Forum: Offtopic Mietkaution auftreiben


von Jeffrey L. (the_dude)


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Hallo,
eine bekannte von mir benötigt gerade dringend eine neue Wohnung da sie 
nicht länger in der Wohnung, ich welcher sie derzeit wohnt, bleiben 
kann.

Sie studiert und bekommt derzeit nicht sehr viel Bafög (~180.- - OHNE 
Wohngeld).
Sie hätte nun eine neue Wohnung gefunden welche sie vermutlich auch mit 
dem Wohngeld vom Bafögamt bezahlen könnte, jedoch benötigt sie mit 
Marklerprov. und Mitkaution knapp 1000.- cash.

Ich werde Ihr das Geld nicht leihe, habe ihr aber angeboten ihr dabei zu 
helfen das Geld "irgendwie" aufzutreiben.

Sie hat nun auf ihrer Hausbank einen Termin bzgl. eines Kredits. Nun 
würde ich aber gerne schon mal im vorfeld wissen, was es noch für 
seriöse Möglichkeiten gibt eine Mietkaution zu erlangen!

Wie seriös sind solche Läden wie Mietkautionsbund, Deutsche 
Kautionskasse, Moneyfix?
Vielleicht hat ja jemand von Euch schon Erfahrung damit?

Wie ist das i.d.R. bei den Banken und Sparkassen, gibt es dort extra 
Verträge für Mietkautionen?

von D. I. (Gast)


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AFAIK ist http://www.kautionskasse.de/ MoneyFix ein seriöser Laden.

von Christian S. (wirres_zeug)


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Passt irgendwie nicht zusammen.

Wenn sie nur 180€ Bafög bekommt, müssen den Rest die Eltern zuschießen. 
Bis zum Bafögsatz von 650€. Der Mietzuschuss beim Bafög ist so 
lächerlich gering, das man damit noch nichtmal in einem Provinznest ein 
Studentenwohnheimplatz bezahlen kann.
Und: Wer Bafög bekommt, hat keinen Anspruch auf Wohngeld. Den haben nur 
Studierende, die keine andere Finanzierungsmöglichkeit mehr haben 
(abgesehen von den Nichtstudenten mit Anspruch auf Wohngeld).
Und eine Kaution kann man gewöhnlich in Raten zusammen mit den ersten 
Mieten bezahlen. Die Sicherheit (Bürgschaft) kann sich der Vermieter ja 
bei den Eltern holen. Überhaupt sind Verwandte, insbesondere Großeltern, 
bei so etwas die beste Geldquelle, da sie nicht nur auf Zinsen 
verzichten, sondern oft genug auch auf die Rückzahlung.

von Jeffrey L. (the_dude)


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das mit dem Bafög ist geklärt, sie erhält mit Wohngeld, wenn sie denn 
einen Mietvertrag hat 584.-, derzeit sind es 219.-

Die Zahlen sind aus einem schreiben des Bafögamts!
Sie weiß was sie hat und sie was sie braucht, es geht darum das Geld 
seriös und sicher aufzutreiben ohne abgezockt zu werden.

Das mit den Eltern und Großeltern funktioniert eben nur wenn die mal 
eben kurz 1000.- locker machen können.
Dass man die Mietkaution auf Raten zahlen kann wußte ich nicht, das muss 
sie dann eben mal abklären ob das ihr Vermieter auch akzeptiert!

von El Patron B. (bastihh)


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Jeffrey Lebowski schrieb:

> Dass man die Mietkaution auf Raten zahlen kann wußte ich nicht, das muss
> sie dann eben mal abklären ob das ihr Vermieter auch akzeptiert!

Wage ich zu bezweifeln, da ansonsten eine Mietkaution keinen Sinn hätte 
;)

Aber im mal etwas beizusteuern: Die Volksbank biete so etwas wie das 
oben Erwähnte MoneyFix an!

Grüße

von Karl-heinz S. (cletus)


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Punkt 1) Selbst mein Vermieter hat mir damals abgeraten ihm die Kaution 
zu hinterlegen. Stattdessen habe ich die auf einem eigenen Konto mit 
Sperrvermerk eingerichtet.

Ansonsten sieht's übel aus, wenn dein Vermieter mal pleite geht.


Punkt 2) Eventuell lässt der Vermieter ja ganz mit sich reden und 
tauscht die Kaution gegen eine Bürgschaft aus.

von Christian S. (wirres_zeug)


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Basti Benassi schrieb:
> Wage ich zu bezweifeln, da ansonsten eine Mietkaution keinen Sinn hätte
> ;)

Tja, trotz allem habe ich das schon erfolgreich durchgeführt. Ein 
Mietkaution soll ja nicht nur vor Mietzahlungsausfall schützen (dafür 
ist sie eh zu niedrig), sondern in erster Linie eine Sicherheit für 
Mieter und Vermieter dienen, wenn nach Auszug Renovierungsarbeiten 
durchgeführt werden müssen.

Jeffrey Lebowski schrieb:
> sie erhält mit Wohngeld, wenn sie denn
> einen Mietvertrag hat 584.-, derzeit sind es 219.-

Kann es sein, dass du mit Wohngeld nicht das Wohngeld vom Sozialamt 
meinst? Das hat mit Bafög nichts zu tun und wird auch nicht von denen 
vergeben oder irgendwelche Zusagen verteilt.

von Jeffrey L. (the_dude)


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Christian S. schrieb:
> Kann es sein, dass du mit Wohngeld nicht das Wohngeld vom Sozialamt
> meinst? Das hat mit Bafög nichts zu tun und wird auch nicht von denen
> vergeben oder irgendwelche Zusagen verteilt.

Keine Ahnung, das ist eben das was sie mir gesagt hat. Wobei ich schon 
meine dass man mit Mietvertrag mehr Bafög bekommt, sicher bin ich aber 
nicht.
Dieses Geld steht eben zur Verfügen, mehr nicht!

von Christian S. (wirres_zeug)


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Ja, man bekommt auch mehr wenn man eine eigene Wohnung hat. Nur ist halt 
die Steigerung für gewöhnlich nicht so viel, weil eben die Mietzuschüsse 
beim Bafög eher gering sind.

von Reinhard S. (rezz)


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Karl-heinz Strunk schrieb:
> Punkt 1) Selbst mein Vermieter hat mir damals abgeraten ihm die Kaution
> zu hinterlegen. Stattdessen habe ich die auf einem eigenen Konto mit
> Sperrvermerk eingerichtet.

Ich hatte bisher nur einmal eine Mietwohnung und dort liefs auch so. Da 
die Wohnung aber auch von der Sparkasse vermietet wurde kein Problem ;)

von Michael S. (technicans)


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Christian S. schrieb:
> wenn nach Auszug Renovierungsarbeiten
> durchgeführt werden müssen.

Entfällt eh, wenn im Mietvertrag bei Schönheitsreparaturen starre
Fristen stehen. Denn man bezahlt Miete um die Wohnung abzuwohnen.
Ausgenommen ist eben Sachbeschädigung.
In der Glotze haben die mal gestern getestet was da so ne Bude
Tapezieren und Malen kostet. Von 2k - 20k war alles dabei.
Das kann kein normaler Mieter auch noch bezahlen.

von Uhu U. (uhu)


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Michael S. schrieb:
> In der Glotze haben die mal gestern getestet was da so ne Bude
> Tapezieren und Malen kostet. Von 2k - 20k war alles dabei.
> Das kann kein normaler Mieter auch noch bezahlen.

