Wohnungssuche - Bonität

OP #2450034
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Guten Morgen Leute!

Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einer Wohnung und habe durch 
Immobilienscout24 eine Wohnung gefunden, die ich gerne besichtigen 
würde.

Der Vermieter hat nur eine Mail-Adresse angeben, woraufhin ich eine Mail 
an ihn geschrieben habe.

Gestern erhielt ich dann vom Vermieter folgende Mail, die mir doch etwas 
suspekt erscheint:

Guten Tag,

>Danke für Ihr Interesse an meiner Wohnung. Es tut mir leid für meine lange
>E-Mail, aber bitte nehmen Sie sich 3 Minuten Zeit, zum lesen und Sie >werden es 
nicht bereuen. Die Wohnung ist noch immer verfügbar und ich >möchte diese an
>jedermann vermieten, die pfleglich mit der Einrichtung umgeht. Die Wohnung
>verfügt über eine Reihe von Einrichtungen wie Waschmaschine, Klimaanlage,
>Internetanschluss und Telefon sowie einen Parkplatz. Auch habe ich kein >Problem 
mit Haustieren. Die Mindestmietzeit beträgt 3 Monate, aber auch >ein unbefristetes 
Mietverhältnis ist möglich.
>Die Wohnung ist wie auf den Fotos ersichtlich möbliert, aber ich habe >auch die 
Möglichkeit des Versandes / Einlagerung all meiner Möbel, wenn >Sie Ihre eigene 
Einrichtung mitbringen wollen (keine zusätzlichen >Kosten). Die Monatsmiete 
beträgt EURO 470 inkl. aller Nebenkosten >(Wasser, Strom, Internet, Kabel, 
Parkplatz, Klimaanlage, Kamin, >Spülmaschine, Müllabfuhr, Mikrowelle, 
Kühlschrank). Die Mietkaution >beträgt 800 EUR und wird bei Beendigung des 
Mietverhältnisses erstattet.
>Die Wohnung ist sofort bezugsfähig. Die einzige Einschränkung ist, dass >ich nach 
meiner Pensionierung nach Danmark zurückgekehrt bin und >beschlossen habe die 
Eigentums­wohnung zu vermieten. Zur Übergabe und >Mietvertragsvereinbarungen würde 
ich dann nach Deutschland kommen.
>Daher bitte ich nur um ernsthafte Bewerbungen mit Bonitäts- /
>Liquiditätsnachweis um nicht Zeit und Reisekosten zu verschwenden..
>Eine Möglichkeit wäre die Nutzung des Geldtransfer-Service der Western >Union 
Bank. Hiermit meine ich keine Vorauszahlung an mich, sondern nur >einen gültigen 
Bargeld­transfer der mir zeigt, dass Sie über die >notwendigen Finanzmittel für 
Miete und Kaution verfügen. Hierzu bitten >Sie einfach einen Freund oder 
Verwandten die Summe von EUR 1.740 (zwei >Monatsmieten plus Kaution) als Nachweis 
Ihrer Liquidität an Sie >persönlich zu überweisen. Auf diese Weise sind Sie selbst 
der Empfänger >des Geldes, und nur Sie können darüber verfügen. Sie senden mir
>dann den gescannten Zahlungsbeleg der Western Union Bank, damit ich den >Transfer 
überprüfen kann. Wenn alles in Ordnung ist, können wir einen >Termin vereinbaren 
um Ihnen die Wohnung zu zeigen und den Mietvertrag zu >schließen, wenn Sie sich 
für das Objekt entscheiden. Die Summe von EUR >1.740 ist bei Wohnungsübergabe dann 
bar zur Zahlung fällig. Auf Grund der >Miet­vorauszahlung überweisen Sie die 
laufende Miete ab dem dritten Monat >dann zu jedem Monatsanfang auf mein 
Bankkonto. Wenn kein Mietvertrag >zustande kommt, können Sie über Ihr Geld bei der 
Western Union Bank frei >verfügen. Wie Sie sehen, eine Transaktion ohne Risiko für 
Sie.


Wie kann ein Liquidätsnachweis stattfinden, ein Bekannter/Verwandter mir 
Geld überweist und ich anschließend den "Bargeld-Transfer" ausdrucke und 
ihm schicke?
Sollte das nicht andersrum sein, dass er meine Liquidät sieht, in dem 
ICH jemandem anders was überweise?


Sorry, ich bin mit Wohnungen noch total unerfahren und möchte mich 
deshalb bei Erfahrenen wie Euch erkundigen um jeglichen Fallen 
vorzubeugen.


