Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Bauteilberatung: Dimensionierung Relais


von Glühwurst (Gast)


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Tag,

Ich habe hier eine funktionierende Verschaltung für vier 
Leuchtstoffröhren, wie sie in einem Gerät verbaut war:
1
230V~(L) --+-------------------------------------------
2
           |
3
           |(*)
4
           |     -----------        -----------
5
           |  +--|Starter 1|--+  +--|Starter 2|--+
6
---------  |  |  -----------  |  |  -----------  |
7
|       |--+  |               |  |               |
8
| EVG 1 |  |  |  -----------  |  |  -----------  |
9
|       |--)--+--| Röhre 1 |--+--+--| Röhre 2 |--+--+
10
---------  |     -----------        -----------     |
11
           |                                        |
12
           |                                        |
13
           |     -----------        -----------     |
14
           |  +--|Starter 3|--+  +--|Starter 4|--+  |
15
---------  |  |  -----------  |  |  -----------  |  |
16
|       |--+  |               |  |               |  |
17
| EVG 2 |     |  -----------  |  |  -----------  |  |
18
|       |-----+--| Röhre 3 |--+--+--| Röhre 4 |--+--+
19
---------        -----------        -----------     |
20
                                                    |
21
230V~(N) -------------------------------------------+--
22
23
EVG: Elektronisches Vorschaltgerät

Zwischen L und N scheint die Spannung "konstant" 230VAC zu sein, auch 
während des Einschaltvorgangs (Achtung Messfehler! Multimetermessung!), 
und das trotz der EVG. Macht aber irgendwie auch Sinn, sonst würd das 
Viech ja extreme Störungen ins Netz zurückspeisen... obwohl ich die 
Verschaltung noch nicht zu 100% einsehe; ich persönlich würde es ja 
vermeiden wollen, eine Röhre direkt mit einem Netzkontakt zu verbinden. 
Funktioniert aber wohl, und darauf kommt's hier auch nur an:

Nun würde ich das gern per Relais schalten (das widerum letztendlich von 
einem µC gesteuert wird, aber lasst das meine Sorge sein). 
Praktischerweise ist die L-Phase am Punkt (*) schon getrennt und mit 
Flachsteckverbindern ausgestattet, also habe ich schon einen bevorzugten 
Einbaupunkt :)

http://www.conrad.de/ce/de/product/502932/RELAIS-JV-05S-KT/0214211&ref=list#

Das hab ich mir vorläufig ausgesucht. Wäre wohl die Minimallösung, aber 
vielleicht sogar passend?
Da ich morgen bei der C-Apotheke vorbeikomme, ist das meine erstmal 
bevorzugte Bezugsquelle. Spannung sollte 5VDC@100mA(max) sein, 
alternativ steht auch noch eine ungeregelte 10...17VDC-Schiene mit 100mA 
zur Verfügung. Zur Beanspruchung: Vereinfacht gesagt soll es einmal am 
Tag für etwa eine Minute schließen (ich brauche keine Zeitschaltuhr, 
aber danke. Der Satz ist nur ein Modell, eine Veranschaulichung um nur 
die wichtigsten Details zu nennen ;)).

Sonst finde ich da auf die Schnelle nix Passendes, was auch in der 
Filiale verfügbar ist... Aber bestimmt gibts hier Leute, die mir sagen 
können, ob das Relais ausreicht, oder was genau ich hier brauche, oder 
noch zu messen habe.

Grüße,
Wurst
von Soetwa (Gast)


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Beide Tandem-LLampen mit 1 Relais?
Lampenleistung?
Achtung, denn:
Eine 58W LLampe hat einen Einschaltstrom der ~20mal höher ist als der 
Brennstrom.
Und eine Funkenlöschung über den Kontakten ist nötig.
von Achim M. (minifloat)


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Soetwa schrieb:
> Und eine Funkenlöschung über den Kontakten

Kann man doch "wegsnubbern". Dimnesionierung musst du aber jemand anders 
fragen.
mfg mf
von MaWin (Gast)


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> Spannung sollte 5VDC@100mA(max) sein, alternativ steht auch noch
> eine ungeregelte 10...17VDC-Schiene mit 100mA zur Verfügung

Mit einem 12V Realis machst du es dir also erheblich einfacher die 
Störungen wegzuhalten.

Leuchtstoffröhren sind auf Grund der 1000V Zündimpulse extreme Störer 
und extrem Kontaktbelastend.

Nimm also das leistungsstärkste Relais was du bekommen kannst.

Halte den 230V~ Kreis räumlich weit entfernst vom uC, es ist nicht 
verkehrt, den uC in ein Metallgehäuse zu stecken und die Relais an deren 
Rand.

Snubber, also RC-Kombinationen, sind auch nicht verkehrt, aber bei 
Leuchtstoffröhren blöd zu dimensionieren. Es darf kein 275V~ VDR sein 
und es darf kein 100Ohm/100nF X2 Funkentstörglied sein.

> Zwischen L und N scheint die Spannung "konstant" 230VAC zu sein

Na ja, das ist nicht so ungewöhnlich, das Atomkraftwerk zwingst du nicht 
in die Knie, du nicht.
Aber nadelscharfe Störimpulse sind möglich weil die 230V Leistung auch 
eine Induktivität hat, und deswegen gegen sehr hohe Frequenzen hochohmig 
ist.
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