Die Praxis ist, daß die lieben Mieter selbst Hand anlegen und dabei 
zuweilen mehr Schaden, als Nutzen produzieren, insbeondere dann, wenn 
der Mieter nach Auszug zu renovieren hat.

Deswegen tut der Vermieter, der sein Objekt in Schuß halten will, oft 
gut daran, sich selbst um die Renovierung zu kümmern.

Der Schaden, den man mit einem Eimer Farbe anrichten kann, übersteigt 
den Materialpreis sehr schnell.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Vor allem ist das klassische Mieter-renoviert-bei-Auszug-Modell 
schlichtweg Unfug. Der Mieter ist nicht daran interessiert, die Wohnung 
anständig oder aufwendig zu renovieren, sondern macht das absolute 
erforderliche Minimum -- schließlich zieht er ja aus, und nicht ein.

Und damit werden nach diesem klassischen Modell Wohnungen immer optimal 
schlecht renoviert, von lustlosen geizigen Mietern.

Das ist Werterhalt einer Mietsache.

von Michael S. (technicans)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Der Mieter ist nicht daran interessiert,


Dann bin ich wohl die Ausnahme, da ich Blödmann, weil mir der Vermieter
mit Schadenersatz gedroht hatte, was nach dem Mietvertrag plausibel war,
die Wohnung meiner Eltern bei (quasi) Auszug renoviert habe.
Materialkosten ca. 300Euro bei ca. 70qm Wohnfläche.
Angebote von Fachfirmen lagen zwischen 2,5k - 5,2k die ich dann mir
ersparte, nur hätte ich das gar nicht gebraucht, aber das erfuhr ich
erst 14 Tage vor Übergabe und da war schon das meiste fertig.
Ich bin mir sicher das alle die auf Vermieterseite agierten, das
wussten und sich so die Leistung erschlichen hatten. Klagen war aus
anderen rechtlichen Gründen nicht möglich. Der Vermieter war eine
Immobilienmakler aus Stuttgart und hat sich sicher schön ins Fäustchen
gelacht. Jedenfalls passiert mir das nicht wieder und wenn das Thema
mal aufkommt warne ich auch davor.

von D. I. (Gast)


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Manchmal könnte man meinen, dass man als ehrlicher Mieter an die Haie 
gerät wohingegen ehrlicher Vermieter sich Nomaden einfangen.

Man sollte die Haie mit den Nomaden zusammenschmeißen und die ehrlichen 
untereinander wirtschaften lassen, ...

von Michael S. (technicans)


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D. I. schrieb:
> Manchmal könnte man meinen, dass man als ehrlicher Mieter an die Haie
> gerät wohingegen ehrlicher Vermieter sich Nomaden einfangen.
Das ist ja auch eine Story die eine Reportage wert ist.
> Man sollte die Haie mit den Nomaden zusammenschmeißen und die ehrlichen
> untereinander wirtschaften lassen, ...
Das würde doch keinen mehr jucken und ist als Reportage uninteressant.

von D. I. (Gast)


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Michael S. schrieb:
> D. I. schrieb:
>> Manchmal könnte man meinen, dass man als ehrlicher Mieter an die Haie
>> gerät wohingegen ehrlicher Vermieter sich Nomaden einfangen.
> Das ist ja auch eine Story die eine Reportage wert ist.
>> Man sollte die Haie mit den Nomaden zusammenschmeißen und die ehrlichen
>> untereinander wirtschaften lassen, ...
> Das würde doch keinen mehr jucken und ist als Reportage uninteressant.

Das echte Leben ist halt doch langweilig ;) Dafür gibts dann den RTL 
Nachmittag mit seinen authentischen Geschichten aus dem Leben

von Achim M. (minifloat)


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D. I. schrieb:
> mit seinen authentischen Geschichten aus dem Leben

Kann man sich dann ansehen, wenn man kein eigenes Leben hat :D
mfg mf

von Justus S. (jussa)


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Basti Benassi schrieb:
> Jeffrey Lebowski schrieb:
>
>> Dass man die Mietkaution auf Raten zahlen kann wußte ich nicht, das muss
>> sie dann eben mal abklären ob das ihr Vermieter auch akzeptiert!
>
> Wage ich zu bezweifeln, da ansonsten eine Mietkaution keinen Sinn hätte
> ;)

eine Aufteilung in 3 Raten muss er eigentlich akzeptieren

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Michael S. schrieb:
>> Der Mieter ist nicht daran interessiert,
>
>
> Dann bin ich wohl die Ausnahme, da ich Blödmann, weil mir der Vermieter
> mit Schadenersatz gedroht hatte, was nach dem Mietvertrag plausibel war,
> die Wohnung meiner Eltern bei (quasi) Auszug renoviert habe.

Du bist zumindest nicht die Ausnahme bezüglich Rufus' Bemerkung:
diese war ja, dass bei diesem Modell der ausziehende Mieter das
zwar in vielen Fällen tut (und sei's nur, weil er während der ganzen
Mietzeit keine Lust hatte), dass er dann aber nur eine einzige
Motivation dabei hat: so billig wie möglich wegzukommen damit.  Es
sieht danach also nicht schön aus, sondern nur so, dass der Vermieter
es nicht beanstanden kann.  Die Nachmieter dürfen sich dann damit
rumplagen, entweder nehmen sie diesen nicht wirklich schönen Zustand,
wie er ist, oder sie machen selbst praktisch die Arbeit doppelt.

Sinnvoller war da das DDR-Modell: wer einzieht, macht sich die Bude
so, wie er sie gern haben möchte.  Er hat ja den Ehrgeiz, es sich darin
jetzt für ein paar Jahre schön zu machen.  Ausgezogen wird dann
besenrein, mehr nicht.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg Wunsch schrieb:
> Sinnvoller war da das DDR-Modell

Beide Modelle sind möglich, allerdings hat das "DDR-Modell" den 
Nachteil, daß es die Vermietbarkeit der Wohnung nicht unbedingt fördert.

von Michael S. (technicans)


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Justus Skorps schrieb:
> eine Aufteilung in 3 Raten muss er eigentlich akzeptieren

Muss er dir seine Bude vermieten?

Uhu Uhuhu schrieb:
> Beide Modelle sind möglich, allerdings hat das "DDR-Modell" den
> Nachteil, daß es die Vermietbarkeit der Wohnung nicht unbedingt fördert.

Es ist nicht Aufgabe des Mieters es dem Vermieter recht zu machen.
Die Miete ist wohl nicht genug?

Die vielen Tage die ich dafür gebraucht hatte waren nicht gerade ohne.
Wenigstens hatte ich schon von Anfang an jedes Sonderangebot und jeden
Rabatt genutzt um Kosten zu sparen, sonst hätte es schnell einiger
Hunderter mehr gekostet. Also ich habe da nicht das geringste Mitleid
mit den Vermietern. Meine eigene Bude hab ich auch Besenrein gemietet
und dann nach meinem Geschmack tapeziert, Bad total renoviert (Fliesen,
Becken, Rohre, Armaturen und den alten Schrott auf dem Dachboden
deponiert der kürzlich vom Vermieter entsorgt wurde). Wenn ich da mal 
ausziehe denkt der V. sicher das ich ein Nomade bin weil dann
nichts mehr übrig bleibt(außer den Fliesen), denn dann wird alles
was noch in Ordnung ist, mitgenommen. Aber im Moment plane ich
nicht in die Zukunft. Vielleicht sterbe ich ja vorher Perspektivlos.

von Uhu U. (uhu)


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Michael S. schrieb:
> Es ist nicht Aufgabe des Mieters es dem Vermieter recht zu machen.
> Die Miete ist wohl nicht genug?

