Bei Ebay habe ich dieses Modul (siehe unten) gesehen. Es ist ein 100 W Modul und besteht aus 36 Solarzellen. Jede Zelle hat damit eine max. Leistung von 2,8 W (0,5 V, 5,6 A). Ist es plausibel, dass dieses Modul 100 W Leistung hat? http://www.ebay.de/itm/Solarzellen-Solarmodul-Solarpanel-100-Watt-12V-/250939787518?pt=Solaranlagen&hash=item3a6d2d48fe
36*2,8W = 100,8W Passt doch. Oder wie war die Frage gemeint? Auf jeden Fall wirst du nie die 100W aus dem Modul herausbekommen, weil hier mit der Solarkonstanten gerechnet wird:
1 | Als Solarkonstante E0 wird die langjährig gemittelte extraterrestrische |
2 | Sonnenbestrahlungsstärke bezeichnet, die bei mittlerem Abstand Erde–Sonne |
3 | ohne den Einfluss der Atmosphäre senkrecht auf die Erde auftrifft. |
aus Wikipedia
Lothar Miller schrieb: > Auf jeden Fall wirst du nie die 100W aus dem Modul herausbekommen, weil > hier mit der Solarkonstanten gerechnet wird: Das stimmt so nicht. Die Leistung eines Moduls wird für eine Bestrahlungsstärke von 1000 W/m² angegeben (-> Wikipedia Solarzelle). Die Solarkonstante E0 liegt um einen Faktor 1.367 höher als die nach Standardtestbedingung für Solarzellen zu verwendende Bestrahlungsstärke. Man hat also durchaus Chancen bei guter Sonneneinstrahlung diese Leistung aus dem Modul herauszubekommen, insbesondere da die extraterrestrische Bestrahlungsstärke Werte bis 1420 W/m² erreicht.
Matthias schrieb: > Man hat also durchaus Chancen bei guter Sonneneinstrahlung diese > Leistung aus dem Modul herauszubekommen Na ja eventuell im Winter für 10 Minuten bei -10C. Viel wichtiger sind die Bedingungen wenn weniger Strahlung vorliegt oder die Erwärmung die Ausbeute der Solarzelle beschränkt. Gute 12V Module verwenden deshalb 40 oder 42 Zellen pro Modul, aber diese gibts kaum bei eb***.
In der Beschreibung steht, dass das Modul eine Nennspannung von 18 Volt hat. Die 100 Watt bekommst du, wie schon gesagt, bei idealen Umgebungsbedingungen: niedrige Temperatur, hohe Bestrahlungsstärke usw. Außerdem musst du das Modul so belasten, dass es im Maximum Power Point (MPP) betrieben wird. Nur hier bekommst du die volle Leistung. Die Temperatur bei Standardtestbedingungen liegt bei 25°C und nicht bei -10°C... (Die Temperatur des Moduls!)
Wieviel Wunschdenken Die Sonne kommt leider in D-Land seeehr schwach an. Stelle das Ding in NordAfrika auf .. wenn du ordentlich Strom willst...bei 30-40 *C ;-)
Lothar Miller schrieb: > 36*2,8W = 100,8W > Passt doch. Oder wie war die Frage gemeint? > > Auf jeden Fall wirst du nie die 100W aus dem Modul herausbekommen, weil > hier mit der Solarkonstanten gerechnet wird: >
1 | > Als Solarkonstante E0 wird die langjährig gemittelte extraterrestrische |
2 | > Sonnenbestrahlungsstärke bezeichnet, die bei mittlerem Abstand |
3 | > Erde–Sonne |
4 | > ohne den Einfluss der Atmosphäre senkrecht auf die Erde auftrifft. |
5 | > |
> aus Wikipedia
Wenn hier einer Ahnung hätte wüsste er dass man Mittags weit über
1000W/m² Einstrahlung haben kann. Nennleistung ist übrigens bei
Nenneinstrahlung von 1000W/m², und das ist doch recht realistisch
Plausibilitätsprüfung: Monokristalline Solarzellen können Wirkungsgrade
um die 20% erreichen, heisst bei diesem Modul von etwa 0,6m² etwa
0,6*1000*0,2
= 120Wpeak. 100W ist also plausibel, dann haben die Zellen etwa 18-19%
Wirkungsgrad.
Ansonsten würde ich an dieser Stelle gerne Module von Solland Solar
empfehlen[auch weil ich da arbeite und die Qualität sehr hoch ist].
Rigi Taler schrieb: > Die Sonne kommt leider in D-Land seeehr schwach an. Dann rechne mal nach. Es geht nicht um die Anzahl der Sonnenstunden, sondern um die Bestrahlungsstärke bei senkrechtem Einfall. Die Sonne sollte allerdings schon hoch stehen - kurz vor Sonnenuntergang wird das aber auch in Nordafrika nichts.
Hier sieht man ganz gut dass eine Nenneinstrahlung nicht nur zur Mittagsstunde stattfindet. Hängt eben alles von der orientierung ab. Im Anhang mal eine Kurve von einer Anlage mit Nachführung.Man sieht dass die Kurve zwar irgendwo ein Maximum hat, aber davor und danach nicht so krass abnimmt. Bei Abschattung sieht das ganze natürlich anders aus.
David P. schrieb: > Im Anhang mal eine Kurve von einer Anlage mit Nachführung. Hallo David, wie ist bei den Kurven der Unterschied in der Maximalleistung zu verstehen und welche Nennleistung hat die Anlage? Gruß Matthias
Matthias schrieb: > wie ist bei den Kurven der Unterschied in der Maximalleistung zu > verstehen Vermutlich drei Stränge und deren Summe... > und welche Nennleistung hat die Anlage? Oder auch die "Spitzenleistung", das kann man ja leicht mal verwechseln... Wie sähe der Verlauf und das Integral aus, wenn die Anlage nicht nachgeführt wäre?
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