfrei oder >> fehlerbehaftet. > > Nicht so ganz. Nur im Augenblick, an dem es getestet wurde. Und nur in der Testumgebung. Externe Einflüsse lassen sich durch keinen Test der Welt ausschliessen. Außerdem ist gerade bei komplexen Schaltungen und Programmen immer die Verkettung von ungünstigen Umständen möglich, so dass das "fehlerfreie" Produkt plötzlich massive Probleme macht. Wenn im Feld Fehler auftreten, die im Labor plötzlich weg sind, wenn Geräte wegen Fehlern reklamiert werden, die nicht durch simple Fehlbedienung ausgelöst werden können, diese Fehler dann aber beim Test einfach nicht mehr auftreten, dann ist da immernoch ein Haufen Zufall dabei, der im einfachsten Fall als solcher abgetan werden kann. Im schlimmsten Fall verliert der Kunde das Vertrauen in das Produkt und du bist einen Käufer los. Der Zufall sitzt immer mit im Boot, je nachdem, wie massiv die Auswirkungen sind, kann man das ignorieren oder hat ein echtes Problem.
Zufall = Wahrscheinlichkeit(srechnung) es wird "einfach" alles so konstruiert dass es z.b. "nur" alle paar jahre einmal ein fehler auftritt diese Wahrscheinlichkeit lässt sich ganz einfach durch zeit/geld/material/spannung/takt usw. höher oder niedriger schrauben (siehe z.b. SATA vs. (echte) SAS festplatten) ist aber in der mechanik nix anderes .. Kugellager ist auch so ein "Wunder" trotzdem hat es nur eine WAHRSCHEINLICHE lebensdauer (normalverteilt, nehme ich mal an) kann also theoretisch auch nach 1 woche schon hinüber sein.. edit: @Niklas Schulze: das was du nimmst möcht ich auch haben ;-)
Robert L. schrieb: > edit: @Niklas Schulze: das was du nimmst möcht ich auch haben ;-) Willst du damit sagen, daß du dich nur unter Drogeneinfluß über etwas freuen kannst? Dann tust du mir leid.
Johnny B. schrieb: > Das ist so nicht ganz richtig. Manchmal braucht es sogar ein gewisses > Rauschen, damit z.B. eine AD-Wandlung richtig funktioniert. > (Stichwörter: Oversampling, Dithering) Ist A/D-Wandlung mit seiner Quantisierung wirklich ein gutes Beispiel für konsequent analoge Elektronik? ;-)
Niklas Schulze schrieb: > Robert L. schrieb: >> edit: @Niklas Schulze: das was du nimmst möcht ich auch haben ;-) > > Willst du damit sagen, daß du dich nur unter Drogeneinfluß über etwas > freuen kannst? Dann tust du mir leid. Was, du stehst unter Drogen? Behalte das lieber für dich, sonst wirst du hier noch zum schlechten Vorbild für andere Jugendliche :) Btw: Wie ist denn nun deine Antwort auf Roberts Frage, welches Lötzinn zu nimmst, um die 99,9999% Fehlerfreiheit in deinen Schaltungen zu garantieren? ;-)
> Eine E-Lok mit 60 Jahren ist noch gut im > Schuss. Mit Halbleiter-Elektronik ist bei 20 Jahren Lebensdauer langsam > Schluss. Totaler Stuss. Du vergisst, dass deine E-Lok aller naselang ins Betriebswerk muss, um alle nur denkbaren Teile und Betriebsflüssigkeiten zu erneuern. Elektronik läuft dagegen größtenteils wartungsfrei. Bei der Elektronik handelt es sich größtenteils um moralischen Verschleiß - es gibt dann eben nach 20 Jahren Geräte, die besser, leiser, kleiner sind.
Yalu X. schrieb: > Was, du stehst unter Drogen? Behalte das lieber für dich, sonst wirst du > hier noch zum schlechten Vorbild für andere Jugendliche :) Bist du noch ganz sauber?
