Hallo, eine bekannte von mir benötigt gerade dringend eine neue Wohnung da sie nicht länger in der Wohnung, ich welcher sie derzeit wohnt, bleiben kann. Sie studiert und bekommt derzeit nicht sehr viel Bafög (~180.- - OHNE Wohngeld). Sie hätte nun eine neue Wohnung gefunden welche sie vermutlich auch mit dem Wohngeld vom Bafögamt bezahlen könnte, jedoch benötigt sie mit Marklerprov. und Mitkaution knapp 1000.- cash. Ich werde Ihr das Geld nicht leihe, habe ihr aber angeboten ihr dabei zu helfen das Geld "irgendwie" aufzutreiben. Sie hat nun auf ihrer Hausbank einen Termin bzgl. eines Kredits. Nun würde ich aber gerne schon mal im vorfeld wissen, was es noch für seriöse Möglichkeiten gibt eine Mietkaution zu erlangen! Wie seriös sind solche Läden wie Mietkautionsbund, Deutsche Kautionskasse, Moneyfix? Vielleicht hat ja jemand von Euch schon Erfahrung damit? Wie ist das i.d.R. bei den Banken und Sparkassen, gibt es dort extra Verträge für Mietkautionen?
Passt irgendwie nicht zusammen. Wenn sie nur 180€ Bafög bekommt, müssen den Rest die Eltern zuschießen. Bis zum Bafögsatz von 650€. Der Mietzuschuss beim Bafög ist so lächerlich gering, das man damit noch nichtmal in einem Provinznest ein Studentenwohnheimplatz bezahlen kann. Und: Wer Bafög bekommt, hat keinen Anspruch auf Wohngeld. Den haben nur Studierende, die keine andere Finanzierungsmöglichkeit mehr haben (abgesehen von den Nichtstudenten mit Anspruch auf Wohngeld). Und eine Kaution kann man gewöhnlich in Raten zusammen mit den ersten Mieten bezahlen. Die Sicherheit (Bürgschaft) kann sich der Vermieter ja bei den Eltern holen. Überhaupt sind Verwandte, insbesondere Großeltern, bei so etwas die beste Geldquelle, da sie nicht nur auf Zinsen verzichten, sondern oft genug auch auf die Rückzahlung.
das mit dem Bafög ist geklärt, sie erhält mit Wohngeld, wenn sie denn einen Mietvertrag hat 584.-, derzeit sind es 219.- Die Zahlen sind aus einem schreiben des Bafögamts! Sie weiß was sie hat und sie was sie braucht, es geht darum das Geld seriös und sicher aufzutreiben ohne abgezockt zu werden. Das mit den Eltern und Großeltern funktioniert eben nur wenn die mal eben kurz 1000.- locker machen können. Dass man die Mietkaution auf Raten zahlen kann wußte ich nicht, das muss sie dann eben mal abklären ob das ihr Vermieter auch akzeptiert!
Jeffrey Lebowski schrieb: > Dass man die Mietkaution auf Raten zahlen kann wußte ich nicht, das muss > sie dann eben mal abklären ob das ihr Vermieter auch akzeptiert! Wage ich zu bezweifeln, da ansonsten eine Mietkaution keinen Sinn hätte ;) Aber im mal etwas beizusteuern: Die Volksbank biete so etwas wie das oben Erwähnte MoneyFix an! Grüße
Punkt 1) Selbst mein Vermieter hat mir damals abgeraten ihm die Kaution zu hinterlegen. Stattdessen habe ich die auf einem eigenen Konto mit Sperrvermerk eingerichtet. Ansonsten sieht's übel aus, wenn dein Vermieter mal pleite geht. Punkt 2) Eventuell lässt der Vermieter ja ganz mit sich reden und tauscht die Kaution gegen eine Bürgschaft aus.
Basti Benassi schrieb: > Wage ich zu bezweifeln, da ansonsten eine Mietkaution keinen Sinn hätte > ;) Tja, trotz allem habe ich das schon erfolgreich durchgeführt. Ein Mietkaution soll ja nicht nur vor Mietzahlungsausfall schützen (dafür ist sie eh zu niedrig), sondern in erster Linie eine Sicherheit für Mieter und Vermieter dienen, wenn nach Auszug Renovierungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Jeffrey Lebowski schrieb: > sie erhält mit Wohngeld, wenn sie denn > einen Mietvertrag hat 584.-, derzeit sind es 219.- Kann es sein, dass du mit Wohngeld nicht das Wohngeld vom Sozialamt meinst? Das hat mit Bafög nichts zu tun und wird auch nicht von denen vergeben oder irgendwelche Zusagen verteilt.
Christian S. schrieb: > Kann es sein, dass du mit Wohngeld nicht das Wohngeld vom Sozialamt > meinst? Das hat mit Bafög nichts zu tun und wird auch nicht von denen > vergeben oder irgendwelche Zusagen verteilt. Keine Ahnung, das ist eben das was sie mir gesagt hat. Wobei ich schon meine dass man mit Mietvertrag mehr Bafög bekommt, sicher bin ich aber nicht. Dieses Geld steht eben zur Verfügen, mehr nicht!
Ja, man bekommt auch mehr wenn man eine eigene Wohnung hat. Nur ist halt die Steigerung für gewöhnlich nicht so viel, weil eben die Mietzuschüsse beim Bafög eher gering sind.
Karl-heinz Strunk schrieb: > Punkt 1) Selbst mein Vermieter hat mir damals abgeraten ihm die Kaution > zu hinterlegen. Stattdessen habe ich die auf einem eigenen Konto mit > Sperrvermerk eingerichtet. Ich hatte bisher nur einmal eine Mietwohnung und dort liefs auch so. Da die Wohnung aber auch von der Sparkasse vermietet wurde kein Problem ;)
Christian S. schrieb: > wenn nach Auszug Renovierungsarbeiten > durchgeführt werden müssen. Entfällt eh, wenn im Mietvertrag bei Schönheitsreparaturen starre Fristen stehen. Denn man bezahlt Miete um die Wohnung abzuwohnen. Ausgenommen ist eben Sachbeschädigung. In der Glotze haben die mal gestern getestet was da so ne Bude Tapezieren und Malen kostet. Von 2k - 20k war alles dabei. Das kann kein normaler Mieter auch noch bezahlen.
Michael S. schrieb: > In der Glotze haben die mal gestern getestet was da so ne Bude > Tapezieren und Malen kostet. Von 2k - 20k war alles dabei. > Das kann kein normaler Mieter auch noch bezahlen. Die Praxis ist, daß die lieben Mieter selbst Hand anlegen und dabei zuweilen mehr Schaden, als Nutzen produzieren, insbeondere dann, wenn der Mieter nach Auszug zu renovieren hat. Deswegen tut der Vermieter, der sein Objekt in Schuß halten will, oft gut daran, sich selbst um die Renovierung zu kümmern. Der Schaden, den man mit einem Eimer Farbe anrichten kann, übersteigt den Materialpreis sehr schnell.
