Hi, hab ich vorhin gefunden. Niemand sollte je wieder bei Amazon Etwas kaufen. Nur wenn es diesen Ratten ans Geld geht koennte es helfen. http://www.elo-forum.net/topstory/2011112039717.html Gruesse Dusty
Stephan Kempa schrieb: > Niemand sollte je wieder bei Amazon Etwas kaufen. Niemand wird Dich jemals davon abhalten dort etwas zu kaufen... Gruesse, TommyS
Was willst Du denn? Hat Amazon etwa etwas verbotenes getan? Ist es wirklich soooo verwerflich, so wenig Geld wie möglich zu zahlen? Der Zeit-Jobber hat doch sein Geld in der Tasche! Ich denke da an die kostenlosen Samples von Chip-Herstellern. Da haben die wenigstn hier Probleme mit, die abzufordern. Und beklagen sich dann auch noch, wenn es zu lange dauert :-( Da ist es dann plötzlich ok, wenn man Leistung für lau abgreift. Nicht Amazon, sondern die Arbeitsagentur muß boykottiert werden. Meldet euch einfach nicht mehr arbeitslos! Wenn das alle konsequent durchziehen, dann wird der Laden dicht gemacht.
Da fallen mir noch einige andere Unternehmen ein, die man boykottieren müsste.
Und wo ist jetzt der Unterschied zu H4-Aufstockern? Hat doch der Hundt gesagt: Es gibt Arbeit, die ist so wenig wert, dass man dafür nichtmal soviel bezahlen kann, dass der Arbeiter davon überleben kann. Nein, er hat das natürlich viel schöner gesagt. Das hat sich nicht mal Karl Marx vorgestellt, bei ihm hiess es noch, der mindeste Lohn ist der, für den der Arbeiter seine verkaufte Arbeitskraft wiederherstellen kann. Es kotzt mich an, da stellt sich so ein fetter Hund wirklich hin und sagt: Wir geben gern die Arbeit, aber leider können wir nichts dafür bezahlen, dass muss dann die Allgemeinheit übernehmen. Die Gewinne aus der Arbeit behalten wir dann aber gern - achne, das hat er nicht mehr gesagt. Und da geht kein Aufschrei durch die Gesellschaft, das wird so als gegeben hingenommen.
nenn mir eine brauchbare alternative, bei der ich zum gleichen preis/leistungs-verhältnis die gleichen produkte bekomme und ich denke darüber nach. und bei örtlichen betrüger-händler den dreifachen preis für ein kabel zu zahlen als bei amazon sehe ich beim besteln willen nicht ein...
Timm Thaler schrieb: > Und wo ist jetzt der Unterschied zu H4-Aufstockern? > > Hat doch der Hundt gesagt: Es gibt Arbeit, die ist so wenig wert, dass > man dafür nichtmal soviel bezahlen kann, dass der Arbeiter davon > überleben kann. Die Meinung von Herrn Hundt ist so viel wert das er eigentlich noch Geld mit bringen müsste. > Nein, er hat das natürlich viel schöner gesagt. Das hat sich nicht mal > Karl Marx vorgestellt, bei ihm hiess es noch, der mindeste Lohn ist der, > für den der Arbeiter seine verkaufte Arbeitskraft wiederherstellen kann. Wie soll er das bei dem Verschleiß anstellen? > Es kotzt mich an, da stellt sich so ein fetter Hund wirklich hin und > sagt: Wir geben gern die Arbeit, aber leider können wir nichts dafür > bezahlen, dass muss dann die Allgemeinheit übernehmen. Die Gewinne aus > der Arbeit behalten wir dann aber gern - achne, das hat er nicht mehr > gesagt. Man kann ja seine Arbeitsleistung soweit drosseln wie sie bezahlt wird. Die nennen das zwar Sabotage, aber das haben die dann auch verdient. > Und da geht kein Aufschrei durch die Gesellschaft, das wird so als > gegeben hingenommen. Dann steht wohl bald wieder ein neuer Krieg an? Zu blöd wenn keiner hin geht.
Da wird jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Sagt man auch: Lidl ist ne Stiftung von ner Sekte, also nur nicht DORT einkaufen. Was ist die Wirkung? Evtl. dort weniger Umsatz und mehr Druck auf die Zulieferer, noch günstiger zu sein. Die "da oben" ficht es nicht an was da im Detail passiert. Wer weiß, was bei book.de oder libri.de oder Hugendubel oder Schöningh hinter dem Tresen sich abspielt. Nur dass es da keiner weiß, bzw. noch nicht weiß.