Würde ich nicht schon lange an deiner Vernunft zweifeln, wäre es jetzt 
passiert...

Verbohrte Leute sind auf beiden Seiten nur für Streß gut und ich werde 
alles tun, um niemals an ein derartiges Arschloch zu vermieten. 
Kooperativ gehts nämlich für beide Seiten deutlich besser.

> Meine eigene Bude hab ich auch Besenrein gemietet
> und dann nach meinem Geschmack tapeziert, Bad total renoviert (Fliesen,
> Becken, Rohre, Armaturen und den alten Schrott auf dem Dachboden
> deponiert der kürzlich vom Vermieter entsorgt wurde).

Und trotzdem kann er hinterher von dir verlangen, den alten Zustand 
wieder herzustellen, wenn dus auf eigene Faust gemacht hast. Also benimm 
dich wie ein Mitteleuropäer.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Jörg Wunsch schrieb:
>> Sinnvoller war da das DDR-Modell
>
> Beide Modelle sind möglich, allerdings hat das "DDR-Modell" den
> Nachteil, daß es die Vermietbarkeit der Wohnung nicht unbedingt fördert.

Nur, wenn man es gewohnt ist, immer weiß glänzende Wohnungen zu
besichtigen.  Ansonsten kann man sich in einer nicht renovierten,
aber leeren Bude durchaus vorstellen, was man dort wie machen würde,
bevor man einzieht.  Es fördert halt die Eigeninitiative des Mieters,
da auch was zu tun.

Vermietbarkeit ist aber im Allgemeinen nur eine Frage des Preises:
preiswerter Wohnraum ist zumindest hier in DD so stark nachgefragt,
dass kaum jemand damit ein Vermietungsproblem haben wird (und dabei
meint "preiswert" lediglich, dass es ungefähr das kostet, was im
Mietspiegel für die entsprechende Gegend gilt, und nicht gleich 'n
Euro pro m² teurer).  Die meisten Wohnungen werden ohnehin schon
besichtigt, da sind sie auch nach dem "am Ende revonieren"-Modell
noch gar nicht renoviert, weil der vorherige Mieter noch gar nicht
ausgezogen ist.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg Wunsch schrieb:
> Nur, wenn man es gewohnt ist, immer weiß glänzende Wohnungen zu
> besichtigen.

Das hängt wohl auch stark vom Interessentenkreis ab. Studenten haben 
meistens weniger Lust, vor dem Einzug erst renovieren zu müssen.

von Michael S. (technicans)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Mitteleuropäer.

Als Mitteleuropäer hab ich natürlich das gleich klar gestellt das
bei Entsorgung ich nicht für einen fiktiven Zustand aufkomme, denn
der Zustand war schon im Mietvertrag nicht nachvollziehbar
dokumentiert, nämlich gar nicht. Da mache ich mir keine Gedanken.

Uhu Uhuhu schrieb:
> Verbohrte Leute sind auf beiden Seiten nur für Streß gut und ich werde
> alles tun, um niemals an ein derartiges Arschloch zu vermieten.
> Kooperativ gehts nämlich für beide Seiten deutlich besser.

Nur das man Arschlöcher so einfach nicht erkennt.
Verwechsle mal nicht kooperativität nicht mit Arglist und Täuschung.
Auch hier ist das Problem der Vermieter weil der den Mietvertrag
vorgibt. Da braucht man überhaupt kein Verständnis erwarten wie du
hier ja deutlich zeigst. Dir wünsche ich mal den übelsten Mietnomaden.
Dann wirste schon sehen was von deiner Einstellung bleibt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:

> Das hängt wohl auch stark vom Interessentenkreis ab. Studenten haben
> meistens weniger Lust, vor dem Einzug erst renovieren zu müssen.

Pauschalisierungen sind immer falsch. ;-)

Wir haben bei uns im Haus auch eine Studenten-WG, die haben, wie alle
anderen, vor dem Einzug da malern müssen, praktisch noch zeitgleich
mit den abschließenden Bauarbeiten der Reko-Maßnahme.  Sicher, die
haben da nicht ganz den Aufwand reingesteckt, den wir (mit einer
Perspektive, da 10 ... 15 Jahre wohnen zu bleiben) reingesteckt haben.

Sind aber keine BWLer. :)

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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was ist los Uhu, hast du zum Wochenene ne schlechte Maus verspeist?

von Justus S. (jussa)


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Michael S. schrieb:
> Justus Skorps schrieb:
>> eine Aufteilung in 3 Raten muss er eigentlich akzeptieren
>
> Muss er dir seine Bude vermieten?

muss er natürlich nicht, aber i.d.R. wird ja der Vertrag vor dem Zahlen 
der Kaution unterschrieben. Ob man sich natürlich gleich am von Anfang 
an mit dem Vermieter zoffen will ist eine andere Sache...

von Michael S. (technicans)


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Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> was ist los Uhu, hast du zum Wochenene ne schlechte Maus verspeist?

Eher eine von den dreizig Mäusen war wohl schlecht.

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael S. schrieb:

> Angebote von Fachfirmen lagen zwischen 2,5k - 5,2k die ich dann mir
> ersparte, nur hätte ich das gar nicht gebraucht, aber das erfuhr ich
> erst 14 Tage vor Übergabe und da war schon das meiste fertig.

Warum nicht? Ich kenne es nur so, daß man immer ein mal renovieren bzw. 
renovieren lassen muß. Entweder beim Einzug, oder beim Auszug.

Einmal hatte ich eine Betriebswohnung. Dort war von der Verwaltung ganz 
klar vorgegeben, daß die Wohnung bei Auszug komplett in Rauhfaser 
tapeziert sein muß, und weiß gestrichen. Rauhfaser weiß war für mich 
auch top in Ordnung. Es ist hell, und schön neutral zugleich. Alternativ 
konnte man dem Nachmieter die Renovierung überlassen, wenn es einen gab, 
und der es anders haben wollte. Dann war aber eine Abschlagszahlung 
fällig. Die kostete mich beim Auszug 2500DM, also umgerechnet 1250€. Für 
50 Quadratmeter. Und das war auch üblich, kannte es auch von einigen 
Bekannten dort so. Fachfirmen hätten um die 4k€ gekostet. Das sagte mir 
aber der Gutachter, der bei Ein- und Auszug die Übergabe machte.

Mein damaliger Vormieter renovierte für mich, aber mit einem Maler aus 
dem Bekanntenkreis, der die Arbeit "schwarz" machte. Immerhin dann 
fachgerecht.

Jedenfalls übernahm die Verwaltung keinerlei Renovierungsarbeiten. Es 
sei denn, jemand ist verstorben, und keiner mehr da, den man zur Zahlung 
heran ziehen kann. Sie begründeten es damit, daß es die Mietpreise hoch 
treiben würde. Die waren in den Betriebswohnungen gegenüber dem freien 
Markt eben günstig. Und wenn der Anteil Renovierung schon in der Miete 
enthalten wäre, dann würde man es ja indirekt doch selbst bezahlen. Nur 
in Monatsraten eben. Zu den Renovierangelegenheiten gab es auch einen 
Begutachtungsbogen (Zustand Tapete, Verputz, Fußleisten, Fußboden, 
Türen, Fenster, Sanitäreinrichtung, usw.), in dem die Dinge 
(Ist-Zustand) bei der Verwaltung fest gehalten wurden.

