Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Strom messen mit DMM


von Michael S. (misch23)


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Hallo zusammen,

ich möchte gerne mit einem Echteffektiv-Multimeter mit Loggingfunktion 
den Stromverbrauch eines Rechners über eine gewisse Zeit unter 
verschiedenen Lastsituationen möglichst sicher und genau ermitteln.

Ich bin kein Experte und frage mich nun wie ich am Besten vorgehe. Ich 
habe verstanden, dass ich eine Stromzange oder ein 
Zwischenstecker-Leistungsmessgerät verwenden könnte. Dies erscheint mir 
jedoch zu ungenau. Möglich wäre auch ein Shunt. Die genaueste Variante 
dürfte es aber sein das Messgerät in den Stromkreis einzubauen.

Und wie macht man das? Gibt es evtl. einen Adapter Stromstecker auf 
Strombuchse, wo ein Leiter unterbrochen ist und ich dort über Buchsen 
den Strom sicher abgreifen kann? Irgendwie kann ich mir nicht 
vorstellen, dass es da keine Lösung gibt. Oder bin ich auf dem Holzweg.

Mit Hilfe der Suchfunktion bin ich noch zu keiner Antwort gekommen. Ich 
möchte noch anmerken, dass ich das Ohmsche Gesetz kenne und verstehe, 
was passiert, wenn R gegen Null geht.

Danke & Viele Grüße

Michael

von John (Gast)


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Michael Schreiter schrieb:
> ich möchte gerne mit einem Echteffektiv-Multimeter mit Loggingfunktion
>
> den Stromverbrauch eines Rechners über eine gewisse Zeit unter
>
> verschiedenen Lastsituationen möglichst sicher und genau ermitteln.

Mit Stromverbrauch meist Du bestimmt den Energieverbrauch.
Und wenn dein Echteffektiv-Multimeter nicht die Wirkleistung messen 
kann, dann kannst Du das mit dem "möglichst sicher und genau" vergessen.

Gruß
John

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Und was soll die Messung der Stromaufnahme (nicht des 
Stromverbrauchs...) ergeben? Wird sie anschließend mit der Netzspannung 
multipliziert, erhält man nur die Scheinleistung, jedoch nicht die 
wesentlich aussagekräftigere Wirkleistung des Netzteils.

Da nützt es auch nichts, ein teures Echteffektivwert-Multimeter für die 
Messung einer Größe einzusetzen. Stattdessen müssen die Momentanwerte 
der Netzspannung und des Stromes zunächst multipliziert und anschließend 
summiert bzw. integriert werden. Hierfür gibt es ja die speziellen 
Leistungsmessgeräte. Bei schlechten Ausführungen erfolgen die obigen 
Berechnungen jedoch mit einem erheblichen Mess- bzw. Rechenfehler.

Und gerade bei Geräten mit Gleichrichtung, d.h. den meisten 
elektronischen Geräten, ist die Abweichung von einer rein ohmschen Last 
so groß, dass man unbedingt ein ordentliches Leistungsmessgerät 
einsetzen muss, um eine halbwegs aussagekräftige Abschätzung der 
Leistungsaufnahme zu erhalten.

von Andrew T. (marsufant)


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Wie John es Dir schon richtig erklärt hat: Du benötigt ein WATTMETER mit 
Loggingfunktion.

Suchfunktion findet sowas für Dich, und wenn dies Gerät  genau & mit PC 
-Anschluß & Logging sein soll: Rechne mit 3..4 stelligen Eurobeträgen 
.-)

von Achim M. (minifloat)


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Was es am Markt nicht zu kaufen gibt -und das in deinem Fall aus gutem 
Grund- muss eben erst gebaut werden.

Die üblichen Warnungen wegen "230V sind böse und gefährlich" muss ich 
hier nicht extra ausführen oder? Außerdem wäre es noch schick, wenn dein 
Adapterkabel nicht in die Hände von Kindern gerät.

Michael Schreiter schrieb:
> Möglich wäre auch ein Shunt. Die genaueste Variante
> dürfte es aber sein das Messgerät in den Stromkreis einzubauen.

Was meinst du, wie dein tolles Messgerät das macht?
Einen Stromwandler spendiert man in den für Multimeter üblichen 
Strommessbereichen meist nicht.

Michael Schreiter schrieb:
> einen Adapter Stromstecker auf
> Strombuchse

Stecker in der Elektro(tech)nik sind meist für Strom, selten für 
Glasfaser und sehr selten auch für Druckluft. Benutz bitte die 
Entsprechenden Begriffe(z.B. Schuko, Bananenstecker, Kaltgeräte etc.).

mfg mf

von Andrew T. (marsufant)


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Evtl. ist der TE bereit, etwas weniger genau zu messen, dann mal hier 
schauen:

ebay   140648564032

von Michael Schreiter (Gast)


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Danke für die Antworten. Ich habe verstanden, dass ich mit meinen 
Begriffen etwas besser aufpassen muss.

Ist es richtig wenn ich sage, dass ich mit meinem DMM zwar den 
Effektivwert für den Strom anzeigen lassen kann ich aber zeitgleich auch 
den Effektivwert für die Spannung benötige um die Leistungsaufnahme zu 
berechnen?

Das ist wohl der Fehler in meinem Ansatz gewesen.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Michael Schreiter schrieb:
> Ist es richtig wenn ich sage, dass ich mit meinem DMM zwar den
> Effektivwert für den Strom anzeigen lassen kann ich aber zeitgleich auch
> den Effektivwert für die Spannung benötige um die Leistungsaufnahme zu
> berechnen?

Nein. Wie schon ausgeführt, werden nicht die Effektivwerte 
multipliziert, sondern die Momentanwerte.

Veranschauliche Dir erst einmal die Begriffe Leistung, Wirkleistung, 
Blindleistung, Scheinleistung. Diese werden in der üblichen Literatur 
ausreichend behandelt. Nur die Formeln des Ohmschen Gesetzes (U=R*I, 
P=U*I) auswendig zu kennen, ohne sie verstanden zu haben, reicht nicht 
aus.

von Stefan (Gast)


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Es gibt Multimeter die Leistung messen können, die sind aber nicht 
billig.
Nimm lieber ein "Energiekostenmessgerät" Block und Stift.
Das KD 302 von Reichelt ist ganz brauchbar und kostet nur 10 €.

von Harald W. (wilhelms)


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Stefan schrieb:
> Es gibt Multimeter die Leistung messen können, die sind aber nicht
> billig.
> Nimm lieber ein "Energiekostenmessgerät"

> Block und Stift.

Vielleicht könnte man Block und Stift auch durch eine aufs Energie-
messgerät ausgerichtete USB-Kamera ersetzen.
Gruss
Harald

von Andrew T. (marsufant)


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Da   Nr.  140648564032  schon eine USB Schnittstelle hat, braucht der 
der TE nicht mal eine Kamera, geschweige den Block & Stift.

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