Michael K-punkt schrieb: > Wer weiß, was bei book.de oder libri.de oder Hugendubel oder Schöningh > hinter dem Tresen sich abspielt. Nur dass es da keiner weiß, bzw. noch > nicht weiß. Der selbe Scheiß schon. Bin mal als Übernachtkurirer für libro gefahren. Mit dem Gerichtstitel(wegen nichtgezahlten Lohnes) konnte ich mir den Arsch abwischen. Namaste
Der Ansatz Läden zu boykottieren, die den gesetzlichen Rahmen ihre Mitarbeiter auszubeuten ausreizen ist doch prima. Der Blaue Engel zeichnet seit 1978 Produkte aus, die ökologisch besser sind als andere. Warum nicht auch Firmen auszeichnen, die mit ihren Mitarbeitern, Zulieferern vernünftig, anständig umgehen (sofern es dafür Kriterien geben kann). Das gute Gewissen, bei einem vernünftigen Händler einzukaufen darf dann sogar was mehr kosten (Fair Trade etc.)
Es wird niemand gezwungen, bei Amazon zu kaufen geschweige denn dort zu arbeiten. Ich als Kunde lege Wert auf Auswahl, Verfügbarkeit und Preis. Das kann mir Amazon alles bieten. Weiters lege ich noch großen Wert auf Support und evtl. auch mal Kulanz. Diese Leistungen, die sie in der Buch und beim Zahlfreund nicht mal zu buchstabieren wissen, sind bei Amazon selbstverständlich. Wenn du in Betracht ziehst, wo große Modelabels produzieren lassen und zu welchen Bedingungen, müsstest du schon nackt durchs Leben gehen um die zu boykottieren. Außerdem 90% der Geräte (auch dein PC) kommen aus dem fenen Osten. Frag dort mal nach 40Stunden Woche, gesicherter Arbeitplatz, Sicherheitsvorkehrungen... Da können sich die Amazon Mitarbeiter allesamt glücklich schätzen!
Timm Thaler schrieb: > Und da geht kein Aufschrei durch die Gesellschaft, das wird so als > gegeben hingenommen. Wenn schon, dann geht durch die Gesellschaft höchstens ein Aufschrei dieser Art: Endlich hat man die faulen Arbeitslosenschmarotzer mal bewegt! :-( Electronic R. schrieb: > Da können sich die Amazon Mitarbeiter > allesamt glücklich schätzen! Du hast es auch nicht verstanden! Dort werden für das Weihnachtsgeschäft kostenlos Hartzer vom Amt hin verfrachtet, unter dem Deckmantel Probearbeit. Die arbeiten dort 2 Wochen völlig gratis. Man schlägt ja da mehrere Fliegen mit einer Klappe: Die Arbeitslosenstatistik für den Landkreis ist dann mal 2 Wochen schön, und vielleicht teilt man das auch noch gleich der Regionalpresse für die Wochenendausgabe mit. Ist doch erst mal völlig egal, auch wenn der Personenkreis nach ein paar Wochen wieder beim Amt vorstellig wird. Dann schreibt man in der Tagespresse: Die Arbeitslosenzahl hat sich leider saisonbedingt wieder erhöht. ;-)
Electronic R. schrieb: > geschweige denn dort zu > arbeiten. Das erzähle mal den H4-Empfängern. Wenn du dich weigerst und nicht ne plausible Ausrede (kaputter Rücken o.a.) hast, dann kannste mit Sanktionen rechnen. Von wegen, kannst nicht gezwungen werden. Wilhelm Ferkes schrieb: > faulen Arbeitslosenschmarotzer mal bewegt! :-( ;-);-);-);-);-);-);-);-);-);-);-);-);-);-);-)
> nenn mir eine brauchbare alternative, bei der ich zum gleichen >preis/leistungs-verhältnis die gleichen produkte bekomme und ich denke >darüber nach. Wenn wir derartige Praktiken tolerieren, nur weil die Firma sooo tolle und guenstige Angebote hat, dann waer es doch viel einfacher, wenn wir die direkte Sklaverei wieder einfuehren wuerden. Lasst uns durch die Strassen ziehen und Unschuldige einkassieren. Pruegelt Arbeitlose doch mit der Peitsche.
