Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Digitales Pictureframe + LED + USB = Projektor ?


von Martin S. (der_nachbauer)


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Hallo Forum.

Ich hab' da mal eine Idee für ein schönes Projekt und möchte zunächst 
einmal Expertenwissen zu den benötigten Komponenten und Technologien 
einsammeln.

Vornehmlich möchte ich zunächst Informationen aus diversen Quellen 
zusammentragen, um Aufwand, Kosten, Verfügbarkeit und schlussendlich die 
Machbarkeit einer tatsächlichen Umsetzung einschätzen zu können.


--- Die Idee ---

Es soll ein Durchlichtprojektor aus einem digitalen Bilderrahmen 
entwickelt werden, der dann schlussendlich auf ein Whiteboard [120x90 
cm] projizieren soll.
Um bei dieser Anwendung eine normale Verwendung des Whiteboards weiter 
zu gewährleisten, soll das zu erstellende Projektionsgerät an der Wand 
oberhalb des Whiteboards montiert und die Projektion über einen Spiegel 
auf das Whiteboard abgelenkt werden.


--- Konzept ---

Man nehme einen geeigneten digitalen Bilderrahmen mit möglichst hoher 
Auflösung bei möglichst geringer Diagonale; die hohe Auflösung soll eine 
möglichst gute Auflösung des projizierten Bildes ermöglichen, die 
geringe Displaydiagonale eine möglichst geringe zu beleuchtende Fläche.

Als Lichtquelle kämen z.B. die bekannten Cree Module infrage.

Der digitale Bilderrahmen wird von der Hintergrundbeleuchtung befreit 
und entsprechend vor die Lichtquelle positioniert, eine Linsenoptik vor 
dem Display sorgt für die benötigte Brechung.

Die so erzeugte Projektion wird über einen entsprechend gekrümmten 
Spiegel [oder besser: eine "Spiegelfolie"] auf die Zielfläche 
abgebildet.

Zur Aktivierung der Beleuchtung sowie ggf. zur Ausrichtung von Linse(n) 
und Spiegel mittels Servo- und/oder Schrittmotoren wird ein ATmega µC 
eingesetzt.

Das zu projizierende Bild, bzw. der Videostream soll von einem kleinen 
Embedded System [habe noch eine Dockstar hier, alternativ ab Dezember 
ein Raspberry Pi ?] per USB auf das Display übertragen werden.
Als Betriebssystem ist Linux angedacht.


--- Die offenen Fragen ---

- Digitaler Bilderrahmen:
Hat schon jemand Erfahrungen mit dem Zweckentfremden solcher Geräte 
gemacht ? Wie sieht es mit der Tauglichkeit solcher Geräte für den 
angegebenen Zweck aus ?
Kennt jemand aus dem Stand ein geeignetes Modell mit Bezugsquelle ?

Über anscheinend übliche Verwendung von "Schlüsselanhängern" hatte ich 
bereits gelesen, mir missfällt jedoch deren üblicherweise geringe 
Auflösung.
[Diese weisen scheinbar max. 128x128 Punkte auf, das wäre jedoch mit 
einer Pixelgrösse von ca. 0.9x0.7 cm auf der Projektion viel zu grob.]

Gibt es ggf. geeignetere Displays ?
Die Ansteuerung, bzw. der Aufbau des Bildinhaltes sollte nach 
Möglichkeit keine komplette Eigenentwicklung darstellen.
[Kritisch hierbei ist vor Allem der elektrotechnische Teil, die 
Ansteuerung etwa per USB und die dafür ggf. notwendige Entwicklung eines 
entsprechenden Linux-Treibes wäre hingegen weniger kritisch.]


- Lichtquelle:
Würde eine 1 Watt LED als Lichtquelle ausreichen ?
Ist die Projektion damit noch stark genug, um unter normalen 
Lichtbedingungen ["Büro"] ausreichend gut sichtbar zu sein ?
Ist das Licht für eine solche Projektion ausreichend gut polarisiert, 
oder sollte eine entsprechende Optik vorgeschaltet werden ?



Ich freue mich über jeden ernst gemeinten konstruktiven, aber auch 
kritischen Kommentar.

-----

P.S.: Die Idee klingt abschnittsweise dem Volksbeamer ähnlich, ist aber 
in vielen [Detail-] Aspekten anders.
[USB-Anschluss, LED Modul(e) anstelle eines Diaprojektors als 
Lichtquelle, Über-Kopf- anstelle direkter Projektion, etc.]

von Johannes M. (johannesm)


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Zur Lichtquelle kann ich dir sagen, 1 W reicht garantiert nicht. In 
meinem Selbstbaubeamer hatte ich damals eine 150 W HQI Lampe dirn 
(~12000 lumen) und damit war bei Tageslicht schon nicht mehr viel zu 
holen. Hatte ein 10,2" Display verbaut, also vergleichbar mit einem 
größeren digitalen Bilderrahmen.
Dazu die Optik für die Projektion (Fresnel, Objektiv, ...), das wird 
alles viel größer und unpraktischer als ein günstiger Standardbeamer.

von Martin S. (der_nachbauer)


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Hmm ... es gibt auch einen Plan B - einen Microprojektor kaufen.
Aber selber machen ist halt schöner. ;)

von Pam (Gast)


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Martin Schröer schrieb:
> einen Microprojektor kaufen.

Auch den wirst du im Büro nicht zu einem bei normaler Zimmerbeleuchtung 
sichtbarem Bild überreden können. Nicht umsonst wird diese Art von 
Projektoren auf Messen immer in einem schwarzen Kasten vorgeführt...

von dall (Gast)


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