Hallo Eventuell kann mir hier jemand helfen. Ich beginne in nächster Zeit meine Bachelor Arbeit zu Elektrotechnik. Habe jedoch kleine Startschwierigkeiten. Mein Projekt handelt davon, Prototypen (mindestens Zwei) zu entwickeln, welche als Sende- und Empfangsschnittstelle von Daten über Funk dienen. Sinn und Zweck des Ganzen soll die Grundlage zur Steuerung verschiedener Gebäudeanlagen sein. Wichtig ist, kein GSM, Internet oder sonst. Mobilfunkfrequenzen, da es sich um Sicherheitsanlagen handelt. Die Übertragung der Daten dient nur zu Servicezwecken. Ich hätte eher an CB, TETRA oder anderen Funkfrequenzen gedacht, kenne mich aber da nicht so gut aus. Man darf sich das so vorstellen: Der Techniker kommt vor Ort zu Revisionsarbeiten an die stationäre Anlage, welche in z.B. einem Keller mit Betonwänden steht. Steckt dort eines dieser Funkmodule an die Anlage. Nun kann er mit einem zweiten Funkmodul als Fernsteuerung die Peripherie, welche im ganzen Gebäude verstreut ist, prüfen. Dabei spielt in erster Hinsicht die Reichweite der verwendeten Funktechnik bzw. Frequenz innerhalb von Gebäuden eine wichtige Rolle. Der Umkreis beträgt ca. 200 – 400 Meter. Einen kleinen Feldversuch mit handelsüblichen Funkgeräten auf 868 Mhz Basis ergab eher dürftige Ergebnisse. Es sollte zur Wirtschaftlichkeit auch nicht allzu teuer sein. Mit einem Entwicklungsbudget von max. 1000 Euro würde ich rechnen. Alle möglichen Standards zur Einhaltung der Funkfrequenzbestimmungen werde ich natürlich beachten (müssen). Das heißt ich bin kein Amateurfunker, sondern mache meinen Bachelor. Hier meine Fragen: Wäre das Thema zu mächtig für nen Bachelor? Hat schon jemand Erfahrung mit diversen Funktechniken innerhalb von Gebäuden gemacht? Welche Funkfrequenzen wären für diese Reichweite sinnvoll? Gruß Wearni
Giesela Karl schrieb: > Der Techniker kommt vor Ort zu Revisionsarbeiten an die stationäre > Anlage, welche in z.B. einem Keller mit Betonwänden steht. ... > Welche Funkfrequenzen wären für diese Reichweite sinnvoll? Kabel.
Unter Berücksichtigung aller Aspekte und Anforderungen, die TO nannte, wird sich das Projekt aus funktechnischer Sicht kaum realisieren lassen. Durch die HF-mässig extrem ungünstige Lage des einen Sendeempfängers in einem Kellerraum mit Stahlbetonmauern lässt sich die geforderte Reichweite von bis zu 400 Metern schwerlich erreichen. Sicherlich wird an zahlreichen Punkten des geforderten Versorgungsbereichs eine Funkverbindung möglich sein, aber eine zuverlässige flächendeckende Funkabdeckung wird man nicht erzielen. Bei ähnlichen Aufgabenstellungen verwendet man üblicherweise eine Aussen- antenne, die an möglichst zentraler Stelle an einem exponierten Standort installiert wird. Denkbar ist aber auch eine abgesetzte Funkstelle an einem solchen Punkt, die dann über Kabel an die Zentrale der Gebäudetechnik angebunden wird.
Ok, ok. Ich hab das glaube ich ein bisschen zu großzügig formuliert. Die Anlage im Keller mit Betonwänden ist natürlich absolutes worst-case. Für diese Art von Anlagen muss man leider den schwarzen Peter ziehen, das sehe ich ein. Aber wie würde es aussehen bei Anlagen die in Büroräumen im Erdgeschoss stehen wie z.B. Brandmeldeanlagen. Hier wäre die Wahrscheinlichkeit von Betonwänden eher geringer, oder? Auch die Reichweite von 400 meter ist absolutes Maximum. nnk schrieb: > Sicherlich wird > an zahlreichen Punkten des geforderten Versorgungsbereichs eine > Funkverbindung möglich sein, aber eine zuverlässige flächendeckende > Funkabdeckung wird man nicht erzielen. Zuverlässig und Flächendeckend ist nicht unbedingt nötig. Wichtig ist, dass das ewige hin und her pendeln zwischen zentraler Anlage und Peripherie reduziert wird. nnk schrieb: > Denkbar ist aber auch eine abgesetzte > Funkstelle an einem solchen Punkt, die dann über Kabel an die Zentrale > der Gebäudetechnik angebunden wird. könnte man das dann noch mobil nennen? Oder müsste man die komponenten stationär montieren?
