Gast
#2470926
Da ich seit neuestem viel Zug fahren muss, ist mir aufgefallen, dass die Oberleitungen schon recht dünn sind. Zitat Wikipedia: >Die bei der DB AG verwendeten Fahrdrähte für Hochgeschwindigkeitszüge >(Bauart Re330, typischer Querschnitt 120 mm²) müssen bei einer >Leistungsaufnahme eines ICE von 9,6 MW bei der verwendeten Spannung von 15 >kV Ströme bis etwa 1400 A tragen. http://de.wikipedia.org/wiki/Oberleitung Der ICE3 hat ca. 16MW Leistung dabei komme ich auf 1066A, wobei das glaube ich nur die mechanische Leistung ist. Außerdem schätze ich das ein langer Güterzug in einer Steigung noch mehr Leistung benötigt. Für Kupfer komme ich auf 0,1488 Ohm/km. Da die Leitung ja von vorne und hinten gespeist wird muss nur der halbe Strom duch den Querschnitt. bei 1400A also 700A, was zu 104V/km Verlust führt. Je nach dem wie weit die Einspeisepunkte entfernt sind gibt das bei 25km Distand schon 2,6kV und damit 1,8MW verlust auf 25km. Kommt mir nach ziemlich viel vor. Außerdem finde ich 700A ganz schön heftig für 120mm². Den Widerstand der Schienen als Rückleiter, Übergangswiderstände am Stromabnehmer,... habe ich noch gar nicht berücksichtigt. Weiß jemand wo ich Informationen zu dem Thema bekommen könnte? Habe leider nichts wirklich detailiertes gefunden. Normalerweise sind die Oberleitungen ja als "Strickleiter" ausgeführt, allerdings ist der obere Draht meines Wissens kein Kupfer.