Die jetzige Wohnung mit privatem Vermieter mußte ich bei Einzug selbst 
renovieren. Dafür brauche ich beim Auszug nur noch auf Besenreinheit zu 
achten.

Die alte Betriebswohnung konnte ich aus zeitlichen Gründen auch gar 
nicht mehr selbst renovieren, weil ich erstens weit weg zog, und 
zweitens ja auch die neue Wohnung renovieren mußte. Also 
Abschlagszahlung an den Nachmieter.



Justus Skorps schrieb:

>> Muss er dir seine Bude vermieten?
>
> muss er natürlich nicht, aber i.d.R. wird ja der Vertrag vor dem Zahlen
> der Kaution unterschrieben.

In der Großstadt mit Wohnungsknappheit und Besichtigungsterminen bekommt 
oft der solventeste Interessent die Wohnung.

von Michael S. (technicans)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Die jetzige Wohnung mit privatem Vermieter mußte ich bei Einzug selbst
> renovieren. Dafür brauche ich beim Auszug nur noch auf Besenreinheit zu
> achten.
Das du hoffentlich schriftlich oder Zeugen dafür hast?
> Die alte Betriebswohnung konnte ich aus zeitlichen Gründen auch gar
> nicht mehr selbst renovieren, weil ich erstens weit weg zog, und
> zweitens ja auch die neue Wohnung renovieren mußte. Also
> Abschlagszahlung an den Nachmieter.
Aber nur was für Besserverdienende.
>
>
> Justus Skorps schrieb:
>
>>> Muss er dir seine Bude vermieten?
>>
>> muss er natürlich nicht, aber i.d.R. wird ja der Vertrag vor dem Zahlen
>> der Kaution unterschrieben.
>
> In der Großstadt mit Wohnungsknappheit und Besichtigungsterminen bekommt
> oft der solventeste Interessent die Wohnung.

Ist auch keine Garantie, selbst Mieter die bei Vermietung die beste
Reputation gehabt haben können böse abstürzt sein wenn Job und Frau
weg sind und dann die Schuldenlawine die Leute fast erschlägt.

Justus Skorps schrieb:
> muss er natürlich nicht, aber i.d.R. wird ja der Vertrag vor dem Zahlen
> der Kaution unterschrieben. Ob man sich natürlich gleich am von Anfang
> an mit dem Vermieter zoffen will ist eine andere Sache...

Kommt auf den Markt an. Makler sind die schlimmsten, halten nur die Hand
auf und waren früher erfahrungsgemäß selten entgegen kommend.
Allerdings sucht man glücklicherweise nicht dauernd.
Wie die sich heute so verhalten kann ich wegen fehlender 
Vergleichsmöglichkeiten nicht sagen, aber die Werbung verheißt
eigentlich einem einen Markt wo man heute günstige Bleiben bekommen 
kann.

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael S. schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Die jetzige Wohnung mit privatem Vermieter mußte ich bei Einzug selbst
>> renovieren. Dafür brauche ich beim Auszug nur noch auf Besenreinheit zu
>> achten.
>
> Das du hoffentlich schriftlich oder Zeugen dafür hast?

Das ist alles geregelt.

Mein Vermieter ist kein Menschenfresser. Er hat mir schon 3 mal 
Mieterhöhungen erlassen, weil er meine Situation kennt. Er weiß aber, 
daß ich ein manierlicher Mieter bin, der nicht laufend Ärger und Arbeit 
macht, und alles selbst in Schuß hält. Das beruht alles auf 
Gegenseitigkeit. Auf die hundert Euro im Jahr käme es ihm auch nicht so 
genau an, sagte er. Der macht viel größere Alltagsgeschäfte, mit noch 
drei Nullen mehr hinten dran. Und sagte mir, es gäbe nichts schlimmeres, 
als Mieter, die laufend Probleme machten: Dann hätte er sich garantiert 
in der Anlageform vertan.

Ganz im Gegenteil sogar: Er lädt mich jedes mal bei der Jahresabrechnung 
ein, ich solle doch gerne mal auf ein Gläßchen vorbei kommen. Man kennt 
sich bereits 15 Jahre.

Warum sollten zwei Parteien auch ständig auf Kriegsfuß stehen?

Übrigens hat man bei einer Mietwohnung Gelegenheit, sich den Vermieter 
genauer anzuschauen. Ohne nur rein nach der Wohnung zu geifern, und das 
dumme Gesicht erst hinterher zu machen. Wie beim Vorstellungsgespräch 
für einen Job. Oft gibt es ja nicht nur ein Gespräch vorab, sondern in 
Folge mehrere: Telefonat, Besichtigung noch mit Vormieter drinne, 
weitere Zwischengespräche, Besichtigung nach Auszug des Vormieters, 
usw.. Manchmal hat man auch Gelegenheit, sich in der Nachbarschaft nach 
dem Vermieter zu erkundigen.

von Uhu U. (uhu)


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Michael S. schrieb:
> Makler sind die schlimmsten, halten nur die Hand
> auf und waren früher erfahrungsgemäß selten entgegen kommend.

Nein, die sind eine sehr wirksame Versicherung der Vermieter gegen 
Typen, wie dich...

von Oliver S. (phetty)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Michael S. schrieb:
>> Makler sind die schlimmsten, halten nur die Hand
>> auf und waren früher erfahrungsgemäß selten entgegen kommend.
>
> Nein, die sind eine sehr wirksame Versicherung der Vermieter gegen
> Typen, wie dich...

Makler sind zu 90% Schmierlappen die mit wenig Einsatz möglichst viel 
abkassieren wollen. Und viele vergessen, WER ihnen schlußendlich die 
Provision zahlt.

von Michael S. (technicans)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Nein, die sind eine sehr wirksame Versicherung der Vermieter gegen
> Typen, wie dich...

Hör endlich auf am Klebstoff zu schnüffeln, das schadet nur
deinem Denkvermögen.

von Uhu U. (uhu)


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Oliver Stellebaum schrieb:
> Makler sind zu 90% Schmierlappen die mit wenig Einsatz möglichst viel
> abkassieren wollen.

Gerade die Maklergebühr ist die Versicherung gegen Querulanten - die 
wollen sich nämlich in aller Regel derlei Kosten sparen.

Das ist ein in der Natur sehr verbreitetes Schema: die, die den großen 
Aufwand der Vermehrung zu tragen haben - i.d.R. die Weibchen - fordern 
vom anderen Geschlecht Beweise ihrer Leistungsfähig- und -willigkeit.

von Paul B. (paul_baumann)


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Uhu schrob:
>Gerade die Maklergebühr ist die Versicherung gegen Querulanten - die
>wollen sich nämlich in aller Regel derlei Kosten sparen.

Das ist nicht Dein Ernst?!

Ich sage Dir was: Das sind Zecken, die sich von Anderen ernähren und die
Wohnungsnot vor Allem in Ballungsräumen ausnutzen. Die sind so nötig,
wie ein Furunkel am Hintern!

:-(

Paul

von Uhu U. (uhu)


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Paul Baumann schrieb:
> Die sind so nötig, wie ein Furunkel am Hintern!

Das ist eine Frage des Blickwinkels. Ich habe früher auch schon mal per 
Anzeige Mieter gesucht - das war ein Albtraum: das Telefon ging von 0 
bis 24 Uhr - und das beileibe nicht nur in der Woche, in der die Anzeige 
in der Zeitung war, sondern auch noch bis zu einem Monat hinterher - und 
vereinbarte Termine wurden sehr häufig nicht eingehalten und 
Terminabsagen gab es nicht.