Hallo, in einer Produktentwicklung wär dein Thema eine Vorstudie zur Konzeptfindung die man erst mal locker fachlich in einen nachrichtentechnisch-digitalen und einen HF-Teil aufspalten kann. Und selbst dann wären seriöse belastbare und verwertbare Aussagen zum HF-Konzept nur mit einiger Erfahrung auf dem Gebiet möglich. Giesela Karl schrieb: > Hier meine Fragen: > > Wäre das Thema zu mächtig für nen Bachelor? > Ja, siehe oben. Ich würde mich da eher auf die 'restliche Elektronik' konzentrieren, und ein paar Funkmodule verwenden und das Frequenzband mit dem Betreuer festlegen, wenn möglich. Mit dem HF-Thema wird man zwar sehr viel Wissen anhäufen aber wenige handfeste Ergebnisse vorweisen können. Jedoch könnte man u.U. ein HF-Konzept mit ein paar Ausbreitungstest entwickeln, je nach vorhandenem Equipment und sich mit den Zulassungsbelangen beschäftigen. Letzteres wird aber nicht extrem aufregend. > Hat schon jemand Erfahrung mit diversen Funktechniken innerhalb von > Gebäuden gemacht? > Ja. ;-) > Welche Funkfrequenzen wären für diese Reichweite sinnvoll? So niedrig wie möglich.
Michael F. schrieb: >> Welche Funkfrequenzen wären für diese Reichweite sinnvoll? > So niedrig wie möglich. Am besten im Basisband. :-) Im Ernst: man muss ja auch noch eine effektive Antenne dafür hinbekommen.
Für sowas gibts ISM-Bänder. Schau nach was für deine Zwecke am geeignetsten ist.
und Sicherheitstechnik aka BMZ und Funk ist der Widerspruch an sich. Und mit Sicherheit wird so etwas an der Zulassung scheitern. Ssolche Systeme müssen ausfallsicher, redundant und nahezu unstörbar ausgelegt werden. ;-)
irgendwer schrieb: > Für sowas gibts ISM-Bänder. Nein. ISM-Bänder sind erstmal für ISM da: "Industrial, Scientific or Medical applications". Short-range devices sind eine andere Baustelle, und sie sind keineswegs auf die ISM-Bänder limitiert (nutzen diese aber zum Teil mit). Ein Problem, was ich in der Aufgabenstellung des TE sehe: er will eigentlich mehr als "short range". Das verlässt dann irgendwann den Rahmen der Allgemeinzuteilungen. > Schau nach was für deine Zwecke am > geeignetsten ist. Genau das wollte der TE ja wissen.
ISM hat halt das Problem, dass es auch mal von einem Primärnutzer gestört werden kann. Wenn das funktionieren soll, dann ist das nichts. Falls Du immer noch Funk machen willst, so solltest Du Dich gründlich mit folgenden Themen auseinandersetzen: 1. Verschlüsselung: Fast ein eigenes Studium 2. "Diversity" und andere Formen der Störsicherheit: Beispielsweise Antennendiversity, und Spreizcodes Mit den normalen Modulen wird das nicht zuverlässig funktionieren. Zumindest nicht ansatzweise so gut wie ein billiger Klingeldraht. Falls Dir ein Professor dieses Thema vorgeschlagen hat, so würde ich diesen Professor meiden.
Christian Berger schrieb: > Mit den normalen Modulen wird das nicht zuverlässig funktionieren. > Zumindest nicht ansatzweise so gut wie ein billiger Klingeldraht. Ist die Frage, was "normal" ist. ;-) IEEE 802.15.4 macht einen Spreizcode, und die Module haben typischerweise auch Vorkehrungen für AES-128 mit eingebaut. Wichtiger als eine Verschlüsselung ist übrigens eine krytografisch sichere Authentifizierung.