Michael S. schrieb: > Wilhelm Ferkes schrieb: >> faulen Arbeitslosenschmarotzer mal bewegt! :-( > > ;-);-);-);-);-);-);-);-);-);-);-);-);-);-);-) Ja, ist doch wahr, so ist es doch in Wirklichkeit. ;-) Übrigens: Ich kenne auch Probearbeit. Hatte das ein mal. Als Ing. sogar. Die Zeitarbeiten wissen das alle, exakt genau so gut wie das Amt selbst, und sparen sich die Zeit den Lohn. Und du kommst da auch kaum drum herum. Lehnst du es ab, kannst du gleich unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Lehnst du es ab, kannst du gleich unverrichteter Dinge wieder > nach Hause gehen. Deswegen muss man solche Machenschaften auch bekämpfen, denn das da oft was illegal abläuft wissen die ganz genau. Aber alle tun so, als wäre alles in bester Ordnung. Auffällig ist da nämlich das streben alles nur zu bereden aber nichts schriftlich festzulegen. Dann muss man doppelt aufpassen.
Es geht um Alternativen. Wenn Amazon die Möglichkeiten der kostenfreien Probearbeit ausnutzt, andere ggf. etwas teurere Händler nicht bleibt es jedem selbst überlassen, wo er etwas kauft. Arbeitslose kostenfrei zur Probe arbeiten lassen ist völlig OK. Nur hat das ein gewisses Geschmäckle, wenn dadurch Spitzenzeiten kostengünstig abgefedert werden und eine Einstellung in keinster Weise geplant ist, bzw. man an der Absicht stark zweifeln darf. Ich habe regelmäßig bei Amazon etwas bestellt, ich warte jetzt die weitere Entwicklung ab, ohne vorerst etwas dort zu bestellen.
Die Nachricht spricht sich wohl langsam herum. ;) "Gesetzeslücke" "Amazon missbraucht Hilfe für Arbeitslose" http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/0,2828,800186,00.html "Amazon hat offenbar die Eingliederungshilfe für Arbeitslose übermäßig ausgenutzt .."
Rick McGlenn schrieb: > Arbeitslose kostenfrei zur Probe arbeiten lassen ist völlig OK. Das kann man allenfalls mal mit einem Kriminellen Vorbestraften oder Haftentlassenen probieren. Aber nicht mit sonst unbescholtenen Bürgern, die unverschuldet arbeitslos wurden, und sonst einen geraden Lebenslauf mit Fachwissen haben.
Michael S. schrieb: > Deswegen muss man solche Machenschaften auch bekämpfen, denn > das da oft was illegal abläuft wissen die ganz genau. Also, nochmal passiert mir so ein Scheiß mit kostenloser Probearbeit so schnell auch nicht mehr. Man wird so alt wie eine Kuh, und lernt doch immer noch dazu. Beim nächsten, stehe ich wirklich auf, und gehe. Selbstbewußtsein oberhalb von ein paar mickrigen Kröten (Krümeln!!!)! Aber halt, nein, dann kommt das Amt ja mit einer Vollsperre. Dann muß man irgendwann auch noch täglich in die Suppenküche oder an die Tafel, weil man kein Essen mehr kaufen kann. Und fühlt sich wie ein Loser oder Krimineller. Leider kann man nicht bei allen miesen Jobs in die Ware hinein spucken, wie der schlecht behandelte Koch im Restaurant ins Essen der Gäste. Ich gehe aktuell sowieso gar nicht auswärts essen. Wohl bekomms anderen. ;-)
Im übrigen ist es doch so, dass amason nur den bestehenden Rahmen ausnutzt. Mein Vater, der Zeit seines Lebens immer alles bei der Steuer angegeben hat, sagte einmal, dass es keine sog. Steuerschlupflöcher gebe. Wenn die Regelung etwas erlaubt, darf man sich nicht wundern, wenn es ausgenutzt wird. Das tun nur die blöden Politiker. Bis die schnallen, dass bestimmte Regelungen zu nicht gewollten Verhaltensweisen führen, haben die Nutzer dieser Regelungen schon Millionen damit verdient bzw. sich dementsprechende Vorteile verschafft. Warum wird so eine Sauerei (die es ja ist) nicht zum Anlass genommen, die Regelung seitens des Staates so zu ändern, dass mit dem Unsinn von heute auf morgen Schluss ist? Das wäre doch mal was.