>> Eine E-Lok mit 60 Jahren ist noch gut im >> Schuss. Mit Halbleiter-Elektronik ist bei 20 Jahren Lebensdauer langsam >> Schluss. >Totaler Stuss. Du vergisst, dass deine E-Lok aller naselang ins >Betriebswerk muss, um alle nur denkbaren Teile und Betriebsflüssigkeiten >zu erneuern. Elektronik läuft dagegen größtenteils wartungsfrei. Leider auch totaler Stuss. Klar muss eine Lok alle paar Millionen Kilometer revdiert werden. Sie kann aber auch revidiert werden. Was man von Elektronik nicht sagen kann. Ein Kollege von mir macht Elektronik Maintenance. Ja. Elektronik is groesstenteils wartungsfrei. Nach 10-15 Jahren muss man die Elkos ersetzen. Wenn aber nur ein Halbleiter in dieser zeit kaputt ging, wird es schwierig, denn moeglicherweise ist er nicht mehr erhaeltlich. Einen Transistor kann man ersetzen. Bei Controllern wird es schwierig.
Robert L. schrieb: > ist aber in der mechanik nix anderes .. > Kugellager ist auch so ein "Wunder" Z.B. ein Radlager im Auto. Mal ist es nach 20.000km hin, und ein anderes mal bei 200.000km. Wobei da sicherlich die Umgangsweise durch den Besitzer auch mit spielt. > trotzdem hat es nur eine WAHRSCHEINLICHE lebensdauer (normalverteilt, > nehme ich mal an) kann also theoretisch auch nach 1 woche schon hinüber > sein.. Bei der Badewannenkurve hat man links den Frühausfall, den man noch mal gesondert betrachten muß. Das sind dann die Garantiesachen, eben frühe Ausfälle. Für besonders ausfallsichere Geräte, z.B. für teuere Satelliten, wo man zur Reparatur nie mehr dran käme, gibt es da den so genannten Burn-In, bei dem die Bauteile im Wärmeschrank künstlich vorgealtert werden. Man eliminiert damit den Frühausfallteil links in der Badewannenkurve, und ein Gerät beginnt bei normaler Alterung zu laufen. Über den langen geraden Teil, den Badewannenboden, hat man dann ungefähr sowas wie eine konstante Verteilung. Der rechte Teil der Badewannenkurve gibt wiederum das Lebensende wieder, bzw. die Verschleißgrenze. Zur Badewannenkurve fand ich noch mal folgendes: http://de.wikipedia.org/wiki/Badewannenkurve Das Thema hatte ich im Fach "Elektronische Bauelemente", welches bei den Klausuren wiederum sehr hohe Ausfallraten hatte. ;-) Bei Halbleitern hatte ich übrigens mal die Lebensdauer 10^9 Stunden im Kopf. Das ist schon Jahre her, und bezog sich, glaube ich, auf einfache Gatterbausteine, z.B. 7400 oder 4000. Oder auf einen einfachen Universal-Kleintransistor. Das wäre schon beachtlich, aber vorstellbar. Es kommt da wohl auch auf die Komplexität des Halbleiters an. Zu den warm werdenden Prozessoren in PCs diskutierte ich mal mit meinem Halbleiter-Prof. zur Lebensdauer, wie Integrationsdichte und hohe Temperatur zusammen spielen. Über die Dotierungsprofile kamen wir auf das Thema Ausdiffundieren der Zonen zu sprechen. Die eindeutige Meinung war: Nach 10 Jahren interessiert das Teil doch keine Sau mehr. ;-) Da hat er Recht. Und ich verfüge ja hier selbst über Halbleiter oberhalb der Verschleißgrenze, noch nicht mal allzu komplex, Spannungsregler L7818, hab das also leibhaftig gesehen.