Vor allem ist das klassische Mieter-renoviert-bei-Auszug-Modell schlichtweg Unfug. Der Mieter ist nicht daran interessiert, die Wohnung anständig oder aufwendig zu renovieren, sondern macht das absolute erforderliche Minimum -- schließlich zieht er ja aus, und nicht ein. Und damit werden nach diesem klassischen Modell Wohnungen immer optimal schlecht renoviert, von lustlosen geizigen Mietern. Das ist Werterhalt einer Mietsache.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Der Mieter ist nicht daran interessiert, Dann bin ich wohl die Ausnahme, da ich Blödmann, weil mir der Vermieter mit Schadenersatz gedroht hatte, was nach dem Mietvertrag plausibel war, die Wohnung meiner Eltern bei (quasi) Auszug renoviert habe. Materialkosten ca. 300Euro bei ca. 70qm Wohnfläche. Angebote von Fachfirmen lagen zwischen 2,5k - 5,2k die ich dann mir ersparte, nur hätte ich das gar nicht gebraucht, aber das erfuhr ich erst 14 Tage vor Übergabe und da war schon das meiste fertig. Ich bin mir sicher das alle die auf Vermieterseite agierten, das wussten und sich so die Leistung erschlichen hatten. Klagen war aus anderen rechtlichen Gründen nicht möglich. Der Vermieter war eine Immobilienmakler aus Stuttgart und hat sich sicher schön ins Fäustchen gelacht. Jedenfalls passiert mir das nicht wieder und wenn das Thema mal aufkommt warne ich auch davor.
Manchmal könnte man meinen, dass man als ehrlicher Mieter an die Haie gerät wohingegen ehrlicher Vermieter sich Nomaden einfangen. Man sollte die Haie mit den Nomaden zusammenschmeißen und die ehrlichen untereinander wirtschaften lassen, ...
D. I. schrieb: > Manchmal könnte man meinen, dass man als ehrlicher Mieter an die Haie > gerät wohingegen ehrlicher Vermieter sich Nomaden einfangen. Das ist ja auch eine Story die eine Reportage wert ist. > Man sollte die Haie mit den Nomaden zusammenschmeißen und die ehrlichen > untereinander wirtschaften lassen, ... Das würde doch keinen mehr jucken und ist als Reportage uninteressant.
Michael S. schrieb: > D. I. schrieb: >> Manchmal könnte man meinen, dass man als ehrlicher Mieter an die Haie >> gerät wohingegen ehrlicher Vermieter sich Nomaden einfangen. > Das ist ja auch eine Story die eine Reportage wert ist. >> Man sollte die Haie mit den Nomaden zusammenschmeißen und die ehrlichen >> untereinander wirtschaften lassen, ... > Das würde doch keinen mehr jucken und ist als Reportage uninteressant. Das echte Leben ist halt doch langweilig ;) Dafür gibts dann den RTL Nachmittag mit seinen authentischen Geschichten aus dem Leben
D. I. schrieb: > mit seinen authentischen Geschichten aus dem Leben Kann man sich dann ansehen, wenn man kein eigenes Leben hat :D mfg mf
Basti Benassi schrieb: > Jeffrey Lebowski schrieb: > >> Dass man die Mietkaution auf Raten zahlen kann wußte ich nicht, das muss >> sie dann eben mal abklären ob das ihr Vermieter auch akzeptiert! > > Wage ich zu bezweifeln, da ansonsten eine Mietkaution keinen Sinn hätte > ;) eine Aufteilung in 3 Raten muss er eigentlich akzeptieren
Michael S. schrieb: >> Der Mieter ist nicht daran interessiert, > > > Dann bin ich wohl die Ausnahme, da ich Blödmann, weil mir der Vermieter > mit Schadenersatz gedroht hatte, was nach dem Mietvertrag plausibel war, > die Wohnung meiner Eltern bei (quasi) Auszug renoviert habe. Du bist zumindest nicht die Ausnahme bezüglich Rufus' Bemerkung: diese war ja, dass bei diesem Modell der ausziehende Mieter das zwar in vielen Fällen tut (und sei's nur, weil er während der ganzen Mietzeit keine Lust hatte), dass er dann aber nur eine einzige Motivation dabei hat: so billig wie möglich wegzukommen damit. Es sieht danach also nicht schön aus, sondern nur so, dass der Vermieter es nicht beanstanden kann. Die Nachmieter dürfen sich dann damit rumplagen, entweder nehmen sie diesen nicht wirklich schönen Zustand, wie er ist, oder sie machen selbst praktisch die Arbeit doppelt. Sinnvoller war da das DDR-Modell: wer einzieht, macht sich die Bude so, wie er sie gern haben möchte. Er hat ja den Ehrgeiz, es sich darin jetzt für ein paar Jahre schön zu machen. Ausgezogen wird dann besenrein, mehr nicht.
Jörg Wunsch schrieb: > Sinnvoller war da das DDR-Modell Beide Modelle sind möglich, allerdings hat das "DDR-Modell" den Nachteil, daß es die Vermietbarkeit der Wohnung nicht unbedingt fördert.
Justus Skorps schrieb: > eine Aufteilung in 3 Raten muss er eigentlich akzeptieren Muss er dir seine Bude vermieten? Uhu Uhuhu schrieb: > Beide Modelle sind möglich, allerdings hat das "DDR-Modell" den > Nachteil, daß es die Vermietbarkeit der Wohnung nicht unbedingt fördert. Es ist nicht Aufgabe des Mieters es dem Vermieter recht zu machen. Die Miete ist wohl nicht genug? Die vielen Tage die ich dafür gebraucht hatte waren nicht gerade ohne. Wenigstens hatte ich schon von Anfang an jedes Sonderangebot und jeden Rabatt genutzt um Kosten zu sparen, sonst hätte es schnell einiger Hunderter mehr gekostet. Also ich habe da nicht das geringste Mitleid mit den Vermietern. Meine eigene Bude hab ich auch Besenrein gemietet und dann nach meinem Geschmack tapeziert, Bad total renoviert (Fliesen, Becken, Rohre, Armaturen und den alten Schrott auf dem Dachboden deponiert der kürzlich vom Vermieter entsorgt wurde). Wenn ich da mal ausziehe denkt der V. sicher das ich ein Nomade bin weil dann nichts mehr übrig bleibt(außer den Fliesen), denn dann wird alles was noch in Ordnung ist, mitgenommen. Aber im Moment plane ich nicht in die Zukunft. Vielleicht sterbe ich ja vorher Perspektivlos.