Michael K-punkt schrieb: > Warum wird so eine Sauerei (die es ja ist) nicht zum Anlass genommen, > die Regelung seitens des Staates so zu ändern, dass mit dem Unsinn von > heute auf morgen Schluss ist? Das wäre doch mal was. Die Hartz-Gesetze sind doch gewollt, und beschlossen. Aber nicht von Betroffenen. Die Leute am unteren Ende haben schon lange keinen Rechtsschutz mehr, geschweige denn einen Anwalt. Und vermutlich nicht mal mehr eine Menschenwürde.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Electronic R. schrieb: > >> Da können sich die Amazon Mitarbeiter >> allesamt glücklich schätzen! > > Du hast es auch nicht verstanden! doch ich hab es sehr wohl verstanden. Aber meines Erachtens macht Amazon nichts Verbotenes, nichts was nicht andere Firmen auch machen dürfen (und sicherlich auch einige genau so praktizieren). Wenn dann müsste man sich gegen die Leute auflehnen, die diese Gesetze ausarbeiten. Amazon hat eben ausreichend Potential und Resourcen um nach solchen Gesetzeslücken zu suchen und sie zu ihrem Vorteil (und indirekt zum Vorteil der Kunden) auszuschöpfen. Jede größere erfolgreiche Firma macht dies in der einen oder andere Weise.
Electronic R. schrieb: > .. meines Erachtens macht Amazon > nichts Verbotenes, nichts was nicht andere Firmen auch machen dürfen Verboten oder nicht. Jedes Gesetz, jede Verordnung hat Lücken und hier wird so wie zu lesen ist ein System schamlos ausgenutzt, um sich letztlich damit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen (Versendern) zu verschaffen. Das ist im Grunde die gleiche Kiste wie wenn Paketdienstleistungen billiger als DHL es kann angeboten werden können, solange die Kurierfahrer entlohnungsmäßig am Bettelstab gehalten werden. Klar freut sich der Kunde wenn alles schön billig ist. Aber was dem einen billig ist, muss dem anderen ja nicht zwangsläufig recht sein.
Amazon macht schon etwas verbotenes, denn Maßnahmen solcher Art sollen die Wiedereingliederung fördern, nur tun die das? Kürzlich las ich einen Artikel in der Tagespresse das ein Ingenieur als Praktikant ohne Bezahlung arbeitete und die gleichen Arbeiten verrichtete wie die angestellte Belegschaft. Eine Einstellung wurde ihm nicht in Aussicht gestellt. Ein wohlwollendes Arbeitszeugnis (was aber nicht garantiert ist) war alles was dabei heraus kam. Der Gedankengang ist wohl, das der Makel der Beschäftigungslosigkeit damit kaschiert werden soll, weil Personaler meist bei Erstkontakt fragen wo man denn zuletzt beschäftigt gewesen sei. Wenn man dann wahrheitsgemäß den Praktikumsarbeitgeber nannte, so die Logik, wäre das die Eintrittskarte zu einem neuem Job. Weit gefehlt, weil Personaler nicht ganz verblödet sind und die entscheidenden Details bekanntlich im Lebenslauf nachlesen können und Rechenschaft müssen die ja nicht abgeben, wollen die auch nicht. Warum sich auch Probleme schaffen wenn man die auf den Bewerber bequem abwälzen kann. Jedenfalls fand der Ingenieur das nicht gerecht und klagte und gewann mit dem Ergebnis, das er für die Zeit voll bezahlt wurde wie die Angestellten die die gleiche Arbeit verrichteten. Der Grund für das Urteil wird wohl aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz abgeleitet worden sein. Es könnte jedenfalls dazu führen das die Firmen in Zukunft ein Einstellungsversprechen abgeben müssen, wenn sie Klagen und Kosten vermeiden wollen und das gilt auch für Amazon. Wäre dann nur noch das Problem wenn man dann doch nicht eingestellt wird, obwohl die Beurteilung positiv ist. Also steuert alles irgend wann auf so was wie eine Zwickmühle hin oder man verzichtet ganz auf dieses ausbeuterische und verachtenswerte Verfahren. Amazon wird dann andere Wege gehen müssen. Wilhelm Ferkes schrieb: > Die Leute am unteren Ende haben schon lange keinen Rechtsschutz mehr, > geschweige denn einen Anwalt. Die haben Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe, aber wenn die verlieren müssen die den Anwalt der Gegenseite selbst berappen, sofern es ein freier Anwalt ist. Amtsanwälte sind glaube ich Honorarfrei weil die ihr Gehalt vom Staat bekommen (Hörensagen). Wilhelm Ferkes schrieb: > Und vermutlich nicht mal mehr eine Menschenwürde. Die gibst du auch im Jobcenter ab. Michael K-punkt schrieb: > Das tun nur die blöden Politiker. Bis die schnallen, dass