Niklas Schulze schrieb: > Menschen, wenn ich täglich Wunder, ja Wunder sehe was möglich ist. Das ist sehr einfach zu erklären: Dir fehlt ne ganze Latte an Wissen, so wie zB. ein Mensch aus dem 15. Jahrhundert der nun unsere Zeit erleben dürfte. Das ist so wie die Wunder in den Religionen, die Menschen können sie sich nicht erklären und machen daraus Wunder. So. Wie du siehst reagieren die meisten Leute hier ziemlich relaxt auf deine wunderliche Frage, weil sie das nötige Hintergrundwissen haben ;) Man kann nicht alles wissen, unbestritten, und auch die Experten hier wissen mit Sicherheit nicht alles. Aber sie glauben nicht an Wunder, sondern an Erkenntnisse, und das ist das erste was du an dir ändern musst. Es gibt zwei Arten von Zufall in der Informationstheorie: 1.) Ereignisse (Punkte auf der Raumzeit-Koordinate) deren Kausalität für uns physikalisch nicht erkennbar ist. Das äußert sich zB. in elektronischen Schaltungen als themisches Rauschen. Man könnte dies als echten Zufall bezeichnen. 2.) Den Pseudozufall. Dieser wird durch math. Algorithmen erzeugt und ist deterministisch, also kausal 100% erklärbar. Dieser Zufall wird benutzt um bestimmte Prozesse pseudozufällig zu machen. ZB. wie oben schon geschrieben kann man künstliches Rauschen (Pseudozufall) in die Signalverarbeitung einbauen um die Auflösung des Systemes zu erhöhen. Ein Beispiel bei dem beide Arten bewusst zu Anwendung kommen ist die Kryptographie/Kryptologie. Jeder Techniker, jeder Bastler hier, wird mit Sicherheit mit Zufall, dessen Bedeutung und Anwendungen in seiner Arbeit/Hobby konfrontiert werden. Insofern ist deine Frage eine sehr gute. Gruß Hagen
A. K. schrieb: > Johnny B. schrieb: > >> Das ist so nicht ganz richtig. Manchmal braucht es sogar ein gewisses >> Rauschen, damit z.B. eine AD-Wandlung richtig funktioniert. >> (Stichwörter: Oversampling, Dithering) > > Ist A/D-Wandlung mit seiner Quantisierung wirklich ein gutes Beispiel > für konsequent analoge Elektronik? ;-) Ja denke ich schon. Man nutzt konsequent die Mathematik aus. Denn erst wenn man das Gesamtsystem, bis zu den digitalen Bits nach dem ADC und was man daraus digital berechnet, betrachtet kann man erkennen das es sinnvoll sein kann schon ganz am Anfang in der analogen Signalverarbeitung (dem Präprozessing der Signale) zusätzliches Rauschen einzubauen. Ergo: um auf diese Idee zu kommen muß der Ingeneur das Wissen um das Gesamtsytem besitzen und ausreichend Wissen über die äußere Umwelt in dem sein System laufen soll. Ansonsten kann man nicht darauf kommen das man absichtlich Zufall beimischt und sich das Gesamtsystem verbessert. Übrigens gibt es auch in dieser digital/analogen Welt echten Zufall. Betreibt man diese Geräte immer weiter ausserhalb iherer Spezifikationen, zB. bei extremen Temperaturen, dann wird dieses System immer mehr aus unserer Sicht ungewollt zufällig reagieren. Berachtet man den Moment an dem dieses System dann funktionsunfähig wird wird man feststellen das es ein Zufallsereignis war das dieses System kollabieren ließ. Bsp: komplett digitale CPU kackt einfach ab -> nötiges Ereignis war durch externe radioaktive Strahlung die Zerstörung einer Speicherstelle. Gruß Hagen
Man könnte jetzt theoretisch argumentieren, dass jede elektronische Schaltung auf Zufallsprinzipien basiert. Denn warum fliesst bei einem Volt ein Ampere durch ein Ohm? Weil sich halt in einer Sekunde 1 Coulomb Elektronen durch das Teil zwängen können, ohne sich die Rübe zu stossen (ok, das ist jetzt sehr sehr vereinfacht formuliert). Letztendlich sind das doch alles quantenphysikalische Effekte, oder? Nur: Die Wahrscheinlichkeit, dass mal plötzlich eine Sekunde lang nur ein halbes Ampere fliesst, ist sooooooooooooooooooooooooooo fürchterlich klein, dass das nie nie nie nie eitreten wird. Gilt nicht nur für Elektronik, sondern für viele andere physikalische Effekte. ... Aber ich denke, das ist schon seeeehr philosophisch. :-))
