In den STM32 Demo-Projekten wird die Port Geschwindigkeit meist auf 50MHz konfiguriert. Für die eigentliche Applikation ist das doch schlecht, wenn da doch nur z.B. eine Status LED dran hängt. Ich meine 50MHz sind bei einem LED Ausgang ohnehin unnötig und bei einer steileren Flanke gibt es doch mehr HF-Störungen. Jetzt mit dem F2er und F4er können sogar auch 100MHz eingestellt werden. Kann man HF-Störungen minimieren indem man für langsame Ausgänge die Geschwindigkeit auf 2MHz runter setzt? Oder was für Positive/Negative Auswirkungen hat das EMV technisch gesehen? Denn meine Schaltung soll die umliegenden ja nicht stören. Ich habe jetzt damit kein Problem, dennoch kann man doch vorbeugen, daher diese Frage.
Du denkst da schon richtig. Wenn man keine steilen Flanken braucht, sollte man die rise/fall Zeiten klein halten. Und ja, damit kann man HF Störungen minimieren. Falls Du einen Oszi hast der eine FFT machen kann, könntest Du Dir das proktisch auch mal ansehen. Gruß, avrGerd
Sehe ich alles genauso. Aber aus Wettbewerbsgründen liest es sich besser, wenn dort eine möglichst große Zahl steht. Aber zum Glück hat der mündige Programmierer mit dem Datenblatt in der Hand ja die Wahl, die für seine aktuelle Applikation sinnvollste Einstellung zu wählen.
Lutz schrieb: > Aber zum Glück hat > der mündige Programmierer mit dem Datenblatt in der Hand ja die Wahl, > die für seine aktuelle Applikation sinnvollste Einstellung zu wählen. Was voraussetzt, dass er Kenntnisse im EMV Bereich hat... ;-) Hat sich mal jemand den Spaß gemacht und die echt Schaltgeschwindigkeit gemessen?
vaid schrieb: > Hat sich mal jemand den Spaß gemacht und die echt Schaltgeschwindigkeit > gemessen? Das dürfte stark von der kapazitiven Last abhängen.
vaid schrieb: > Lutz schrieb: >> Aber zum Glück hat >> der mündige Programmierer mit dem Datenblatt in der Hand ja die Wahl, >> die für seine aktuelle Applikation sinnvollste Einstellung zu wählen. > > Was voraussetzt, dass er Kenntnisse im EMV Bereich hat... ;-) Das wollte ich mit "mündig" andeuten :-)
Hi Leute, habe die Schaltflanken bei unterschiedlichen Konfigurationen mal ausgemessen und konnte keinen Unterschied zwischen den einzelnen Einstellungsmöglichkeiten feststellen. Bei einem STM32 Training habe ich dann mal den Trainer (ein ST Mitarbeiter) dazu befragt und er meinte das diese Funktion zwar im Datenblatt steht aber soweit er weiß nicht implementiert ist???? Nach dieser Aussage war ich dann doch ein wenig überrascht/verwirrt. Was habt Ihr für Erfahrungen damit gemacht? Gruß, Ralf
Ralf schrieb: > habe die Schaltflanken bei unterschiedlichen Konfigurationen mal > ausgemessen und konnte keinen Unterschied zwischen den einzelnen > Einstellungsmöglichkeiten feststellen. War nennenswerte kapazitive Last an den Pins? Das Datasheet sieht für die offiziellen Parameter 50pF vor.
Die 50pF sollte ich erreicht haben. Aber ich muss zugeben das ich den Test ein wenig quick and dirty gemacht habe. Was mich aber trotzdem wundert ist die Aussage des ST Trainers. Er sollte es ja wissen.
...wenn er zu langsam ist,dann wird gejammert jetzt ist er schnell und es wird schon wieder gejammert. Mensch Otto !
Ralf schrieb: > Die 50pF sollte ich erreicht haben. Aber ich muss zugeben das ich den > Test ein wenig quick and dirty gemacht habe. Was mich aber trotzdem > wundert ist die Aussage des ST Trainers. Er sollte es ja wissen. Ich wills ja nicht bezweifeln, weil ich auch keinen grossen Unterschied gesehen hatte. Aber ich hatte auch nicht eigens die Rahmenbedingungen passend realisiert.
Ich habe es mal nachgemessen auf das Discovery board : LED an pinC8 auf 50MHz, LED an C9 auf 2MHz. Risetime C8 ist 2.8 ns, C9 ist 28.3 ns. Code :
1 | GPIOC->BSRR = 1<<8 ; //dit is het register om rechtstreeks C8 te zetten |
2 | GPIOC->BSRR = 1<<9 ; //C9 zetten |
In das angehangte Bild ein Ausdruck von Oszi.
... und mit umgekehrten Vorzeichen? Nur um eine Hardwarebeeinflussung der unterschiedlichen Pins auszuschließen.
Du hasst recht, da war meine Messung nicht gans richtig gemacht : Zwei unterschiedliche Probes, eine mit 10*, die andere mit 1*. Zo, jetzt habe ich es mit die gleiche Probe vermessen, und es Unterschied ist noch immer da, obwohl deutlich kleiner. Zum Test habe ich das auch noch mit eine FET-Probe gemessen (2 pF), und dan ist die "Overshoot" deutlich weniger.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.



