Forum: Offtopic Bundespolizei sucht Küchenhilfe - Meldung von Internetbetrug nicht möglich


von Klaus D. (kolisson)


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Da hatte ich heute eine Email von TIPP24 , eine Lottofirma,
mit der ich vor 5 Jahren das letzte mal kontakt hatte.
Eine Email versprach mir 2 Euro Guthaben und ich ging auf den Link.


Dann dachte ich mir, okay.. da in der Adresszeile ein LTD zu sehen ist,
wird es nicht gut sein und sah davon ab meine Passworte dort 
einzutragen.

Dann ging ich auf die Seite der Internetpolizei, da ich es melden 
wollte.
Ich kam auf die Seite der Bundespolizei und dachte, das wäre richtig.
Nach 5 Minuten Studium der Seite konnte ich den Button "etwas melden 
wollen"
nicht finden.

Dann fand ich etwas.. ich könnte dort meinen Namen und meine 
Telefonnummer
eintragen und einen kleinen Text in ein textfeld eintragen.
Meine Screenshots kann ich aber nicht anhängen.

Was solls also? Auf jeden Fall weiss ich jetzt, dass dort auch keiner 
mehr arbeiten will.

Die Bundespolizei sucht an erster Stelle eine "Küchenhilfe"

Wie jämmerlich.

Screenshots im Anhang

Gruss Klaus

von Robert L. (lrlr)


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>Wie jämmerlich.

jämmerlich sind eher leute, die glauben eine LDT wäre automatisch ein 
betrüger-verein..

von Klaus D. (kolisson)


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LTD

von Klaus D. (kolisson)


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.. und ich hab meinen ehemaligen Geschäftspartner nochmal herausgesucht.

es ist dieser hier:
https://www.tipp24.de/app/impressum/index.html

Da steht nix von LTD.

Gruss k.

von Wilhelm F. (Gast)


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Klaus De lisson schrieb:

> Die Bundespolizei sucht an erster Stelle eine "Küchenhilfe"

Und ich dachte immer, die suchten einen Mann, der im Park Frauen 
belästigen geht. ;-)

von Klaus D. (kolisson)


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sind die von der Behörde nicht sowieso schon Spanner ?

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Was hält Dich davon ab, die Angelegenheit einfach der Polizei (und nicht 
der Bundespolizei) zu melden?

Die Bundespolizei hieß vor kurzem noch Bundesgrenzschutz, vielleicht 
verrät das ja was über deren Selbstverständnis.

von j. c. (jesuschristus)


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Bundespolizei? Wieso das denn? Geh zur Webseite Deiner lokalen 
Stasi-Behörde, äh ich meine zur Webseite der lokalen Polizei. Da gibt es 
Internetanzeigen. Kommt aber eh nix raus. Selbst mit viel eindeutigeren 
Sachen. Glaubst Du eigentlich auch, dass GmbHs, alles Betrugsfirmen 
sind?
"Hallo Herr Polizist, ich habe eine GmbH in meinem Haus, die möchte ich 
wegen Betrugs anzeigen". Meines Erachtens nach eine ganz schöne 
Blockwartmentalität, aber das ist nur meine Meinung.

von Uhu U. (uhu)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Die Bundespolizei hieß vor kurzem noch Bundesgrenzschutz, vielleicht
> verrät das ja was über deren Selbstverständnis.

Im Kalten Krieg waren die u.a. mit Maschinengewehren und Granatwerfern 
ausgerüstet und Mann konnte dort - so er kriegsgeil genug war - seinen 
"Wehr"-dienst ableisten.

Der BGS war eine militärische Einheit und keine Polizeitruppe.

Irgendwann wurde dann die Bahnpolizei abgeschafft und der durch das Ende 
des Kalten Krieges arbeitslos gewordene BGS firmierte zu Bundespolizei 
um und ist seither polizeilicher Lückenbüßer mit höchst bescheidener 
Bezahlung und überaus üppigen Einsatzplänen, die in der kühlenren 
Jahreszeit immer mal wieder mit Castor-Einsätzen garniert sind.

j. c. schrieb:
> "Hallo Herr Polizist, ich habe eine GmbH in meinem Haus, die möchte ich
> wegen Betrugs anzeigen".