Michael S. schrieb: > Es ist nicht Aufgabe des Mieters es dem Vermieter recht zu machen. > Die Miete ist wohl nicht genug? Würde ich nicht schon lange an deiner Vernunft zweifeln, wäre es jetzt passiert... Verbohrte Leute sind auf beiden Seiten nur für Streß gut und ich werde alles tun, um niemals an ein derartiges Arschloch zu vermieten. Kooperativ gehts nämlich für beide Seiten deutlich besser. > Meine eigene Bude hab ich auch Besenrein gemietet > und dann nach meinem Geschmack tapeziert, Bad total renoviert (Fliesen, > Becken, Rohre, Armaturen und den alten Schrott auf dem Dachboden > deponiert der kürzlich vom Vermieter entsorgt wurde). Und trotzdem kann er hinterher von dir verlangen, den alten Zustand wieder herzustellen, wenn dus auf eigene Faust gemacht hast. Also benimm dich wie ein Mitteleuropäer.
Uhu Uhuhu schrieb: > Jörg Wunsch schrieb: >> Sinnvoller war da das DDR-Modell > > Beide Modelle sind möglich, allerdings hat das "DDR-Modell" den > Nachteil, daß es die Vermietbarkeit der Wohnung nicht unbedingt fördert. Nur, wenn man es gewohnt ist, immer weiß glänzende Wohnungen zu besichtigen. Ansonsten kann man sich in einer nicht renovierten, aber leeren Bude durchaus vorstellen, was man dort wie machen würde, bevor man einzieht. Es fördert halt die Eigeninitiative des Mieters, da auch was zu tun. Vermietbarkeit ist aber im Allgemeinen nur eine Frage des Preises: preiswerter Wohnraum ist zumindest hier in DD so stark nachgefragt, dass kaum jemand damit ein Vermietungsproblem haben wird (und dabei meint "preiswert" lediglich, dass es ungefähr das kostet, was im Mietspiegel für die entsprechende Gegend gilt, und nicht gleich 'n Euro pro m² teurer). Die meisten Wohnungen werden ohnehin schon besichtigt, da sind sie auch nach dem "am Ende revonieren"-Modell noch gar nicht renoviert, weil der vorherige Mieter noch gar nicht ausgezogen ist.
Jörg Wunsch schrieb: > Nur, wenn man es gewohnt ist, immer weiß glänzende Wohnungen zu > besichtigen. Das hängt wohl auch stark vom Interessentenkreis ab. Studenten haben meistens weniger Lust, vor dem Einzug erst renovieren zu müssen.
Uhu Uhuhu schrieb: > Mitteleuropäer. Als Mitteleuropäer hab ich natürlich das gleich klar gestellt das bei Entsorgung ich nicht für einen fiktiven Zustand aufkomme, denn der Zustand war schon im Mietvertrag nicht nachvollziehbar dokumentiert, nämlich gar nicht. Da mache ich mir keine Gedanken. Uhu Uhuhu schrieb: > Verbohrte Leute sind auf beiden Seiten nur für Streß gut und ich werde > alles tun, um niemals an ein derartiges Arschloch zu vermieten. > Kooperativ gehts nämlich für beide Seiten deutlich besser. Nur das man Arschlöcher so einfach nicht erkennt. Verwechsle mal nicht kooperativität nicht mit Arglist und Täuschung. Auch hier ist das Problem der Vermieter weil der den Mietvertrag vorgibt. Da braucht man überhaupt kein Verständnis erwarten wie du hier ja deutlich zeigst. Dir wünsche ich mal den übelsten Mietnomaden. Dann wirste schon sehen was von deiner Einstellung bleibt.
Uhu Uhuhu schrieb: > Das hängt wohl auch stark vom Interessentenkreis ab. Studenten haben > meistens weniger Lust, vor dem Einzug erst renovieren zu müssen. Pauschalisierungen sind immer falsch. ;-) Wir haben bei uns im Haus auch eine Studenten-WG, die haben, wie alle anderen, vor dem Einzug da malern müssen, praktisch noch zeitgleich mit den abschließenden Bauarbeiten der Reko-Maßnahme. Sicher, die haben da nicht ganz den Aufwand reingesteckt, den wir (mit einer Perspektive, da 10 ... 15 Jahre wohnen zu bleiben) reingesteckt haben. Sind aber keine BWLer. :)
Michael S. schrieb: > Justus Skorps schrieb: >> eine Aufteilung in 3 Raten muss er eigentlich akzeptieren > > Muss er dir seine Bude vermieten? muss er natürlich nicht, aber i.d.R. wird ja der Vertrag vor dem Zahlen der Kaution unterschrieben. Ob man sich natürlich gleich am von Anfang an mit dem Vermieter zoffen will ist eine andere Sache...
Wegstaben Verbuchsler schrieb: > was ist los Uhu, hast du zum Wochenene ne schlechte Maus verspeist? Eher eine von den dreizig Mäusen war wohl schlecht.
Michael S. schrieb: > Angebote von Fachfirmen lagen zwischen 2,5k - 5,2k die ich dann mir > ersparte, nur hätte ich das gar nicht gebraucht, aber das erfuhr ich > erst 14 Tage vor Übergabe und da war schon das meiste fertig. Warum nicht? Ich kenne es nur so, daß man immer ein mal renovieren bzw. renovieren lassen muß. Entweder beim Einzug, oder beim Auszug. Einmal hatte ich eine Betriebswohnung. Dort war von der Verwaltung ganz klar vorgegeben, daß die Wohnung bei Auszug komplett in Rauhfaser tapeziert sein muß, und weiß gestrichen. Rauhfaser weiß war für mich auch top in Ordnung. Es ist hell, und schön neutral zugleich. Alternativ konnte man dem Nachmieter die Renovierung überlassen, wenn es einen gab, und der es anders haben wollte. Dann war aber eine Abschlagszahlung fällig. Die kostete mich beim Auszug 2500DM, also umgerechnet 1250€. Für 50 Quadratmeter. Und das war auch üblich, kannte es auch von einigen Bekannten dort so. Fachfirmen hätten um die 4k€ gekostet. Das sagte mir aber der Gutachter, der bei Ein- und Auszug die Übergabe machte. Mein damaliger Vormieter renovierte für mich, aber mit einem Maler aus dem Bekanntenkreis, der die Arbeit "schwarz" machte. Immerhin dann fachgerecht. Jedenfalls übernahm die Verwaltung keinerlei Renovierungsarbeiten. Es sei denn, jemand ist verstorben, und keiner mehr da, den man zur Zahlung heran ziehen kann. Sie begründeten es damit, daß es die Mietpreise hoch treiben würde. Die waren in den Betriebswohnungen gegenüber dem freien Markt eben günstig. Und wenn der Anteil Renovierung schon in der Miete enthalten wäre, dann würde man es ja indirekt doch selbst bezahlen. Nur in Monatsraten eben. Zu den Renovierangelegenheiten gab es auch einen Begutachtungsbogen (Zustand Tapete, Verputz, Fußleisten, Fußboden, Türen, Fenster, Sanitäreinrichtung, usw.), in dem die Dinge (Ist-Zustand) bei der Verwaltung fest gehalten wurden. Die jetzige Wohnung mit privatem Vermieter mußte ich bei Einzug selbst renovieren. Dafür brauche ich beim Auszug nur noch auf Besenreinheit zu achten. Die alte Betriebswohnung konnte ich aus zeitlichen Gründen auch gar nicht mehr selbst renovieren, weil ich erstens weit weg zog, und zweitens ja auch die neue Wohnung renovieren mußte. Also Abschlagszahlung an den Nachmieter. Justus Skorps schrieb: >> Muss er dir seine Bude vermieten? > > muss er natürlich nicht, aber i.d.R. wird ja der Vertrag vor dem Zahlen > der Kaution unterschrieben. In der Großstadt mit Wohnungsknappheit und Besichtigungsterminen bekommt oft der solventeste Interessent die Wohnung.