Forum: Offtopic "H4 Berufsgruppe"


von Juppi J. (juppiii)


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Seit H4 eingeführt wurde haben wir eine totale Gleichmacherei,wie im 
Sozialismus, in
dieser "H4 Berufsgruppe",egal ob einer kein 
Schulabschluss,Berufsabschluss
oder eine qualifizierte Ausbildung hat.
Es wird noch nicht einmal gewertet wie weit einer schon in das 
Steuersäckel eingezahlt hat.

Bei H4 Start habe ich immer wieder Diskusionen ,auch öffentlich 
angeregt,
warum der H4 Satz sich nicht auch auf diese Werte zurückführen lässt.

Ach müßte bewertet werden,ob ein Jugendlicher eine abgeschlossene 
Schulbildung,Berufsausbildung hat.
Es muß schon für Kinder und Jugendliche in dieser Sogenannten 
Leistungsgesellschaft erkennbar sein,das dich Bildung lohnt,
auch wenn danach die Arbeitslosigkeit droht,aber mit gestuften
"H4 Einkommen".

Wurde diese Art der "Entlohnung" schon irgendwo veröffentlicht?

von Der M. (mhh)


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Juppi J. schrieb:
> Bei H4 Start habe ich immer wieder Diskusionen ,auch öffentlich
> angeregt,
> warum der H4 Satz sich nicht auch auf diese Werte zurückführen lässt.

H4 ist Existenzminimum. Nach Deinen Vorstellungen müssen dann doch recht 
viele mehr bekommen. Woher soll das Geld kommen? Dann folgt doch nur 
noch mehr H4 Bashing...

von Michael S. (technicans)


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Der Mhh schrieb:
> H4 ist Existenzminimum.
> Nach Deinen Vorstellungen müssen dann doch recht
> viele mehr bekommen.
Bürgergeld war ja auch schon in der Diskussion.
> Woher soll das Geld kommen?
Na, vom Steuerzahler, woher sonst? Zur Zeit sind in der Hinsicht ja
wahre Rekordeinnahmen zu verzeichnen.
H4 gründet sich auf dem von der EU verlangten Gleichbehandlungsgrundsatz
und dem Lohnabstandsgebot.
Die Höhe und Berechnung ist, auch von Seiten der höchstrichterlichen
Justiz, immer noch nicht zufriedenstellend geklärt, soviel ich weiß.
Dafür ist mit der Einführung von H4 eine Umverteilung eingeführt
worden die auch ehemaligen arbeitsfähigen Sozialhilfeempfängern,
Selbständigen die von ihrer Arbeit nicht leben können, Menschen
mit extrem niedrigem Lohn, die dann durch Aufstockung gleich
gestellt werden und von Arbeitslosen sowieso die sonst keine Einkünfte
zum Leben haben, zugute gekommen. In dieser Breite war das früher
nicht so.
Man könnte es zwar staffeln, das würde aber dem Gleichheitsgrundsatz
entgegen stehen.

von M. S. (bugles)


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Juppi J. schrieb:
> Seit H4 eingeführt wurde haben wir eine totale Gleichmacherei,wie im
> Sozialismus, in
> dieser "H4 Berufsgruppe",egal ob einer kein
> Schulabschluss,Berufsabschluss
> oder eine qualifizierte Ausbildung hat.
> Es wird noch nicht einmal gewertet wie weit einer schon in das
> Steuersäckel eingezahlt hat.
>
> Bei H4 Start habe ich immer wieder Diskusionen ,auch öffentlich
> angeregt,
> warum der H4 Satz sich nicht auch auf diese Werte zurückführen lässt.

Dann würe ja ein Student garnix bekommen. Der Staat hat ja schon die 
Ausbildung finanziert. Ich finde es schon richtig das jeder das gleiche 
bekommt alles andere würde im Klagenchaos x 500 enden. Außerem bekommt 
ja jeder entsprechend seiner eingezahlten Leistungen ALG 1.

Ändern könnte man aber die Betreung der H4'ler bzw. diese mal effizient 
gestalten.

von Sni T. (sniti)


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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2408607:
> Mein Chef sagt immer, die meisten Arbeitslosen sind viel zu dick.

