Forum: Offtopic eBook-Reader - besitzt jemand eines? Erfahrungen?


von LuXXuS 9. (aichn)


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Hallo und erstmal schöne Weihnachten!

Meine Frau hat sich zu Weihnachten einen eBook-Reader gewünscht, also 
hat sie ihn auch bekommen. Vorab war natürlich die Entscheidung zu 
treffen, welches Gerät es denn sein soll - sie hat sich für den OYO2 von 
Thalia entschieden, da dieser neben den Büchern auch noch MP3s abspielen 
kann.

Jetzt habe ich das Ding heute morgen eingerichtet (WLAN, Registrierung, 
etc.) und es läuft jetzt. Nun muss ich aber sagen, dass ich von der 
Bedienung erstmal nicht so begeistert bin - die Eingabe auf dem TouchPad 
ist so dermaßen langsam...man kann ein Wort auf der Tastatur schreiben 
und das erscheint dann Buchstabe für Buchstabe mit ewig langer 
Verzögerung auf dem Display.

Dazu kommt, dass dieses ständige Aktualisieren des Displays auch sehr 
gewöhnungsbedürftig ist.

Das Bild an sich ist gestochen scharf.

Hat jemand von euch auch ein eBook-Reader und kann mal seine Erfahrungen 
berichten?



Viele Grüße und schöne Feiertage!

von Purzel H. (hacky)


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Ich hab auch immer von einem eBook Reader getraeumt. Das Problem war ja 
immer, dass man kaum eigene Dateien als pdf drauftun kann. Mittlerweile 
hab ich mit ein Galaxy Tablet angeschaut, und das bietet dann eben noch 
eine Ecke mehr, kostet auch etwas mehr. Dieses Mehr ist vielfaeltig.
GPS eingebaut, ich kann mit Google Maps navigieren. GSM++ eingebaut, ich 
kann SMS versenden und per Skype telephonieren. Unterwegs kann man per 
GSM++ ins internet, zuhause per WLan.
Zugegeben, das Teil ist auf eine Flatrate hin gebaut, nicht auf teurere 
Prepay verbindungen. Dh die automatisch laufenden Dienste, die die 
neusten Nachrichten runterziehen muss man fuer unterwegs abwuergen. 
Zumindest kann man's.

Heisst ein eBook Reader ist etwas in die Ferne gerueckt.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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So sind eInk-Displays halt. Dafür haben sie überhaupt keine 
Blickwinkelabhängikeit und sind deutlich ermüdungsfreier zu lesen als 
leuchtende Displays.

von K. J. (Gast)


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Hm hab so einen Kindel der hat in der neusten Ver. ne Funktion damit das 
Display nicht permanent gelöscht und neu beschrieben wird, dafür keinen 
Touch, aber braucht er auch nicht wirklich man Tippt recht wenig auf der 
Kiste.

@ Harky PDF ist nicht so ein Problem geht recht gut und schnell 
umzuwandeln z.b. mit Calibre, bilder sind in PDFs halt ein Problem oder 
mehrspaltige PDFs

von Olaf K. (darkover)


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> sie hat sich für den OYO2 von Thalia entschieden, da dieser
> neben den Büchern auch noch MP3s abspielen kann.

Das ist ja nicht so ungewoehnlich. MP3 abspielen koennen doch fast alle. 
Allerdings ist es eher unklug das zu nutzen weil damit die Akkulaufzeit 
nicht mehr in Wochen oder Monaten sondern in Stunden berechnet wird.

> man kann ein Wort auf der Tastatur schreiben
> und das erscheint dann Buchstabe für Buchstabe mit ewig langer
> Verzögerung auf dem Display.

Das ist im Prinzip normal. Anderseits ist das ja auch ein Reader und 
kein Writer, oder schreibst du auch in deine alten Buecher was rein?

> Dazu kommt, dass dieses ständige Aktualisieren des Displays auch sehr
> gewöhnungsbedürftig ist.

Das scheint vom Geraet abhaengig zu sein. Ich habe ein Pocketbook und 
mir ist da noch nie was negatives aufgefallen.

> Hat jemand von euch auch ein eBook-Reader und kann mal seine
> Erfahrungen berichten?