Vielen Dank
#2450060
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LASS DAVON DIE FINGER WEG !

Ganz klar Abzocke (Nigeriaconnection?).

Bei Western Union kann JEDER, der die MTCN (Money Transfer Control 
Number) kennt, das Geld anonym und bar in Empfang nehmen.
Deshalb sollst Du diesem "Vermieter" den gescannten Zahlungsbeleg 
schicken, darauf ist diese Nummer angegeben.

Die genannte Wohnung wird es nicht geben, nur Dein Geld wird es geben 
und zwar irgendwo anders in der Tasche eines Betrügers.

Der Trick ist aber schon recht alt und nicht sehr originell, meint
Piefke
Gast #2450079
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Beim Begriff "Western Union" klingelte es bei mir auch sofort.

In einer TV-Sendung, ich glaube es war sowas wie Frontal21, wurde so 
eine Geschichte mit Wohnungen mal gezeigt. Der potentielle Mieter 
bekommt sogar die genaue Anschrift der Wohnung, vielleicht sogar noch 
eine Wohnungsbesichtigung. Dann ist Ende. Man überweist das Geld, und es 
ist weg. Zurückbuchen und den Empfänger im Ausland ausfindig machen, so 
gut wie unmöglich. Und die Wohnung bekommt man natürlich nicht.

Normalerweise hätte als Beleg auch eine Überweisung einer gewöhnlichen 
deutschen Sparkasse reichen müssen, wenn es nur darum ginge.
Gast #2450335
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Korrekt aber jenseits dem Teich ist z.B. WU, Schecks und ähnliches 
üblich dafür Überweisungen (Bank Wire Transfers) unüblich.

Da ist mir unser System schon lieber hinsichtlich der Einfachheit der 
Handhabung
#2450349
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D. I. schrieb:

> Da ist mir unser System schon lieber hinsichtlich der Einfachheit der
> Handhabung

Mir auch, aber man muss es gewohnt sein. Ich könnte mir nämlich 
vorstellen, dass einem Amerikaner bei der Vorstellung, jeder könne wie 
er will Geld von deinem Konto an sich überweisen (Lastschriftverfahren), 
die Haare doch erst einmal ziemlich zu Berge stehen. ;-)
Gast #2450445
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Der Beschiß mit dem Transfer über Western Union liegt doch darin, daß 
man jemand anderem schnellstmöglich die Transaktionsdaten mitteilt, am 
besten sofort gescannt, und gemailt. Wie im Fall oben. Aber warum sollte 
da im allgemeinen nichts sicher genug sein, wenn man jemand 
Unbeteiligtes diese Daten nicht mit teilt?

Eine andere Frage wäre natürlich noch gewesen, was denn passiert, wenn 
man dem Vermieter den Wisch erst ein paar Tage später sendet, wenn der 
Empfänger das Geld schon hat?
#2450656
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Karl Heinz Buchegger schrieb:
> Lustig wäre ja, wenn man auf dem Scan die Transaktionsnummer unkenntlich
> macht. Wäre gespannt, was er dann dazu sagt.

genau das würde ich probieren oder biete ihm doch eine 
Konto-Auszugskopie an, oder noch besser (falls vorhanden) eine 
Bestätigung vom Arbeitgeber über ein regelmäßiges Einkommen an.
Sollte er darauf nicht eingehen -> ist es auf jeden Fall ein 
Betrugsversuch.
#2450688
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Vlad Tepesch schrieb:
> Sollte er darauf nicht eingehen -> ist es auf jeden Fall ein
> Betrugsversuch.

Ein Betrugsversuch ist es vermutlich immer dann, wenn ich Europa auf WU 
verwiesen wird!

Klar gibt es Länder wo WU sich anbietet, aber in Europa? Wieso sollte 
ein deutscher Rentner der in Dänemark wohnt Western Union verwenden 
wollen!?

Mir fallen tausend Möglichkeiten ein wie das besser gehandhabt werden 
kann! Auch Rentner- und Seniorenfreundlich!
Moderator Persönliche Seite #2453400
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Oliver Stellebaum schrieb:
> Die IP dann bei www.ripe.net nachschlagen woher sie kommt.

Auf einem besseren System kann man das mit "whois" auf der
Kommandozeile machen. ;-)

Ordentliche IP-Adressen zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie
rückwärts in einen Namen auflösen, auch das wird im Mailheader
vermerkt.

Hilft einem natürlich alles nicht, wenn die Mail über irgendein
Web-Frontend eines großen Webmail-Providers kommt, der es seinerseits
nicht für nötig befindet, die IP-Adresse des Einlieferers in der Mail
zu vermerken.

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