Gut, dass wir darüber geredet haben, was dein Chef so sagt. Angenommen 
die Aussage wäre nicht pauschalisierend und qualitativ völlig wertfrei - 
und man würde davon ausgehen, dass diese zutrifft: vergleich' mal, was 
ausgewogene Ernährung kostet und was die fetttriefende Pizza im Aldi 
kostet. Weiter ist auch so gut wie jeder Sport mit finanziellen 
Aufwendungen verbunden. Heute ist es bei uns eher teurer dünn als zu 
dick zu sein.

von Mark .. (mork)


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Sni Ti schrieb:
> vergleich' mal, was
> ausgewogene Ernährung kostet und was die fetttriefende Pizza im Aldi
> kostet.

Sorry aber das ist ziemlicher Unsinn. Ich bin selbst Student und achte 
peinlichst drauf, wie viel ich für mein Essen ausgebe, und eine 
Fertigpizza ist teurer als selbst etwas zu kochen. Das ist eigentlich 
bei allen Fertiggerichten so, weil man dort auch die Zubereitung 
mitbezahlt. Kommt natürlich auch auf die genaue Produktauswahl an, wenn 
man sich jeden Tag ein "Real American Steak" für 5€ die 100g holt, dann 
darf man sich nicht wundern, wieso am Ende des Monats kein Geld übrig 
ist.

Zum urprünglichen Thema:
IMHO finde ich es richtig, dass jeder die gleiche Menge an H4 bekommt. 
Wenn jemand früher mal einen Abschluss gemacht hat, soll er diesen 
doch zur Suche einer neuen Arbeitsstellen einsetzen. Wieso sollte das 
Nichtstun eines Dr.-Ings mehr Wert sein, als das von jemandem ohne 
solche Bildung? Die "Entlohnung", von der die Rede ist, wurde doch 
bereits mit dem Gehalt erledigt. Und wenn man seinen Job verliert, 
bekommt man vorher doch sowieso erstmal Arbeitslosengeld, das von dem 
früheren Gehalt abhängt oder nicht?

Also das ist natürlich nur meine eigene Meinung, kann sein, dass ich da 
etwas gewaltig übersehe.

MfG Mark

von Wilhelm F. (Gast)


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Mark .. schrieb:

> Wieso sollte das
> Nichtstun eines Dr.-Ings mehr Wert sein, als das von jemandem ohne
> solche Bildung? Die "Entlohnung", von der die Rede ist, wurde doch
> bereits mit dem Gehalt erledigt. Und wenn man seinen Job verliert,
> bekommt man vorher doch sowieso erstmal Arbeitslosengeld, das von dem
> früheren Gehalt abhängt oder nicht?

Ja, das ist teils richtig. Aber wenn du arbeitslos warst, dann ist das 
etwa so, als wenn du 3 Etagen die Kellertreppe herab gefallen bist. Du 
bekommst noch nicht mal Lohnangebote wie ein frischer Absolvent. Noch 
schlimmer, wenn du auch schon 50 geworden bist. Dann bist du der letzte 
Müll, die Ersatzreserve für den schlimmsten Notfall. Es gibt dann für 
manche nur noch die Personaldienstleistungskarriere, wenn überhaupt.

Man kann ja seine Arbeitslosigkeit auch nicht vertuschen, denn die 
Bewerbungsdokumente geben ja alles wieder, wenn man sie nicht fälscht.

Ich persönlich kenne promovierte Menschen, die in ihrem Leben nie mehr 
einen Fuß in den Arbeitsmarkt bekommen werden, allenfalls als 
Straßenfeger. Kann sein, daß mir das auch blüht.

Es liegt an den AG, die Hemmschwelle vor etwas gescheiterten Menschen 
mal abzulegen. Sonst geht nichts mehr.

von Michael S. (technicans)


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Mark .. schrieb:
> bekommt man vorher doch sowieso erstmal Arbeitslosengeld, das von dem
> früheren Gehalt abhängt oder nicht?

Richtig, wenn du die 360 Arbeitstage Anwartschaft schaffst, was bei
gebildeten Arbeitnehmern in jungen Jahren meist kein Problem ist.
Probleme kommen dann mit zunehmenden Alter, mit längerer Arbeits-
losigkeit usw.