Es gab hier in der Vergangenheit 1-2 Threads wo jeder denkbare Aspekt in 
allergroesster Tiefe beleuchtet wurde.

> Mittlerweile hab ich mit ein Galaxy Tablet angeschaut, und das
> bietet dann eben noch eine Ecke mehr, kostet auch etwas mehr.

Gibt es jetzt eine Version mit mattem Display oder bist du Vampir und 
liesst immer im dunklen Keller? Ich meine so wie Teile spiegeln sind sie 
fuer anderes schon kaum zu gebrauchen, zum lesen absolut undenkbar. 
Garnicht davon zu reden das ich gerne auch mal ein paar hundert Seiten 
am Stueck lesen moechte ohne den Akku andauernd zu laden.


> ich kann SMS versenden und per Skype telephonieren. Unterwegs kann
> man per GSM++ ins internet, zuhause per WLan.

In meinem Pocketbook ist auch Wlan, GSM und Bluetooth eingebaut. Ich 
habs noch nicht einmal verwendet. Dafuer ist der Stift gelegentlich ganz 
nett.

> So sind eInk-Displays halt. Dafür haben sie überhaupt keine
> Blickwinkelabhängikeit und sind deutlich ermüdungsfreier zu lesen als
> leuchtende Displays.

Yep, ich hab mit meinem in den letzten Tagen etwa 600Seiten gelesen. Das 
macht man mit einem leuchtenden Display nicht.

Nochmal fuer alle die den letzten Thread nicht kennen. Das entscheidende 
an einem Ebook ist, das es ein Werkzeug oder ein Gegenstand ist wie ein 
Buch. Man nimmt es, schaltet es ein und nutzt es. Es wird immer 
funktionieren. Der Akku wird nie leer sein. Man muss nie nachladen. Es 
geht einfach.
Dieses Ipad und seine Clone sind wie ein Baby das dreimal am Tag neue 
Windeln braucht. Mit anderen Worten fuer laengeres lesen einfach 
unbrauchbar und ungeeignet. Entweder ist der Akku leer wenn man es 
braucht, oder er wird leer wenn man es nutzt.

Dafuer ist ein Ebook unbrauchbar wenn man damit etwas anderes machen 
moechte als zu lesen. Aber die Hersteller haben uns ja einen Tip gegeben 
wofuer es gut sein koennte als sie es 'book' nannten. Also kann sich 
keiner beklagen. :-)

Olaf

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Olaf Kaluza schrieb:
> Der Akku wird nie leer sein. Man muss nie nachladen.

Du bist lustig. Mein --zugegebenermaßen schon etwas in die Jahre 
gekommener-- Sony PRS-505 will nach ein paar tausend Seiten wieder 
aufgeladen werden, wenn die Seiten Graphiken oder gar Photos enthalten, 
auch schneller, da deren Verarbeitung aufwendiger ist. Bei meinem 
Lesetempo ist so eine Aufladeintervall vielleicht zwei bis drei Wochen 
lang.

von Olaf K. (darkover)


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> Du bist lustig.

Natuerlich! Wie koennte man sonst das traurige Wetter ertragen wenn man 
nicht lustig waer? :-D

> Mein --zugegebenermaßen schon etwas in die Jahre
> gekommener-- Sony PRS-505 will nach ein paar tausend Seiten wieder

Hey Leute habt ihr das gelesen ein_paar_tausend_Seiten!

> Bei meinem Lesetempo ist so eine Aufladeintervall vielleicht
> zwei bis drei Wochen lang.

Das waer bei meinem Pocketbook im Prinzip auch nicht anders. Aufladen 
muesste man das Dingen also alle paar Wochen mal. Klingt doch schonmal 
viel besser als alle paar Stunden wie bei den ipad Teilen.
Jetzt ist es aber so das sich mein Pocketbook, und ich vermute mal das 
gilt fuer alle neueren Reader, auch auflaedt wenn man es nur ueber USB 
am Rechner angesteckt hat um mal ein paar neue Buecher draufzukopieren.

