Hi, kann man SDRAM auf DevelopmentBoards unbeschaltet lassen ohne sie zu beschädigen? Und falls ja, gibt es hier etwas zu beachten? (Die Frage bezieht sich auf Altera- und Xilinx-Boards). Gruss
Sigi schrieb: > kann man SDRAM auf DevelopmentBoards unbeschaltet lassen > ohne sie zu beschädigen? Nein. Du mußt wenigstens die Enable- oder Chipselect-Signale auf inaktiven Pegel (üblicherweise '1') legen. Denn sonst kannst du auf einem Bus, an den z.B. mehrere RAMs/Flash/... und auch dein FPGA angeschlossen sind, ganz einfach eine dauerhafte Buskollision erzeucgen. Und das tut den Ausgangstreibern der beteiligten Bausteine natürlich nicht gut...
Hi, an meinen Bus (bzw. zwei, je einer für DDR und für Flash) ist nur ein Speicher (bzw. zwei parallelgesch. DDR-RAMs), sollte also kein Buskonflikt auftreten? Denn dazu müsste ja der FPGA gleichzeitig mit dem Speicher schreibend auf die Datenleitungen zugreifen. FPGA-Pins sind meines Wissens inaktiv. Gruss
Edit: ... inaktiv: bezieht sich auf unbenutzte Pins und auf Zustand während der Konfiguration!
Wenn die sich wärend der Konfiguration selber beschädigen würden wärs wohl nen Fehldesign. Also ist das Developmentboard wohl so gemacht das sie sich wärend der Konfiguration nicht beeinflussen (Pullups bzw. Pulldowns auf den entsprechenden Leitungen). Wenn du diese Signale nicht benutzt und auf Tristate (wie wärend der Konfiguration) hängen läßt (floaten) kann also nichts Passieren (bei einem funktionierenden Design).
Hi, danke für Eure Tipps. Ich habe alle Komponenten meines Boards nach genau diesen Hinweisen untersucht, keine Probleme zu finden. Ausserdem konzentrieren sich ja viele Demos für Xilinx/Altera-Boards nur auf wenige Komponenten und lassen alle anderen Komponenten unbeschaltet. Gruss und Danke
die sind aber oft auch an keinem bus, sondern am FPGa direkt angeschlossen.
> Wenn du diese Signale nicht benutzt und auf Tristate (wie wärend der > Konfiguration) hängen läßt (floaten) kann also nichts Passieren (bei einem > funktionierenden Design). Eingänge bei CMOS floaten zu lassen ist ganz ganz böse ;). Das kann zu erhöhter Stromaufnahme führen oder im schlimmsten Fall zu magischem Rauch. Damit das nicht passiert schalten die FPGAs mit denen ich mich bisher beschäftigt habe vor und während der Konfiguration "weak pull-ups" auf alle unbenutzten Pins. Was nach der Konfiguration mit unbenutzten Pins passiert ist normalerweise einstellbar (bei Quartus II z.B. scheint der Default "As output driving ground" zu sein).
Bei einem funktionierendem Design sind wohl schon Pullups bzw. Pulldown an den entsprechenden Pins und man muß nichts mehr machen. Man kann also seine Pins auf Tristate lassen. (Na gut dadurch floaten die Pins natürlich nicht da sie auf dem Board Pullup bzw. Pulldowns haben). Das muß übrigens funktionieren da wärend der Konfig auch alle Pins Tristate sind.
@Uwe Du kannst ja mal in den Schaltplan eines Dev-Boards schauen, es gibt dort durchaus Pins an denen nichts angeschlossen wurde. Auch gibt es nirgends Hunderte von Pull-Ups bzw. -Downs. Die Hersteller der FPGAs haben das Problem schon vorhergesehen und entsprechend Vorkehrungen getroffen (eingebaute Pullups). Altera sagt beispielsweise folgendes: "Cyclone II devices have weak pull-up resistors on the user I/O pins which are on before and during configuration." Bei Xilinx gibt es einen Eingang ("HSWAP") über den man die Weak Pullups vor und während der Konfiguration aktivieren kann. Im Schaltplan des Spartan3A-Boards liegt er über 100 Ohm auf Masse und die Pullups sind aktiv. Externe Pulldowns sind nur notwendig wenn H auf allen Pins in der restlichen Schaltung irgendwelche unerwünschten Reaktionen auslösen würde.
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