Habe so ein Gerät von einem Bekannten aufs Auge gedrückt bekommen. Ist
komplett und scheint zu funktionieren.
Kann man damit irgendwie was sinnvolles anstellen? Irgendwie erschliesst
sich mir der Sinn nicht ganz.
H.joachim Seifert schrieb:> Irgendwie erschliesst> sich mir der Sinn nicht ganz.
Hallo,
so ganz grob: man kann mittels der Signatur prüfen, ob sich 2 zyklisch
ablaufende digitale Systeme gleich verhalten. Den zyklischen Ablauf
muss/kann man notfalls erzwingen.
Die Idee ist, mit einem bekannt korrekten System einen solchen
Testzyklus ablaufen zu lassen und die Signaturen an verschiedenen Knoten
ins Schaltbild einzutragen. Die Idee ist garnicht so dumm, hat sich aber
nicht allgemein durchgesetzt, und ohne solche Signaturen kann man mit
dem Gerät praktisch nichts anfangen.
Gruss Reinhard
Hm, also müsste ich erst das zu prüfende Gerät in einen vom
Normalbetrieb abweichenden Zustand (Testsoftware) versetzen, Signatur
eines fehlerfreien Geräts in diesem Zustand kennen und könnte dann
erkennen, ob einzelne Testpunkte abweichende Signaturen aufweisen? Es
würde also bespielsweise jede Daten- und Adressleitung (natürlich je
nach Testprogramm) eine bestimmte Signatur ergeben, die ich dann einzeln
zu Fuss mit dem Sollwert vergleichen könnte? Ist das im Groben richtig?
H.joachim Seifert schrieb:> Ist das im Groben richtig?
Ja - lass dein System alle Adressen 0..0FFFFH durchzählen, dann ergibt
sich an jeder Adress-, Dekoder- usw. Leitung eine bestimmte Signatur,
wenn nicht, ist da was kaputt.
Ich wollte so ein System vor einigen Monaten originalverpackt
verschrotten - ging nicht, die am Wertstoffhof haben verlangt, dass ich
es zuerst auspacke, bevor es in den Container fliegt.
Gruss Reinhard
Ja, und das Gelaber war dort das gleiche wie hier im Markt, immer
dasselbe dumme Zeug. Zuviel, zu teuer, bla bla bla.
Geschätzte 3kg transportsicher zu verpacken und zur Post zu bringen
macht für mich rund ne 1/2 Stunde. Der Gang zur Mülltonne dauert nicht
mal ne Minute.
Erledigt.
H.joachim Seifert schrieb:
> Der Gang zur Mülltonne dauert nicht mal ne Minute.> Erledigt.
Hallo Joachim,
ich hoffe es ist noch nicht wirklich weggeschmissen wurde. :(
Ich habe selbst noch einige Robotronrechner und fände dieses Gerät
durchaus hilfreich.
Bitte überleg es dir nochmal anders, ich würde es gern nehmen,
natürlich würde ich dir den Aufwand entschädigen!
Viele Grüße,
RobotronFan
Hallo,
ich habe über 20 Jahre mit dem Gerät gearbeitet und sicher
mehr als 10000 Platinen auf Schaltkreisebene damit repariert,
dazu war es ja da.
Ohne die nötigen Reparaturprgramme ist das Teil für sich hilfslos,
es kann selber rein garnichts.
Alle Tools waren zur der Zeit unter SIOS geschrieben und es waren
etliche Hilsfmittel notwendig um die Platinen überhaupt ansprechen zu
können.
Vergiss die Sache einfach, das gesamte Wissen um die Signaturanalyse
ist endgültig veschollen.
Grüße
Nu sag das nicht ;-)
Wir (siehe www.robotrontechnik.de) haben zumindest noch einige Exemplare
in Archiv, wenn auch nicht wirklich genutzt. Für rein vergleichende
Messungen sind die auch heute noch gut zu gebrauchen, muss man halt
wieder eine Signaturdatenbank anlegen. Doch genau daran hapert es, wer
macht sich die Mühe?
Old-papa
Old -papa schrieb:> muss man halt> wieder eine Signaturdatenbank anlegen. Doch genau daran hapert es, wer> macht sich die Mühe?
Nicht nur das. Es genügt i.A. nicht, einfach aus einem funktionierenden
Gerät Signaturen zu notieren, man muss vielmehr die Schaltung
konstruktiv auf die Anwendung der Signaturanalyse auslegen. Bei µP z.B.
muss man eine Programmschleife schreiben, die möglichst überall stabile
Signaturen erzeugt, das ist nicht ganz so trivial wie es sich anhört.
Und überhaupt muss das System von einem Mastertakt abhängen.
In vielen Fälle kann man mit vergleichbarem Aufwand einen Selbsttest
schreiben und braucht dann das Gerät nicht.
Gruss Reinhard
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