M. S. schrieb:
> Ändern könnte man aber die Betreung der H4'ler bzw. diese mal effizient
> gestalten.

Ja, so wie es ursprünglich gedacht war, moderne Dienstleistungen
und nicht moderne Foltermethoden, aber die Politik und Verwaltung
hat vor der Macht der Wirtschaft schon lange kapituliert.
In anderen Ländern läuft das nämlich ganz anders, vor allem
besser und effizienter, aber hier bekommen die Sachbearbeiter
im Amt ja den A..ch nicht hoch. Fordern und Foltern, das hat
doch was.

Mark .. schrieb:
> IMHO finde ich es richtig, dass jeder die gleiche Menge an H4 bekommt.

Ja, aber es müssten ca, 70 Euro im Monat mehr sein, was die paritätische
Wohlfahrt ausgerechnet hat.

von Großes F. (112)


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...interessantes Thema!

Also meine Ansicht dazu ist, dass die jetzige Gleichmaerei in Punkto H4 
absolut richtig ist, allerdings lange nicht weit genug geht.

Ich sehe beispielsweise überhaupt absolut garkeinen 
nicht-protektionistisch erklärten Grund darin, unterschiedlich hohe 
Renten/Pensionen zu bezahlen. Jeder Zahlungsempfänger sollte genau die 
gleiche Summe erhalten, schließlich ist die aktuelle Leistung nunmal bei 
allen Rentnern gleichwertig, und obendrein in jeder Hinsicht einem 
Pensionär gleichgestellt.

Das was ein Mensch früher einmal tolles gemacht hat, sollte keinerlei 
Berücksichtigung in der Zukunft mehr finden. Ob die Vergangenheit einer 
Person als Bundeskanzler, Bundespräsident oder eben als Ali vom 
Gemüseladen erlebt wurde, macht gelinde gesagt in der Gegenwart 
keinerlei Unterschied. Warum also sollte die Allgemeinheit diesen 
Menschen unterschliedlich schöne Lebensabende finanzieren?

Das was man im Erwerbsleben verdient hat, kann ja gerne den persönlichen 
Lebensabend versüßen, aber die Kumulation von immer größer wachsenden 
und die Zukunft nachhaltig belastenden Verpflichtungen und weitergabe an 
nachfolgende Generationen ist schlichtweg eine Sauerei.

Im Grunde genommen ist aus Bevölkerungsentwicklung der vergangenen 30 
Jahre(!) heraus vollkommen bekannt, dass es keinerlei realistische 
Möglichkeit gibt, noch länger am Generationenvertrag in seiner jetzigen 
Form festzuhalten, jedenfalls nicht, wenn die vergangenen Leistungen der 
Alten den jüngeren Generationen Fußfesseln anlegen! Das was viele 
Rentner heute erhalten, verdienen manche im Monat nicht.


Für mich gibt es daher nur zwei denkbare Lösungen, am 
Generationenvertrag noch länger fest zu halten:

Lösung 1:
Radikale Abkehr von unterschiedlich hohen Versorgungsgeldern, ganz 
gleich ob Rente, Pensionär oder Hartz 4, wie oben beschrieben.

Lösung 2:
Einführung von Preisstaffeln zu Ungunsten von Rentnern. Dann kostet der 
Bus für Rentner eben 10% mehr. Diese Lösung ist natürlich die politisch 
inkorrekte, allerdings ist sie die Natürliche Lösung, wenn man das 
Problem mal in einem technischen Zusammenhang betrachten möchte. Ich 
gehe davon aus, dass der Markt es im Zweifel so oder vergleichbar löst, 
daher die Begriffswahl.

von Michael S. (technicans)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Es liegt an den AG, die Hemmschwelle vor etwas gescheiterten Menschen
> mal abzulegen. Sonst geht nichts mehr.

Ich würde das nicht als Hemmschwelle, sondern schon als fast
kriminelle Auslebung der eigenen Macht im Wirtschaftsleben beschreiben.
Denn gegen geltendes Recht ist das allemal.

von Michael S. (technicans)


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Wenn dein Chef mit ner Fresse aus grauer Kinderknete rum läuft,
wundert mich diese schon fast krankhafte Borniertheit kein bisschen.
Hör bloß auf, auf deinen Chef zu hören, sonst kommen bald mal die
Jungs mit der Jacke wo die Ärmel auf dem Rücken verbunden sind.

von Juppi J. (juppiii)


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Großes Fragezeichen schrieb:
> Großes Fragezeichen (112)

Ich hoffe das ist nicht ernst gemeint.;-)
Wenn ja, dann sind recht gute Aspekte Vorhanden.