Simon Huwyler schrieb: > Man könnte jetzt theoretisch argumentieren, dass jede elektronische > Schaltung auf Zufallsprinzipien basiert. Ja aus quantenmechanischer Sicht muß man sogar so argumentieren. Aber was viele (sogar Profs./Dr. der Kreationisten) nicht verstehen wollen/können ist das beim Übergang dieser quantenmechanischen Ereignisse zum Makrokosmos sich dieser "Zufall" ändert hin zu einer Ordnung. Das ist ganz einfach zu erklären: Betrachten wir ein Quantum alleine so ist das zufällig, wie jedes andere Quantum selber. Aber diese exitieren als rießiger Haufen von Quanten an einem Ort im Makrokosmos an dem physikalische Gesetze herrschen. Nun kommt die Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung ins Spiel. Denn aus Sicht des Makrokosmos verhält sich dieser große Haufen aus unzähligen Quanten nicht mehr zufällig sondern geordnet. Gleiches Prinzip Evolution: Man behauptet unsere Evolution basiere auf Zufallsereignissen. Das stimmt die Mutationsrate mutiert ca. 2.3% unsere Gene zufällig. Wie kann dann bei einem iterativen Prozess, wie die Evolution, bei sich akkummulierenden Zufallsereignissen die Ergebnisse der Evolution nicht zufällig sein ? Ganz einfach weil es ein Ordnungskriterium gibt: die Selektion und diese ist die eigentliche Triebkraft der Evolution. Der Zufall bei den Genmutationen ist das Gleiche wie wenn man beim ADC vorher leichtes Quantisierungsrauschen hinzufügt. Und so ist es auch beim Übergang von Quanten-Kosmos zum nächst höheren Makrokosmos. Wichtig ist zu wissen das dabei der Zufall nicht verschwindet, aber auf Grund der Statistik/Wahrscheinlichkeiten der goßen Zahlen (hier unabzählbar viele Quanten die dann erst unsere Atome bilden) wird dieser Zufall quasi glatt gebügelt und es entsteht Ordnung. Zufall ist also NICHT das Gegenteil von Ordnung, und das ist das was sogar Akademiker manchesmal vergessen. Gruß Hagen
anderes Beispiel: du hast drei Eimer gefüllt mit roten, grünen und blauen Kugeln gleicher Größe. Der Eimer mit Blau hat nur halb soviele wie der mit rot und grün. Nun mischen wir diese drei Eimer, schütten das auf dem Boden aus und betrachten das Resulat von Weitem. Wir sehen ein schönen glattes Gelb. Aus dem "Nichts heraus" entsteht oh Wunder aus zufällig verteilten bunten Kugeln eine Farbe. Nun das Ordnungskriterium: Du musst beim Mischen jede zweite rote und grüne Kugel entfernen, das nennt sich dann Selektion. Und schwups entsteht bei Betrachtung aus der Ferne ein schönes Weiß. Wichtig ist: die Menge der roten, blauen, grünen Kugeln ist eben nicht zufällig sondern mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit gleichverteilt. Je größer diese Mengen werden desto mehr werden lokale Zufallsunterschiede (kleinere zufällige Anhäufungen mit gleichfarbigen Kugeln) eleminiert, sie gehen in der großen An-Zahl unter -> Gesetz der großen Zahlen. Viele gleichartige Zufallsereignsse sind eben immer gleichverteilter je größer die betrachtet Stichprobe wird. Damit ist Zufall auch Ordnung. Gruß Hagen
