Moin moin, mein GPS Logger Wintec WSG-1000, der steuerungstechnisch auf einem ATMega 2561 basiert, lässt sich nicht mehr einschalten. Normalerweise würde dies durch einen Tastendruck von >3s Dauer erfolgen. Wie ist bei einer solchen Applikation die Power-On-HW typisch realisiert? Danke für jeden Hinweis!
if ( KeyOnDuration > 3 ) {
PowerOn();
};
Hallo Peter II, vielen Dank für die schnelle Antwort. Meine Frage war allerdings nicht programmtechnisch zu verstehen. Es geht darum, wie der Einschaltmechanismus auf dem Board (typisch) realisiert ist, so daß ich eine konkrete Signalverfolgung vornehmen kann. Über welchen Pin des ATmega würde ein Power-On im Sinne eines "Wake up" realisiert werden? Gruß albpfei
oft ist das eine Funktion, die in einer Power-Management-Unit eingebaut ist.
Albert Pfeiffer schrieb: > so daß ich > eine konkrete Signalverfolgung vornehmen kann. Über welchen Pin des > ATmega würde ein Power-On im Sinne eines "Wake up" realisiert werden? jeder der eine Interupt aufrufen kann wo der µC aufwacht - siehe Datenblatt.
Könnte es sein, daß die Batterien(Akkus) am Ende sind? Vielleicht sind es auch nur schlichte "Kontaktprobleme" der Taste. Ich würde erst mal hier suchen..
Hallo Taster, Akku ist über jeden Zweifel erhaben (wurde mit Ersatzakku belegt). Auch die Taste wurde bereits gemessen und ist o.k. Gruß albpfei
Wenn Taste und Akku OK sind, würde ich als nächtes versuchen zu schauen ob der µC überhaupt läuft, um z.B. die Zeit des Tastendrucks messen zu können. Hat das Teil einen Quarzoszillator mit Oszi messen ob der Quarz schwingt. Wenn nicht, dann mal versuchen ob an einenm der anderen Pinne ein Signal kommt. Schaltpläne o.ä. hat Du wohl nicht, zur Not würde es auch ein Zweitgerät für Vergleichsmessungen tun, sonst wird es schon heavy.
Der Hinweis von Peter II auf die "Pin Change Interrupts" ist schon sehr interessant. Aus dem Datenblatt habe ich jetzt entnommen, daß es mehrere Sleep-Modi und mehre Wake-up-Modi gibt. Bisher bin ich davon ausgegangen, daß aus Gründen der Power-Einsparung (es handelt sich ja um ein mobiles Gerät) der Prozessor komplett abgeschaltet wird. Das würde für eine zusätzliche Power Management Unit sprechen, weil dann nur diese bestromt werden muß. Als nächsten Schritt werde ich überprüfen, ob der Prozessor an irgend einem Pin ein Vitalitätssignal zeigt. Danke für alle Tipps bisher.
Hallo, es geht auch anders: wenn die Taste sowieso mehrere Sekunden gedrückt werden muss, genügt es, wenn der Prozessor timergesteuert alle Sekunden für ein paar µs aufwacht und nach der Taste schaut. Ist sie nicht gedrückt, legt er sich gleich wieder schlafen. Gruss Reinhard
Reinhard Kern schrieb: > es geht auch anders: wenn die Taste sowieso mehrere Sekunden gedrückt > werden muss, genügt es, wenn der Prozessor timergesteuert alle Sekunden > für ein paar µs aufwacht und nach der Taste schaut. da man aber davon ausgehen kann das die Taste zu 99,999% nicht gedrückt ist, ist also das aufwachen reine Energieverschwendung. Es ist also viel sparsamer wenn man aufwacht wenn die Taste gedrück ist und dann die Zeit stopt wie lange die Taste gedrückt ist.
Durch die Anregungen der Forenteilnehmer habe ich mich ermutigt gefühlt, auf der Platine konkreter zu messen. Dabei hat sich gezeigt, daß der Taster direkt auf den INT5 wirkt. Eine Power Management Unit ist also nicht verbaut. An den relevanten Pins des ATMega sind keine Taktsignale meßbar. Das deckt sich mit dem im Datenblatt beschriebenen "Power Down Mode", in dem die Oszillatoren abgeschaltet werden. Als Wake-up-Signal kann dann z.B. einer der Interrupts INT7:4 dienen. Leider reagiert der ATMega aber nicht auf den INT5! Folgende Beobachtung habe ich noch gemacht: Wenn der Reset-Eingang auf GND gezogen wird, entsteht an einer der XTAL-Pins ein vom Oszi registrierter Impuls (leider kein Speicher-Scope), aber der Oszilator läuft nicht an. Es sieht für mich jetzt so aus, als hätte sich der µC verabschiedet. Nochmals danke für die Anregungen. Grüsse Albpfei
Es kann natürlich auch sein, daß die MCU nach einem POR oder RESET direkt in den Sleep Mode geht. Das würde das Abschalten des Takt-Oszillators nach wenigen Zyklen erklären. Aber warum wacht das Teil nicht auf?
Wenn Du an den Xtal-Pins (würde am "Ausgang", glaube der heißt Xtal2) beim Reset nur einen Puls siehhst, kann es durchaus sein daß nich der µC sondern der Quarz (so vorhanden) -oder der Keramikschwinger- hinüber ist. Ist das Gerät mal etwas hart "gelandet", sprich herunter- gefallen? Kenne "Fälle" bei denen der Quarz hinüber war.
Es kann auch sein das der µC mit den internen Takt läuft und deshalb kein externe Takt vorhanden ist. Dann sollte aber auch kein Quarz verbunden sein.
ad Taster: Dein Tip war goldrichtig! Ob ein "Fall" zugrunde liegt, weiß ich nicht. Jedenfalls läuft der Oszillator mit einem anderen Quarz an. Statt der 7,3728 MHz habe ich einen 6,000 MHz-Quarz verwendet. Damit rauscht der ATMega los und schaltet gnädigerweise seine Betriebsanzeige an. Auch auf dem Display erscheint etwas, aber das Timing stimmt natürlich nicht. Nun muß ich den richtigen Quarz besorgen. Vielen Dank, Taster! Gruß, Albert Pfeiffer
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