Hallo Liebe Forengemeinde, aktuell stehe ich vor der Aufgabe, den "Einpressdruck" eines Stempels in ein weiches Medium (zur Materialprüfung von Wachsen) zu messen. Dazu soll mit einer definierten Geschwindigkeit von 1mm/sec der Stempel in das Medium gedrück und die dabei auftretenden Kräfte gemessen werden. Da nur sehr geringe Drücke bis 5N gemessen werden sollen stehe ich vor dem Problem, dass der Einpressstempel (der nach unten Zeigt) eine angeschlossene Kraftmessdose auf Zug belasten würde. Es gibt Kraftmessdosen, die im Zug- und Druckbereich messen können, aber gibt es bei diesen Linearitätsfehler im Übergangsbereich zwischen Zug und Druck? Wie würdet ihr das Thema angehen? Vielen Dank und viele Grüße Marcus
Marcus schrieb: > Wie würdet ihr das Thema angehen? Wie hoch muss die Auflösung sein? Man könnte mit optischen Linearsensoren gegen definierte Federkraft messen.
Nimm doch eine Kraftmeßdose, die nur auf Zug misst und mach deinen Stempel so schwer, dass es nie zum Nulldurchgang kommt.
@Knut Ballhause Die Idee klingt interessant - es soll der Mittelwert des Druckes über die Zeit auf 0,02N genau ausgegeben werden. Aber eine definierte Federkraft würde sich über die Betriebsdauer ändern und nachjustiert werden, oder? @butsu und Dietrich L. Die Idee mit dem bewussten Messen nur auf Zug hatte ich auch schon, aber bisher keine Zug-Kraftsensoren in so einem geringen Messbereich (und bezahlbar <500€). Als Zug-Druck schon eher, aber in dem Fall würde ich ja nur die Hälfte des Messbereiches ausnutzen? Danke für eure Antworten!
Marcus schrieb: > Die Idee mit dem bewussten Messen nur auf Zug hatte ich auch schon, aber > bisher keine Zug-Kraftsensoren in so einem geringen Messbereich (und > bezahlbar <500€). Als Zug-Druck schon eher, aber in dem Fall würde ich > ja nur die Hälfte des Messbereiches ausnutzen? Der Messbereich ist doch so lange egal wie die notwendige Genauigkeit gegeben ist. Und wenn du schon Zug/Druck Sensoren gefunden hast was sagen denn deren Datenblätter zu Fehler beim Übergang von Zug nach Druck? Was viel wichtiger ist: Kläre ab daß durch Fehlbedienung nicht eine so große Kraft auf deinen Messstempel kommen kann, dass der oder die Messdose dadurch beschädigt werden. "bezahlbar": Messtechnik ist keine Massenware bei Amazon und Mediamarkt und kostet halt Geld.
Also ich hab eine ähnliche Aufgabe mit einem Mecmesin BFG Kraftmessgerät gelöst, das von einem Linearmotor vorgeschoben wird. Messtechnik ist teuer, aber vielleicht hilft es Dir bei Deiner Lowcost-Lösung, den Zusammenhang zwischen Kraft und Druck anzuschauen und einen Drucksensor zu verwenden? Entweder unmittelbar mit Frontseitiger Membran auf die gedrückt wird, oder mittelbar mit einem kleinen Zylinder. Gru0ß aus Aschaffenburg Hendrik
Marcus schrieb: > Hallo Liebe Forengemeinde, > > aktuell stehe ich vor der Aufgabe, den "Einpressdruck" eines Stempels in > ein weiches Medium (zur Materialprüfung von Wachsen) zu messen. Dazu > soll mit einer definierten Geschwindigkeit von 1mm/sec der Stempel in > das Medium gedrück und die dabei auftretenden Kräfte gemessen werden. Wenn Du es billig haben willst, nimm einen Biegebalken. Der Druck entspricht dann der Auslenkung. Wenn man das einmal kalibriert hat und die Grenzdaten des Materials beachtet, ist das recht genau. Gruss Harald PS: Zumindest arbeitet auch die PTB mit Biegebalken für Messungen im Picogrammbereich. :-)
Wenn einem eine separate Kraftmessdose zu teuer ist, könnte man ggf. für die Kraftmessung auf einen fertige Waage zurückgreifen. Man wird dann aber zusätzlich den Weg messen müssen und den Weg nachregeln, denn bei den meisten Waagen ist die Nachgiebigkeit eher hoch und schlecht definiert.
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