Gleichbehandlung aller Rentner und Pensionäre ist recht gut,
dann würde ich die 10 % mehr Fahrtkosten gerne tragen.

Viele hier finden Gleichmacherei als richtig.
Wenn ,dann sollen auch die hohen Gehälter abgeschafft werden und sozial 
Anwendung finden

Diese Gleichmacherei Korrekt durchgeführt,kann nur zum Sozialismus 
führen,
natürlich einen Besseren.

Bei H4 ist aber nur Gleichheit bei Mittellosen.
Wird ein Vermögender H4 er , hat er erst einmal sein freies Vermögen 
,welches er in 30J gespart hat,auszugeben.
Er bezahlt also erst einmal Alle,welche noch nie gearbeitet oder auch 
nichts zurückgelegt hatten.
Hier greift der Solidarpakt noch.

Ein wichtigen Punkt wollte ich noch damit aufzeigen.

Durch die Staffelung des "H4 Lohns" der Jugendlichen Spass H4 er
Würden vielleicht Viele doch Ihre Ausbildungen beenden.

..oder ist es doch so gewollt,verblöden und ruhigstellen,
Das Geld wird sowieso Versoffen,verrauch,verkifft..verbumst.;--)
..deswegen bezahlt diese Gruppe die meisten Steuern.
..den Rest bekommt auch der Staat ,über Lebensmittel und Anderes.

Ich war leider nie ein Roter,aber ich sehe es war ein Fehler-Vielleicht.

von Hannes L. (hannes)


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Juppi J. schrieb:
> ..oder ist es doch so gewollt,verblöden und ruhigstellen,

Brot & Spiele...

Juppi J. schrieb:
> Ich war leider nie ein Roter,aber ich sehe es war ein Fehler-Vielleicht.

Es war nicht alles schlecht, aber verdammt Vieles hätte man besser 
machen können/müssen.

...

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael S. schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Es liegt an den AG, die Hemmschwelle vor etwas gescheiterten Menschen
>> mal abzulegen. Sonst geht nichts mehr.
>
> Ich würde das nicht als Hemmschwelle, sondern schon als fast
> kriminelle Auslebung der eigenen Macht im Wirtschaftsleben beschreiben.
> Denn gegen geltendes Recht ist das allemal.

So ist es.

Als ich noch TV hatte, amüsierte ich mich immer köstlich über die 
Hartz-TV-Sendungen, wenn ein Bewerber im Vorstellungsgespräch gezeigt 
wurde, der nicht 3 Zahlen über Grundrechenarten ausrechnen kann. Nun, 
ich könnte dem sogar was integrieren, Dreifachintegrale, aber in solchen 
Jobs werde ich gar nicht erst genommen. Es ist himmelschreiend, der 
Fachkräftemangel, und nur meine Gutmütigkeit bewahrte mich bisher davor, 
die Glotze nicht aus dem Fenster zu werfen!!! Und wenn, dann würde ich 
die aus dem Fenster werfen, wenn es den richtigen trifft. Herrn 
Biedermann.



Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2408757:

> Mein Chef sagt immer, warum soll er für ein Auto, das einen Kratzer hat,
> einen Haufen Geld bezahlen. Dann kauft er doch lieber ein Neues, das
> frisch lackiert ist und überhaupt keinen Kratzer hat.

Das würde ich auch so machen, wenn ich noch den Sack voller Kohle hätte.

von Michael S. (technicans)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> wenn ich noch den Sack voller Kohle hätte.

Da warst du wohl zu optimistisch, hast einen Fehler gemacht
und dir evtl. jede zukünftige Wahlmöglichkeit kaputt gemacht.

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael S. schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:>
>> wenn ich noch den Sack voller Kohle hätte.
>
> Da warst du wohl zu optimistisch, hast einen Fehler gemacht
> und dir evtl. jede zukünftige Wahlmöglichkeit kaputt gemacht.

Nein, es geht nicht um mich. Da haben wir wohl aneinander vorbei 
geredet.

von Michael S. (technicans)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Nein, es geht nicht um mich.

