Onsite-/Rollouttechniker

Gast #2462208
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Zitat einer Bewerberfirma:
>Sie arbeiten gerne bundesweit im Außendienst und haben
>Erfahrungen im Bereich der PC-Technik – Idealerweise sogar
>eine Ausbildung im IT-Bereich?

>Als Onsite-/Rollouttechniker können Sie viele neue
>Erfahrungen sammeln und Ihr vorhandenes Wissen gezielt
>einsetzen.

>Wenn Sie sich nun angesprochen fühlen, dann suchen wir
>vermutlich genau SIE!

>Zu Ihren Aufgaben gehören:

>- Analyse und Behebung von Hard- und
>  Softwareproblemen
>- Installation und Konfiguration von Informationstechnik
>- Durchführen von Funktionstest an Hard- und
>  Softwarekomponenten
>- Sie sind Ansprechpartner für Kunden und Mitarbeiter bei
>  Problemen und Fragen im IT-Bereich
Ist diese Tätigkeitsbezeichnung als "Onsite-/Rollouttechniker" üblich?
Oder will sich nur ein BWL' er mit so einer englischen Bezeichnung 
wichtig machen.
Gast #2462365
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Zuckerle schrieb im Beitrag #2462279:
> " Onsite-/Rollouttechniker "
>
> Was soll der ganze Quatsch?
>
> Ist das eine neue Berufsbezeichnung?
> Sowas wie " Fachkraft " ?

"Facility-Manager" hört sich besser an als Hausmeister.

Sowas denkt sich ein Professional Designation Creative kurz PDC aus.
Persönliche Seite #2462633
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Hallo Michael_

> Ist diese Tätigkeitsbezeichnung als "Onsite-/Rollouttechniker" üblich?

Ich höre das jetzt auch zum ersten mal, und mich würde auch 
interessieren, was die damit meinen.

Weil "Rollout" ist eigentlich die Präsentation von neuen 
Flugzeugprototypen.

Das das ganze im Zusammenhang mit "Onsite-" genannt wird, und die 
Bedeutung des Wortes "Rollkomando" als "motorisierte 
Schnelleingreiftruppe" aus einer Zeit, wo berittene Einheiten noch 
üblich waren, lässt aber auch eine Assoziierung mit 
"rausrollen-rausfahren" zu.

Du "rollst also mit dem Auto raus", um am Ort des Geschehens (Onsite) zu 
sein wenn wo was nicht funktioniert.
Früher nannte man das mal Reparaturtechniker oder Monteur. ;-)


> Oder will sich nur ein BWL' er mit so einer englischen Bezeichnung
> wichtig machen.

Das liegt sehr nahe, denke ich. Wobei ich es durchaus als seriöse 
Tätigkeit sehe, rauszufahren und etwas zu reparieren.
Was ich nicht als seriös empfinde, ist, wenn jemand solche
Wortnebel verbreitet, wenn er Stellenanzeigen ausschreibt.

Erzählst Du uns genauer, was gemeint war, wenn Du mehr darüber erfährst?

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de
Gast #2462720
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Läubi .. schrieb:
> Als Roll-Out

Nö, is wie mit der Trabifabrikation, die mußten nur selbstständig von 
der Montage auf den Abstellplatz rollen (per Hangabtreibskraft), dann 
haben sie den Funktionstest bestanden. Ist doch bei SW noch heute so. 
Wenn die Bedienoberfäche schön bunte ist, kann man schon damit was 
anfangen!
Gast #2462722
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Michael_ schrieb:
> Ist diese Tätigkeitsbezeichnung als "Onsite-/Rollouttechniker" üblich?
>
> Oder will sich nur ein BWL' er mit so einer englischen Bezeichnung
>
> wichtig machen.

Nennt sich auch "Produkt reif beim Kunden" also vulgo "Banane".
Kann auch sein du mußt noch die faulen Eier der Entwicklung vor Ort 
ausbrüten, vulgo "du schreibst das vorort noch mal neu"!
Gast #2462902
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Also onside bedeutet Abseits oder in der Abseitsposition,
Richtig denke ich mir sollte es on site oder on-site heißenb, was soviel 
wie bauseits, hauseigen oder vorort bedeutet. Also Einsatz beim Kunden 
oder bei der Anlage vo Ort.

Mit roll-out ist das Einführen oder als Ausliefern zu verstehen
also eine Montagetätigkeit oder Inbetriebnahmetätigkeit.
Gast #2462911
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Michael_ schrieb:

> Ist diese Tätigkeitsbezeichnung als "Onsite-/Rollouttechniker" üblich?

Man versucht ja heute so ziemlich alles, was nicht niet- und nagelfest 
ist, zu anglifizieren, also zu verenglischen.

Bei dem Job geht es grundsätzlich um Außendienstler einer Firma, die 
z.B. bundesweit Geräte installiert. Nicht unbedingt große 
Inbetriebnahmen.

Wir hatten in der alten Firma auch so ein paar Leute, die unsere 
Entwicklungen bundesweit vor Ort installierten, und vor Ort Probleme 
behoben. Die sind aber auch die ganze Woche über unterwegs, übernachten 
in Pensionszimmern, bekommen ordentlich Auslöse, komplett ausgestatteten 
Servicewagen mit Tankkarte, Firmenhandy, so manch einem gefiel das wegen 
des besseren Verdienstes. Die meisten machen es aber nur so um die 3 
Jahre, haben dann die Schnauze voll, auf Grund der 
Außendienstentschädigung bzw. Auslöse auch etwas gespart, und schauen 
sich nach was soliderem um.

Immerhin bleibt da was übrig, im Gegensatz zu den Reisen für Zeitarbeit, 
wo man eher eigenes Geld mitbringen darf.
Gast #2464242
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Der Text der Ausschreibung beschreibt nach meinem Verständnis einen 
PC-Techniker, der on-site (beim Kunden vor Ort - und das auch noch 
bundesweit), neue Desktops/Laptops an den jeweiligen Arbeitsplätzen 
jedes einzelnen Mitarbeiters des Kunden austauscht und womöglich sogar 
auch noch eine Datenübernahme für die Mitarbeiter machen muss.
Z.B. Druckertreiber installieren, wenn nicht passend im Master-Image der 
Laptops vorhanden, die persönlichen Profile der Mitarbeiter wieder 
einrichten aus der Datensicherung, persönliche PST-Dateien wieder im 
Outlook einbinden und "trösten", wenn mal was nicht funktioniert.
Sowas wird gern an Azubis (Fachinformatiker, etc.) abgegeben und nennt 
sich vulgo "Kistenschieber". ;-)
Gast #2464271
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Danke für die Meinungen!
Aber es ist doch schlimm, das nicht mal "wir", die Elektroniker, so 
richtig die Begriffe deuten können.
Wie dumm müssen doch die Arbeitsvermittler sein, das sie sich hinter 
solchen verkrüppelten englischen Begriffen verstecken müssen.

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