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Die jetzige Wohnung mit privatem Vermieter mußte ich bei Einzug selbst > renovieren. Dafür brauche ich beim Auszug nur noch auf Besenreinheit zu > achten. Das du hoffentlich schriftlich oder Zeugen dafür hast? > Die alte Betriebswohnung konnte ich aus zeitlichen Gründen auch gar > nicht mehr selbst renovieren, weil ich erstens weit weg zog, und > zweitens ja auch die neue Wohnung renovieren mußte. Also > Abschlagszahlung an den Nachmieter. Aber nur was für Besserverdienende. > > > Justus Skorps schrieb: > >>> Muss er dir seine Bude vermieten? >> >> muss er natürlich nicht, aber i.d.R. wird ja der Vertrag vor dem Zahlen >> der Kaution unterschrieben. > > In der Großstadt mit Wohnungsknappheit und Besichtigungsterminen bekommt > oft der solventeste Interessent die Wohnung. Ist auch keine Garantie, selbst Mieter die bei Vermietung die beste Reputation gehabt haben können böse abstürzt sein wenn Job und Frau weg sind und dann die Schuldenlawine die Leute fast erschlägt. Justus Skorps schrieb: > muss er natürlich nicht, aber i.d.R. wird ja der Vertrag vor dem Zahlen > der Kaution unterschrieben. Ob man sich natürlich gleich am von Anfang > an mit dem Vermieter zoffen will ist eine andere Sache... Kommt auf den Markt an. Makler sind die schlimmsten, halten nur die Hand auf und waren früher erfahrungsgemäß selten entgegen kommend. Allerdings sucht man glücklicherweise nicht dauernd. Wie die sich heute so verhalten kann ich wegen fehlender Vergleichsmöglichkeiten nicht sagen, aber die Werbung verheißt eigentlich einem einen Markt wo man heute günstige Bleiben bekommen kann.
Michael S. schrieb: > Wilhelm Ferkes schrieb: >> Die jetzige Wohnung mit privatem Vermieter mußte ich bei Einzug selbst >> renovieren. Dafür brauche ich beim Auszug nur noch auf Besenreinheit zu >> achten. > > Das du hoffentlich schriftlich oder Zeugen dafür hast? Das ist alles geregelt. Mein Vermieter ist kein Menschenfresser. Er hat mir schon 3 mal Mieterhöhungen erlassen, weil er meine Situation kennt. Er weiß aber, daß ich ein manierlicher Mieter bin, der nicht laufend Ärger und Arbeit macht, und alles selbst in Schuß hält. Das beruht alles auf Gegenseitigkeit. Auf die hundert Euro im Jahr käme es ihm auch nicht so genau an, sagte er. Der macht viel größere Alltagsgeschäfte, mit noch drei Nullen mehr hinten dran. Und sagte mir, es gäbe nichts schlimmeres, als Mieter, die laufend Probleme machten: Dann hätte er sich garantiert in der Anlageform vertan. Ganz im Gegenteil sogar: Er lädt mich jedes mal bei der Jahresabrechnung ein, ich solle doch gerne mal auf ein Gläßchen vorbei kommen. Man kennt sich bereits 15 Jahre. Warum sollten zwei Parteien auch ständig auf Kriegsfuß stehen? Übrigens hat man bei einer Mietwohnung Gelegenheit, sich den Vermieter genauer anzuschauen. Ohne nur rein nach der Wohnung zu geifern, und das dumme Gesicht erst hinterher zu machen. Wie beim Vorstellungsgespräch für einen Job. Oft gibt es ja nicht nur ein Gespräch vorab, sondern in Folge mehrere: Telefonat, Besichtigung noch mit Vormieter drinne, weitere Zwischengespräche, Besichtigung nach Auszug des Vormieters, usw.. Manchmal hat man auch Gelegenheit, sich in der Nachbarschaft nach dem Vermieter zu erkundigen.
Michael S. schrieb: > Makler sind die schlimmsten, halten nur die Hand > auf und waren früher erfahrungsgemäß selten entgegen kommend. Nein, die sind eine sehr wirksame Versicherung der Vermieter gegen Typen, wie dich...
Uhu Uhuhu schrieb: > Michael S. schrieb: >> Makler sind die schlimmsten, halten nur die Hand >> auf und waren früher erfahrungsgemäß selten entgegen kommend. > > Nein, die sind eine sehr wirksame Versicherung der Vermieter gegen > Typen, wie dich... Makler sind zu 90% Schmierlappen die mit wenig Einsatz möglichst viel abkassieren wollen. Und viele vergessen, WER ihnen schlußendlich die Provision zahlt.
Uhu Uhuhu schrieb: > Nein, die sind eine sehr wirksame Versicherung der Vermieter gegen > Typen, wie dich... Hör endlich auf am Klebstoff zu schnüffeln, das schadet nur deinem Denkvermögen.
Oliver Stellebaum schrieb: > Makler sind zu 90% Schmierlappen die mit wenig Einsatz möglichst viel > abkassieren wollen. Gerade die Maklergebühr ist die Versicherung gegen Querulanten - die wollen sich nämlich in aller Regel derlei Kosten sparen. Das ist ein in der Natur sehr verbreitetes Schema: die, die den großen Aufwand der Vermehrung zu tragen haben - i.d.R. die Weibchen - fordern vom anderen Geschlecht Beweise ihrer Leistungsfähig- und -willigkeit.
Uhu schrob: >Gerade die Maklergebühr ist die Versicherung gegen Querulanten - die >wollen sich nämlich in aller Regel derlei Kosten sparen. Das ist nicht Dein Ernst?! Ich sage Dir was: Das sind Zecken, die sich von Anderen ernähren und die Wohnungsnot vor Allem in Ballungsräumen ausnutzen. Die sind so nötig, wie ein Furunkel am Hintern! :-( Paul
Paul Baumann schrieb: > Die sind so nötig, wie ein Furunkel am Hintern! Das ist eine Frage des Blickwinkels. Ich habe früher auch schon mal per Anzeige Mieter gesucht - das war ein Albtraum: das Telefon ging von 0 bis 24 Uhr - und das beileibe nicht nur in der Woche, in der die Anzeige in der Zeitung war, sondern auch noch bis zu einem Monat hinterher - und vereinbarte Termine wurden sehr häufig nicht eingehalten und Terminabsagen gab es nicht. Sowas muß ich mir nicht antun.