In der Praxis bedeutet es das ich meinen Reader in sechs Monaten noch 
nicht einmal bewusst aufladen musste. Das geschieht immer unbemerkt 
nebenbei. Es ist eben kein Teil wo man andauern ueber den Ladezustand 
nachdenken muss. Es geht einfach so.

BTW: Ich hatte den 505 ja auch mal, ist aber schon was her. Hat der sich 
nicht auch aufgeladen wenn er ueber USB angesteckt war? Ich kann mich so 
direkt auch nicht erinnern das ich den jemals bewusst geladen haette.

Olaf

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Olaf Kaluza schrieb:
> Hat der sich
> nicht auch aufgeladen wenn er ueber USB angesteckt war?

Wird er tun, ich aber schließe den nie per USB irgendwo an. Bücher 
(*.epub) kopiere ich auf 'ne SD-Karte, die ich dann in das Gerät stecke. 
Das geht schneller.

Dank der alternativen Firmware PRS+ ist das so sehr gut benutzbar.

von Olaf K. (darkover)


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> Bücher (*.epub) kopiere ich auf 'ne SD-Karte, die ich dann in das
> Gerät stecke. Das geht schneller.

Stimmt, die Moeglichkeit dort zwei Speicherkarten reinzustecken war 
einer der grossen Vorteile des 505. Vermisse ich wirklich!

Mein Pocketbook hat nur einen MicroSD Slot und der ist so tief eingebaut 
das man da mit einem Schraubendreher rumpopeln muss um die Karte zu 
wechseln. Deshalb habe ich da eine 32GB Karte drin und kopiere nur ueber 
USB.

BTW: Dein 505 hat ja einen Memorystick Slot. Bestimmt hast du dich 
gefragt was du mit diesem ollen Kram machen sollst.
Es gibt Adapter von MicroSD auf Memorystick. Die Funktionieren auch im 
505. .-)

Da konnte man immer auf einer Karte die Buecher zum immer dabei haben 
kopieren und auf der anderen die aktuellen Projekte. Wenn der 505 nicht 
so ein kleines Display gehabt haette, den wuerde ich heute noch 
benutzen.

Olaf

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Olaf Kaluza schrieb:
> Es gibt Adapter von MicroSD auf Memorystick.

Danke für den Tip. Ja, das wäre eine Möglichkeit, wenn ich Dein 
Anforderungsprofil hätte. Aber da die Dinger wirklich ziemlich günstig 
zu sein scheinen (irgendwer will sowas über Amazon für 4 EUR incl. 
Versand loswerden), könnte ich mir sowas ja auf Vorrat anschaffen.

Mit der Größe des Displays habe ich keine Probleme, da ich das Ding 
nicht benutze, mir irgendwelche PDF-Dokumente (Datenblätter o.ä.) 
anzusehen, sondern tatsächlich nur zum Lesen. Blöd ist das ziemlich 
träge Umblättern, und blöd ist die ungünstige Tastenanordnung, die sich 
zwar mit PRS+ sinnvoll umkonfigurieren lässt (die große runde Wippe 
rechts ist mein Blätterinstrument), aber nichts an den verhältnismäßig 
schwergängigen Tastern ändern (die dieser Wippe, nicht die anderen).

von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


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LuXXuS 909 schrieb:
> Hat jemand von euch auch ein eBook-Reader und kann mal seine Erfahrungen
> berichten?

Ich bin seit Jahren Benutzer eines eBook-Readers.
Begonnen habe ich mit dem Sony PRS-505, nun nutze ich das PocketBookPro 
902.
Du fragst nach Erfahrungen damit, hier kommen sie:

Zunächst das Wichtigste. Ein eBook-Reader ist kein Tablet-PC, kein 
Telefon, kein Organizer, kein Taschenrechner, kein MP3-Player,… 
Vergleiche mit diesen Geräten werden der Funktion eines eBook-Readers 
also nicht gerecht. Wer ein Tabelt-PC braucht sollte sich eins kaufen. 
Ein eBook-Reader ist etwa vergleichbar mit einem Buch. Ein Buch ist auch 
nur ein Buch – Punkt. Hier hat so ein Gerät jedoch Vorteile gegenüber 
einem Buch. Es können viele Bücher gespeichert werden. Es lassen sich 
sehr viele Lesezeichen setzen oder man kann zwischen den Büchern 
springen. Das Lesen gestaltet sich (je nach Displaygröße) genau wie bei 
einem Buch. Deutliche Schrift, gut bei Sonnenschein lesbar, hoher 
Kontrast. Als Textformat sollte EPUP genutzt werden. Hier funktioniert 
die Skalierung (Text vergrößern oder verkleinern) sehr gut. PDF-Daten 
können schon mal merkwürdig formatiert werden. Die Akkulaufzeit ist so 
groß, dass bequem ein ganzes Buch gelesen werden kann. 
Konstruktionsbedingt dauert der Seitenwechsel etwas, was jedoch im Sinne 
eines Buches nun wirklich kein Nachteil ist. Ob ich eine Seite in 30ms 
umschlage oder in 500ms ist ja beim lesen egal. WLan, Internet, Touch, 
usw. braucht kein Mensch in einem Buch. Hier setzt auch immer die Kritik 
an. Schlechte Bedienung, langsam, kompliziert,… Ich erinnere noch mal. 
Ein eBook-Reader ist ein Buch. Eine Säge ist auch eine Säge und kein 
Schraubenzieher. Um Bücher auf den Reader zu bekommen gibt es mehrere 
einfache Möglichkeiten. USB Kabel oder SD-Card stehen dabei ganz vorne. 
Einfach das Buch auf eine SD-Card kopieren und schon kann man tagelang 
lesen. Die Betonung liegt nun auf lesen. Ein Bücherfreund liest ein 
Buch, er blättert nicht schnell darin rum, benutzt nicht mal 
zwischendurch das Internet, telefoniert nicht mit Freunden, nein – er 
liest! Und das kann man mit so einem Reader hervorragend!  An jeder 
Stelle, an jedem Ort, stundenlang.
Es gibt jedoch einen gravierenden Nachteil. Ein eBook-Reader riecht 
nicht nach Buch!

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Joe G. schrieb:
> Konstruktionsbedingt dauert der Seitenwechsel etwas, was jedoch im Sinne
> eines Buches nun wirklich kein Nachteil ist.

Wenn der Seitenwechsel so langsam wie beim PRS505 ist, dann ist das ein 
Nachteil, weil er den Lesefluss stärker unterbricht als ein manuelles 
Umblättern eines echten Buches. Ich habe mir angewöhnt, den 
Umblätterknopf zu Beginn des letzten Absatzes auf einer Seite zu 
drücken. Da das Gerät vor dem neuen Seitenaufbau erstmal einen 
Gedenkmoment einlegt, lässt sich so zumindest der kompensieren.

>  gut bei Sonnenschein lesbar

Bei praller Sonne nimmt merkwürdigerweise der Kontrast ab, aber nur 
direkt beim Seitenaufbau. Lässt man beim Seitenaufbau Teile des Displays 
beschattet (Hand oder einzelne Finger davor halten), dann sieht man das 
im Schriftbild durch den höheren Kontrast an den Stellen, die beim 
Seitenaufbau beschattet waren.

von LuXXuS 9. (aichn)


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Hi Leute und erstmal danke für die Rückmeldungen!

Erstmal vorweg: Dass ein eBook kein Tablett ist, ist mir klar. Aber: 
wenn in unserem Fall mit dem OYO2 von Thalia das herunterladen eines 
Buches gut 20min dauert und 15 davon auf die unterirdisch schlechte 
Eingabe über das TouchPad gehen, dann vergeht einem schnell die Lust an 
der ganzen Sache.

Ich habe jetzt noch mal ein bisschen im Internet herumgeguckt und unter 
anderem auch Dave's Kindle Test angeschaut - auch hier sieht man eine 
gewisse Trägheit bei den Eingaben, aber das ist kein Vergleich zum OYO! 
Du drückst eine Taste und es dauert im schlimmsten Fall schonmal 2s, bis 
der Buchstabe erscheint. Das ist untragbar. Beim Kindle war im Video ja 
selbst das Surfen im Internet noch ganz OK. Auch wenn das Ding dafür 
nicht gedacht ist, ist es ja nett, wenn es geht.