bestimmte > Regelungen zu nicht gewollten Verhaltensweisen führen, haben die Nutzer > dieser Regelungen schon Millionen damit verdient bzw. sich > dementsprechende Vorteile verschafft. > > Warum wird so eine Sauerei (die es ja ist) nicht zum Anlass genommen, > die Regelung seitens des Staates so zu ändern, dass mit dem Unsinn von > heute auf morgen Schluss ist? Das wäre doch mal was. Weil die Unternehmenslobby mächtiger ist als der normale Bürger. Wilhelm Ferkes schrieb: > Aber halt, nein, dann kommt das Amt ja mit einer Vollsperre. Dann muß > man irgendwann auch noch täglich in die Suppenküche oder an die Tafel, > weil man kein Essen mehr kaufen kann. Und fühlt sich wie ein Loser oder > Krimineller. Erstmal wirst du wohl mit Gutscheinen bedient. Das was du dann nicht per Gutschein bekommst wird dann zum Problem werden. Hab es aber bisher vermeiden können und bin auf die Erfahrung auch gar nicht scharf. Wilhelm Ferkes schrieb: > Also, nochmal passiert mir so ein Scheiß mit kostenloser Probearbeit so > schnell auch nicht mehr. Man wird so alt wie eine Kuh, und lernt doch > immer noch dazu. Beim nächsten, stehe ich wirklich auf, und gehe. Wäre ja akzeptabel wenn dem ganzen Aufwand auch ein Erfolgsversprechen zu Grunde liegen würde, aber die wollen sich ja nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Wilhelm Ferkes schrieb: > Das kann man allenfalls mal mit einem Kriminellen Vorbestraften oder > Haftentlassenen probieren. Aber nicht mit sonst unbescholtenen Bürgern, > die unverschuldet arbeitslos wurden, und sonst einen geraden Lebenslauf > mit Fachwissen haben. Gleichbehandlung, du erinnerst dich? Rick McGlenn schrieb: > Arbeitslose kostenfrei zur Probe arbeiten lassen ist völlig OK. Von wegen, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, eindeutig rechtswidrig, aber Unrechtsbewußtsein scheint bei Dienstleistern verkümmert zu sein. Hier zählt allein der Profit, aber wenn dabei die Menschenwürde vor die Hunde geht, dann wirds Zeit für eine Revolution. Zumindest muss dann den DL das Handwerk gelegt werden.
Klar müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Wenn von 10 Leute die wochenlang vor Weihnachten zur Probe arbeiten keiner angestellt wird, kann da was nicht stimmen. Nicht alles was rechtens ist, ist auch so in Ordnung. In Asien mit Kinderarbeit Produkte herstellen und diese in Deutschland verkaufen ist meines Wissen hier auch nicht strafbar (oder?). Das Unternehmen nutzt das, um uns Kunden die Produkte billiger anbieten zu können und einen Vorsprung zur Konkurrenz zu haben, der so blöd ist das ohne billige Kinderarbeit zu produzieren. Kinder in Knechtschaft, oder was bedeutet sonst die Abkürzung eines Mode-Discounters?
Rick McGlenn schrieb: > In Asien mit Kinderarbeit Produkte herstellen und diese in Deutschland > verkaufen ist meines Wissen hier auch nicht strafbar (oder?). Erst mal müsste es eine Möglichkeit geben das zu beweisen, da aber meist jede Menge Strohmänner dahinter stecken, kann man das wohl vergessen. Selbst wenn es mal nachgewiesen werden kann, zahlt das ein Konzern aus der Portokasse. Dazu kommt noch das die Menschen das in Indien ja wollen weil sie sonst keine Einnahmequelle haben. Da gibts nämlich keine Sozialhilfe. Da wird man sich schwer tun so ein soziales Engagement zu verurteilen. > Das Unternehmen nutzt das, um uns Kunden die Produkte billiger anbieten > zu können und einen Vorsprung zur Konkurrenz zu haben, der so blöd ist > das ohne billige Kinderarbeit zu produzieren. Na, um seine Gewinne zu maximieren würde ich mal behaupten. Was der eine Konzern macht, macht dann der Konkurrent genauso. Also die Jeans die ich da kaufe kommen aus Pakistan (zumindest steht es auf einem Etikett) bei entsprechender Qualität welche man dann in Kauf nehmen muss. Handel lebt nun mal davon das immer etwas Geld irgendwo kleben bleibt, aber das ist hier ja nicht das Problem da ja überhaupt kein Lohn bezahlt wird und die die bei Amazon so malochen noch schlechter dastehen als die indischen Kinder. Sind wir hier jetzt die vierte Welt? Mit Sicherheit ist eine entgeltlose Tätigkeit ohne geldwerte Gegenleistung illegal, weil Zwangsarbeit. > Kinder in Knechtschaft, oder was bedeutet sonst die Abkürzung eines > Mode-Discounters? Sicherlich nicht so ein Schwachsinn.
