Forum: Offtopic Effekt im TV


von Johannes K. (anamollo)


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Hallo Leute!

Schon lange beobachte ich einen bestimmten "Effekt" im Fernsehen bei 
bestimmten Sendungen.

Beispielsweise in amerikanischen Serien wird das Bild immer etwas 
"verrastert" dargestellt, um wahrscheinlich damit eine "Surrealität" zu 
schaffen.
Dagegen in manchen Sendungen wie Gute Zeiten Schlechte Zeiten oder auch 
live-Sendungen ist das Bild wie von einem Hobby-Camcorder dargestellt.

Wisst ihr was ich meine? Ich kann es nur schwer beschreiben, da das sehr 
subjektiv ist.


Um welchen Effekt handelt es sich dabei?
Würde nämlich auch gerne diesen Effekt bei mir in bestimmten Videos 
einbauen.


Gruß

von P. M. (o-o)


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Jupp, ich weiss, was du meinst. Kann dir aber auch nicht weiterhelfen.

von Hans H. (loetkolben)


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Was mir auffällt daß grad bei "RTL" die Sendungen
teilweise extrem schnell geschnitten werden, mit visuellen
Effekten nur so um sich geworfen wird,
und der Hammer-wie im Kinder-TV ganze Szenen mehrmals gezeigt
werden, und da mein ich nicht vor/nach der Werbung.

Aber daß sich wie bei Lars-von-Trier Filmen die Kamera
bewegt(schaukelt) ist mir auch schon oft aufgefallen.

Mit all dem soll wohl eine Art 3-D Effekt erzeugt,
also fehlende Tiefe kompensiert werden.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Auch schon gesehen: langsame Bildfolge - ruckeln
Man merkt die Digitalisierung des Fernsehens.

von K. K. (cast)


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Vielleicht meinst du ja diesen Effekt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Soap-Opera-Effekt

von Icke ®. (49636b65)


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Speziell bei RTL ist mir aufgefallen, daß die Bildqualität in Filmen 
oder Serien teilweise sehr schlecht ist. In den Werbepausen dagegen 
einwandfrei. Es drängt sich der Verdacht auf, daß da künstlich 
nachgeholfen wird, um der Zuschauergemeinde das kostenpflichtige 
HD-Angebot schmackhaft zu machen.

von Johannes K. (anamollo)


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Hi,

das "Kameraruckeln" meine ich nicht.

Es ist wohl ein beabsichtigter Effekt, da ich auch schon gesehen habe, 
dass der Effekt plötzlich "abgeschaltet" wird.

Ich würde es ja gerne besser beschreiben... ;-)

von Peter L. (Gast)


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könnte auch was mit der 60 auf 50Hz Konvertierung zu tun haben

von Matthias B. (turboholics)


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Die Rasterung bei US-Serien hat was mit der Wandlung von NTSC auf PAL zu 
tun. Dabei wird nicht nur die Bildfrequenz, sondern auch die Auflösung 
umgerechnet.

"GZSZ sieht aus wie mit dem Hobby-Camcorder gedreht" -> Genau sowas 
dürften die dort auch verwenden. High-End Kameras sind zu teuer, die 
Serie muss schnell und billig produziert werden. Das gleiche sollte bei 
sämtlichen Reality- und Dokusoaps auffallen.

Zeitweiliges Bildruckeln ist meist der "Stop-Motion-Effekt". Dabei 
werden einzelne Bilder länger gezeigt, andere dafür ausgelassen. Wird 
auch gern passend zum Takt der Hintergrundmusik eingesetzt.

von j. c. (jesuschristus)


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Kannst Du Youtube Videos der Sendungen zur Demo mal posten? Keine Ahnung 
wovon Du redest.

von Marek N. (Gast)


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Speziell bei RTL ist mir aufgefallen, dass die Bild- und Tonqualität 
mieserabel ist: Harz-4-Empfänger fressen sich mit Chips voll und geben 
völlig unverständliche Neanderthaler-Geräusche von sich.
Kann man da mit einem geeigneten Kanalcode was gegen unternehmen?

von Georg A. (georga)


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> -> Genau sowas dürften die dort auch verwenden.
> High-End Kameras sind zu teuer, die Serie muss schnell und billig
> produziert werden.