Aus meiner Sicht schon.

von M. S. (bugles)


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Großes Fragezeichen schrieb:
> Das was man im Erwerbsleben verdient hat, kann ja gerne den persönlichen
> Lebensabend versüßen, aber die Kumulation von immer größer wachsenden
> und die Zukunft nachhaltig belastenden Verpflichtungen und weitergabe an
> nachfolgende Generationen ist schlichtweg eine Sauerei.

Naja da muss man ehrlich sagen das H4 nicht wirklich viel kostet. 
Außerdem hilft es den Menschen. Die könnten ruhig etwas mehr bekommen...

Großes Fragezeichen schrieb:
> Im Grunde genommen ist aus Bevölkerungsentwicklung der vergangenen 30
> Jahre(!) heraus vollkommen bekannt, dass es keinerlei realistische
> Möglichkeit gibt, noch länger am Generationenvertrag in seiner jetzigen
> Form festzuhalten, jedenfalls nicht, wenn die vergangenen Leistungen der
> Alten den jüngeren Generationen Fußfesseln anlegen! Das was viele
> Rentner heute erhalten, verdienen manche im Monat nicht.

Der Generationenvertrag ist eine tolle Sache. Viel läuft nicht ganz rund 
es muss viel korrigiert werden z.B. Beamte sollten in die Rentenkassen 
einzahlen etc...

Großes Fragezeichen schrieb:
> Lösung 1:
> Radikale Abkehr von unterschiedlich hohen Versorgungsgeldern, ganz
> gleich ob Rente, Pensionär oder Hartz 4, wie oben beschrieben.

Das ist keine Lösung sondern der Anfang ganz neuer und schwerwiegender 
Probleme. Renter haben alleine schon ganz unterschiedliche 
Verpflichtungen.z.B. wenn dein Druchlauferhitzer kaputt geht oder das 
Dach undicht wird. Evtl. hast du dir in deinem Arbeitsleben einen guten 
Mittelklassewagen gekauft der ganz andere laufende Kosten hat als ein 
Kleinwagen. Wenn jetzt jeder das gleiche an Rente bekommen würde hätte 
es zufolge das es clever wäre im Arbeitsleben nicht viel zu investieren. 
Leider verdient dann der Dachdecker, Baufirma etc.. nicht mehr. Hier 
glaube ich regelt sich der freie Markt am besten selbst.

Oder alle würden im Rentenalter ganz viel bekommen also müßte man keine 
Liestung mehr bringen man wüßte ja man ist besser denje abgesichert.

> Lösung 2:
> Einführung von Preisstaffeln zu Ungunsten von Rentnern. Dann kostet der
> Bus für Rentner eben 10% mehr. Diese Lösung ist natürlich die politisch
> inkorrekte, allerdings ist sie die Natürliche Lösung, wenn man das
> Problem mal in einem technischen Zusammenhang betrachten möchte. Ich
> gehe davon aus, dass der Markt es im Zweifel so oder vergleichbar löst,
> daher die Begriffswahl.

Tolle idee leider hätte der Staat nix davon sondern nur die 
Busunternehmen. Außerdem müssen gerade alte Leute mobil sein oder sollen 
die 90 Jährigen alle Auto fahren !?!?!?!

von Michael S. (technicans)


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M. S. schrieb:
> Hier glaube ich regelt sich der freie Markt am besten selbst.

Ja, mit Nebenwirkungen die dir kein Apotheker oder Arzt erklären
kann.

M. S. schrieb:
> oder sollen
> die 90 Jährigen alle Auto fahren !?!?!?!

In dem Alter dürften die längst Pflegestufe 1 erreicht haben
und auf Hilfe angewiesen sein. Glück hat wer dann jemanden aus der
Familie hat oder soviel Kohle, sich jemanden zu leisten der
die Aufgabe übernimmt.

von M. S. (bugles)


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Michael S. schrieb:
>> oder sollen
>> die 90 Jährigen alle Auto fahren !?!?!?!
>
> In dem Alter dürften die längst Pflegestufe 1 erreicht haben
> und auf Hilfe angewiesen sein. Glück hat wer dann jemanden aus der
> Familie hat oder soviel Kohle, sich jemanden zu leisten der
> die Aufgabe übernimmt.

achso aber für 10% mehr Busfhren können die dann noch dem ganzen tag 
????

von Großes F. (112)


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man man man, das war ein Beispiel mit dem Bus... und darüber hinaus 
halte ich es nicht für weit hergeholt, sondern für heute bereits 
stattfindende Realität. Natürlich kann sich kaum ein Unternehmen 
leisten, direkt höhere Gebühren für Senioren zu verlangen, Tatsache ist 
aber, dass sie dafür anderswo verdeckt über den Tisch gezogen werden.