Michael S. schrieb: > Also die Jeans die ich da kaufe kommen aus Pakistan (zumindest steht > es auf einem Etikett) bei entsprechender Qualität welche man dann in > Kauf nehmen muss. Jup Pakistan ist das 'neue' China in der Modebranche. China ist mittlerweile schon zu teuer.
D. I. schrieb: > Michael S. schrieb: >> Also die Jeans die ich da kaufe kommen aus Pakistan (zumindest steht >> es auf einem Etikett) bei entsprechender Qualität welche man dann in >> Kauf nehmen muss. > > Jup Pakistan ist das 'neue' China in der Modebranche. China ist > mittlerweile schon zu teuer. Die kommen schon seit Jahren aus Pakistan und nicht erst seit kurzem. Kaufe da schon seit Jahren Klamotten.
Michael S. schrieb: > Wilhelm Ferkes schrieb: >> Also, nochmal passiert mir so ein Scheiß mit kostenloser Probearbeit so >> schnell auch nicht mehr. Man wird so alt wie eine Kuh, und lernt doch >> immer noch dazu. Beim nächsten, stehe ich wirklich auf, und gehe. > > Wäre ja akzeptabel wenn dem ganzen Aufwand auch ein Erfolgsversprechen > zu Grunde liegen würde, aber die wollen sich ja nicht so weit aus dem > Fenster lehnen. Mir wurde jedenfalls später, auch hier im Forum, gesagt, daß kostenlose Probearbeit für einen Entwicklungs-Ing. Käse hoch 3 ist. Der muß sich ja erst mal in ein Projekt und Tools hinein finden. Und wenn er das schon mal gemacht hat, kann er das auch. Die Dinge dauern nur etwas länger als 2 Wochen. Also tageweise Gratisarbeit abschöpfen, geht da sowieso nicht so einfach. Wenn, dann ist es da ganz offensichtlich, daß nur jemand sparen möchte. Auch bei einem Bandarbeiter, der nur 3 Handgriffe beherrschen muß, die er in einer Viertelstunde beigebracht bekommt. Da sieht man auch an einem halben Tag, ob das mit dem Mitarbeiter klappt. Anders ist es wohl in Ausbildungsberufen, z.B. sagen wir mal einen Maurer, Elektriker, oder Verputzer. Da muß man mal länger schauen, ob der aufwändigere Arbeiten gut beherrscht, z.B. eine Wand gerade und glatt verputzen. Aber, ist zur Probearbeit regulär nicht die Probezeit gedacht? > Wilhelm Ferkes schrieb: >> Das kann man allenfalls mal mit einem Kriminellen Vorbestraften oder >> Haftentlassenen probieren. Aber nicht mit sonst unbescholtenen Bürgern, >> die unverschuldet arbeitslos wurden, und sonst einen geraden Lebenslauf >> mit Fachwissen haben. > > Gleichbehandlung, du erinnerst dich? Oh, sorry, habe immer noch das Gespräch vom DL vergangene Woche im Kopf. Was sagte er noch? Jemand aus dem Knast bekäme nirgendwo eine Festanstellung? Gleichbehandlung? Ich meinte eigentlich im Grunde, daß Knasties meist aus bildungsfernen Schichten kommen, und deswegen außer Hilfsarbeit nicht viel können. Michael K-punkt schrieb: > Warum wird so eine Sauerei (die es ja ist) nicht zum Anlass genommen, > die Regelung seitens des Staates so zu ändern, dass mit dem Unsinn von > heute auf morgen Schluss ist? Das wäre doch mal was. Gute Frage. Was macht man da als Normalbürger am besten? Petition beim Bundestag einlegen? Da braucht es auch wieder eine Menge Unterzeichner. Und nichts ist schwieriger, als ein paar Arbeitslose unter einen gemeinsamen Hut zu bekommen. Aus den verlorenen Sozialgerichtsverfahren scheinen die Jobcenter aber auch nichts zu lernen, bzw. lernen zu wollen. Sitzen eben am stärkeren Hebel. Ich höre dazu öfter mal Dokus z.B. auf DLF. Selbst wenn einer gewonnen hat, machen die mit ihm oft so weiter wie gehabt. Zermürbungstaktik...
