Hallo, ich habe seit Jahren ein Geiger-Müller Zähler, ab und zu schalte ich den mal an und habe im schnitt ein Wert von 120...140 auf der Anzeige. Die Messdauer beträgt dabei jeweils 10min. Heute hab ich ihn wieder benutzt und hatte Werte von 234 und 215 gemessen. Da es hier diverse Beiträge über Zähler gibt wollte ich mal fragen ob noch jemand Messergebnisse hat und ob auch anderswo ein Anstieg feststellbar ist.
Hier ist eine Seite, auf der man die Ortsdosisleistung sehen kann: http://odlinfo.bfs.de/index.php MfG Paul
Meint ihr es koennte sich lohnen einen gebrauchten Geigerzaehler anzuschaffen? Nachdem die Aufregung vorbei ist, wie wird da die Marktlage bei Gebrauchtgeraeten sein? (ich meine, weil die Dinger doch zeitweise ausverkauft waren) bye uwe
Stellt sich die Frage: was ist im Vergleich zur letzten Messung anders? - wann, wo und was wurde gemessen - Witterung (Niederschlag, Sonne, Windrichtung) - Richtung der Messung - Vegetation - Änderung der Gegend (Bauten, Erdbewegung) - Landwirtschaft (Dünger) Wie hieß das damals in der ELO? - Wer misst, misst Mist! - ;-) Das Ganze ist eine Wissenschaft für sich, besonders in so kleinen Bereichen.
ich brauch sowas nicht. mein schicker aluminiumfolienhut samt stilechtem bügel schützt mich noch vor ganzen anderen strahlen als son bisserl radioaktivität
Meine Physikprofessoren an der FH machten täglich Messungen und Aufzeichnungen, fingen nach Tschernobyl an. Sie sorgten damals dafür, daß z.B. Salatlieferungen aus der Mensa entfernt und nicht als Essen zubereitet wurden. Nicht rigide zum Schaden des Mensabetriebes, sondern in Absprache und eher zum Schaden des Lieferanten, das war ja in aller Interesse. Immerhin. Die trauten dem Braten nicht so recht, wir liegen hier auch nur ein paar km moselabwärts von Cattenom (Frankreich). Und sie haben Recht, es wurden auch schon Unregelmäßigkeiten detektiert, vielleicht nicht gemeldete Störfälle. Auch Luftmessungen mit Tricks, die muß man eine Stunde mit dem Staubsauger durch ein Papierfeinfilter saugen, und dann den Filter mit einem Detektor messen. Haben wir im Kerntechnik-Labor gemacht, und das Ergebnis aus der Umgebungsluft ist erschreckend genug. Die Lunge des Menschen verträgt nicht nur Zigarettenqualm, sondern auch ordentlich Radioaktivität aus der Atemluft. Auch wenn Rauchen verboten wird. Den Reinstraum gibt es nur in der Halbleiterherstellung, aber nicht sonst im Leben. Kurz nach Tschernobyl wurde auch mal gesagt, daß man einen KFz-Luftfilter nicht lange in der Hand halten sollte, z.B. wenn man ihn selbst wechselt, oder ein KFz-Mechaniker ihn wechselt. Hat eine gefährlich hohe Strahlungsaktivität. Nur aus der Luft. Ich stamme aus der Zeit, bekam da ein paar Dinge mit. Manches scheint heute ganz vergessen, oder? Wenn ich mein Studium noch mal machen würde, hätte ich fürs Physiklabor einen KFz-Luftfilter als Objekt der Begierde vorgeschlagen. Aber die Idee war nach Tschernobyl noch zu neu. Denn wir atmen ja Luft, und messen nicht nur Flächen an Feststoffen. Zu denen Herren Professoren habe ich aktuell keinen Kontakt, sind heute auch pensioniert oder verstorben, hatte aber da mit denen Röntgen- und Kernstrahlungsseminare. Um eine Schwankung um den Faktor 3 sollte man aber nichts geben. Im menschlichen Körper finden auch durch die über die