Vielen Dank erstmal für die Antworten. Ich muss mich entschuldigen, dass ich erst jetzt antworte. Ich war letzte Woche bei einer meiner seltenen Präsenzvorlesungen. Ich mache das Studium neben dem Beruf (40 Stunden), da hat man seeeehr wenig Zeit. zu euren Antworten: Michael F. schrieb: > Ich würde mich da eher auf die 'restliche Elektronik' > konzentrieren, und ein paar Funkmodule verwenden und das Frequenzband > mit dem Betreuer festlegen, wenn möglich. > Mit dem HF-Thema wird man zwar sehr viel Wissen anhäufen aber wenige > handfeste Ergebnisse vorweisen können. Jedoch könnte man u.U. ein > HF-Konzept mit ein paar Ausbreitungstest entwickeln, je nach vorhandenem > Equipment und sich mit den Zulassungsbelangen beschäftigen. Danke für die Infos. Das gibt mir schon mal eine Richtung, die ich einschlagen könnte. Winfried J. schrieb: > und Sicherheitstechnik aka BMZ und Funk ist der Widerspruch an sich. > Und mit Sicherheit wird so etwas an der Zulassung scheitern. Ssolche > Systeme müssen ausfallsicher, redundant und nahezu unstörbar ausgelegt > werden. In meinem ersten Thread steht folgender Satz: Giesela Karl schrieb: > Die > Übertragung der Daten dient nur zu Servicezwecken. Ich kenne mich mit Sicherheitstechnik sehr gut aus, da diese Sparte mein Beruf ist. Deshalb bin ich mir über die Anforderungen und Zulassungen an diese Systeme bewusst. Das Endprodukt soll im wesentlichen ein "Tool" für Techniker werden. Sicherheit und Verschlüsselung spielt hier überhaupt keine Rolle, da das Tool nicht für den Dauereinsatz, sondern nur bei Bedarf eingesetzt wird. Es geht rein um Servicearbeiten, wie z.B. Entstörung, Wartung oder Inbetriebnahme von Sensoren oder ähnlichem. Diese Arbeiten sind mit sehr viel Zeit- und Personalaufwand verbunden und da spreche ich aus Erfahrung. Christian Berger schrieb: > Falls Dir ein Professor dieses Thema vorgeschlagen hat, so würde ich > diesen Professor meiden. Ich habe mir das Thema selbst gegeben und erhalte sehr wenig Unterstützung von meinem derzeitgen Arbeitgeber. Falls mir jemand eine bessere Bachelorarbeit im Bereich der E-Technik geben kann, welche wenig Präsenz erfordert, biete ich mich händeküssend an. zurück zum Thema: Im Anhang findet ihr ein Bild aus dem Kolloquium, das ich zu diesem Thema gehalten habe. Eventuell kann man sich hier die Dimension des Ganzen besser vorstellen. Als "Sensor" sind hier Brandmeldesensoren zu verstehen, welche z.B. gewartet werden sollen. Zu Wartungszwecken müssen diese in einen Revisionsmodus geschaltet werden, um einerseits den Sensor prüfen zu können und andererseits die übergesetzte Stelle (Feuerwehr, Sicherheitsdienst) nicht mit unnötigen Prüfalarmen zu belasten. Im Regelfall, müsste man jedesmal zwischen Sensor und Anlage pendeln. Da die Regel meist nicht der Fall ist, werden zu Wartungszwecken ganze Gebäudetrakte in "Revision", d.h. "Nichtüberwachung", geschaltet. Dies ist zwar statthaft, jedoch ein hoher Risikofaktor. Jörg Wunsch schrieb: >>> Welche Funkfrequenzen wären für diese Reichweite sinnvoll? > >> So niedrig wie möglich. > > Am besten im Basisband. :-) Im Ernst: man muss ja auch noch eine > effektive Antenne dafür hinbekommen. Es würde sich um einen Handheld handeln. Vielleicht ist das auch nochmal ein großer Faktor in Bezug auf die Antenne. Diese sollte natürlich nicht größer als eine herkömmliche Funkgerätantenne sein. Bin gerade dabei, einiges über Antennen zu wälzen. Christian Berger schrieb: > ISM hat halt das Problem, dass es auch mal von einem Primärnutzer > gestört werden kann. Wenn das funktionieren soll, dann ist das nichts. Über dieses ISM-Band habe ich mich noch nicht informiert. Könnte man damit die besagte Reichweite abdecken? (Unabhängig von Störeinflüssen) In welchem Preisrahmen sprechen wir bei ISM-Modulen. Würden diese den Kosten- Nutzenfaktor sprengen?