Hagen Re schrieb: > Wichtig ist: die Menge der roten, blauen, grünen Kugeln ist eben nicht > zufällig sondern mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit > gleichverteilt. Je größer diese Mengen werden desto mehr werden lokale > Zufallsunterschiede (kleinere zufällige Anhäufungen mit gleichfarbigen > Kugeln) eleminiert, sie gehen in der großen An-Zahl unter -> Gesetz der > großen Zahlen. Genau das meinte ich mit Simon Huwyler schrieb: > Nur: Die > Wahrscheinlichkeit, dass mal plötzlich eine Sekunde lang nur ein halbes > Ampere fliesst, ist sooooooooooooooooooooooooooo fürchterlich klein, > dass das nie nie nie nie eitreten wird. und Simon Huwyler schrieb: > ... Aber ich denke, das ist schon seeeehr philosophisch. :-)) :-))
Simon Huwyler schrieb: > Simon Huwyler schrieb: >> ... Aber ich denke, das ist schon seeeehr philosophisch. :-)) nee eben nicht, wenn es was gibt womit ich nichts anfangen kann dann ist es Theologie und Philosophie. Wir brauchen diese Wissenschaften nicht um uns das zu erklären. Physik und Mathematik sind eigentlich ausreichend. Also nichts gegen Theologie und Philosophie, aber diese beschäftigen sich hauptsächlich mit Allem was aus dem menschlichen Geist heraus erschaffbar ist. Die Mathematik über den Umweg der Physik beschäftigt sich direkt mit unserer Umwelt und versucht diese erkennbar, begreifbar zu machen. Dabei muß die Physik mit Experimenten ihre Postulate verifizieren (eigentlich eher Falsifizieren) und das Experiment muß reproduzierbar sein. Nun ich habe noch nie ein theologisches oder philosophisches Experiment gesehen das nach dieser Methodik durchgeführt wurde. Wär ja schon lustig: wir schaffen eine künstliche Poupulation mit künstlicher Evolution und schauen mal ob die ersten Lebensformen die so langsam ein Bewusstsein entwickeln ebenfalls wie wir Menschen auf die Idee einens Gottes kommen, ja Gott existiert ich weiß das, kann ihn sogar quantifizieren und lokalisieren ;) Jetzt wirds OT, sorry. Gruß Hagen
Hagen Re schrieb: > Also nichts gegen Theologie und Philosophie, Mir sind im Internet schon mal Theologen begegnet, die Amateurfunker sind, und zwar richtig gut auf Ingenieursniveau. Habs mir aber nicht gemerkt bzw. notiert oder gespeichert. Keine Ahnung, was die sich denken, für ein Weltbild haben. Vielleicht sind sie von ihrer Sache überzeugt, und suchen irgend einen "Draht nach oben", in ein uns fremdes Medium.
Schau, ich möchte das machen was mich interessiert ergo respektiere ich das was Andere meinen denken zu müssen. Letzendlich ist mir Vielfalt im Denken und Meinungen viel viel wichtiger. Dh. aber eben nicht das ich eine solche Meinung für mich akzeptieren muß. Es ist also keinesfalls "herabsetzend" zu verstehen, nur meine, nur eine Meinung dazu ;) Gruß Hagen
Wilhelm Ferkes schrieb: > Vielleicht sind sie von ihrer Sache > überzeugt, und suchen irgend einen "Draht nach oben", in ein uns fremdes > Medium. Mit Sicherheit ist dem so, was wären wir wenn wir nicht ebenso von unseren eigenen Prinzipien überzeugt wären ? Gruß Hagen
Hagen Re schrieb: > anderes Beispiel: du hast drei Eimer gefüllt mit roten, grünen und > blauen Kugeln gleicher Größe. Der Eimer mit Blau hat nur halb soviele > wie der mit rot und grün. Nun mischen wir diese drei Eimer, schütten das > auf dem Boden aus und betrachten das Resulat von Weitem. Wir sehen ein > schönen glattes Gelb. Aus dem "Nichts heraus" entsteht oh Wunder aus > zufällig verteilten bunten Kugeln eine Farbe. nimm lieber ewigleuchtende LEDs ;) (Du gehst von dem additivem Farbkreis(Physiker) aus, nicht von dem subtraktiven(Künstler))