Oliver Stellebaum schrieb: > Makler sind zu 90% Schmierlappen die mit wenig Einsatz möglichst viel > abkassieren wollen. Vor allem lernt man auf diese Art gelegentlich den Vermieter gar nicht kennen. Der kann ja noch übelst sein, weiß man nicht. Einem Kollegen war der Vermieter mal immer grundsätzlich ganz egal, der nahm nur Wohnungen über Makler. Seine Frau und er bekamen wegen ausgezeichneter Bonität auch alles sofort, was immer sie wollten. Spätestens nach einem Monat vernahm ich von ihm immer das Wort "Anwalt". Der war es nur so gewohnt, mit Vermietern über Anwälte zu kommunizieren. Und was haben die da an Mietminderung alles gefunden und durchgesetzt. Und die Wohnung wurde vom Vermieter noch nachrenoviert. Ich wurde ja täglich neu informiert. Jetzt fragt sich manch einer, wieso sich ein Handwerkskollege von mir sowas erlauben kann, und damit froh wird. Nun, er brachte ja auch nur das Trinkgeld zum Ausgehen nach Hause. Seine bessere Hälfte war IT-Spezialistin mit 10k€ Bruttomonatslohn. Da ist auf jeden Fall immer genug für Streitigkeiten in der Haushaltskasse vorhanden, wenn beide kampfgeil sind... Also eine gute Bonität von Bewerbern kann so auch mal zum Rohrkrepierer für einen Vermieter werden. Und da wird ja drauf geachtet, nicht wahr, nur solventeste Interessenten. Das passt schon fast in die Kategorie "Ostfriesenwitze": Warum nimmt der Makler nur die solventesten Interessenten? Na, damit der Vermieter sich nicht selbst umbringen muß, sondern ein Mieter das schon besorgt. ;-)
Den meisten Mietern wird wohl die Mietsicherheit sauer aufstoßen. Bei einer neuen Bude muss man ja auch erst mal vorstrecken, selbst wenn die Rückzahlung der vorherigen Mietsicherheit noch längst nicht in Sicht ist. Auch wenn es gesetzlich geregelt ist, ist meist nicht plausibel warum ein Hausbesitzer vom Geschäftsrisiko derart begünstigt wird. Das Geld ist dann meist gebunden und nützt dem Mieter so gut wie gar nicht. Wenn der Mieter Pech hat kann auch der Vermieter bei Auszug mit fiktiven Nachforderungen kommen, obwohl der Vermieter diese Forderung erst mal glaubhaft oder nachweisbar machen müsste. Der größte Besch... ist das die Mietsicherheit eigentlich keine ist, also Mietzahlungen drei Monate vor Auszug einfach nicht mehr zahlen funktioniert nicht. Gerichtlich würde ein Vermieter da bei Gericht problemlos einen vollstreckbaren Titel bekommen. Geht also höchstens wenn bei einem ohnehin nichts zu pfänden ist. Hierzulande können sich Vermieter also eigentlich nicht beklagen.
Michael S. schrieb: > Mietsicherheit Das ist keine Mietsicherheit, sondern eine Kaution, die als Sicherheit für die Wohnung dient. Mit der Miete hat sie nichts zu tun. > Das Geld ist dann meist gebunden und nützt dem Mieter so gut wie > gar nicht. Du kannst auch eine Bankbürgschaft stellen... > Das Geld ist dann meist gebunden und nützt dem Mieter so gut wie > gar nicht. Ja wie ungerecht, wo doch der Vermieter überhaupt kein Kapital vorstrecken muß...
Warum widerlegst du etwas was ich schon wiederlegt habe. Keine Lust zum lesen?
Bei Betrug sollten Provider und Polizei eigentlich Vorratsdaten gespeichert haben.
zum Thema Ratenzahlung der Kaution: http://dejure.org/gesetze/BGB/551.html "(2) Ist als Sicherheit eine Geldsumme bereitzustellen, so ist der Mieter zu drei gleichen monatlichen Teilzahlungen berechtigt. Die erste Teilzahlung ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig." Diese Vorschrift ist nicht abdingbar. Widersprechende Klauseln in *Wohnung*smietverträgen sind unwirksam.
Uwe G. schrieb: > Diese Vorschrift ist nicht abdingbar. Widersprechende Klauseln in > *Wohnung*smietverträgen sind unwirksam. Derlei abweichende Klauseln wirst du in Mietverträgen nicht finden. Du bekommst einfach keinen Mietvertrag, bevor nicht die Kaution vollständig bezahlt ist.
Uhu Uhuhu schrieb: > Uwe G. schrieb: >> Diese Vorschrift ist nicht abdingbar. Widersprechende Klauseln in >> *Wohnung*smietverträgen sind unwirksam. > > Derlei abweichende Klauseln wirst du in Mietverträgen nicht finden. Du > bekommst einfach keinen Mietvertrag, bevor nicht die Kaution vollständig > bezahlt ist. Wieso das denn nicht? Bei uns war Kautionszahlung bei Übergabe..
Simon K. schrieb: > Wieso das denn nicht? Denk einfach mal nach, was die von Uwe G. zitierte Vorschrift und die zugehörige Unabdingbarkeitsklausel wert ist, wenn du gleich keinen Mietvertrag bekommst - und damit natürlich auch keinen Wohnungsschlüssel -, so lange die Kaution nicht vollständig bezahlt ist...
Uhu Uhuhu schrieb: > Du > bekommst einfach keinen Mietvertrag, bevor nicht die Kaution vollständig > bezahlt ist. Moment mal: ich bezahl' doch keine Kaution, bevor ich nicht einen Vertrag habe.
Vermieter, die den Mietvertrag erst nach bezahlter Kaution rausrücken oder die Wohnungsübergabe erst nach Bezahlen der gesamten Kaution durchführen, verhalten sich nicht legal.
Jörg Wunsch schrieb: > Moment mal: ich bezahl' doch keine Kaution, bevor ich nicht einen > Vertrag habe. Das geht Zug um Zug, wie das so schön heißt... Rufus Τ. Firefly schrieb: > verhalten sich nicht legal. Hast du schonmal versucht, einen in Aussicht gestellten Vertrag einzuklagen? Ich wollte damit lediglich zeigen, was diese schönen mieterfreundlichen Vorschriften in der Praxis taugen... Andersrum ist es aber auch so, daß der Vermieter gegen einen Mieter, der die Wohnung bereits bezogen hat und dann nicht wie vereinbart die zwei fehlenden Raten bezahlt, praktisch nichts durchsetzbares in der Hand hat.