Giesela Karl schrieb: > Es würde sich um einen Handheld handeln. Vielleicht ist das auch nochmal > ein großer Faktor in Bezug auf die Antenne. Diese sollte natürlich nicht > größer als eine herkömmliche Funkgerätantenne sein. Ist die Frage, was du als "herkömmlich" ansiehst. ;-) Im Ernst: für ein Handheld bist du letztlich auf eine Übertragung im UHF-Bereich angewiesen, wenn du irgendwie mit handhabbaren Antennengrößen arbeiten willst. Deren Mauerwerksdurchdringung ist leider nicht so toll. Die nächstmögliche Frequenz nach unten wäre ansonsten die genannten 27 MHz, aber das ist eine Wellenlänge von 11 m, sodass eine effektive Antenne irgendwo wenigstens einen Meter lang sein müsste. (Wie schlecht noch weiter verkürzte Antennen bei dieser Frequenz funktionieren, kannst du dir bei der Reichweite "klassischer" Babyphone mal ansehen: die Dinger kannst du fast weiter werfen, als sie per Funk reichen.) Auch, wenn's Eigenwerbung ist, möchte ich dich auf den Artikel Allgemeinzuteilung hinweisen; dort sind die diversen allgemein zugeteilten Funkfrequenzen (insbesondere auch für Funkanwedungen kleiner Reichweite, englisch short range devices, SRD) aufgeführt. Damit blieben sinnvoll 434 MHz oder 868 MHz übrig. 434 MHz ist ein ISM-Band, bei dem der Amateurfunk Primärnutzer ist. Funkamateure dürfen dabei mit maximal 750 W senden in diesem Bereich. Gut, das machen nur relativ wenige, aber selbst einfache Handfunkgeräte bringen es dort auf 5 W und haben damit eine gute Chance, die für die Funkanwendung im ISM-Band zulässigen 10 mW komplett zu stören, sofern jemand mit einem solchen Gerät irgendwo im Bereich arbeitet. 868 MHz ist ein Band, welches ausschließlich für SRDs zugewiesen worden ist, sodass man mit viel weniger Störungen rechnen muss. Dies ist jedoch nur dadurch möglich, dass man die Zulassungsbedingungen (Belegungsdauer des Kanals o. ä.) ordnungsgemäß einhält, und man hat gegenüber 434 MHz die doppelte Frequenz. Damit sind zwar die Antennen nur noch halb so groß, aber die Mauerwerksdurchdringung ist schlechter. 2,4 GHz wäre aufgrund der noch schlechteren Mauerwerksdurchdringung hier nicht meine Vorzugsvariante. > Über dieses ISM-Band habe ich mich noch nicht informiert. Könnte man > damit die besagte Reichweite abdecken? (Unabhängig von Störeinflüssen) Das hängt im Gebäude vor allem von der Beschaffenheit der Mauern ab. Stahlbeton wirkt wie ein Faradayscher Käfig, da geht nur ganz wenig durch. Leichtbauwände dagegen haben nur sehr wenig Dämpfung. > In welchem Preisrahmen sprechen wir bei ISM-Modulen. Würden diese den > Kosten- Nutzenfaktor sprengen? Schau dir Module wie den bekannten RFM12 an, das ist der untere (sinnvolle) Preisrahmen. Module wie Zigbit900 wären ein wenig "intelligenter" in der Hardware, dafür auch ein wenig teurer (aber beim Preisvergleich beachten, dass dort schon ein Controller mit dabei ist, den man bei RFM12 extern bereitstellen muss). Integrierte Antennen sind weniger günstig als eine ordentliche Stabantenne.
Gibts den irgendwelche kommerziellen Beispiele von irgendwelchen Funksystemen, die übertragung unter solchen Bedingungen hinbekommen Stahlbeton macht auch DECT und WLAN platt, und die Reichweiten schaffen sie ohne Repeater/Richtfunk auch eher nicht. Es wäre vermutlich am praktischsten, ein möglichst flexibles System zu bauen um Telefon oder ein vorhandenes Computernetzwerk zu nutzen (verbreitetes WLAN oder DECT mags in Gebäuden eventuell geben, und solange man nicht im Keller mit Stahlbetondeckel steht geht Handy meist doch), allerdings wird dann die Absicherungsseite um so interessanter. Passt dummerweise nicht zu dem was der TO sich wünscht, scheint mir aber technisch sinnvoller...
