Hallo, ist es möglich mit einem AVR eine Wechselspannung von ca. 20V VPP zu messen? Reicht da ein Gleichrichter? Danke.
Hi. Gleichrichter ist nur der eine Teil. Dann hast du noch ein recht stark schwankendes Signal. Pufferkondensator, dann ein Spannungsteiler (abhängig von der Versorgungsspannung kannst du nur bis knapp unter dieser messen) der deine Spannung auf etwa 4V teilt. Allerdings musst du dann noch den Effektivwert berechnen. Das sollte in C aber kein Problem darstellen. Ach ja, Spannungsteiler möglichst hochohmig auslegen. Gruß, rescuetigerchen
Gleichrichter und Spannungsteiler 20V Spitze-Spitze sind gleichgerichtet 10V (Umax pulsierende Gleichspannung) unter der Annahme, dass du kein Offset auf deiner Wechselspannung hast. Davon noch die Flusspannung des Gleichrichters abziehen (ca. 1V). Einen Kondensator nicht vergessen, der sollte sich dank hochohmigen Eingang des AVRs nicht entladen Dann (sicherheitshalber) einen 1:4 Spannungsteiler (geht natürlich auch jeder andere Spannungsteiler, musst du dann am ADC beachten und umrechnen. Hängt von der Konfiguration und der Referenzsspannung ab und ganz WICHTIG: keine Spannung höher als die Betriebsspannung des AVR an den Pin legen --> siehe Datenblatt, absolute maximul ratings). Die Rechnung ist dann relativ simpel: Beispiel: Spannungsteiler 1:4 Referenzspannung 2,5V 8 Bit ADC (Mega 32 hat glaub 12 Bit) ADC Wert einlesen USS = 2,5 : 255 ADC-Wert 4 * 2 + 1 2,5 wegen der Referenzspannung 255 wegen dem 8 Bit ADC 4 wegen dem Spannungsteiler 2 wegen der Gleichrichtung +1 wegen der Diodenflussspannung Gruß Michi
Michael E. schrieb: > Davon noch die Flusspannung des Gleichrichters abziehen (ca. 1V). Wenns genauer sein soll, spendierst du dir einen aktiven Gleichrichter mit OP, der die Flußspannung der Diode wegregelt.
Tom schrieb: > Michael E. schrieb: >> Davon noch die Flusspannung des Gleichrichters abziehen (ca. 1V). > > Wenns genauer sein soll, spendierst du dir einen aktiven Gleichrichter > mit OP, der die Flußspannung der Diode wegregelt. Ja, z.B. die Schaltung aus dem Datenblatt des ICL7106 hier im Forum, Fig. 21. Gruss Harald
Tom schrieb: > > Wenns genauer sein soll, spendierst du dir einen aktiven Gleichrichter > mit OP, der die Flußspannung der Diode wegregelt. Man kann doch auch einfach die Flussspannung messen oder? Gibt ja kein Temperaturdrift, weil der Gleichrichter kaum belastet ist. Genau: Was spielt die Genauigkeit denn für ne Rolle? Da gibts noch mehrere Dinge, die man beachten kann neben dem OPV beim Gleichrichter :) z.B. Toleranz der Widerstände
Mit irgendwelchen Dioden gleichzurichten ist nicht so gut, da dann die temperaturabhängige Schwellspannung ins Messergebnis mitspielt. Bei 50 Hz kann man die Spannung herunterteilen, damit der Scheitelwert den Messbereich nicht überschreitet. Dabei mit einer Diode am Spannungsteiler negative Werte abfangen, diese Werte werden nicht gemessen. Den Scheitelwert entweder im sample-betrieb ermitteln, als Höchstwert innerhalb 20ms. Oder mittels Komparator den Nulldurchgang ermitteln und 5 ms danach messen.
das würde auch gehen, setzt aber eine exakte Frequenz voraus. Ebenso ein schnelles Schalten des Komparators, sonst entstehen hier auch wieder Messungenauigkeiten. Gibt es nicht Bausteine à la sample and hold? Den Maximalwert nach dem Triggern des Komparators könnte man dann als Spitzenwert annehmen, oder?
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