Wobei der Gedanke mit Betrug doch eigentlich gar nicht so weit hergeholt 
ist - ist Lotto doch als legalisierter Betrug bekannt...

Klaus, darüber solltest du dir Gedanken machen.

von Klaus D. (kolisson)


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Nun regt euch doch bitte nicht auf.
.. das Ihr immer alles in den falschen Hals bekommen müsst.

Ich bin auf die Seite der Bundespolizei gestossen weil ich
nach Internetpolizei gegoogelt hatte.

Dabei fiel mir auf, dass die noch einen unterbezahlten Job zu
vergeben haben.

Bitte also ruhig Blut behalten.

Klaus

von Wilhelm F. (Gast)


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Klaus De lisson schrieb:

> Dabei fiel mir auf, dass die noch einen unterbezahlten Job zu
> vergeben haben.

Wo hast du denn gesehen, daß der Job unterbezahlt sein soll?

Na, immerhin haben sie wohl anscheinend noch eigenes Küchenpersonal, das 
ist heute purer Luxus. Anderswo fängt man sich Küchenpersonal über 
Personaldienstleister ein, oder hat den Küchenbetrieb fremd verpachtet.

von j. c. (jesuschristus)


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Sowas ist doch super. In der Großküche wo ich gelegentlich essen muss 
hauen mir irgendwelche Praktikanten und geistig Behinderte das Essen auf 
den Teller. Schön für sie, nur zahlen darf dafür garantiert wieder der 
Staat.

von Thomas E. (thomase)


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j. c. schrieb:
> geistig Behinderte das Essen auf den Teller.
Hast du ein Problem damit, daß Behinderte einen sinnvollen Job ausüben?
Das einzig Sinnlose daran ist, solchen Leuten wie dir überhaupt was zu 
essen zu geben.

mfg.

von P. M. (o-o)


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Thomas Eckmann schrieb:
>> geistig Behinderte das Essen auf den Teller.
> Hast du ein Problem damit, daß Behinderte einen sinnvollen Job ausüben?

Das ist sicher in Ordnung so. Das Problem ist eher, dass die Firmen 
häufig diese und andere 'schwer vermittelbare' Arbeitskräfte praktisch 
zum Nulltarif anstellen und der Staat den Rest bezahlt. Es kann 
natürlich nicht sein, dass sich Firmen so Gratisarbeit holen. (Aktuelles 
Beispiel: Amazon)

von Bernd F. (metallfunk)


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Thomas Eckmann schrieb:
> j. c. schrieb:
>> geistig Behinderte das Essen auf den Teller.
> Hast du ein Problem damit, daß Behinderte einen sinnvollen Job ausüben?
> Das einzig Sinnlose daran ist, solchen Leuten wie dir überhaupt was zu
> essen zu geben.
>
> mfg.

Bist du "A" selbstständig und bezahlst deine Mitarbeiter
ordentlich ?

Hast du "B" behinderte Mitarbeiter in deinem Team ?

Hast du "C" auch nur die leiseste Ahnung, welch riesige Geschäfte
hier teilweise ablaufen?

Was mich da etwas wurmt, wir haben hier eine große Werkstatt
für Behinderte.( Nichts dagegen )

Im gesamten Gewerbegebiet kann sich keine Firma solche Gebäude
oder Fahrzeuge leisten.

Selbst die Geschäftsführer dieser Einrichtung fahren Autos,
da träumt der mittelständischer Unternehmer von.

Irgendwie hab ich doch was falsch gemacht.

von Wilhelm F. (Gast)


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j. c. schrieb:

> hauen mir irgendwelche Praktikanten und geistig Behinderte

Nöö. Diesen Personenkreis findet man z.B. auch teils sehr gehäuft in der 
Produktionsabteilung von Elektrobetrieben. Da sind sie auch schön vor 
Publikum verschlossen. Es muß nicht immer Küche sein. Nur, dort sind die 
Leute eher im Publikumsfokus. Und wo will man denn mit den Behinderten 
hin? Ausgrenzen, abkapseln, weg in die geschlossene Anstalt? Dann lieber 
gesellschaftliche Eingliederung. Es wird doch vieles dafür getan, daß 
diese Menschen der Allgemeinheit so nützlich sind, wie sie es eben 
können. Sie können für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen, wenn auch 
nicht vollständig. Aber besser, als einen Anstaltsplatz, und den ganzen 
Tag in die Luft schauen. Das bezahlt der Staat dann auch vollständig, 
und macht garantiert auch schneller tot.