DECT und WiFi arbeiten am oberen Ende des UHF-Bereichs und sind damit ohnehin schlechter dran. Die Nutzung eines gerouteten Protokolls kam mir auch noch in den Sinn (ZigBee, 6LowPAN). Damit könnte man gezielt noch ein paar Repeater (Router) aufstellen.
...auch wenn ich es eigentlich nicht mag, aber vielleicht wäre PLC ein möglicher Ansatz...
Tom schrieb: > ...auch wenn ich es eigentlich nicht mag, aber vielleicht wäre PLC ein > möglicher Ansatz... Damit wirst du in so einer Umgebung gewiss nicht glücklich werden. Erstens ist es schon von Haus aus zu unzuverlässig (kein Wudner bei der Verkabelung), zweitens hast du ganz gewiss ein dreiphasiges System, müsstest dich also noch um die Verkopplung der Phasen (und das Filtern ,,nach draußen'') kümmern, und drittens würde ich in so einer Umgebung auch anderweitige Störungen (Motoren und dergleichen) erwarten, die PCL kaum wünschenswert erscheinen lassen.
> Dabei spielt in erster Hinsicht die Reichweite der verwendeten > Funktechnik bzw. Frequenz innerhalb von Gebäuden eine wichtige Rolle. > Der Umkreis beträgt ca. 200 – 400 Meter. 868 MHz ist schon sinnvoll, man muß sich halt Gedanken machen über Range Extender, also daß bestehende Empfänger Daten weitersenden, damit zu weit vom Ursprungssender entfernte Geräte die Nachricht mitbekommen. Da es 868 MHz Module kostengünstig gibt, bleibt es ein einfaches Softwareproblem. > Wäre das Thema zu mächtig für nen Bachelor? Nein, aber es erfordert eine gewisse Pfiffigkeit, die nicht jedem gegeben ist.
MaWin schrieb: > 868 MHz ist schon sinnvoll, > man muß sich halt Gedanken machen über Range Extender, > also daß bestehende Empfänger Daten weitersenden, > damit zu weit vom Ursprungssender entfernte Geräte > die Nachricht mitbekommen. Ich denke, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Durch meine Recherche und unabhängig von einigen Antworten bin ich auch der Meinung, dass 868 MHz eine der wenigen Möglichkeit ist, kostengünstig ein solches Tool zu entwickeln. Ich habe mir im Forum einige Threats angesehen, die eine Funkübertragung mit solchen Funkmodulen inkl. Microcontroller beschreiben. Für einen Prototypen würde ich ein RFM12 Modul in Kompination mit einem MSP420 von Texas Instruments verwenden. Diese wurden schon ordentlich durchgekaut. Mal sehen ob sich enventuell auch repeater bzw. range extender realisieren lassen. MaWin schrieb: >> Wäre das Thema zu mächtig für nen Bachelor? > > Nein, aber es erfordert eine gewisse Pfiffigkeit, > die nicht jedem gegeben ist. Das hängt dann vollkommen von mir ab. ;-)
Zigbee sieht glaube auch 868 mhz als Alternative zu 2.4 Ghz vor. Wenn man es nicht verwenden möchte kann man sich da bestimmt immerhin was abgucken.
hmmm schrieb: > Zigbee sieht glaube auch 868 mhz als Alternative zu 2.4 Ghz vor. Ja. > Wenn > man es nicht verwenden möchte kann man sich da bestimmt immerhin was > abgucken. Naja, man kann wohl entweder seine Zeit damit verbringen, ein neues Netzwerkprotokoll aus'm Boden zu stampfen, oder aber damit, auf einem existierenden eine Applikation zu bauen. Muss aber jeder selbst wissen, ich bin da zugegebenermaßen voreingenommen. ;-)
Jörg Wunsch schrieb: >> Wenn >> man es nicht verwenden möchte kann man sich da bestimmt immerhin was >> abgucken. > > Naja, man kann wohl entweder seine Zeit damit verbringen, ein neues > Netzwerkprotokoll aus'm Boden zu stampfen, oder aber damit, auf einem > existierenden eine Applikation zu bauen. > > Muss aber jeder selbst wissen, ich bin da zugegebenermaßen > voreingenommen. ;-) Klar, ich würde mir die Mühe auch höchstens mal zum lernen machen und nicht für etwas, das in definierter Zeit fertig werden und zuverlässig sein soll... Hatte irgendwie im Kopf das der TE am Anfang was gegen Zigbee gesagt hatte, aber da muss ich was durcheinandergewurschtelt haben, zumindest habe ich kjetzt davon nix gelesen.