Gibt bestimmt einige Omas mit DSL-Anschluss ohne Computer, und die 
Kaffeefahrten sind wohl auch jedem ein Begriff. Das ist heute bereits 
Realität und keine Fiktion!

von Michael S. (technicans)


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Großes Fragezeichen schrieb:
> Kaffeefahrten sind wohl auch jedem ein Begriff.

Idee: Virtuelle Kaffeefahrten ohne das Heim verlassen zu müssen.
Rheumadecken kann man sich auch online aufschwatzen lassen.
Wenigstens kann man einfach abschalten wenn man kein Lust mehr
hat was zu kaufen.

von Michael K. (charles_b)


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Großes Fragezeichen schrieb:
> man man man, das war ein Beispiel mit dem Bus... und darüber hinaus
> halte ich es nicht für weit hergeholt, sondern für heute bereits
> stattfindende Realität. Natürlich kann sich kaum ein Unternehmen
> leisten, direkt höhere Gebühren für Senioren zu verlangen, Tatsache ist
> aber, dass sie dafür anderswo verdeckt über den Tisch gezogen werden.
>
> Gibt bestimmt einige Omas mit DSL-Anschluss ohne Computer, und die
> Kaffeefahrten sind wohl auch jedem ein Begriff. Das ist heute bereits
> Realität und keine Fiktion!

Meiner Tante mit 95 haben sie bei der Deutschen Bank nen Immobilienfond 
angedreht. Alles Hinreden ist aber sinnlos, da sie sich "gut beraten" 
fühlt... und was sie mit ihrem Geld macht muss ich ihr schon selber 
überlassen. (Die Dame lebt allein, besorgt aber ihren Haushalt selbst, 
ist also noch recht fit!)

von Michael S. (technicans)


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Sagt das dein Chef?

von Michael S. (technicans)


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Anton Hirtmann schrieb im Beitrag #2410132:
> Nein, ein Techno...
Wow, was für ein Fortschritt, du fängst an eine eigene Meinung zu haben.
Das lässt hoffen.

von S. F. (fmode)


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>Wenn dein Chef mit ner Fresse aus grauer Kinderknete rum läuft,
wundert mich diese schon fast krankhafte Borniertheit kein bisschen.
Hör bloß auf, auf deinen Chef zu hören, sonst kommen bald mal die
Jungs mit der Jacke wo die Ärmel auf dem Rücken verbunden sind.
>Ich würde das nicht als Hemmschwelle, sondern schon als fast
kriminelle Auslebung der eigenen Macht im Wirtschaftsleben beschreiben.
Denn gegen geltendes Recht ist das allemal.


Der Chef hat schlichtweg die Auswahl (er ist kein böser Mensch)  - ein 
Blick auf die Arbeitslosenzahlen hilft dessen Situation zu verstehen...
...und nicht zu vergessen er muss seine Einstellung auch seinem Chef 
rechtfertigen können.


>Bei H4 ist aber nur Gleichheit bei Mittellosen.
Wird ein Vermögender H4 er , hat er erst einmal sein freies Vermögen
,welches er in 30J gespart hat,auszugeben.


Er wird damit quasi bestraft das er nicht sofort sein ganzes Geld 
ausgegeben hat.
Hartz4 ist -wie schon von mir in anderen Threads erwähnt- quatsch.

von Michael S. (technicans)


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S. F. schrieb:
> Hartz4 ist  quatsch.

Richtig, aber warum?

von Wilhelm F. (Gast)


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S. F. schrieb:

> Er wird damit quasi bestraft das er nicht sofort sein ganzes Geld
> ausgegeben hat.