Das ist Unfug. Die verwenden sicher nicht 500EUR-Klump, auch wenns 
billig sein soll. Die typischen Kameras für solche Zwecke liegen so im 
Bereich 5-10k, Sony EX1/3, Panasonic HPX301/371 oder sowas. Die sind 
schon HD, ältere HDV-Cams laufen auch noch rum. Die Bildqualität dieser 
Kameras und der Objektive ist da ausreichend gut und auch bei älterem 
Zeug schon meilenweit vom Hobby-Kram entfernt. Je teurer, desto weniger 
Automatik, und das ist auch gut so. In dem Preisbereich ist meistens 
schon kein Autofokus mehr drin (EX3 hat noch, HPX nicht mehr), man kann 
den Weissabgleich und die Blende wirklich festpinnen bzw. manuell 
verstellen. Und wer mal damit längere Zeit gearbeit hat, wird jede nicht 
abschaltbare Automatik an den Amateurkameras verfluchen...

Warum das aber trotzdem so nach Amateur aussieht, liegt daran, dass sie 
a) nur wenig Aufwand an der Ausleuchtung treiben und b) bis auf total 
verkorkste Stellen kein künstlerisches Color-Grading machen. Das 
Color-Grading ist nämlich genau das, was den Stil eines Films ausmacht 
und es eben nicht nach öder Realität aussehen lässt. Das beste Beispiel 
sind die drei CSI-Varianten. Vegas ist blau-gelb-bunt, NY sehr 
grau-braun und flach und Miami quietschbunt mit 
gelb/orange/türkis-Grundton. Das wird alles nach dem Dreh gemacht und 
kostet durchaus Arbeit/Zeit, das über verschiedene Szenen und 
Lichtbedingungen konsisten hinzubekommen. Ohne Grading sieht auch das 
CSI-Material sehr flach und billig aus.

von j. c. (jesuschristus)


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von Michael K. (charles_b)


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Marek N. schrieb:
> Speziell bei RTL ist mir aufgefallen, dass die Bild- und Tonqualität
> mieserabel ist: Harz-4-Empfänger fressen sich mit Chips voll und geben
> völlig unverständliche Neanderthaler-Geräusche von sich.
> Kann man da mit einem geeigneten Kanalcode was gegen unternehmen?

Man könnte sich auch fragen, warum man seine Zeit mit der Beobachtung 
von chipsfressenden Menschen zubringt - von den Geräuschen mal ganz 
abgesehen.

Verglichen mit dem inhaltlichen Tiefgang dieser Sendungen dürften Bild- 
und Tonqualität doch haushoch überlegen sein.

Oder wer will die neueste 
Messy-Show-Hilfe-ich-hab-ne-versiffte-Wohnung-und-Peter-Zwegat-war-auch- 
schon-da-Sendung  schon in HD anschauen?

Um das Ablaufdatum des verschimmelten Quarks besser entziffern zu 
können?

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Michael K-punkt schrieb:
> Oder wer will die neueste  Messy-Show-Hilfe-ich-hab-ne-versiffte-Wohnung-
> und-Peter-Zwegat-war-auch-schon-da-Sendung schon in HD anschauen?

Du scheinst dich ja auszukennen.

SCNR

von (prx) A. K. (prx)


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Einerseits wären da die erwähnten Artefakte durch die beschriebene 
NTSC/PAL Konvertierung. Ich hatte mir vor Jahren mal die exakte 
Bildfolge von Star Trek angesehen - das war ein Graus sondergleichen. Da 
konnte man Halbbildzyklen sehen, in denen zwei aufeinander folgende 
Halbbilder trotz Bewegung identisch waren und andererseits kurz drauf 
zwei Halbbilder des Originals überlagert waren.

Dazu kommt dank moderner Technik und grad bei den Privaten auffällig 
bandbreitensparender Schmalspurcodierung je nach Szene und Tempo der 
Schnittfolge auch noch eine u.U. sichtbar werdende Grobrasterung oder 
Artefaktbildung der MPEG-Codierung des Digitalfernsehens (SD).

Und last not least hat der moderne LCD-Fernseher zusätzlich noch die 
Aufgabe, aus einem u.U. interlaced eingespeisten Signal die progressiven 
Bilder für sein Panel auszurechnen.

Dass bei derart hintereinander geschalteten Bildvergewaltigern manchmal 
was auf der Strecke bleibt nimmt nicht Wunder.

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