Uhu Uhuhu schrieb: > Andersrum ist es aber auch so, daß der Vermieter gegen einen Mieter, der > die Wohnung bereits bezogen hat und dann nicht wie vereinbart die zwei > fehlenden Raten bezahlt, praktisch nichts durchsetzbares in der Hand > hat. Was ich zum Thema im TV mal sah: Es gibt aber die Möglichkeit, sich von einem alten Vermieter seinen guten Ruf bestätigen zu lassen. Natürlich macht das nur Sinn, wenn man den guten Ruf auch tatsächlich hat. Sie nannten das eine formlose Mietunbedenklichkeitsbescheinigung. Das sagt zwar auch nicht restlos alles über einen Mieter aus, scheint aber besser als nichts. Etwas vertrauensfördernd. Alter und neuer Vermieter können ja auch mal ein Telefonat führen. Die Wahrscheinlichkeit, daß sich ein guter Mieter urplötzlich zum Mietnomaden wandelt, ist sicher nicht allzu ausgeprägt.
Also was hier von Kaution erzählt wird ist teilweise ziemlicher Blödsinn oder hat zumidnest nichts merh damit zu tun wie es heute gehandhabt wird. Der Normalfall ist ja wohl, das zwischen Mietvertrag und Übergabe eine gewisse Zeit liegt. Kaution ist bei Übergabe zu leisten. Auch musst du sie nicht unbedingt an deinen Vermieter bezahlen. Auch hier ist es eher die Regel ein Sparbuch anzulegen und es treuhänderisch zu übergeben. Viele Banken bieten auch hierfür Kautionsbürgschaften an. Sie bürgen gegenüber den Vermieter die Kaution und der Mieter kann sie in eiener ausgehandelten Zeite abstottern. Was hier teilweise verzapft wird ist Schwarzmalerei und basiert im besten Fall noch auf Einzelfällen und Hörensagen. Die momentane Realität in Großstädten spiegelt das jedenfalls nicht wieder. Der Nachteil in der Großstadt ist leider, dass 90% der Wohnung über Makler laufen und dann noch 2 Monatsmieten fällig werden. Die Gestzgebung ist aber in jedem Fall auf der Mieterseite. Klar besteht die freie Wahl wem der Vermieter die Wohnung gibt, aber ist erstmal ein Mietvertrag unterzeichnet hat immer der Mieter die besseren Karten. Wer sich als Mieter drauf einlässt die Kaution vor Übergabe vorzustrecken, am besten noch in Bar und ohne Quittung, der ist selbst schuld. Wenn man nicht der letzte Höhlenmensch ist und einigermaßen nett und offen mit dem Makler / Vermieter redet hat man auch kein Problem eine Wohnung zu finden und ist nicht auf solche dubiosen Machenschaften angewießen. Das klappt btw auch wenn von Bafög lebt, kein nennenswertes Einkommen und einen Schufa-Score >3 (Danke Bafög) und keine Bürgschaft hat. Eingen Leuten hier im Forum traue ich jedoch zu, dass sie wie die Axt im Wald gleich jeden kleinen Fehler an der Wohung bemäkeln und verlangen, dass ja ALLES getan wird, dass einem zusteht und sich die ausgetauschten Glühbirnen für 30cent vom Vermieter bezahlen lassen, natürlich mit Fahrkosten zum Baumarkt. Ich sag mal wenn man selbst etwas entgegenkommend ist und nicht wegen jedem Furz Meckert und auch mal etwas einfach wohlwollen hinnimt, dann sind auch auf einmal die Mitmenschen nicht so böse. MFG Student der erst vor 2 Wochen in eine neue Wohnung umgezogen ist. (Ist länger geworden als erwartet :P )
Uhu Uhuhu schrieb: >> Moment mal: ich bezahl' doch keine Kaution, bevor ich nicht einen >> Vertrag habe. > > Das geht Zug um Zug, wie das so schön heißt... Ich würde jedenfalls ohne irgendeine vertragliche Basis nichts zahlen. Ich darf doch dem Vermieter das gleiche Misstrauen entgegenbringen wie er mir: wenn er mir nicht traut, dass ich den geschlossenen Vertrag auch bezahle, warum sollte ich dann so blauäugig sein, dass ich nach bezahlter Kaution auch wirklich einen Vertrag bekomme und er nicht etwa die Wohnung jemandem anders vermietet und ich dann mein Geld einklagen darf, um es vielleicht in 5 Jahren wieder in den Händen zu halten? Nö, irgendwo ist auch Schluss. (Zum Glück ist unser Vermieter aber ein netter Mensch, derartigen Stress hatten wir mit ihm nicht.)
Hier meine Erfahrungen: Wir haben vor ein paar Monaten eine WG gegründet, da zwei von uns an die Ruhr Universität gehen und einer an eine der FHs hier. Bei der Wohnungssuche haben wir extra darauf geachtet etwas ohne Makler zu finden und haben genau eine Wohnung gefunden, die sehr gut auf unsere Bedürfnisse passte. Da wir alle 3 Studenten sind und 2 von uns nur Nebenjobs haben, hat der Vermieter eine Kaution und Bürgschaft verlangt. Das ist AFAIK zwar nicht verboten, aber beides zusammen kann die Sicherheitsleistung von 3 Monatsmieten (wenn ich mich jetzt recht erinnere) nicht übersteigen. Die Kaution in Höhe von 2 Monatsmieten haben wir bei der Übergabe geleistet, also ist über die Bürgschaft nur noch der Betrag einer Monatsmiete forderbar. Das, und die Forderung, dass die Bürgschaft nur von den Eltern desjenigen einforderbar ist, der in Mietverzug gekommen ist, haben wir uns auch genau so vom Vermieter unterschreiben lassen. Muss allerdings auch dazu sagen, dass wir eher darauf aus sind, dass es zu gar keinen Komplikationen kommt und auf die vereinbarten Sicherheitsleistungen nicht zurückgegriffen werden muss. Auch Arbeiten in der Wohnung machen wir so gut wie alles selbst. Letztens hat der Vermieter sogar Handwerker vorbeigeschickt um ein paar Schlösser ölen oder Rolladengurte austauschen zu lassen. Die Wohnung ist übrigens ein Altbau, der vor etwa 10 Jahren (glaube ich?) kernsaniert wurde. Außer ein paar Kleinigkeiten ist die Wohnung hier auch wirklich super.
