Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Leuchtdichteverteilung mit Gossen MAVO-MONITOR USB


von Thomas H. (thomas_h80)


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Hallo zusammen!

Ich würde im Rahmen einen Beleuchtungsprojektes gerne verschiedene 
Lichtquellen objektiv mit einander vergleichen.

Dazu folgende Überlegung:
Ich hänge die Lampe (Leuchtstoffröhren) vertikal an einen Schrank und 
messe in einer Ebene senkrecht zum Boden und zur Lampe an verschiedenen 
Punkten die Leuchtdichte mit dem Gossen MAVO-Monitor USB 
(http://www.gossenmetrawatt.com/deutsch/produkte/mavo-monitorusb.htm). 
Die Lampe leuchtet dabei in den Raum hinein.

Etwa so.
               |Ebene
Lampe X        |
               |
--------------------Boden

Nun meine Frage: Ich möchte die Leuchtdichteverteilung in einem 
bestimmten Abstand messen (später soll die Lampe ja auch auf einer 
bestimmten Deckenhöhe hängen). Ist es da sinnvoll die einzelnen 
Messpunkte in einem Bogen mit gleichem Radius um die Lampe anzuordnen 
oder sie in besagter Ebene zu belassen (die Messpunkte am Rand würden 
wohl leicht andere Werte bekommen)? Was besagt denn die Norm bei solchen 
Messungen?

Außerdem noch ganz wichtig:
Das Messgerät hat eine Öffnung, mit der man "zielen" kann. Wenn ich nun 
messe, sollte ich die Öffnung immer senkrecht zur Ebene lassen, was 
bedeutet, das Messgerät an den Randpunkten der Ebene misst "gegen die 
Wand" oder soll ich die Öffnung immer zur Lampe hin ausrichten? Gibt es 
auch hierzu ein genormtes Messverfahren?

Da das Messgerät eine USB-Schnittstelle hat, möchte ich später mal diese 
Messung automatisieren.

Vielen Dank schon mal!

Gruß
Thomas

von Jack der Erste (Gast)


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Wieso der ganze Aufwand für Leuchtstoffröhren? Die strahlen in jede 
Richtung gleich hell und der Hersteller gibt sicher die Helligkeit und 
Farbqualität an. Wie hell eine Fläche in einem bestimmten Abstand 
beleuchtet wird kannst du einfach ausrechnen (Lichtstärke nimmt im 
Quadrat zur Distanz ab, glaub ich).

Oder willst du vielleicht eine Leuchte ausmessen?

von Thomas H. (thomas_h80)


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Hallo,

danke für die Antwort.

Es geht darum, dass ich Vergleichsmessungen zwischen einer herkömmlichen 
Leuchtstoffröhre und einer selbstgebauten LED-Tube in Form einer 
Leuchtstoffröhre durchführen möchte.
Daher würde mich eben interessieren, wie ich mit besagtem Gerät eine 
Norm-konforme Leuchtdichteverteilung erhalten kann.

Gruß!
Thomas

von Jack der Erste (Gast)


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Hab gerade den Link von oben angeschaut:

"Direkt aufgesetzt, an selbstleuchtenden oder an durchstrahlten Flächen 
wie z.B. Monitoren (CRT/LCD-Hinterleuchtung), Fernsehbildschirmen, 
Leuchtpulten, Leuchtwannen, Leuchtreklameflächen, Verkehrsschildern und 
Mattscheiben."

Mit dem Gerät misst man nicht "in" die Lichtquelle, sondern man misst 
die Leuchtstärke einer Fläche. Also nimm doch einfach einen Diffusor 
(weisses Blatt Papier z.B.) in einem konstanten Abstand zur Lampe, so 
dass das Blatt gleichmässig ausgeleuchtet wird und halte das Messgerät 
von hinten da dran.

Ich seh nicht was für sinvolle Daten als einfach die Leuchtstärke du 
sonst noch messen könntest. Die Abstrahlcharakteristik von der LED Röhre 
kannst du ja "von Auge" beurteilen.

von Jack der Erste (Gast)


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Noch was: falls die LEDs gezielt in eine Richtung strahlen, musst du 
fairerweise nicht die nackte Leuchtstofflampe damit vergleichen, sondern 
die Leuchstofflampe inklusive einem passenden Reflektor (also in Leuchte 
eingebaut oder so).

von Thomas H. (thomas_h80)


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Hallo,

danke für deine Antworten!