Wir haben halt probehalber mal ein paar Bücher installiert und selbst 
das ist eine Katastrophe - das wird jetzt evtl. an den Büchern liegen, 
aber einige Seiten passen überhaupt nicht auf's Display...und nach 
rechts scrollen geht ja auch nicht - ein automatischer Umbruch passiert 
ebenfalls nicht...also: Pech!

Wir sind von dem Ding jedenfalls gnadenlos enttäuscht und werden es 
heute samt Zubehör zurückschicken - nach meiner Auffassung ist der OYO2 
überhaupt nicht zu empfehlen!

Gruß

von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


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- Lade ein Buch über USB oder MicroSD
- lese Bücher im EPUP Format
- vergiss Internet und WLan
- versuche nicht in ein Buch zu schreiben
- beachte, das auf einem Format der Form A x B nicht das Format C x D 
optimal dargestellt werden kann

von Olaf K. (darkover)


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> Begonnen habe ich mit dem Sony PRS-505, nun nutze ich
> das PocketBookPro 902.

Da waren wir aber etwas sparsam was. .-) Ich bin vom 505 auf den 903 
umgestiegen.

> Konstruktionsbedingt dauert der Seitenwechsel etwas, was jedoch
> im Sinne eines Buches nun wirklich kein Nachteil ist.

Jain. Beim lesen von grossen PDF-Datenblaetter mit 500Seiten wuerde auch 
ich es besser finden wenn das hin und herspringen etwas schneller gehen 
wuerde. Beim rein seriellen Lesen finde ich die Umblaetterzeit aber okay 
und ja auch beim 505!
Eigentlich ist es sogar ganz gut das die Reader so langsam sind. Nicht 
nur wegen der Akkulaufzeit. Wenn da naemlich ein normales System drauf 
laufen wuerde, so wuerde der heute uebliche Wahnsinn da einbrechen. Also 
Viren, heimliche anrufe, Werbegedoens quietschige Icons, Flashscheisse, 
andauernde Updates. Darauf verzichte ich doch GERNE. Dann lieber etwas 
langsamer, aber geht immer.

> Es gibt jedoch einen gravierenden Nachteil. Ein eBook-Reader riecht
> nicht nach Buch!

Der alte PRS-505 hatte eine bessere Haptik, Feeling usw., als so manches 
Buch. Es hat wirklich Spass gemacht den in der Hand zu halten. Da sind 
die Pocketbooks schon etwas preiswerter verarbeitet.


>  ein automatischer Umbruch passiert
> ebenfalls nicht...also: Pech!

Beachte folgendes, Ebooks fuer Reader sollte im Format epub sein. Da 
kannst du entweder alte Schinken (Dante oder Fanny Hill :-) lesen, oder 
in Deutschland fuer ueberteuerte Kohle kopiergeschuetzes kaufen. (man 
Buchpreisbindung)
Klassische Ebooks wie du sie vom Computer kennst (also z.B Datenblaetter 
von ICs) sind aber PDFs. PDFs sind nicht dafuer gedacht umgebrochen zu 
werden. Um sowas auf einem kleinen Reader zu lesen ist eine mittlere 
Doctorarbeit notwendig. Deshalb haben der gute Joe und ich einen Reader 
mit 9.xZoll Display.

Olaf

von S. B. (Gast)


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> Ein eBook-Reader ist etwa vergleichbar mit einem Buch. Ein Buch ist auch
> nur ein Buch – Punkt. Hier hat so ein Gerät jedoch Vorteile gegenüber
> einem Buch. Es können viele Bücher gespeichert werden. Es lassen sich
> sehr viele Lesezeichen setzen oder man kann zwischen den Büchern
> springen. Das Lesen gestaltet sich (je nach Displaygröße) genau wie bei
> einem Buch. Deutliche Schrift, gut bei Sonnenschein lesbar, hoher
> Kontrast.
Du gehst wahrscheinlich von Ebook-Readern mit E-Ink-Technologie aus, 
alles andere kann man im Prinzip vergessen ?!
Das Problem ist aber die Displaygröße, Din A4 habe ich derzeit noch 
nicht gesehen - ich möchte schon eine Buchseite nicht nur virtuell 
dargestellt bekommen, normales Buchformat bei den Readern wäre von 
Vorteil.