Nahrung aufgenommenen radioaktiven Strahler Zerfälle statt. Manche wohnen auch in einem Gebiet mit sehr erhöhter natürlicher Radioaktivität. Im Hunsrück und Ostdeutschland gibt es ein paar Gebiete. Die Menschen bekommen dort 10- oder 100-fache Strahlungsdosen ab. Es scheint noch nicht mal besonders mit dem allgemeinen Durchschnittslebensalter zu korrelieren. Da gibt es aber im Internet die Deutschlandkarte mit den Werten. Hab sie nur nicht unter Favoriten gespeichert. Schlimm war verseuchtes Milchpulver. Es gab da nach Tschernobyl mal einen großen Eisenbahnzug mit vielen Waggons in Quarantäne, wobei man sich später entscheiden wollte, die Ladung ins Ausland zu transportieren, zur Weiterverarbeitung. Was genau daraus wurde, weiß ich bis heute nicht. Strontium aus der selben Hauptgruppe des PSE wie Calcium lagert sich bei Nahrungsaufnahme anstatt dessen in den Knochen ein, und hat ausgerechnet eine Zerfallszeit unterhalb der menschlichen Lebensdauer. Und das nahmen ja Rindviecher zur Milchproduktion draußen auf der Naturwiese auf, gelangt wie Calcium in die Milch. Den Rindviechern macht das ja nichts, werden kaum älter als zwei Jahre. Die sind schon lange verfrühstückt. Die Eisenbahntransporte sollte man auch keineswegs unterschätzen. Alles Personal drum herum müßte Strahlenschutzanzüge tragen, wohl auch der Lokführer. Denn es kann mal sein, daß es neben einem Castorbehälter gemütlich warm ist, oder man sich daran die Hände wärmen kann. Und wenn es warm ist, passiert da auch noch was anderes. Nein, ich war nie an Aktivitäten mit Gegnern beteiligt, machte nur mal ein E-Technik-Studium mit viel Physik. Und das war sehr interessant, nicht mal nur eine Schaltung oder einen µC in Betrieb nehmen. Das ist der kleine Unterschied zum Meister oder Techniker, breites Spektrum der Naturwissenschaften.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Die Eisenbahntransporte sollte man auch keineswegs unterschätzen. Alles > Personal drum herum müßte Strahlenschutzanzüge tragen, wohl auch der > Lokführer. Denn es kann mal sein, daß es neben einem Castorbehälter > gemütlich warm ist, oder man sich daran die Hände wärmen kann. Und wenn > es warm ist, passiert da auch noch was anderes. Bleiwesten für Demonstranten? :-) Ich (und viele Kollegen) habe Wochenlang an beladenen Castoren gearbeitet (Druckschschalter zur Dichtheitsüberwachung montiert). Wir leben alle noch, keiner Krank und die Nachkommen sind auch gesund. Dass die Strahlung in der Nähe von beladenen Castoren gefährlich ist gehört ins Reich der Mythen.
Thilo M. schrieb: > Dass die Strahlung in der Nähe von beladenen Castoren gefährlich ist > gehört ins Reich der Mythen. Und Jesus kam in Sandalen, und ging über Wasser...
Wilhelm Ferkes schrieb: > Und Jesus kam in Sandalen, und ging über Wasser... DAS kann nicht belegt werden. ;-)
Thilo M. schrieb: > DAS kann nicht belegt werden. ;-) Aber ja doch. Schriftlich belegt, mit 12 Zeugen. Ausserdem waren Sandalen damals ziemlich verbreitet.
Thilo M. schrieb: > DAS kann nicht belegt werden. ;-) Ist auch genau so schizophren wie dein Gefahrlosigkeitsgedanke. ;-) Also: Beleg mal was.
Thilo M. schrieb: > Wir leben alle noch, keiner Krank und die Nachkommen sind auch gesund. Das wird sich ändern ;-)
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.