Die Sensoren sind doch alle verkabelt? Ist es irgendwie möglich diese zu nutzen? Vielleicht könnte man ja versuchen auf einer Ader die an jedem Sensor anliegt (Masse oder Versorgungsspannung) die Daten aufzumodulieren. D.h. an der BMZ steht die Sendeelektronik. Sie nutzt quasi die Masseleitung der Sensoren als Antenne. An dem jeweiligem Sensor vorort wird dann der Antennenanschluss des Decoders ebenfals mit dieser Ader verbunden. Soll die Kommunikation eigentlich bidirectional arbeiten? Oder willst du nur wissen ob die BMZ erkannt das der Sensor auslöst.
aaa schrieb: > Die Sensoren sind doch alle verkabelt? > Ist es irgendwie möglich diese zu nutzen? > Vielleicht könnte man ja versuchen auf einer Ader die an jedem Sensor > anliegt (Masse oder Versorgungsspannung) die Daten aufzumodulieren. > D.h. an der BMZ steht die Sendeelektronik. Sie nutzt quasi die > Masseleitung der Sensoren als Antenne. An dem jeweiligem Sensor vorort > wird dann der Antennenanschluss des Decoders ebenfals mit dieser Ader > verbunden. Das ist ein interessanter Vorschlag. Die Sensoren sind einerseits über eine 2-Adrige Datenbusleitung in einem Loop miteinander verbunden. Dieser ist unantastbar. Zusätzlich sind noch 2 Adern für eine externe Spannungsversorgung und ein Schirmdraht vorhanden. Diese werden nicht immer genutzt, jedoch immer parallel in einem Loop durchverdrahtet. Man verwendet diese z.B. bei Steuerbausteinen, welche eine externe Spannungsversorgung benötigen. Ich bin mir nicht sicher ob man einen dieser Drähte als Antenne benutzen kann. Das werde ich einmal untersuchen. Ein großer Vorteil deines Vorschlages ist natürlich, dass durch die Gesamtabdeckung des Gebäudes mit Sensoren, ein (geschätzt) maximaler Abstand von 10 Metern zwischen Antenne und Empfänger bestehen würde. aaa schrieb: > Soll die Kommunikation eigentlich bidirectional arbeiten? Oder willst du > nur wissen ob die BMZ erkannt das der Sensor auslöst. Es sollte bidirektional sein. Wie gesagt, der Techniker beginnt seine Arbeit durch einstecken des Tools in die BMZ und soll dann vor Ort das Steuersignal zur Prüfung des Sensors abschicken. Danach soll er ein OK zur Prüfung des Sensors erhalten usw. Der Nachteil deines Vorschlags ist, dass man böswillig in die Funktionsweise einer Brandmeldeanlage eingreifen könnte und das will (muss) ich unbedingt vermeiden. Hier wäre dann die Verschlüsselung wieder ein Thema, mit der ich mich in dieser Arbeit eher weniger beschäftigen wollte. Ich werde auf alle Fälle in unserer Entwicklung nachfragen, ob so ein Eingriff die Funktion der Anlage beeinträchtigen könnte und ob es grundsätzlich möglich wäre, einen der Drähte der Versorgungsspannung als Antenne zu verwenden. Das wär hinsichtlich der Reichweite schon eine feine Sache.
Dann vezichte doch auf den Funk und Modulier doch dein Steuersignal auf die Versorgung ein 10khz träger ist recht robust aber nur unidirektional. eventuell brauchst du eine 2 frequenz für den rückkanal oder du machst es wie beim EIB. Das geht mit einer weichen Stromquelle die Ddaten werden durch herabziehen der Versorgungsspannung um 2 Volt übertragen. Vorteil keine Abstrahlung und EMV sollte auch beherrschbar bleiben. Nach dem die BMZ herstellespezifisch abgeschlossene Systeme sind sollte das gut realisierbar sein. Dummerweise ist Funk dann obsolet. Namaste
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