> Als Textformat sollte EPUP genutzt werden. Hier funktioniert
> die Skalierung (Text vergrößern oder verkleinern) sehr gut. PDF-Daten
> können schon mal merkwürdig formatiert werden.
genau da ist das Problem - ich habe z.B. zu 99% Prozent Dateien im 
PDF-Format und genau diese möchte ich möglichst ohne Umwandlung auch 
lesen können - beim PC funktioniert das ohne Probleme.
Insofern sind die Ebook-Reader leider noch nicht ausgereift.

von Olaf K. (darkover)


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> genau da ist das Problem - ich habe z.B. zu 99% Prozent Dateien im
> PDF-Format und genau diese möchte ich möglichst ohne Umwandlung auch
> lesen können -

Dann musst du dir ein Ebook mit groesserem Display kaufen. Dazu gehoeren 
die hier genannten Pocketbook 902/903. Ich glaub es gibt sogar ein 
neueres Nachfolgemodell?
Sowas benutze ich. Da ist das Display etwas kleiner als eine DIN-A4 
Seite. Damit kann man PDFs problemlos und gut lesen die in echt einen 
breiteren Rand haben. Also Datenblaetter sind z.B problemlos. Selbst 
eingescannte Taschenbuecher sind sogar groesser als in echt. Ein bis zum 
Rand vollgeschriebene DIN-A4 Seite ist aber immer noch etwas mickrig.
Der ideale Reader haette wohl die groesse eines 903er, aber ohne den 
Plastikrand um das Display. Als wirklich ein Ebook in 100% Din-A4.

> beim PC funktioniert das ohne Probleme.

Du hast einen drehbaren 27"er?

> Insofern sind die Ebook-Reader leider noch nicht ausgereift.

Ich sag mal es ist eine Geldfrage. Bist du bereit 500Kroeten oder mehr 
fuer so ein grosses Geraet auszugeben? Und langfristig ist ein Reader 
mit einem genormten Format das sich umbrechen laesst sicher die bessere 
Loesung. Meine eigenen Texte verfasse ich derzeit mit TeX und passe mir 
die Ausgabe genau an den Reader an. Das ist dann durch nichts mehr zu 
schlagen.

Hier noch ein Tip:
http://flavianopetrocchi.blogspot.com/
Damit kann man selbst eingespannte PDFs mit einem Inhaltverzeichnis 
versehen.

Olaf

von Gerhard O. (gerhard_)


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Da mir nicht bekannt ist ob es in D den KOBO Touch gibt, gebe ich hierzu 
ein paar Hinweise:

http://www.kobobooks.com/ereaders

Ich habe mir vor ein paar Monaten den KOBO Touch (CDN$119) zugelegt. Bin 
im großen und ganzen sehr zufrieden damit. das eInk Display ist wirklich 
sehr angenehm auf die Augen. Eine Batterieladung reicht für mindestens 
30 oder mehr Stunden. Das Gerät ist sehr handlich und leicht 
mitzunehmen. Eine uSD Karte lässt sich auch noch einstecken. Damit kann 
man den Speicher auf 32GB ausbauen. (Ist allerdings Krampf weil der 
eingebaute Speicherplatz mit 1.4GB mehr als ausreichend ist). Wer hat 
schon Zeit 35000 Bücher zu lesen!

Zur Batterieladung verwende ich neben dem PC ein kleines Steckernetzteil 
mit MicroUSB Stecker.

Ab und zu macht das Betriebssystem Macken dass der Touchscreen nicht 
mehr funktioniert und dann muss man den Rechner abschalten und wieder 
hochfahren. Aber es ist nicht zu schlimm.  Die Ladezeit des 
Betriebssystem ist mit 1-2 Minuten auch etwas lang.

Positiv ist, dass der KOBO ein offenes Linux Betriebssystem hat und die 
Quellen erhältlich sind. Es ist leicht möglich nach laden einer Datei 
mittels dem WiFi Zugang zum Linuxsystem zu bekommen. Also sind 
Eigenentwicklungen durchaus machbar. Die KOBO Applikation ist allerdings 
nicht Open Source.

https://github.com/kobolabs/Kobo-Reader
http://wiki.mobileread.com/wiki/Kobo_eReader#Specifications

Den Amazon KINDLE mag ich wegen der Datei Beschränkungen nicht. So viel 
ich weiß ist das epub Format damit immer noch nicht lesbar.