Hagen Re schrieb: > Mit Sicherheit ist dem so, was wären wir wenn wir nicht ebenso von > unseren eigenen Prinzipien überzeugt wären ? Leider ist es bei mir so, ich stelle fest, je mehr ich weiß, desto mehr bekomme ich das Gefühl, daß ich immer weniger weiß. Bzw. sehe immer mehr, was ich noch nicht weiß. Denn auf dem Marsch durch die Wissenschaften gehen immer mehr neue Baustellen auf. Inzwischen mache ich mir da so überhaupt gar nichts mehr draus, es ist wohl ganz normal. Leute, die sogar mal promoviert haben, oder gar Arzt oder Chefarzt sind, Uni-Professor, müßten das eigentlich auch wissen. Immerhin weiß ich besser als 90% andere Mitbürger, wie die Welt und die Technik funktioniert. Das ist doch schon was. Und keine Angeberei, wenn man mal E-Technik studiert hat, und in Entwicklungen arbeitete. Das Wissen auf der Welt verdoppelt sich zur Zeit wohl auch alle 5 Jahre. 25 Jahre zuvor war noch die Rede von 15 Jahren. Da kann wohl niemand mithalten. Wenigstens haben wir Internet. Mit riesigen Wandschränken an Hausbibliothek aus dem Spätmittelalter ist heute niemand mehr so gut beraten.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Leider ist es bei mir so, ich stelle fest, je mehr ich weiß, desto mehr > bekomme ich das Gefühl, daß ich immer weniger weiß. Bzw. sehe immer > mehr, was ich noch nicht weiß. Denn auf dem Marsch durch die > Wissenschaften gehen immer mehr neue Baustellen auf. Inzwischen mache > ich mir da so überhaupt gar nichts mehr draus, es ist wohl ganz normal. Das gleiche Empfinden habe ich auch, aber bei meinen Grund-Prinzipien führt es zum Gegenteil. Diese festigen sich immer weiter, auch einfach weil sie immer wieder von der Realität, bzw. meiner Umwelt, bestätigt werden. Es ist also eher so das sich mit wachsendem Wissen immer weitere neue interessante Wissensgebiete auftun, die aber nicht mit meinem Zeitkontigent vereinbar sind ;) Gruß Hagen PS: ließ mal http://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt
Hagen Re schrieb: > Wär ja schon > lustig: wir schaffen eine künstliche Poupulation mit künstlicher > Evolution und schauen mal ob die ersten Lebensformen die so langsam ein > Bewusstsein entwickeln ebenfalls wie wir Menschen auf die Idee einens > Gottes kommen, ja Gott existiert ich weiß das, kann ihn sogar > quantifizieren und lokalisieren ;) Haben doch die Mäuse gemacht, näheres im Anhalter ;-)
Hans H. schrieb: > Hagen Re schrieb: >> Wär ja schon >> lustig: wir schaffen eine künstliche Poupulation mit künstlicher >> Evolution und schauen mal ob die ersten Lebensformen die so langsam ein >> Bewusstsein entwickeln ebenfalls wie wir Menschen auf die Idee einens >> Gottes kommen, ja Gott existiert ich weiß das, kann ihn sogar >> quantifizieren und lokalisieren ;) > > Haben doch die Mäuse gemacht, näheres im Anhalter ;-) ;) und das beste was den Autoren einfallen konnte ist die Antwort: 42
Hagen Re schrieb: > Niklas Schulze schrieb: >> Menschen, wenn ich täglich Wunder, ja Wunder sehe was möglich ist. > > Das ist sehr einfach zu erklären: Dir fehlt ne ganze Latte an Wissen Ganz im Gegenteil mein Lieber. Du hast den Text nicht verstanden; wir sind schon lange nicht mehr auf der Ebene Wunder, die ein Ureinwohner wie du als Wunder bezeichnet.
nur mal so, damit man sich einen eindruck von herrn nicklas wunderknabe machen kann: Beitrag "Gute App-Programmierer" er is schon ein toller!
Michael H. schrieb: > nur mal so, damit man sich einen eindruck von herrn nicklas wunderknabe > machen kann: Beitrag "Gute App-Programmierer" > er is schon ein toller! Beitrag "Re: Gute App-Programmierer" faßt menschen wie dich perfekt zusammen
was denn, was denn? so ein übermensch wie du wird sich doch von sowas nicht angegangen fühlen? zu dem verlinkten post, in dem ich mich wiederfinden soll: 160€/h sind zur zeit noch ein bisschen zu viel. aber danke für die wertschätzung.
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