Arsch Gwaf schrieb: > Auch hier ist es eher > die Regel ein Sparbuch anzulegen und es treuhänderisch zu übergeben. Das ist die für den Vermieter bequemste Methode. Nur macht sie Ratenzahlung der Kaution auch nicht gerade einfacher. > Viele Banken bieten auch hierfür Kautionsbürgschaften an. ...die aber extra kosten und vor allem meistens die Hinterlegung des Gegenwertes erfordern. Ob damit für den Mieter viel gewonnen ist, bezweifle ich. > Die Gestzgebung ist aber in jedem Fall auf der Mieterseite. Klar besteht > die freie Wahl wem der Vermieter die Wohnung gibt, aber ist erstmal ein > Mietvertrag unterzeichnet hat immer der Mieter die besseren Karten. Eben. Faule Mieter sind zwar zum Glück nicht der Regelfall, aber wenn du mal an einen gerätst, dann ist das nicht spaßig und vor allem ganz schön teuer, wenn es wirklich bis zur Zwangsräumung kommen sollte. > Wer sich als Mieter drauf einlässt die Kaution vor Übergabe > vorzustrecken, Wenn er vor der Wahl steht, die Wohnung zu bekommen, oder nicht? > am besten noch in Bar und ohne Quittung, der ist selbst schuld. Na ja, wer nicht mindestens auf einer Quittung besteht, der muß nicht erst an einen kriminellen Vermieter geraten, um auf die Schnauze zu fallen... > Ich sag mal wenn man selbst etwas entgegenkommend ist und nicht wegen > jedem Furz Meckert und auch mal etwas einfach wohlwollen hinnimt, dann > sind auch auf einmal die Mitmenschen nicht so böse. Wie immer. Das Problem für den Vermieter ist, daß er i.d.R. von seinem künftigen Mieter so gut wie nichts weiß, während der Mieter zumindest meistens die Möglichkeit hat, sich beim Vormieter über den Vermieter zu erkundigen. Wenn das Mietverhältnis etabliert ist, dann tun beide Seite gut daran, zu kooperieren und vernünftige Menschen machen das auch. Nur kann man halt auch an psychisch gestörte Leute geraten, die einfach nicht anders können, als sich quer zu stellen. Jörg Wunsch schrieb: > Ich würde jedenfalls ohne irgendeine vertragliche Basis nichts > zahlen. Zug um Zug heißt: Mietvertrag gegen Kaution und wenn ein Makler im Spiel ist, dann ist der auch wieder eine Versicherung für den Mieter, denn ein Makler ist natürlich nicht daran interessiert, seinen Ruf durch Unregelmäßigkeiten mit fremden Geldern zu ruinieren. Simon K. schrieb: > Letztens hat der Vermieter sogar Handwerker vorbeigeschickt um ein paar > Schlösser ölen oder Rolladengurte austauschen zu lassen. Warum sogar? Das ist doch ganz selbstverständlich. Mir ist es sogar wichtig, daß der Mieter mir Fehler und Schäden meldet - dann kommt er schon nicht in die Versuchung selbst Hand anzulegen und dann womöglich erst richtigen Schaden zu machen.
Ich hatte leider auch Pech mit meinem ersten Vermieter. Er wollte mich nicht aus dem Vertrag lassen, weil es ein Staffelvertrag war, der aber 1. die Höchstdauer von 4 Jahren überschritten hat und 2. Ich Student bin und dann die gesonderte Ausbildungsklausel gilt. Ich bin dann ausgezogen (zum Zeitpunkt, dem ich ihn angegeben hatte) und hab die Monatsmiete so einbehalten, dass ich die Kaution wieder drinnen hatte. Ansonsten hätte er mir die nie wieder gegeben. Das lief natürlich alles über einen Anwalt. Wir sind immer noch im rechtsstreit, weil er einfach nicht aufgeben möchte, mein Anwalt mir aber vergewissert hat, dass wir im Recht sind. Naja, es gibt so viele unschöne Mietgeschichten.
Marius Fermann schrieb: > Naja, es gibt so viele unschöne Mietgeschichten. Vor einigen Jahren war es noch so, daß sich mit der Mietdauer auch die Kündigungsfrist verlängerte. Z.B. bei 10 Jahren Mietdauer auf volle 12 Monate. Welch ein Horror für einen Mieter, wenn er dann noch ein Jahr Miete zahlen muß, wenn der Vermieter auch keinen Bock hat, einen Nachmieter zu finden. Das wurde aber von Gerichten mal geklärt. Länger als 3 Monate geht nichts.
Uhu Uhuhu schrieb: > Simon K. schrieb: >> Letztens hat der Vermieter sogar Handwerker vorbeigeschickt um ein paar >> Schlösser ölen oder Rolladengurte austauschen zu lassen. > > Warum sogar? Das ist doch ganz selbstverständlich. Mir ist es sogar > wichtig, daß der Mieter mir Fehler und Schäden meldet - dann kommt er > schon nicht in die Versuchung selbst Hand anzulegen und dann womöglich > erst richtigen Schaden zu machen. "Sogar" deswegen, weil der Vermieter die Handwerker geschickt hat, ohne dass wir einen Mangel gemeldet haben. Naja gut, haben wir schon, allerdings nichts mit klemmenden Schlössern. Den Mangel selbst haben sie aber auch behoben. Was ich sagen will: Sie haben unaufgefordert mehr gemacht als wir gemeldet hatten, was nicht schlecht war, weil tatsächlich das eine oder andere Schloss etwas schwergängig ging. Ist ja nicht unbedingt selbstverständlich sowas.
Simon K. schrieb: > Ist ja nicht unbedingt selbstverständlich sowas. Sollte es aber. Nur sind unter den vermietenden Immobilienbesitzern auch recht häufig Leute anzutreffen, deren Verhaltensreperoire dem eines blöden Mieters, bereichert um kleinbürgerliche Raffgier, entspricht. Solche Leute sind einfach nur unangenehm - völlig egal, welche Rolle sie gerade spielen. Ein Vermieter, der seine Sache ernst nimmt, wird bei der Neuvermietung selbst kleine Mängel feststellen und die auch unaufgefordert in Ordnung bringen. Später wirst du ihn allerdings selbst informieren müssen.
Simon K. schrieb: > Ist ja nicht unbedingt selbstverständlich sowas. Manche Mieter konstruieren da mit solchen Kleinigkeiten gleich einen Mangel der Mietsache um die Miete zu mindern. Mit solchen durchaus positiv zu wertenden Reparaturmaßnahmen kann man dem wirksam entgegen wirken. Wenn sich der Vermieter ordnungsgemäß verhält wirds auch keinen Stress geben. Leider haben da einige ganz andere moralische Vorstellungen wie sie mit ihrem Eigentum umgehen und dann ist Streit schnell entstanden.
> Das wurde aber von Gerichten mal geklärt. Länger als 3 Monate geht > nichts. Der Blick ins Gesetz hilft auch hier: § 573c (1) BGB (bei Wohnraum, unbestimmte LZ, div. Ausnahmen, z.B.: § 557a (3) Satz 1 BGB) Generell läßt sich sagen, dass insbesondere professionelle Hausverwaltungen klare Rechtsvorschriften und ausgeurteilte Verhaltensweisen im eigenen Interesse (Aufwand, Kosten für Rechtsstreite ohne Erfolgsaussichten) korrekt einhalten. Was anderes ist es mit Gesetzeslücken, auslegbaren Entscheidungen u. ä. Natürlich wird man den Mieter auch nicht auf seine Rechte hinweisen, es sei denn, man hat als Verwaltung auch etwas davon. > Ich wollte damit lediglich zeigen, was diese schönen mieterfreundlichen Vorschriften in der Praxis taugen... Dass Gesetze nicht immer hundertprozentig das wahre Leben widerspiegeln, (oder umgekehrt) ist sicher wahr. Daraus aber zu schlußfolgern, dass die Gesetze nichts für die Praxis taugen, ist einfach .. hm ... kühn. Es steht und fällt eben alles mit dem Wissen um seine Rechte und Pflichten (die in der heutigen Zeit immer komplexer werden) und der Kraft, der Zeit und dem Geld, die/das man der Durchsetzung widmet.