Ein paar Gedanken zu epub Format:

Mit dem freien Programm calibre kann man andere Formate wie PDF, TXT, in 
epub umwandeln. Falls dann noch Kleinigkeiten verbessert werden sollen 
welche von PDF auf HTML vorkommen können, mache ich das mit dem HTML 
Wysiwyg Editor "Kompozer". Die epub Dateien sind ja solange kein DRM 
vorhanden ist nur umgenannte .ZIP Dateien. Wenn man die dann auspackt 
finden sich normalerweise nur einige HTML, JPG und eine CSS Datei. Für 
diejenigen denen DRM ein Greuel ist gibt es auch Werkzeuge.

http://calibre-ebook.com/
http://www.kompozer.net/download.php


Gruß,
Gerhard

von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


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Olaf Kaluza schrieb:
> Da waren wir aber etwas sparsam was. .-)

Ich hatte Sorgen, dass der Touchscreen die Lesbarkeit verschlechtert.

S. B. schrieb:
> Du gehst wahrscheinlich von Ebook-Readern mit E-Ink-Technologie aus,
> alles andere kann man im Prinzip vergessen ?!

Ich kann nur über die E-Paper Displays berichten. Andere Modell hatte 
ich noch nie in der Hand. Beim E-Paper ist es jedoch so, dass sie auch 
bei direkter Soneneinstrahlung im Süden sehr sehr gut lesbar sind. Bei 
Dämmerung oder Dunkelheit geht dagegen nichts - wie ein Buch.

S. B. schrieb:
> ich habe z.B. zu 99% Prozent Dateien im
> PDF-Format und genau diese möchte ich möglichst ohne Umwandlung auch
> lesen können

Bücher werden heutzutage im EPUP Format gehandelt. Das Argument PDF | 
Datenblätter usw. höre ich oft. Aber wer liest im Urlaub, am Strand, am 
Kamin, in Mußestunden Datenblätter? Bücher werden an diesen Orten sehr 
wohl gelesen. Ein eBook-Reader ist ein Buch.

Leider gibt es in Deutschland die Buchpreisbindung. Damit kostet ein 
eBook genausoviel wie die Papierform. Es gibt jedoch schon eine große 
Auswahl an kostenlosen eBooks. Ein Einstieg findet man z.B. hier:
http://www.beam-ebooks.de/kostenlos.php

Joe

von LuXXuS 9. (aichn)


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Den Kobo habe ich mir jetzt auch mal angeguckt - würdest du den 
weiterempfehlen?

von S. B. (Gast)


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> Dann musst du dir ein Ebook mit groesserem Display kaufen. Dazu gehoeren
> die hier genannten Pocketbook 902/903. Ich glaub es gibt sogar ein
> neueres Nachfolgemodell?
diese Modelle kannte ich noch nicht, besten Dank für den Tip.

> Ich sag mal es ist eine Geldfrage. Bist du bereit 500Kroeten oder mehr
> fuer so ein grosses Geraet auszugeben?
natürlich nicht - wie bei anderen technischen Neuerungen (TFT, usw.) 
warte ich erst einmal ab ... es kann dann sehr schnell gehen, dann ist 
der Preis auch für gute Geräte im Keller.

> Du hast einen drehbaren 27"er?
nein, ich meinte damit die Formatierungsprobleme (die hier einige 
nannten und wie auch immer die aussehen?) die bei .pdf auftreten sollen.
Da ich selbst noch keinen Ebook-Reader habe, weiß ich natürlich nicht, 
ob das wirklich so ein großes Problem ist oder nicht.

> Bücher werden heutzutage im EPUP Format gehandelt. Das Argument PDF |
> Datenblätter usw. höre ich oft. Aber wer liest im Urlaub, am Strand, am
> Kamin, in Mußestunden Datenblätter?
hier irrst Du einfach - ich habe einige Bücher im pdf-Format, es sind 
also nicht nur Datenblätter. Umwandeln geht natürlich, aber das wird 
dann eine sehr zeitaufwändige Angelegenheit werden.