Sogenannte "Wirtschaftsliberale" können sicherlich sehr eloquent begründen, warum eine unbezahlte Probezeit gut für den Arbeitsmarkt ist.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Sogenannte "Wirtschaftsliberale" können sicherlich sehr eloquent > begründen, warum eine unbezahlte Probezeit gut für den Arbeitsmarkt ist. Herr Hundt, der weit oben oben schon genannt wurde? Ich sah ihn zuletzt in einer Doku vor etwa 3 Jahren, als er sich händeringend aus einer Erklärung heraus stotterte, wo Arbeitslose bzw. Zeitarbeiter mit Fragen anwesend waren. Das vergißt man ja so schnell nicht, nicht wahr. ;-)
gähn
Das gab es alles schonmal mit Schlecker, ...
Aber da leidet die Gesellschaft ja unter Lernresistenz, gelle?
Die Ursachen sind hier identisch.
>Gute Frage. Was macht man da als Normalbürger am besten?
Sich für das bedingungslose Grundeinkommen einsetzen und sei es nur wenn
man sich informiert, versteht und die Information weiterleitet.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Michael S. schrieb: > >> Wilhelm Ferkes schrieb: > Mir wurde jedenfalls später, auch hier im Forum, gesagt, daß kostenlose > Probearbeit für einen Entwicklungs-Ing. Käse hoch 3 ist. Der muß sich ja > erst mal in ein Projekt und Tools hinein finden. Und wenn er das schon > mal gemacht hat, kann er das auch. Die Dinge dauern nur etwas länger als > 2 Wochen. Also tageweise Gratisarbeit abschöpfen, geht da sowieso nicht > so einfach. Wenn, dann ist es da ganz offensichtlich, daß nur jemand > sparen möchte. Andererseits haste so vielleicht eher eine Fuß in der Tür und das kann unter Umständen mehr sein als man dir(uns) in Zukunft anbietet weil die Säcke ohne Vorurteile nicht auskommen oder leben können. Ich würde schon sehr genau prüfen ob sich eine echte Chance bietet oder ob jemand mich nur abzocken will, egal ob legal oder nicht. Allein meine Bedürfnisse sind mir wichtig und auf leere Versprechungen höre ich in Zukunft gar nicht mehr. Hab heute ne Einladung zum Vorstellungsgespräch bei einem Dienstleister in der Post den ich aber ablehnen werde, weil dahinter nichts steckt. Sogar die Reisekosten wollen die nicht bezahlen, also scheint es schon wegen fehlen entsprechender Anreize nicht ernst gemeint zu sein. > Anders ist es wohl in Ausbildungsberufen, z.B. sagen wir mal einen > Maurer, Elektriker, oder Verputzer. Da muß man mal länger schauen, ob > der aufwändigere Arbeiten gut beherrscht, z.B. eine Wand gerade und > glatt verputzen. Seit wann können Elektriker putzen? Putzer haben ja auch keine Ahnung von Elektrik. > Aber, ist zur Probearbeit regulär nicht die Probezeit gedacht? Das reicht den Firmen doch schon seid Jahren nicht mehr und wollen mehr. Die wurmt eben der Kündigungsschutz. >> Wilhelm Ferkes schrieb: >>> Das kann man allenfalls mal mit einem Kriminellen Vorbestraften oder >>> Haftentlassenen probieren. Aber nicht mit sonst unbescholtenen Bürgern, >>> die unverschuldet arbeitslos wurden, und sonst einen geraden Lebenslauf >>> mit Fachwissen haben. >> >> Gleichbehandlung, du erinnerst dich? > > Oh, sorry, habe immer noch das Gespräch vom DL vergangene Woche im Kopf. > Was sagte er noch? Jemand aus dem Knast bekäme nirgendwo eine > Festanstellung? Gleichbehandlung? Deswegen wollen die DL nur alles mündlich machen, damit man die nicht festnageln kann. Für die breite Masse wird das auch klappen. Aber so erfahrene leidgeprüfte Leute wie wir, werden es denen schwer machen und es ist