Bernd Funk schrieb:

> Irgendwie hab ich doch was falsch gemacht.

Aber du kannst mal dort in so einer Einrichtung fragen, ob sie für dich 
einen Produktionsauftrag erledigen können. Sowas funktioniert oft. Hab 
ich in der alten Firma erlebt. Ein Elektrogehäuse, welches von 
verschiedenen Herstellern in Einzelteilen zusammenbestellt wird, und die 
montieren es zum Fertiggerät. Ist nicht kompliziert, aber doch sinnvolle 
Arbeit.

Es ist ja wichtig, daß die Menschen in die Gesellschaft integriert 
werden, anstatt gleich unbrauchbar in die Anstalt abgeschoben. Ich hatte 
auch schon persönlichen Kontakt zu behinderten Menschen.

Eine Familie aus meinem früheren Kundenkreis, mit denen ich ins Gespräch 
kam, die hatten eine spastisch gelähmte Tochter. Sie war geistig voll 
da, also überhaupt nicht in irgendeiner Art blöde. Man muß da etwas 
offen sein. Ja, und ich sagte mir tatsächlich, da kann man was machen. 
Ich mochte meine Kunden, und die sahen mich nicht immer nur als 
Außerirdischen vom fremden Planeten.

Also fuhr ich Samstags Abends in meiner Freizeit mit dem Mädel in schöne 
Kölner Innenstadtlokale, was essen, oder einen Drink genießen, damit sie 
mal raus kommt. Und ich auch in Bewegung komme. Das war nicht einfach, 
die war wirklich völlig gelähmt, mit Rollstuhl, aber geistig voll fit. 
Ich machte das. Überwindung war es für mich erstaunlicherweise sogar gar 
nicht. Publikum, und was irgend jemand denken mag, mir völlig Wurscht. 
Ich fuhr sie mit dem Rollstuhl auch noch schön durch die Stadt. 
Irgendwann später wollte die junge Frau aber auch nicht mehr raus aus 
dem Elternhaus, obwohl ich mein bestes tat. Vielleicht fühlte sie sich 
mit mir Fremdem oder in der Stadt doch nicht wohl. Das muß ich eben so 
akzeptieren. Ich habe mehr Furcht vor mir selbst, falsch gekleidet 
unpassend irgendwo zu erscheinen. Aber nicht vor Menschen, egal was sie 
sind.

Und übrigens: Wo ist die Grenze zu "normal"? Etwa in Tom Gerhards 
Kommödie "Voll Normaal"?

Ja, da in dem Bereich Behinderte und schwer Erziehbare gibt es sicher 
subventionierten Unfug. Ich war 1975 mal im Lehrlingswohnheim, wo auch 
schwer Erziehbare wohnten. Einer von denen wurde während der Zeit ein 
ganz guter Freund. Die suchen ja auch was, irgend einen vertrauten 
Ruhepol. Da sind oft nur die Eltern geschieden, und sie wurden etwas 
verwahrlost am Bahnhof gefunden. Man muß hinter die Leute schauen.

Eine kirchliche Einrichtung war das, wo ich als Azubi wohnte. Ich bekam 
da am Rande mit, daß die für den betreuten Wohnheimsplatz 2100DM 
monatlich kassierten. Und zwar für einen Platz in einem 3-Mann-Zimmer. 
Also 6300DM Monatsmiete für drei schwer Erziehbare auf einem 
20-Quadratmeter-Zimmer im Militär-Look. Militär-Look: 3 Stahlrohrbetten, 
einen Tisch, und 3 Stühle. Reicht gerade zum Skatspiel. Wie im 
Mittelalter. Kein Radio, Fernsehen, nichts. Die Betreuung hielt sich 
schwer in Grenzen, kam vielleicht eine Stunde monatlich, um die 
Probanden höchstens mal auszuschimpfen. Mag sein, daß es heute besser 
ist. Aber 2100DM monatlich für einen Platz in einem 
Mehrbett-Wohnheimzimmer, was bei weitem kein Hotel ist, Mann, was war 
das eine Stange Geld, und 1975. Mehr als heute ein Platz im Pflegeheim.

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