Das ist richtig. Aber was will man machen? Als Angestellter hat man nun 
mal 20 Jahre was gespart, um sich vielleicht später mal was zu leisten. 
Eine Eigentumswohnung beispielsweise, um mietfrei zu werden.

Bekannte bezeichneten mich mal für dumm, weil ich noch was gespart 
hatte. Sie meinten, ich bekäme doch sowieso sofort Hartz, und die 
Ersparnisse gehen sowieso darüber fliegen. Wofür andere schon 
Urlaubsvergnügen hatten. Oder meinetwegen gerne alles im Puff umsetzten. 
Das kann ich immer noch. Ist aber selbstzerstörerisch. Vielleicht, wenn 
ich mal krank werde, und weiß, daß ich nicht mehr lange habe. Ja, dann 
miete ich mir ein Zimmer im Puff. Sie haben nur zum Teil Recht. Denn 
erstens weiß niemand, was zu einer Zeit mal kommt, und zweitens, wer 
weiß, was ich noch aus eigener Kraft mal veranstalte, was das Hartz-Amt 
mir keinesfalls leistet?

Nicht in Malle-Urlauben und teuren Autos und im prallen Leben 
verprasstes Geld sehe ich nicht als Nachteil. Das ist alles vergänglich 
wie eine Seifenblase, und nicht nachhaltig. Ich machte auch mal auf 
eigene Kosten ein Studium. Ja, so dumme Menschen gibt es. Das hat für 
mich persönlich mehr Wert, als jedes Auto oder Malle-Urlaube, auch wenn 
es für mich kein Urlaub war, sondern richtig anstengend Maloche. Die 
Diplom-Urkunde könnte noch mal verbrennen, aber ich bin stolz darauf, 
sowas mal geschafft zu haben.

von S. F. (fmode)


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> Richtig, aber warum?


- bestraft "Sparer"
- verursacht sinkende Löhne
- Bürokratiemonster
- schwächt die (freie) Wirtschaft (Subventionen)
- baut für die Durchschnitts-Arbeitslosen der Mittelschicht (die sieht 
man nicht in der Boulevard-Presse) eine Drohkullisse auf

natürlich gibts auch Positives:
- Flexibilisierung des Arbeitsmarktes
- Zusammenlegung von Behörden (ALG1, ALG2, Sozialhilfe)


> Das ist richtig. Aber was will man machen?

Mehr selber Denken und weniger "das war schon immer so" akzeptieren und 
"alle anderen sagen das ist so und dann muss das so sein" (=die Erde ist 
eine Scheibe) nachplappern.

von Juppi J. (juppiii)


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S. F. schrieb:
> "alle anderen sagen das ist so und dann muss das so sein" (=die Erde ist
>
> eine Scheibe) nachplappern.

Jo leider.
Habe ich im Leben immer wieder erlebt,aber ich habe es akzeptiert.
Leider sind diese Personen,welche immer erst warten dass Andere etwas 
tun,
die besten und schnellsten Trittbrettfahrer.
Leider ist das bei dem Großteil der "H4" auch so,sie warten das Andere 
etwas ändern.
Sie wundern sich noch nicht mal, wenn die Fütterung und die Artgerechte 
Haltung angepasst wird.

von Michael S. (technicans)


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Juppi J. schrieb:
> Jo leider.
> Habe ich im Leben immer wieder erlebt,aber ich habe es akzeptiert.
> Leider sind diese Personen,welche immer erst warten dass Andere etwas
> tun, die besten und schnellsten Trittbrettfahrer.
Wenn die Trittbrettfahrwer durch die "anderen" dazu verdammt sind
ist dagegen nichts zu sagen. Auf den Menschen die auf der untersten
Stufe des Sozialsystems sitzen, rum zu hacken, ist sicherlich nicht
angebracht. Da muss erst mal einer kommen und muss dieser Klientel
Angebote machen. Macht bloß keiner.

> Leider ist das bei dem Großteil der "H4" auch so,sie warten das Andere
> etwas ändern.
Sind ja sonst auch machtlos.
> Sie wundern sich noch nicht mal, wenn die Fütterung und die Artgerechte
> Haltung angepasst wird.
Das haben die schon gemerkt, aber die Montags-Demonstrationen sind
ja irgendwann eingestellt worden, weil sich nichts gebessert hat.
Die paar Reförmchen die die Regierung bei H4 gemacht hat sind allenfalls
Ablenkungsmanöver und Leistungsanpassungen verpuffen im Konsumterror
durch die Preissteigerungen.

von S. F. (fmode)


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...manchmal passiert es einem und man denkt man nicht selber lang genug.