Sowas muß ich mir nicht antun.

von Wilhelm F. (Gast)


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Oliver Stellebaum schrieb:

> Makler sind zu 90% Schmierlappen die mit wenig Einsatz möglichst viel
> abkassieren wollen.

Vor allem lernt man auf diese Art gelegentlich den Vermieter gar nicht 
kennen. Der kann ja noch übelst sein, weiß man nicht.

Einem Kollegen war der Vermieter mal immer grundsätzlich ganz egal, der 
nahm nur Wohnungen über Makler. Seine Frau und er bekamen wegen 
ausgezeichneter Bonität auch alles sofort, was immer sie wollten. 
Spätestens nach einem Monat vernahm ich von ihm immer das Wort "Anwalt". 
Der war es nur so gewohnt, mit Vermietern über Anwälte zu kommunizieren. 
Und was haben die da an Mietminderung alles gefunden und durchgesetzt. 
Und die Wohnung wurde vom Vermieter noch nachrenoviert. Ich wurde ja 
täglich neu informiert.

Jetzt fragt sich manch einer, wieso sich ein Handwerkskollege von mir 
sowas erlauben kann, und damit froh wird. Nun, er brachte ja auch nur 
das Trinkgeld zum Ausgehen nach Hause. Seine bessere Hälfte war 
IT-Spezialistin mit 10k€ Bruttomonatslohn. Da ist auf jeden Fall immer 
genug für Streitigkeiten in der Haushaltskasse vorhanden, wenn beide 
kampfgeil sind... Also eine gute Bonität von Bewerbern kann so auch mal 
zum Rohrkrepierer für einen Vermieter werden. Und da wird ja drauf 
geachtet, nicht wahr, nur solventeste Interessenten. Das passt schon 
fast in die Kategorie "Ostfriesenwitze": Warum nimmt der Makler nur die 
solventesten Interessenten? Na, damit der Vermieter sich nicht selbst 
umbringen muß, sondern ein Mieter das schon besorgt. ;-)

von Michael S. (technicans)


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Den meisten Mietern wird wohl die Mietsicherheit sauer aufstoßen.
Bei einer neuen Bude muss man ja auch erst mal vorstrecken, selbst
wenn die Rückzahlung der vorherigen Mietsicherheit noch längst nicht
in Sicht ist.
Auch wenn es gesetzlich geregelt ist, ist meist nicht plausibel
warum ein Hausbesitzer vom Geschäftsrisiko derart begünstigt wird.
Das Geld ist dann meist gebunden und nützt dem Mieter so gut wie
gar nicht. Wenn der Mieter Pech hat kann auch der Vermieter bei
Auszug mit fiktiven Nachforderungen kommen, obwohl der Vermieter
diese Forderung erst mal glaubhaft oder nachweisbar machen müsste.
Der größte Besch... ist das die Mietsicherheit eigentlich keine
ist, also Mietzahlungen drei Monate vor Auszug einfach nicht mehr
zahlen funktioniert nicht. Gerichtlich würde ein Vermieter da
bei Gericht problemlos einen vollstreckbaren Titel bekommen.
Geht also höchstens wenn bei einem ohnehin nichts zu pfänden ist.
Hierzulande können sich Vermieter also eigentlich nicht beklagen.

von Uhu U. (uhu)


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Michael S. schrieb:
> Mietsicherheit

Das ist keine Mietsicherheit, sondern eine Kaution, die als Sicherheit 
für die Wohnung dient. Mit der Miete hat sie nichts zu tun.


> Das Geld ist dann meist gebunden und nützt dem Mieter so gut wie
> gar nicht.

Du kannst auch eine Bankbürgschaft stellen...

> Das Geld ist dann meist gebunden und nützt dem Mieter so gut wie
> gar nicht.

Ja wie ungerecht, wo doch der Vermieter überhaupt kein Kapital 
vorstrecken muß...

von Michael S. (technicans)


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Warum widerlegst du etwas was ich schon wiederlegt habe.
Keine Lust zum lesen?

von Uhu U. (uhu)


Lesenswert?

Deine Sprüche haben keine Beweiskraft...

von Michael S. (technicans)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Deine Sprüche haben keine Beweiskraft...

Bist du auch noch Richter?

von Claus W. (Gast)


Lesenswert?

Bei Betrug sollten Provider und Polizei eigentlich Vorratsdaten 
gespeichert haben.

von Uwe G. (scd)


Lesenswert?

zum Thema Ratenzahlung der Kaution:

http://dejure.org/gesetze/BGB/551.html

"(2) Ist als Sicherheit eine Geldsumme bereitzustellen, so ist der 
Mieter zu drei gleichen monatlichen Teilzahlungen berechtigt. Die erste 
Teilzahlung ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig."

Diese Vorschrift ist nicht abdingbar. Widersprechende Klauseln in 
*Wohnung*smietverträgen sind unwirksam.

von Uhu U. (uhu)


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Uwe G. schrieb:
> Diese Vorschrift ist nicht abdingbar. Widersprechende Klauseln in
> *Wohnung*smietverträgen sind unwirksam.

Derlei abweichende Klauseln wirst du in Mietverträgen nicht finden. Du 
bekommst einfach keinen Mietvertrag, bevor nicht die Kaution vollständig 
bezahlt ist.

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Uwe G. schrieb:
>> Diese Vorschrift ist nicht abdingbar. Widersprechende Klauseln in
>> *Wohnung*smietverträgen sind unwirksam.
>
> Derlei abweichende Klauseln wirst du in Mietverträgen nicht finden. Du
> bekommst einfach keinen Mietvertrag, bevor nicht die Kaution vollständig
> bezahlt ist.

Wieso das denn nicht? Bei uns war Kautionszahlung bei Übergabe..

von Uhu U. (uhu)


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Simon K. schrieb:
> Wieso das denn nicht?

Denk einfach mal nach, was die von Uwe G. zitierte Vorschrift und die 
zugehörige Unabdingbarkeitsklausel wert ist, wenn du gleich keinen 
Mietvertrag bekommst - und damit natürlich auch keinen Wohnungsschlüssel 
-, so lange die Kaution nicht vollständig bezahlt ist...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Du
> bekommst einfach keinen Mietvertrag, bevor nicht die Kaution vollständig
> bezahlt ist.

Moment mal: ich bezahl' doch keine Kaution, bevor ich nicht einen
Vertrag habe.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Vermieter, die den Mietvertrag erst nach bezahlter Kaution rausrücken 
oder die Wohnungsübergabe erst nach Bezahlen der gesamten Kaution 
durchführen, verhalten sich nicht legal.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg Wunsch schrieb:
> Moment mal: ich bezahl' doch keine Kaution, bevor ich nicht einen
> Vertrag habe.

Das geht Zug um Zug, wie das so schön heißt...

Rufus Τ. Firefly schrieb:
> verhalten sich nicht legal.

Hast du schonmal versucht, einen in Aussicht gestellten Vertrag 
einzuklagen?


Ich wollte damit lediglich zeigen, was diese schönen mieterfreundlichen 
Vorschriften in der Praxis taugen...

Andersrum ist es aber auch so, daß der Vermieter gegen einen Mieter, der 
die Wohnung bereits bezogen hat und dann nicht wie vereinbart die zwei 
fehlenden Raten bezahlt, praktisch nichts durchsetzbares in der Hand 
hat.

von Wilhelm F. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:

> Andersrum ist es aber auch so, daß der Vermieter gegen einen Mieter, der
> die Wohnung bereits bezogen hat und dann nicht wie vereinbart die zwei
> fehlenden Raten bezahlt, praktisch nichts durchsetzbares in der Hand
> hat.

