Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Nachrüstung Senderspeicherung bei altem Receiver


von Klaus2 (Gast)


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Hallo zusammen,

bei einem alten Stereo-Receiver würde ich gerne eine Senderauswahl über 
IR FB vornehmen. Dazu würde ich per Schrittmotor das Frequenzwahlrad 
bewegen und auf die Frequenz am UKW Oszi regeln wollen. Isdt das 
realistisch? Wie wertet man am sinnvollsten mit einem 20MHz Atmel bis 
108MHz aus? f/U Folger + ADC? Oder gibt es noch andere Tricks?
Der Verstärker soll nicht umgebaut / elektrisch geändert werden. Die 
Bedienung des Frequenzwahlrades und die echte Bewegung des Zeigers sind 
zudem wünschenswert...fraglich ist nur, wie man da am zuverlässigsten 
auf zB 90.3 MHz kommt, wenn man an der FB auf "Station 1" drückt.

Danke & gruß, Klaus.

von crazy horse (Gast)


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Wie alt ist es denn?
Drehko- bzw. induktive Abstimmung? Oder schon mittels Gleichspannung und 
Kapazitätsdioden?

von Sebastian (Gast)


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Wenn kein Eingriff am Receiver erfolgt, wo kommt dann die "gemessene" 
(?)  Oszillatorfrequenz her? An der Antenne abgegriffen?

Ansonsten Drehknopf durch Schrittmotor bewegen, gibt es bis etwa 200 
Schritte pro Umdrehung. Vielleicht ist das ja feinfühlig genug. Dann 
kann man auch definierte Positionen anfahren, ohne die Frequenz zu 
kennen.

von Klaus2 (Gast)


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...ja gut, die frequenz zapf ich halt schon ab. ist noch mit drehko.

positionsstellung nicht möglich, da es handbedienbar (rutschkupplung) 
bleiben soll. und jedes mal eine referenzierfahrt ist auch mist, aber 
die idee hatte ich auch schon.

Klaus.

von Willi (Gast)


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Klaus2 schrieb:
> Wie wertet man am sinnvollsten mit einem 20MHz Atmel bis
> 108MHz aus?

Man sollte es nicht glauben, aber Fequenzen kann man messen!
Sind sie zu hoch für einen 20MHz AVR, dann nimmt man einen Vorteiler, 
und ist ein Offset (10,7MHz) vorhanden, zieht man diesen Wert vom 
Messergebnis ab :-)

von Kurt (Gast)


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Eher "easy":
- Frequenzmessung mit Vorteiler (10...25 kHz Auflösung
  reichen bei UKW aus)
- Offset zwischen Oszillator- und Empfangsfrequenz
- Regelung auf gewünschte Frequenz

Herausforderung:
- Drehung des Abstimmrads (vielleicht das Skalen-
  seil bewegen?)
- Elektr. Aufbau, der keinen HF-Schmutz in den
  Receiver bringt.

von ./. (Gast)


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Kurt schrieb:
> - Drehung des Abstimmrads (vielleicht das Skalen-
>   seil bewegen?)

Quatsch.

Gummiritzel an die Schwungmasse.

von klaus2 (Gast)


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Ok, danke. Vorteiler war eigentlich klar, aber ob das genau genug würde 
nicht. Ich kann ja die feldstärkeanzeige + stereolämpchen mal dazunehmen 
für tests...mal sehn. Hat jmd einen tip zu dem "wie" des hochimpedanten 
(?) Frequenzvorteilers?

Danke! Klaus

von Reinhard Kern (Gast)


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Klaus2 schrieb:
> positionsstellung nicht möglich, da es handbedienbar (rutschkupplung)
> bleiben soll. und jedes mal eine referenzierfahrt ist auch mist

Hallo,

das ist für eine Positionierung ein unauflöslicher Widerspruch. Ein 
Schrittmotor weiss nicht mal, wo er selber steht, ohne gegen einen 
Anschlag zu fahren oder eine andere Art von Referenz. Und da unbekannt 
ist, ob eine Handverstimmung vorgenommen wurde, müsste die Referenz bei 
JEDEM Vorgang angefahren werden.

Bleibt nur, die Frequenz zu messen und so lange links oder rechts zu 
fahren, bis die gewünschte erreicht ist. Dazu braucht man aber auch 
keinen Schrittmotor. Es genügt, wenn der Motor rechts, links und halt 
kann.

Gruss Reinhard

PS wir haben eine Grundig-Musiktruhe aus den 50iger Jahren mit magischem 
Auge und so, da ist das genauso eingebaut: drückt man eine Taste oder 
startet den Suchlauf, läuft der Zeiger motorgetrieben über die Skala 
(mit Sendern wie Beromünster oder Königswusterhausen).

von Johnny B. (johnnyb)


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Kleiner Scherz: Das Projekt sollte abgeschlossen sein, noch bevor die 
analoge Ausbreitung von Radio vollständig durch die digitale ersetzt 
wird. ;-)

Also eigentlich sollte die Realisierung nicht so schwierig sein. Der 
Vorteiler zur Frequenzmessung kann z.B. ein schneller Zähler in CMOS 
Technologie sein, wessen Eingang dann auch sehr hochohmig ist.
Dann ein uC für die Regelung und ein kleiner Motorentreiber (z.B. den 
pflegeleichten Allegro A3950) oder diskreter Ausbau einer Vollbrücke mit 
MOSFET's. Schliesslich noch die Mechanik, sollte aber mit Zeug aus dem 
Modellbau auch zu machen sein.

von Klaus2 (Gast)


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...gut, ich schaue mir mal an, wie weit ich die freq runterteilen kann 
um trotzdem noch ein per uC messbares ergebnis zu erhalten, welches noch 
sicher einen sender einstellbar macht.

schrittmotor wäre afaik einfach zu regeln inkl softlauf auf die 
angestrebte position und nahezu vollkommen ohne überschwingen (wenn man 
einmal weiß, wieviel Hz ein microschritt entspricht).

Klaus.

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