> Leider gibt es in Deutschland die Buchpreisbindung. Damit kostet ein
> eBook genausoviel wie die Papierform.
allerdings - da hilft nur Sprachen lernen, um diese dumme Beschränkung 
ad absurdum zu führen.

Danke an dieser Stelle für die zahlreichen Links.

smörre

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Joe G. schrieb:
> Leider gibt es in Deutschland die Buchpreisbindung. Damit kostet ein
> eBook genausoviel wie die Papierform.

Das ist nicht durch die Buchpreisbindung bedingt. Da das eBook ein 
komplett anderes Medium ist als das Papierbuch, darf der Preis auch 
vollkommen anders festgelegt werden. Das ist ja bei verschiedenen 
"Formaten" von Papierbüchern nicht anders, ein "Paperback" kostet bei 
gleichem Inhalt weniger als ein "Hardcover".

Nein, das eBook-Preisgefüge beruht auf der Unfähigkeit und Raffgier der 
großen Buchverleger.

Die Buchpreisbindung ist nach wie vor ein sinnvolles Instrument, das 
auch kleinen Buchhandlungen eine gewisse Überlebensschance gibt. Gäbe es 
keine Buchpreisbindung, dann gäbe es nur noch große Ketten à la Thalia, 
Weltbild und Hugendubel, die nur den "Mainstream" bedienen.

Wer schon mal in Nordamerika eine Buchhandlung gesehen hat, wird das 
Phänomen kennen, daß im Laden ausschließlich die aktuellsten Bücher 
eines Autors zu finden sind und ältere vergriffen sind. Das ist da noch 
schlimmer als bei Hugendubel & Co. Der einzige positive Trend, der aus 
der nordamerikanischen Buchhandelswelt herübergeschwappt ist, ist der, 
daß so ein Buchladen auch als Ort des Aufenthaltes angesehen wird, in 
dem man ein Buch auch längere Zeit ansehen darf, und wo es 
Sitzmöglichkeiten gibt.
Das war in Deutschland vor 15 Jahren noch weitestgehend undenkbar, auch 
daß es in Buchläden ein Café gibt, war früher undenkbar.

von LuXXuS 9. (aichn)


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Hi ihr Lieben!

Also, wie angekündigt, haben wir den OYO heute zurückgeschickt.

Als Alternative haben wir nach vielen Internetvideos den Sony PRS-T1 
gekauft - ich hatte auch noch den Kobo in der Hand, aber der ROSANE Sony 
hat dann das Rennen gemacht ;-)

Ich kann jetzt wirklich sagen, dass zwischen den Geräten ein Unterschied 
von Tag und Nacht ist! Mit Verlaub, meiner Meinung nach ist der OYO2 
einfach nur Schrott. Das Ding ist eine Zumutung! Mich würde es wundern, 
wenn nicht die Hälfte der Geräte zurück geht.

Der Sony ist wirklich angenehm, flink bei den Eingaben und reagiert auch 
wirklich schnell. Den kann ich jetzt mit gutem Gewissen empfehlen. 
Thalia-eBooks lassen sich leicht mit der Software von Sony übertragen - 
alles TIPTOP! Wenn dann nächstes Jahr noch der BookStore startet und man 
Bücher direkt aus dem Netz über das Gerät laden kann, dann ist das Ding 
aller erste Sahne.

Der Kobo war auch wirklich gut, habe ihn im Laden ca. eine halbe Stunde 
ausprobiert - bei uns ist es jetzt halt der PRS-T1 geworden.

Neben dem eigentlichen, nämlich der Bücher, können hier auch MP3s und 
Bilder widergegeben werden. Selbst das Browsen im Internet finde ich 
(man bedenke...es ist ein eBook) wirklich angenehm - ich habe schon ein 
paar Beiträge des Forums auf ihm betrachte, musste ihn dann aber wieder 
hergeben :P

Fazit: Finger weg vom OYO2 - die Enttäuschung ist vorprogrammiert.


Gruß

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