Was ich zum Thema im TV mal sah:

Es gibt aber die Möglichkeit, sich von einem alten Vermieter seinen 
guten Ruf bestätigen zu lassen. Natürlich macht das nur Sinn, wenn man 
den guten Ruf auch tatsächlich hat. Sie nannten das eine formlose 
Mietunbedenklichkeitsbescheinigung. Das sagt zwar auch nicht restlos 
alles über einen Mieter aus, scheint aber besser als nichts. Etwas 
vertrauensfördernd. Alter und neuer Vermieter können ja auch mal ein 
Telefonat führen. Die Wahrscheinlichkeit, daß sich ein guter Mieter 
urplötzlich zum Mietnomaden wandelt, ist sicher nicht allzu ausgeprägt.

von Arsch G. (arschgwaf)


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Also was hier von Kaution erzählt wird ist teilweise ziemlicher Blödsinn 
oder hat zumidnest nichts merh damit zu tun wie es heute gehandhabt 
wird.

Der Normalfall ist ja wohl, das zwischen Mietvertrag und Übergabe eine 
gewisse Zeit liegt. Kaution ist bei Übergabe zu leisten. Auch musst du 
sie nicht unbedingt an deinen Vermieter bezahlen. Auch hier ist es eher 
die Regel ein Sparbuch anzulegen und es treuhänderisch zu übergeben. 
Viele Banken bieten auch hierfür Kautionsbürgschaften an. Sie bürgen 
gegenüber den Vermieter die Kaution und der Mieter kann sie in eiener 
ausgehandelten Zeite abstottern.

Was hier teilweise verzapft wird ist Schwarzmalerei und basiert im 
besten Fall noch auf Einzelfällen und Hörensagen. Die momentane Realität 
in Großstädten spiegelt das jedenfalls nicht wieder.

Der Nachteil in der Großstadt ist leider, dass 90% der Wohnung über 
Makler laufen und dann noch 2 Monatsmieten fällig werden.

Die Gestzgebung ist aber in jedem Fall auf der Mieterseite. Klar besteht 
die freie Wahl wem der Vermieter die Wohnung gibt, aber ist erstmal ein 
Mietvertrag unterzeichnet hat immer der Mieter die besseren Karten.

Wer sich als Mieter drauf einlässt die Kaution vor Übergabe 
vorzustrecken, am besten noch in Bar und ohne Quittung, der ist selbst 
schuld.

Wenn man nicht der letzte Höhlenmensch ist und einigermaßen nett und 
offen mit dem Makler / Vermieter redet hat man auch kein Problem eine 
Wohnung zu finden und ist nicht auf solche dubiosen Machenschaften 
angewießen. Das klappt btw auch wenn von Bafög lebt, kein nennenswertes 
Einkommen und  einen Schufa-Score >3 (Danke Bafög) und keine Bürgschaft 
hat.

Eingen Leuten hier im Forum traue ich jedoch zu, dass sie wie die Axt im 
Wald gleich jeden kleinen Fehler an der Wohung bemäkeln und verlangen, 
dass ja ALLES getan wird, dass einem zusteht und sich die ausgetauschten 
Glühbirnen für 30cent vom Vermieter bezahlen lassen, natürlich mit 
Fahrkosten zum Baumarkt.

Ich sag mal wenn man selbst etwas entgegenkommend ist und nicht wegen 
jedem Furz Meckert und auch mal etwas einfach wohlwollen hinnimt, dann 
sind auch auf einmal die Mitmenschen nicht so böse.

MFG
Student der erst vor 2 Wochen in eine neue Wohnung umgezogen ist.

(Ist länger geworden als erwartet :P )

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
>> Moment mal: ich bezahl' doch keine Kaution, bevor ich nicht einen
>> Vertrag habe.
>
> Das geht Zug um Zug, wie das so schön heißt...

Ich würde jedenfalls ohne irgendeine vertragliche Basis nichts
zahlen.  Ich darf doch dem Vermieter das gleiche Misstrauen
entgegenbringen wie er mir: wenn er mir nicht traut, dass ich den
geschlossenen Vertrag auch bezahle, warum sollte ich dann so
blauäugig sein, dass ich nach bezahlter Kaution auch wirklich einen
Vertrag bekomme und er nicht etwa die Wohnung jemandem anders
vermietet und ich dann mein Geld einklagen darf, um es vielleicht
in 5 Jahren wieder in den Händen zu halten?

Nö, irgendwo ist auch Schluss.

(Zum Glück ist unser Vermieter aber ein netter Mensch, derartigen
Stress hatten wir mit ihm nicht.)

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Hier meine Erfahrungen:
Wir haben vor ein paar Monaten eine WG gegründet, da zwei von uns an die 
Ruhr Universität gehen und einer an eine der FHs hier.

Bei der Wohnungssuche haben wir extra darauf geachtet etwas ohne Makler 
zu finden und haben genau eine Wohnung gefunden, die sehr gut auf unsere 
Bedürfnisse passte.

Da wir alle 3 Studenten sind und 2 von uns nur Nebenjobs haben, hat der 
Vermieter eine Kaution und Bürgschaft verlangt. Das ist AFAIK zwar nicht 
verboten, aber beides zusammen kann die Sicherheitsleistung von 3 
Monatsmieten (wenn ich mich jetzt recht erinnere) nicht übersteigen.

Die Kaution in Höhe von 2 Monatsmieten haben wir bei der Übergabe 
geleistet, also ist über die Bürgschaft nur noch der Betrag einer 
Monatsmiete forderbar.

Das, und die Forderung, dass die Bürgschaft nur von den Eltern 
desjenigen einforderbar ist, der in Mietverzug gekommen ist, haben wir 
uns auch genau so vom Vermieter unterschreiben lassen.

Muss allerdings auch dazu sagen, dass wir eher darauf aus sind, dass es 
zu gar keinen Komplikationen kommt und auf die vereinbarten 
Sicherheitsleistungen nicht zurückgegriffen werden muss.
Auch Arbeiten in der Wohnung machen wir so gut wie alles selbst.

Letztens hat der Vermieter sogar Handwerker vorbeigeschickt um ein paar 
Schlösser ölen oder Rolladengurte austauschen zu lassen.

Die Wohnung ist übrigens ein Altbau, der vor etwa 10 Jahren (glaube 
ich?) kernsaniert wurde. Außer ein paar Kleinigkeiten ist die Wohnung 
hier auch wirklich super.

von Uhu U. (uhu)


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Arsch Gwaf schrieb:
> Auch hier ist es eher
> die Regel ein Sparbuch anzulegen und es treuhänderisch zu übergeben.

Das ist die für den Vermieter bequemste Methode. Nur macht sie 
Ratenzahlung der Kaution auch nicht gerade einfacher.

> Viele Banken bieten auch hierfür Kautionsbürgschaften an.

...die aber extra kosten und vor allem meistens die Hinterlegung des 
Gegenwertes erfordern. Ob damit für den Mieter viel gewonnen ist, 
bezweifle ich.

> Die Gestzgebung ist aber in jedem Fall auf der Mieterseite. Klar besteht
> die freie Wahl wem der Vermieter die Wohnung gibt, aber ist erstmal ein
> Mietvertrag unterzeichnet hat immer der Mieter die besseren Karten.