Muss denn unbedingt ein Diffusor verwendet werden? Sowohl die LED als 
auch die Leuchtstofflampe strahlen schon diffuses Licht aus.
Falls wirklich ein Diffusor (z.B. Blatt Papier) am Messkopf benötigt 
wird, welche Dicke und welche Beschaffenheit sollte dieses denn haben? 
Es macht nämlich einiges aus, ob Papier dran oder nicht dran, bzw. 
dünnes oder dickes Papier.

Danke nochmal!

Gruß!
Thomas

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Könnte es sein, daß das Messgerät für Deine Anwendung schlichtweg 
ungeeignet ist?

von Peter II (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Es macht nämlich einiges aus, ob Papier dran oder nicht dran, bzw.
> dünnes oder dickes Papier.

was macht es denn aus? Wie die Werte absolut sind ist doch egal, du 
willst sie doch nur vergleiche. Dabei spielt es keien Rolle ob beide 
Werte etwas höher oder niedriger sind.

von Thomas H. (thomas_h80)


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Hallo,

ja das mit dem Vergleich ist korrekt. Aber theoretisch kann ich dann ja 
auch das Messgerät in die Lampe zielen lassen, wenn schon die 
Absolutwerte nicht relevant sind, oder irre ich mich da?

Ja, das Messgerät ist für diese Art von Messung wirklich nicht geeignet. 
Aber es ist vorhanden und es sollen zwei Lampen miteinander verglichen 
werden, daher muss ich es wohl oder übel verwenden.

Vielen Dank euch allen!

Gruß
Thomas

von Jack der Erste (Gast)


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Ja es braucht unbedingt einen Diffusor, sonst hast du völlig 
unkontrollierbare Messungen. Lies doch nochmal die Beschreibung die ich 
oben zitiert habe.

Und wie Peter richtig sagt, hast du damit keine Werte die etwas 
absolutes aussagen, aber du kannst deine beiden Lichtquellen 
vergleichen.

von Thomas H. (thomas_h80)


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Als Diffusor würdest du ein dünnes weißes Stück Papier empfehlen, oder?
Würdest du dann das Gerät an den Messpunkten im Raum immer hin zum 
Mittelpunkt der Lampe ausrichten, oder sie immer senkrecht zur gedachten 
Messebene im Raum belassen?

Vielen Dank!
Thomas

von Udo S. (urschmitt)


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Wenn es darum geht die Ausleuchtung eines Arbeitsplatzes zu messen und 
zu vergleichen, dann würde ich auch möglichst exakt so messen wie das 
dann in Realität aussieht.
1. Fläche im gleichen Abstand und Winkel wie später in der tatsächlichen 
Anwendung.
2. Nicht nur das Leuchtmittel sondern die komplette Leuchte incl. 
Diffusoren/Reflektoren messen
3. GEEIGNETES Messgerät benutzen. Du musst die Leuchtdichte auf deiner 
Arbeitsfläche messen.
4. Flach aufliegend messen. Dein Schreibtisch/Arbeitstisch ist später 
auch flach und nicht zur Leuchte hin gewölbt.
5. Objektiv bleiben, auch wenns schwerfällt zu akzeptieren, daß die 
Leuchtstofflampe besser ist als die selbstgebaute LED Lampe :-)

Viel Erfolg

von Udo S. (urschmitt)


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Thomas H. schrieb:
> Ja, das Messgerät ist für diese Art von Messung wirklich nicht geeignet.
> Aber es ist vorhanden und es sollen zwei Lampen miteinander verglichen
> werden, daher muss ich es wohl oder übel verwenden.

Sorry das hatte ich überlesen. Also dann ein dünnes weißes Papier 
benutzen das du vor das Messobjektiv spannst (Zitat: "direkt 
aufgesetzt").

von Thomas H. (thomas_h80)


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Ok, ich habe jetzt ein stück weiße Folie, die sehr gut als Diffusor 
fungieren sollte.
Werde das Objektiv jetzt auch nicht ständig der Lichtquelle 
nachjustieren, da später der Boden an diesen Stellen ja auch das Licht 
"schräg" abbekommen wird.

Vielen, vielen Dank für eure zahlreichen Lösungsvorschläge und vor allem 
blitzschnellen Antworten!

Gruß!
Thomas

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