zu hoffen, das es so schwer für die wird, das die am ausgestreckten Arm verhungern, eben weil sie dann nichts mehr vermitteln. > Ich meinte eigentlich im Grunde, daß Knasties meist aus bildungsfernen > Schichten kommen, und deswegen außer Hilfsarbeit nicht viel können. Auch so ein Vorurteil was für Einzelfälle zutrifft, aber selbst die können sich im Knast qualifizieren, z.B. Schulabschluss nachholen, in der Anstaltstischlerei arbeiten oder was es da sonst noch gibt. Leider spiele ich kein Tennis mehr. Einer im Club war in der Verwaltung einer hiesigen JVA angestellt und den ich hätte fragen können. Tüten kleben war gestern. Heute wird es da wohl entsprechende Resozialisierungsmaßnahmen geben. > Michael K-punkt schrieb: > >> Warum wird so eine Sauerei (die es ja ist) nicht zum Anlass genommen, >> die Regelung seitens des Staates so zu ändern, dass mit dem Unsinn von >> heute auf morgen Schluss ist? Das wäre doch mal was. > > Gute Frage. Was macht man da als Normalbürger am besten? Petition beim > Bundestag einlegen? Da braucht es auch wieder eine Menge Unterzeichner. > Und nichts ist schwieriger, als ein paar Arbeitslose unter einen > gemeinsamen Hut zu bekommen. Vor allem weil ja dieser Status Quo sich ja ändern kann und dann ist da gleich die Luft raus. Die Unternehmenslobby bleibt nicht nur stark, sie wird immer stärker und einfallsreicher. > Aus den verlorenen Sozialgerichtsverfahren scheinen die Jobcenter aber > auch nichts zu lernen, bzw. lernen zu wollen. Sitzen eben am stärkeren > Hebel. Ich höre dazu öfter mal Dokus z.B. auf DLF. Selbst wenn einer > gewonnen hat, machen die mit ihm oft so weiter wie gehabt. > Zermürbungstaktik... Es heißt "am längerem Hebel" aber das ist nur ein Klischee. Den bleibt doch gar keine andere Wahl als Dienst nach Vorschrift zu schieben. Wenn die dürften, würden da gern einige ganz andere Wege gehen, aber wenn das politisch so gewollt wird, haben die keine andere Wahl wenn die nicht ein Disziplinarverfahren riskieren wollen.
Michael S. schrieb: > Funzt jetzt einwandfrei. Mein Link zum Beitrag hier im Thread: Ja. Der dort genannte Link: Nein. Aktuell: 18:04 Uhr.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Michael K-punkt schrieb: > >> Warum wird so eine Sauerei (die es ja ist) nicht zum Anlass genommen, >> die Regelung seitens des Staates so zu ändern, dass mit dem Unsinn von >> heute auf morgen Schluss ist? Das wäre doch mal was. > > Die Hartz-Gesetze sind doch gewollt, und beschlossen. Aber nicht von > Betroffenen. > > Die Leute am unteren Ende haben schon lange keinen Rechtsschutz mehr, > geschweige denn einen Anwalt. > > Und vermutlich nicht mal mehr eine Menschenwürde. Na ja, Amazon verarscht ja sowohl das Arbeitsamt UND die Betroffenen. Wenn das Arbeitsamt sagt: "Einarbeitungszeit für lau gibt es höchstens 2 Tage, fertig aus und dann wird bezahlt" - dann wird es auch mit weniger Einarbeitungszeit laufen. Wo gibts denn so was, Einarbeitungszeit? Ist eh ein Unding. Oder wird Amazon dann Pleite gehen, weil keiner die Pakete einpackt oder was die Leute sonst dort machen? Wohl kaum.
Michael K-punkt schrieb: > Wo gibts denn so was, Einarbeitungszeit? Ist > eh ein Unding. Gratis-Probearbeit vor der Probezeit. Man soll diese 2 Wochen Probearbeit abschaffen, und fertig ist die Kiste!
Da gibts noch ganz andere Sachen die abgeschafft gehören und einiges das angeschafft werden müsste.
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