Eben. Faule Mieter sind zwar zum Glück nicht der Regelfall, aber wenn du 
mal an einen gerätst, dann ist das nicht spaßig und vor allem ganz schön 
teuer, wenn es wirklich bis zur Zwangsräumung kommen sollte.

> Wer sich als Mieter drauf einlässt die Kaution vor Übergabe
> vorzustrecken,

Wenn er vor der Wahl steht, die Wohnung zu bekommen, oder nicht?

> am besten noch in Bar und ohne Quittung, der ist selbst schuld.

Na ja, wer nicht mindestens auf einer Quittung besteht, der muß nicht 
erst an einen kriminellen Vermieter geraten, um auf die Schnauze zu 
fallen...

> Ich sag mal wenn man selbst etwas entgegenkommend ist und nicht wegen
> jedem Furz Meckert und auch mal etwas einfach wohlwollen hinnimt, dann
> sind auch auf einmal die Mitmenschen nicht so böse.

Wie immer. Das Problem für den Vermieter ist, daß er i.d.R. von seinem 
künftigen Mieter so gut wie nichts weiß, während der Mieter zumindest 
meistens die Möglichkeit hat, sich beim Vormieter über den Vermieter zu 
erkundigen.

Wenn das Mietverhältnis etabliert ist, dann tun beide Seite gut daran, 
zu kooperieren und vernünftige Menschen machen das auch. Nur kann man 
halt auch an psychisch gestörte Leute geraten, die einfach nicht anders 
können, als sich quer zu stellen.

Jörg Wunsch schrieb:
> Ich würde jedenfalls ohne irgendeine vertragliche Basis nichts
> zahlen.

Zug um Zug heißt: Mietvertrag gegen Kaution und wenn ein Makler im Spiel 
ist, dann ist der auch wieder eine Versicherung für den Mieter, denn ein 
Makler ist natürlich nicht daran interessiert, seinen Ruf durch 
Unregelmäßigkeiten mit fremden Geldern zu ruinieren.

Simon K. schrieb:
> Letztens hat der Vermieter sogar Handwerker vorbeigeschickt um ein paar
> Schlösser ölen oder Rolladengurte austauschen zu lassen.

Warum sogar? Das ist doch ganz selbstverständlich. Mir ist es sogar 
wichtig, daß der Mieter mir Fehler und Schäden meldet - dann kommt er 
schon nicht in die Versuchung selbst Hand anzulegen und dann womöglich 
erst richtigen Schaden zu machen.

von Marius F. (mariusf)


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Ich hatte leider auch Pech mit meinem ersten Vermieter.

Er wollte mich nicht aus dem Vertrag lassen, weil es ein Staffelvertrag 
war, der aber 1. die Höchstdauer von 4 Jahren überschritten hat und 2. 
Ich Student bin und dann die gesonderte Ausbildungsklausel gilt.

Ich bin dann ausgezogen (zum Zeitpunkt, dem ich ihn angegeben hatte) und 
hab die Monatsmiete so einbehalten, dass ich die Kaution wieder drinnen 
hatte. Ansonsten hätte er mir die nie wieder gegeben.

Das lief natürlich alles über einen Anwalt. Wir sind immer noch im 
rechtsstreit, weil er einfach nicht aufgeben möchte, mein Anwalt mir 
aber vergewissert hat, dass wir im Recht sind.

Naja, es gibt so viele unschöne Mietgeschichten.

von Wilhelm F. (Gast)


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Marius Fermann schrieb:

> Naja, es gibt so viele unschöne Mietgeschichten.

Vor einigen Jahren war es noch so, daß sich mit der Mietdauer auch die 
Kündigungsfrist verlängerte. Z.B. bei 10 Jahren Mietdauer auf volle 12 
Monate. Welch ein Horror für einen Mieter, wenn er dann noch ein Jahr 
Miete zahlen muß, wenn der Vermieter auch keinen Bock hat, einen 
Nachmieter zu finden.

Das wurde aber von Gerichten mal geklärt. Länger als 3 Monate geht 
nichts.

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Simon K. schrieb:
>> Letztens hat der Vermieter sogar Handwerker vorbeigeschickt um ein paar
>> Schlösser ölen oder Rolladengurte austauschen zu lassen.
>
> Warum sogar? Das ist doch ganz selbstverständlich. Mir ist es sogar
> wichtig, daß der Mieter mir Fehler und Schäden meldet - dann kommt er
> schon nicht in die Versuchung selbst Hand anzulegen und dann womöglich
> erst richtigen Schaden zu machen.

"Sogar" deswegen, weil der Vermieter die Handwerker geschickt hat, ohne 
dass wir einen Mangel gemeldet haben. Naja gut, haben wir schon, 
allerdings nichts mit klemmenden Schlössern. Den Mangel selbst haben sie 
aber auch behoben.
Was ich sagen will: Sie haben unaufgefordert mehr gemacht als wir 
gemeldet hatten, was nicht schlecht war, weil tatsächlich das eine oder 
andere Schloss etwas schwergängig ging.

Ist ja nicht unbedingt selbstverständlich sowas.

von Uhu U. (uhu)


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Simon K. schrieb:
> Ist ja nicht unbedingt selbstverständlich sowas.

Sollte es aber. Nur sind unter den vermietenden Immobilienbesitzern auch 
recht häufig Leute anzutreffen, deren Verhaltensreperoire dem eines 
blöden Mieters, bereichert um kleinbürgerliche Raffgier, entspricht.

Solche Leute sind einfach nur unangenehm - völlig egal, welche Rolle sie 
gerade spielen.

Ein Vermieter, der seine Sache ernst nimmt, wird bei der Neuvermietung 
selbst kleine Mängel feststellen und die auch unaufgefordert in Ordnung 
bringen. Später wirst du ihn allerdings selbst informieren müssen.

von Michael S. (technicans)


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Simon K. schrieb:
> Ist ja nicht unbedingt selbstverständlich sowas.

Manche Mieter konstruieren da mit solchen Kleinigkeiten
gleich einen Mangel der Mietsache um die Miete zu mindern.
Mit solchen durchaus positiv zu wertenden Reparaturmaßnahmen
kann man dem wirksam entgegen wirken.

Wenn sich der Vermieter ordnungsgemäß verhält wirds
auch keinen Stress geben. Leider haben da einige ganz
andere moralische Vorstellungen wie sie mit ihrem
Eigentum umgehen und dann ist Streit schnell entstanden.

von Uwe G. (scd)


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> Das wurde aber von Gerichten mal geklärt. Länger als 3 Monate geht
> nichts.

Der Blick ins Gesetz hilft auch hier: § 573c (1) BGB (bei Wohnraum, 
unbestimmte LZ, div. Ausnahmen, z.B.: § 557a (3) Satz 1 BGB)

Generell läßt sich sagen, dass insbesondere professionelle 
Hausverwaltungen klare Rechtsvorschriften und ausgeurteilte 
Verhaltensweisen im eigenen Interesse (Aufwand, Kosten für Rechtsstreite 
ohne Erfolgsaussichten) korrekt einhalten. Was anderes ist es mit 
Gesetzeslücken, auslegbaren Entscheidungen u. ä. Natürlich wird man den 
Mieter auch nicht auf seine Rechte hinweisen, es sei denn, man hat als 
Verwaltung auch etwas davon.

> Ich wollte damit lediglich zeigen, was diese schönen mieterfreundlichen
Vorschriften in der Praxis taugen...

Dass Gesetze nicht immer hundertprozentig das wahre Leben widerspiegeln, 
(oder umgekehrt) ist sicher wahr. Daraus aber zu schlußfolgern, dass die 
Gesetze nichts für die Praxis taugen, ist einfach .. hm ... kühn.