Uwe G. schrieb: > Es steht und fällt eben alles mit dem Wissen um seine Rechte und > Pflichten (die in der heutigen Zeit immer komplexer werden) und der > Kraft, der Zeit und dem Geld, die/das man der Durchsetzung widmet. Nur: wer sich in solchen Fällen durchsetzt, hängt weniger vom Gesetz ab, als von der Marktlage. Eine Möglichkeit, eine der Parteien zu zwingen, den Mietvertrag zu unterzeichnen, gibt es nicht.
> Marktlage Eben, die Entscheidung, ob man einen Mieter nimmt oder nicht, wird nicht anhand des Wunsches, die Kaution in Raten zahlen zu wollen, getroffen, zumindest in professionellen HVs. > ... Eine Möglichkeit, eine der Parteien zu zwingen, > den Mietvertrag zu unterzeichnen, gibt es nicht. Grundsätzlich gebe ich Dir recht. Solange es keinen Vertrag gibt, gilt die Privatautonomie. Es gibt nur in ganz besonderen Ausnahmefällen einen Kontrahierungszwang. Abgesehen davon, dass ich auch Fälle kenne, in denen aufgrund einer (beweisbaren) mündlichen Zusage seitens des Vermieters ein Mietvertrag zustande kam. Der hat dann zwar einen Mangel in der gesetzlich vorgeschriebenen Schriftform, ist aber rechtswirksam.
Uwe G. schrieb: > Eben, die Entscheidung, ob man einen Mieter nimmt oder nicht, wird nicht > anhand des Wunsches, die Kaution in Raten zahlen zu wollen, getroffen, > zumindest in professionellen HVs. Normalerweise gehört Vermietung nicht zum Aufgabengebiet eines Hausverwalters und für den Fall, daß der HV auch Mietverwalter ist, kommt es nicht gar zu selten vor, daß der nicht im Sinne seiner Mandanten entscheidet, sondern in seinem eigenen - ich habe in dieser Beziehung schon ausgesprochen üble Geschichten mitbekommen.
Von einer modernen Hausverwaltung wird das gesamte Spektrum beginnend
vom Assetmanagement einschl. Vermietung über kaufmännisches und
technisches Gebäudemanagement bis hin zu Hausmeisterdiensten angeboten.
Ob man dann die Leistungen dazukauft ("outsourcet") oder sie selbst
ausführt, ist eine andere Frage.
Und natürlich entscheidet eine HV immer zuerst im eigenen Sinne, solange
man die Motive vor dem Eigentümer verbergen oder anders darstellen kann.
;-) (nicht ganz ernst gemeint)
Uwe G. schrieb: > Von einer modernen Hausverwaltung wird das gesamte Spektrum beginnend > vom Assetmanagement einschl. Vermietung über kaufmännisches und > technisches Gebäudemanagement bis hin zu Hausmeisterdiensten angeboten. Wobei das Wörtchen modern wohldefiniert und der Schlüssel zum Verständnis ist. Ich hasse diese Läden, die damit hausieren gehen, nach ISO 9000 zertifiziert zu sein, ihre Mandanten im Grunde wie lästige Bittsteller behandeln und für all ihre Winkelzüge immer eine formaljuristische Rechtfertigung auf Lager haben.
Ob eine Hausverwaltung gut ist für ihren Klienten, entscheidet sich nicht nach ISO, sondern im Allgemeinen nach ihrem Chef und ihren Mitarbeitern, nach deren Ausbildung, Erfahrung und einer guten Betriebsorganisation sowie klaren Vorgaben des Klienten. Wer eine HV in erster Linie nach formaljuristischen Parametern (Zertifizierung) aussucht, bekommt eben auch formaljuristische Ausflüchte und Winkelzüge als Ergebnis.
Uwe G. schrieb: > Ob eine Hausverwaltung gut ist für ihren Klienten, entscheidet sich > nicht nach ISO ISO 9000 ist nicht mehr, als eine formalisierte Ausrede ;-)
ISO-Zertifizierung ist ein weiterer Schritt in Richtung Turbokapitalismus. Die Prozesse werden formalisiert, damit es künftig des Knowhows und der Erfahrung von Profis nicht mehr bedarf. (So hofft man) Es macht die menschliche Arbeit nochmals billiger, wenn man nur noch auf die Prozessabläufe angelernte Mitarbeiter anstellen muß. (und jederzeit beliebig austauschen kann.)
Uwe G. schrieb: > ISO-Zertifizierung ist ein weiterer Schritt in Richtung > Turbokapitalismus. Nicht zwingend. Wenn du dir mal einen Laden wie CSD ansiehst, dann siehst du, warum es durchaus im Interesse der Kunden und des Geschäfts ist, wenn man sinnvolle Prozesse besitzt. Solange du nur 10 Kunden hast, ist das sicher egal, die kennst du alle persönlich, und du kannst auch gedanklich die Prioritäten noch sortieren. Aber üblicherweise wächst ein Geschäftsbetrieb irgendwann über dieses Maß hinaus, und dann ist eine ordentliche Organisation der Arbeit nicht von übel.
Tja, man kann durchaus gut gemeinte Dinge in ihr Gegenteil verkehren... Ein Paradebeispiel dafür ist das "... was kann ich für Sie tun" auf allen möglichen Hotlines. Die Antwort wird nach dem Unterbrechen der Verbindung meistens automatisch generiert und wenn man sich nochmal dort meldet, geht das Scheißspiel von vorne los, weil selbstverständlich die Linke nicht weiß, was die Rechte tut und umgekehrt. Hausverwalter mit solchen Qualitäten braucht wirklich keiner.
Für den Einzelhandel mit im Wesentlichen immer gleichen Abläufen gebe ich Dir absolut recht. Auch eine HV braucht ein ordentliches Maß an Organisation, hab ich weiter oben auch geschrieben. Die Abläufe für einen Verwalter sind allerdings (allein aufgrund der komplizierten Gesetzgebung/Rechtsprechung und der vielfältigen möglichen Variationen an praktischen Vorfällen) nicht in Prozesse zu pressen. Bei mir in der Firma versucht man das gerade. Oft muß ich gegen die noch fakultativen Prozeßabläufe handeln, um sinnvolle Ergebnisse für Eigentümer und/oder Mieter zu erhalten. Spätestens, wenn "zertifiziert" wurde, sind die Abläufe zwingend einzuhalten. Ab dem Moment werden sich meine Ergebnisse deutlich verschlechtern und die HV wird eine wie vom Uhu beschrieben, formalistisch. Aber wir sind weit weg vom eigentlichen Thema.
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