Also das z.b. ein Bericht über Arno Dübel in der Bild Zeitung abgedruckt 
wird hat damit etwas zu tun das die Bild Zeitung ihre Auflage und damit 
ihren Gewinn steigern will. Ein Bericht über Klaus Mustermann 49, 
Elektroingenieur seit 3 Monaten auf Jobsuche interessiert eben niemand.
Selbiges gilt für alle Berichte über "assoziale faule H4 Schmarotzer" in 
alle Boulevardmedien. Die Häufigkeit der Berichte oder die 
"interessanten" Gespräche am Politikstammtisch steht in keiner Relation 
der wirklich faulen Bürger.
Das lässt sich anhand objektiver Zahlen der Agentur für Arbeit 
tatsächlich bestimmen. Von 80 Millionen Deutschen sind dort ca. 5 
Millionen "H4" und von diesen werden ca. 300000 sanktioniert. Nimmt man 
eine Dunkelziffer obendrauf sind nicht mal 1% der Bürger tatsächlich 
faul.

Ferner ergibt sich dann auch das die Bürokratiekosten für 70000 
Mitarbeiter (nur ALG2) unnötige Belastung für den Steuerzahler 
darstellen - nur um die faulen 1% irgendwie versuchen zur Arbeit zu 
zwingen.

Selber denken zahlt sich also tatsächlich im eigenen Geldbeutel aus.

von Juppi J. (juppiii)


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Michael S. schrieb:
> Sind ja sonst auch machtlos.

Mann kann mit vielen kleinen Aktionen schon etwas erreichen.
Muß natürlich am Anfang selbst etwas Nachteile in Kauf nehmen.

Will aber keiner,die Anderen sollen das machen.

von Michael S. (technicans)


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Juppi J. schrieb:
> Mann kann mit vielen kleinen Aktionen schon etwas erreichen.
> Muß natürlich am Anfang selbst etwas Nachteile in Kauf nehmen.
>
> Will aber keiner,die Anderen sollen das machen.

Was sollen das denn für Aktionen sein?
Welche "Anderen" meinst du?

von S. F. (fmode)


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...sich um einen Job kümmern wahrscheinlich.
Zur Faulheit der Mitmenschen habe ich objektive Zahlen geliefert.

Jobs entstehen bei ungesättiger Nachfrage also z.b. nach einem Krieg 
wenn alles zerstört ist (das nennt sich dann "Wirtschaftswunder") - 
(entgegen der Meinung das alle Unternehmer ihr Firmen nur gegründet 
haben um tüchtige Arbeiter in Lohn und Brot zu bringen).
Mittlerweile sind alle Märkte aber gesättigt deshalb gibts auch immer 
weniger Jobs.

von Juppi J. (juppiii)


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Michael S. schrieb:
> Was sollen das denn für Aktionen sein?
>
> Welche "Anderen" meinst du?

Zusätzliche Besuche bei der ARGE.
Jede Frage schriftlich stellen und Antwort dazu(schriftlich)
Jede Berechnung  anzweifeln und gründlich nachprüfen.

Nach "Oben"  wenden.
Nicht erwarten das von "Oben" geklärt wird,diese verweisen zurück.
Schon ist wieder Arbeit auf den Tisch.
Wenn sie dich durch nach solchen Aktionen als Billigarbeiter loswerden 
wollen,da gibt es wieder viele Möglichkeiten.
..Nach 1 /2 Jahren haben sie mit dir die Schnauze Voll und du hast eine
durchschnittliche Arbeit oder besser.

Vor 20 Jahren hat man das schon als Spinnerei abgetan,jetzt nicht mehr.

Von mir getestet,im Arbeitsleben und danach.

Die Anderen sind die,welche bei Erfolg alles nachmachen wollen!

von Juppi J. (juppiii)


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Juppi J. schrieb:
> ..Nach 1 /2 Jahren haben sie mit dir die Schnauze Voll und du hast eine
>
> durchschnittliche Arbeit oder besser.

..sollte 1-2 Jahre sein!

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