Es steht und fällt eben alles mit dem Wissen um seine Rechte und 
Pflichten (die in der heutigen Zeit immer komplexer werden) und der 
Kraft, der Zeit und dem Geld, die/das man der Durchsetzung widmet.

von Uhu U. (uhu)


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Uwe G. schrieb:
> Es steht und fällt eben alles mit dem Wissen um seine Rechte und
> Pflichten (die in der heutigen Zeit immer komplexer werden) und der
> Kraft, der Zeit und dem Geld, die/das man der Durchsetzung widmet.

Nur: wer sich in solchen Fällen durchsetzt, hängt weniger vom Gesetz ab, 
als von der Marktlage. Eine Möglichkeit, eine der Parteien zu zwingen, 
den Mietvertrag zu unterzeichnen, gibt es nicht.

von Uwe G. (scd)


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> Marktlage

Eben, die Entscheidung, ob man einen Mieter nimmt oder nicht, wird nicht 
anhand des Wunsches, die Kaution in Raten zahlen zu wollen, getroffen, 
zumindest in professionellen HVs.

> ... Eine Möglichkeit, eine der Parteien zu zwingen,
> den Mietvertrag zu unterzeichnen, gibt es nicht.

Grundsätzlich gebe ich Dir recht. Solange es keinen Vertrag gibt, gilt 
die Privatautonomie. Es gibt nur in ganz besonderen Ausnahmefällen einen 
Kontrahierungszwang.

Abgesehen davon, dass ich auch Fälle kenne, in denen aufgrund einer 
(beweisbaren) mündlichen Zusage seitens des Vermieters ein Mietvertrag 
zustande kam. Der hat dann zwar einen Mangel in der gesetzlich 
vorgeschriebenen Schriftform, ist aber rechtswirksam.

von Uhu U. (uhu)


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Uwe G. schrieb:
> Eben, die Entscheidung, ob man einen Mieter nimmt oder nicht, wird nicht
> anhand des Wunsches, die Kaution in Raten zahlen zu wollen, getroffen,
> zumindest in professionellen HVs.

Normalerweise gehört Vermietung nicht zum Aufgabengebiet eines 
Hausverwalters und für den Fall, daß der HV auch Mietverwalter ist, 
kommt es nicht gar zu selten vor, daß der nicht im Sinne seiner 
Mandanten entscheidet, sondern in seinem eigenen - ich habe in dieser 
Beziehung schon ausgesprochen üble Geschichten mitbekommen.

von Uwe G. (scd)


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Von einer modernen Hausverwaltung wird das gesamte Spektrum beginnend 
vom Assetmanagement einschl. Vermietung über kaufmännisches und 
technisches Gebäudemanagement bis hin zu Hausmeisterdiensten angeboten. 
Ob man dann die Leistungen dazukauft ("outsourcet") oder sie selbst 
ausführt, ist eine andere Frage.

Und natürlich entscheidet eine HV immer zuerst im eigenen Sinne, solange 
man die Motive vor dem Eigentümer verbergen oder anders darstellen kann. 
;-) (nicht ganz ernst gemeint)

von Uhu U. (uhu)


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Uwe G. schrieb:
> Von einer modernen Hausverwaltung wird das gesamte Spektrum beginnend
> vom Assetmanagement einschl. Vermietung über kaufmännisches und
> technisches Gebäudemanagement bis hin zu Hausmeisterdiensten angeboten.

Wobei das Wörtchen modern wohldefiniert und der Schlüssel zum 
Verständnis ist.

Ich hasse diese Läden, die damit hausieren gehen, nach ISO 9000 
zertifiziert zu sein, ihre Mandanten im Grunde wie lästige Bittsteller 
behandeln und für all ihre Winkelzüge immer eine formaljuristische 
Rechtfertigung auf Lager haben.

von Uwe G. (scd)


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Ob eine Hausverwaltung gut ist für ihren Klienten, entscheidet sich 
nicht nach ISO, sondern im Allgemeinen nach ihrem Chef und ihren 
Mitarbeitern, nach deren Ausbildung, Erfahrung und einer guten 
Betriebsorganisation sowie klaren Vorgaben des Klienten.

Wer eine HV in erster Linie nach formaljuristischen Parametern 
(Zertifizierung) aussucht, bekommt eben auch formaljuristische 
Ausflüchte und Winkelzüge als Ergebnis.

von Uhu U. (uhu)


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Uwe G. schrieb:
> Ob eine Hausverwaltung gut ist für ihren Klienten, entscheidet sich
> nicht nach ISO

ISO 9000 ist nicht mehr, als eine formalisierte Ausrede ;-)

von Uwe G. (scd)


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ISO-Zertifizierung ist ein weiterer Schritt in Richtung 
Turbokapitalismus. Die Prozesse werden formalisiert, damit es künftig 
des Knowhows und der Erfahrung von Profis nicht mehr bedarf. (So hofft 
man) Es macht die menschliche Arbeit nochmals billiger, wenn man nur 
noch auf die Prozessabläufe angelernte Mitarbeiter anstellen muß. (und 
jederzeit beliebig austauschen kann.)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Uwe G. schrieb:
> ISO-Zertifizierung ist ein weiterer Schritt in Richtung
> Turbokapitalismus.

Nicht zwingend.  Wenn du dir mal einen Laden wie CSD ansiehst, dann
siehst du, warum es durchaus im Interesse der Kunden und des
Geschäfts ist, wenn man sinnvolle Prozesse besitzt.  Solange du nur
10 Kunden hast, ist das sicher egal, die kennst du alle persönlich,
und du kannst auch gedanklich die Prioritäten noch sortieren.  Aber
üblicherweise wächst ein Geschäftsbetrieb irgendwann über dieses Maß
hinaus, und dann ist eine ordentliche Organisation der Arbeit nicht
von übel.

von Uhu U. (uhu)


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Tja, man kann durchaus gut gemeinte Dinge in ihr Gegenteil verkehren...

Ein Paradebeispiel dafür ist das "... was kann ich für Sie tun" auf 
allen möglichen Hotlines. Die Antwort wird nach dem Unterbrechen der 
Verbindung meistens automatisch generiert und wenn man sich nochmal dort 
meldet, geht das Scheißspiel von vorne los, weil selbstverständlich die 
Linke nicht weiß, was die Rechte tut und umgekehrt.

Hausverwalter mit solchen Qualitäten braucht wirklich keiner.

von Uwe G. (scd)


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Für den Einzelhandel mit im Wesentlichen immer gleichen Abläufen gebe 
ich Dir absolut recht.

Auch eine HV braucht ein ordentliches Maß an Organisation, hab ich 
weiter oben auch geschrieben. Die Abläufe für einen Verwalter sind 
allerdings (allein aufgrund der komplizierten 
Gesetzgebung/Rechtsprechung und der vielfältigen möglichen Variationen 
an praktischen Vorfällen) nicht in Prozesse zu pressen. Bei mir in der 
Firma versucht man das gerade. Oft muß ich gegen die noch fakultativen 
Prozeßabläufe handeln, um sinnvolle Ergebnisse für Eigentümer und/oder 
Mieter zu erhalten. Spätestens, wenn "zertifiziert" wurde, sind die 
Abläufe zwingend einzuhalten. Ab dem Moment werden sich meine Ergebnisse 
deutlich verschlechtern und die HV wird eine wie vom Uhu beschrieben, 
formalistisch.

Aber wir sind weit weg vom eigentlichen Thema.

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